Die letzten Krieger

Komödien, Kriegsfilme, Western und schwer einzuordnende Filme finden hier ihren Platz

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Die letzten Krieger

Beitragvon horror1966 » 13. Apr 2018 12:39

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Die letzten Krieger
(Kolovrat)
mit Ilya Malakov, Aleksey Serebryakov, Aleksandr Ilin, Timofey Tribuntsev, Yuliya Khlynina, Andrey Burkovskiy, Igor Savochkin, Polina Chernyshova, Aleksandr Tsoy
Regie: Dzhanik Fayziev / Ivan Shurkhovetskiy
Drehbuch: Dmitriy Paltsev / Dmitriy Raevskiy / Evgeniy Raevskiy / Sergey Yudakov
Kamera: Maksim Osadchiy-Korytkovskiy
Musik: Serj Tankian
FSK 16
Russland / 2017

Im 13. Jahrhundert kontrollieren die Mongolen und ihr Führer Batu Khan den Großteil der damals bekannten Welt. Auf ihrem Weg nach Westen Richtung Europa dringen sie in das letzte unabhängige Russische Fürstentum ein. Sie wissen jedoch nicht, dass ihre Pläne zu scheitern drohen.Denn eine kleine Truppe heroischer Männer unter der Führung des mutigen Kriegers Kolovrat stellt sich dem Heer tapfer entgegen…


In den letzten Jahren finden vermehrt russische Filme ihren Weg auf den deutschen Heimkinomarkt, die sich auf die verschiedensten Genres verteilen. Darunter verbergen sich so manch kleine Perlen, wobei insbesondere im Bereich der Historienfilme immer wieder interessante und gut gemachte Beiträge zu finden sind. Dazu zählt eindeutig auch "Die letzten Krieger", der aufgrund der knappen Inhaltsangabe schon ein wenig an Frank Miller's "300" erinnert. Auch hier bekommt es eine Handvoll Krieger mit einer zahlenmäßigen Übermacht zu tun, wobei es schon als verwegen anzusehen ist, das sich ca. 20 Männer gegen die wilde Horde der Mongolen stellen. Mann kann es als Mut, aber auch als absoluten Wahnsinn ansehen, aber im Laufe der Geschichte kristallisiert sich ganz eindeutig heraus, das es sich ganz einfach um Patriotismus und unbändige Liebe zum Vaterland handelt. Wie dem auch sei, die Macher haben das Ganze richtig gut in Szene gesetzt und füllen die knapp 2 Stunden Laufzeit mit einer interessanten Geschichte, die zudem auch mit mehreren, sehr sehenswerten Kampfeinlagen gefüllt wurde.

Man sollte dabei allerdings keine epischen Schlachten erwarten, was bei der extrem unterschiedlichen Truppenzahl der jeweiligen Seiten auch nicht zwingend zu erwarten. Und so besinnt man sich dann auch eher auf etwas kleiner ausgefallene Kämpfe in denen es ganz gut zur Sache geht. An dieser Stelle wird auch wieder einmal klar, das eine zahlenmäßige Überlegenheit nicht unbedingt mit einem schnellen Sieg verbunden ist, denn mit List und Tücke kann man auch einen weit überlegenen Gegner zumindest eine geraume Zeit in Schach halten. Genau das kommt in "Die letzten Krieger" äußerst gut zur Geltung und erscheint dabei auch noch ziemlich glaubwürdig. Es wird nicht zu dick aufgetragen und auch die heroische Darstellung der russischen Krieger bewegt sich in einem annehmbaren Rahmen. Es werden keine übermenschlichen Helden aufgebaut sondern lediglich wagemutige und tapfere Männer, die bis zum letzten Blutstropfen für ihre Heimat kämpfen. Das weiß durchgehend zu gefallen und sorgt für hohe Sympathiewerte beim Zuschauer, der insbesondere von der Hauptfigur Kolovrat ziemlich angetan ist.

Der junge Anführer der kleinen russischen Truppe ist nahezu der Inbegriff eines unbeugsamen Kriegers, der mit seiner Leidenschaft auch seine Mitkämpfer zu Höchstleistungen anspornt. Nun muss man sicherlich kein Prophet sein um sich denken zu können, das der Widerstand nur eine begrenzte Zeit aufrecht gehalten werden kann. Alles andere wäre auch völlig unglaubwürdig gewesen und so kommt es am Ende selbstverständlich zum vorgezeichneten Finale. Ein letzter verzweifelter Kampf lässt die Waagschale in eine Richtung kippen, was allerdings auch nicht anders zu erwarten war. Die Regisseure Dzhanik Fayziev und Ivan Shurkhovetskiy haben hier richtig gute Arbeit geleistet und einen opulenten Historienfilm ins Leben gerufen, der sich hinter diversen Hollywood Produktionen nicht zu verstecken braucht. Mit einem geschätzten Budget von 360.000.000 RUR ist das Werk dabei ordentlich ausgestattet und weiß auch in visueller Hinsicht einen überzeugenden Eindruck zu hinterlassen.

Letztendlich kann man dieser Produktion ein sehr gutes Gesamtzeugnis ausstellen, denn die Geschichte wirkt in sich äußerst stimmig und wird flüssig als auch spannend erzählt. Außerdem liefern auch die Darsteller mehr als ordentliche Leistungen ab, wobei Hauptdarsteller Ilya Malakov ganz besonders in Erinnerung bleibt. Und auch wenn in "Die letzten Krieger" vielleicht nicht die ganz großen Schlachten zu begutachten sind gibt es dennoch genügend Kampfszenen zu sehen, die beste und sehenswerte Action anbieten. So kann man am Ende dann auch ohne Weiteres eine Empfehlung an all jene aussprechen die gut gemachte Historienfilme zu schätzen wissen.


Fazit:


Es ist immer wieder schön zu sehen, das man auch in Europa immer wieder fündig wird wenn es darum geht, gute Beiträge des Genres zu entdecken. "Die letzten Krieger" ist ein solcher Fall und eine Sichtung dieser russischen Produktion lohnt sich allemal. Es muss eben nicht immer zwangsläufig Hollywood sein, denn auch auf unserem Kontinent wird gute Arbeit in der Filmwelt abgeliefert.


7/10
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Re: Die letzten Krieger

Beitragvon horror1966 » 18. Apr 2018 09:12

Kritik ist drin
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Re: Die letzten Krieger

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 18. Apr 2018 12:30

Wieviel sind 360.000.000 Rub in Eseln?
:D
In Euro bestimmt 36€
:P
Ok es sind
4,72Millionen Euro.
Premutos kostete 5Millionen (Spaß) :D
LIEBER ASSI ODER PROLL ALS EIN VERBLENDETES HERDENTIER DER HYPOKRITEN!!!
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