Plane Dead - Der Flug in den Tod

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 81

Plane Dead - Der Flug in den Tod

Beitragvon horror1966 » 15. Jan 2018 13:53

Bild





Plane Dead - Der Flug in den Tod
(Flight of the Living Dead: Outbreak on a Plane)
mit David Chisum, Kristen Kerr, Kevin J. O'Connor, Richard Tyson, Erick Avari, Derek Webster, Todd Babcock, Siena Goines, Mieko Hillman, Raymond J. Barry
Regie: Scott Thomas
Drehbuch: Sidney Iwanter / Mark Onspaugh / Scott Thomas
Kamera: Mark Eberle
Musik: Nathan Wang
ungeprüft
USA / 2007

Ein Wissenschaftler transportiert seine mit einem üblen Zombie-Virus infizierte Kollegin im Bauch eines normalen Passagierfliegers außer Landes. Unterwegs in einem heftigen Gewittersturm jedoch macht die Dame sich selbständig, überwältigt ihren Bewacher und infiziert Mitfliegende, die ihrerseits rasend vor Blutgier über andere Passagiere herfallen. Während unten am Boden Miltärs den Abschuss der Maschine erwägen, arbeiten die wenigen Überlebenden über den Wolken verzweifelt an einer Gegenstrategie.


Nachdem sich Samuel L. Jackson ein Jahr zuvor mit jeder Menge Schlangen im Flugzeug herum schlagen musste, griff 2007 Scott Thomas eben diese Grundidee auf und wendete sie auf das Genre des Zombiefilms an. Das war seinerzeit sogar einigermaßen innovativ, denn in schwindelerregenden Höhen wurde man noch nicht mit einer Horde Untoter konfrontiert. Nun zählt "Plane Dead" sicherlich nicht zu den absoluten Größen seiner Art, aber im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern kommt diese amerikanische Produktion äußerst unterhaltsam daher und beinhaltet zudem auch noch einige recht blutige Einstellungen. Auf diese muss man allerdings eine geraume Zeit warten, denn Thomas hält seine Einführung in die Ereignisse ein wenig zu lang und hält sich dabei mit diversen Banalitäten auf, bevor es dann aber richtig gut zur Sache geht.

Besonders zeichnet sich die Geschichte dabei durch ihre gelungene Atmosphäre aus, denn durch den räumlich sehr eingeschränkten Schauplatz im Inneren eines Passagierflugzeugs gibt sich eine herrlich bedrohliche Grundstimmung zu erkennen, die sich mit zunehmender Laufzeit auch stetig verdichten soll. Die Protagonisten sind den Zombies auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, denn selbst wenn man es wollte, würde man keinerlei Fluchtmöglichkeit haben. Das verleiht dem Ganzen schon eine gewisse Würze und lässt auch gleichzeitig einen konstanten Spannungsbogen in Erscheinung treten. Nachdem das erste Filmdrittel vorüber ist erfährt das Geschehen eine ziemlich ordentliche Temposteigerung und Thomas fügt den Abläufen zudem einen ordentlichen Härtegrad bei, der bei Genre-Fans durchaus auf Begeisterung stoßen dürfte.

Von nun an gibt es praktisch Action Non-Stop, was den Unterhaltungswert des Szenarios in ungeahnte Höhen schnellen lässt. Man wird mit etlichen Beißattacken bedient und auch der Verbrauch von Kunstblut kann sich jederzeit sehen lassen. Der geneigte Genre-Freak wird also bestens bedient, so das man auch gern einmal über einige dezente Logiklöcher innerhalb der Story großzügig hinwegsehen kann. "Plane Dead" macht einfach jede Menge Spaß und beinhaltet eine ganze menge Kurzweil. Dafür steht auch die an manchen Stellen herrlich schräge Situationskomik, denn phasenweise warten die Ereignisse mit richtig witzigen Szenen auf, ohne das der Film den Anstrich einer Komödie annehmen würde. Scott Thomas hat wirklich eine gelungene Kombination aus verschiedenen Komponenten gefunden und meiner persönlichen Meinung nach einen äußerst sehenswerten Beitrag abgeliefert, der sich stellenweise wohlwollend von etlichen anderen Zombie-Mopeds abhebt.

Letztendlich ist es wie immer Ansichtssache, aber "Plane Dead - Der Flug in den Tod" sticht allein durch seine Grundidee ein wenig aus der breiten Maße der unzähligen Zombiefilme heraus. Auf keinen Fall möchte man als Passagier an Bord dieses Flugzeugs sein, in dem die Untoten auf Beutezug gehen. Eine fast schon klaustrophobisch anmutende Grundstimmung, jede Menge Action in beengten Räumlichkeiten und eine gut verteilte Prise Humor sorgen für ein kurzweiliges Filmerlebnis, das man sich immer wieder gut anschauen kann.


Fazit:


Auch wenn "Plane Dead" mit Bestimmtheit kein filmisches Meisterwerk darstellt, handelt es sich auf jeden Fall um einen der besseren Beiträge aus einer wahren Flut an Zombiefilmen, die in den letzten zwei Jahrzehnten erschienen sind. Der damals gewählte Schauplatz hoch über den Wolken war endlich einmal etwas Neues, so das man einer ansonsten handelsüblichen Geschichte mal wieder einen neuen Aspekt zufügen konnte. Aber auch heute funktioniert die Produktion immer noch gut und bietet gut 90 Minuten beste Zombie-Unterhaltung, die man sich in regelmäßigen Abständen immer wieder gern anschaut.


8/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5774
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Re: Plane Dead - Der Flug in den Tod

Beitragvon Jenny » 16. Jan 2018 17:31

Den hatte ich auch mal vor Jahren geschaut und er hat mich auch gut unterhalten :-)
Benutzeravatar
Jenny
 
Beiträge: 709
Registriert: 09.2013
Geschlecht:


Zurück zu "Der amerikanische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron