Kampf der Barbaren

Das Forum für Indiana Jones, Ritter und historische Hintergründe

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 196

Kampf der Barbaren

Beitragvon horror1966 » 27. Sep 2013 17:30

Bild




Kampf der Barbaren
(Rusichi)
mit Petr Barancheyev, Albert Filozov, Sergey Glushko, Vladimir Gostyukhin, Denis Karasyov, Anton Kolesnikov, Sergei Kudryashov, Kristina Prokopovich, Nikolai Rytenko, Aleksandr Trofimov
Regie: Adel Al-Khadad
Drehbuch: Sergei Rusakov
Kamera: Andrei Shepelev
Musik: Keine Information
FSK 16
Russland / 2008

Die Kämpfer des Strizhen Stammes greifen ihre verhassten Feinde, die schwarzen Kudesnika in ihrem Heimatdorf an. Sie nehmen den Prinzen der Kudesnika, Izyaslav gefangen und verwunden seinen Sohn Vlalstimir schwer. Vlastimir überlebt den schweren Angriff und hört später, das sein Vater immer noch lebt. Er muss von da an viele Kämpfe und Abenteuer überstehen, um seinen Vater wieder zusehen und um ein neues Leben zu beginnen.


"Kampf der Barbaren" zählt ganz eindeutig zu den Filmen, bei denen man sich durch den Titel oder die Inhaltsangabe recht schnell in die Irre führen lassen kann, denn nähren doch diese beiden Dinge die Hoffnung beim Zuschauer, das man hier eventuell ein actiongeladenes Historien-Epos geboten bekommt. Diese Hoffnung zerschlägt sich allerdings schon ziemlich schnell, denn nach einem recht netten Kampfgetümmel gleich zu Beginn des Films wartet man danach vergeblich auf weitere Kampfszenen. Dennoch handelt es sich hier keineswegs um einen schlechten Film, denn die erzählte Geschichte hat durchaus ihren reiz und wird stellenweise auch interessant erzählt. Leider geschieht dies aber nicht über die gesamte Laufzeit, so das mit der Zeit doch auch einige recht langatmige Passagen auftreten, die teilweise sogar etwas ermüdend und einschläfernd wirken, so das es doch schwerfällt, dem Film seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.

Zu sehr wird der Focus auf die Figur des jungen Vlastimir gelegt, der hier fast wie ein Fremdkörper wirkt und allein schon vom Optischen her so gar nicht in eine Geschichte wie diese passt. Im Gegensatz zu den dreckigen und hart erscheinenden Barbaren wirkt er viel zu sauber, sein äusserst feingeschnittenes Gesicht hinterlässt einen eher femininen Eindruck und so ist es auch nicht besonders verwunderlich, das seine Person in diesem Szenario doch recht gewöhnungsbedürftig daherkommt. Phasenweise kommt es einem viel eher so vor, als wenn man sich in einem russischen Märchenfilm befindet, lediglich die rauhen Figuren der Barbaren vermitteln einen anderen Eindruck.

Was mir sehr gut gefallen hat, sind die ausgewählten Schauplätze der Geschichte, wobei gerade bei den Passagen, die sich im Wald abspielen, eine sehr gelungene und dichte Atmosphäre in den Vordergrund rückt, die über so manch andere Schwäche hinwegtrösten kann. Und zu diesen offensichtlichen Schwächen gehört sicherlich der kaum vorhandene Spannungsbogen, der im Prinzip so gut wie nicht vorhanden ist. Das liegt ganz einfach in der Tatsache begründet, das die Story zu seicht erscheint und teilweise etwas belanglos vor sich hin plätschert. Es steht lediglich die Frage im Raum, ob Vater und Sohn am Ende wieder zusammenkommen, die ganze Zeit dazwischen passiert eigentlich herzlich wenig, wodurch nach Sichtung dieses Werkes am Ende doch etwas Enttäuschung zurückbleibt, was man ganz sicher hätte vermeiden können.

Mit etwas mehr Action und einem konstanten Spannungsbogen hätte hier ein wirklich sehr guter und überzeugender Film entstehen können, doch leider hat man es versäumt, durchaus vorhandenes Potential richtig auszuschöpfen. So kommt es dann letztendlich dazu, das "Kampf der Barbaren" im grauen Mittelmaß versinkt und kein hervorstechendes Film-Erlbnis bietet. Hierzu hätte es auch besserer Schauspielleistungen gebraucht, denn das dargebotene Schauspiel sorgt nicht gerade für Begeisterrungsstürme beim Betrachter.


Fazit:


"Kampf der Barbaren" bietet nicht das, was der Titel verspricht, denn von vielen Kämpfen ist man hier meilenweit entfernt. Dennoch handelt es sich um einen Film, denn man sich ruhig einmal ansehen kann und es wird bestimmt auch genügend Leute geben, die dieses Werk richtig gut finden. Auf jeden Fall aber sollte man nicht mit allzu hohen Erwartungen an diesen Film herangehen, dann wird man im Endeffekt auch nicht zu enttäuscht sein.


5/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5774
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Zurück zu "Abenteuer & Historienfilme"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

cron