The Evil Ones

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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The Evil Ones

Beitragvon horror1966 » 18. Apr 2018 20:06

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The Evil Ones
(Bornless Ones)
mit Margaret Judson, Devin Goodsell, Michael Johnston, Mark Furze, Bobby T, David Banks, Gwen Holloway, Rob Tepper, Nick Saso, Pony Wave
Regie: Alexander Babaev
Drehbuch: Alexander Babaev
Kamera: Egor Povolotskiy
Musik: Paul Hartwig
keine Jugendfreigabe
USA / 2016

Emily hat ein kleines altes Haus im idyllischen Hinterland gekauft und will es mit ihrem Mann Jesse und ihren Freunden auf Vordermann bringen. Bald entdecken sie dort einige okkulte Inschriften und ahnen, dass mit dem Haus irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Noch wissen sie nicht, dass es von einem schrecklichen Geheimnis im Bann gehalten wird. Als sie einige Tafel mit fremdartigen Symbolen achtlos aus dem Haus entfernen, ist die dunkle Macht entfesselt. Ungehindert ergreifen Dämonen Besitz über die Freunde und ein aussichtsloser Kampf beginnt. Kann es noch einen Weg geben, dieser Hölle zu entkommen?


Man müsste schon mit absoluter Blindheit geschlagen sein um nicht zu erkennen, das sich "The Evil Ones" ganz offensichtlich an Sam Raimi's "Tanz der Teufel" orientiert. Ob Regieneuling Alexander Babaev ganz einfach keine eigenen Ideen hatte, oder aber eine Hommage des Horrorklassikers in Szene setzen wollte ist dabei im Prinzip nebensächlich, denn diese kleine Produktion kann durchgehend überzeugen und bietet dabei äußerst gelungene Genrekost an. Die Geschichte ist mit viel Liebe zum Detail umgesetzt worden und beinhaltet einen sehr gelungenen Spannungsaufbau. Bis die Chose so richtig in Fahrt kommt dauert es ein wenig, wobei die Einführung jedoch keinesfalls belanglos oder gar langweilig gestaltet ist. Schon in dieser Phase des Filmes sind die starken Anlehnungen an den Raimi-Klassiker nicht zu übersehen, wobei Babaev selbst bei der Anzahl der Hauptfiguren anscheinend nicht abweichen wollte. Auch in vorliegendem Fall handelt es sich um 5 junge Leute und auch ansonsten lassen sich kaum neue Impulse erkennen. Das ist aber auf keinen Fall negativ zu bewerten, denn die altbewährten Zutaten harmonieren hier ganz hervorragend miteinander, so das sich in der Summe ein durchaus guter Gesamteindruck ergibt.

Eingebettet ist das Geschehen in eine dichte und mit zunehmender Laufzeit immer bedrohlicher erscheinenden Atmosphäre, die Abläufe werden mit der Zeit immer unheilvoller und versorgen den Zuschauer in manchen Phasen sogar mit einer ordentlichen Gänsehaut. Gleichzeitig geizt die Erzählung auch nicht mit blutigen Einstellungen, wobei diese allerdings meistens nur relativ kurz zu sehen sind. Explizite Gewaltdarstellungen wie in "Tanz der Teufel" oder auch dem 2013 erschienenen Remake "Evil Dead" von Fede Alvarez sollte man nicht unbedingt erwarten, denn trotz vorhandener Härte wird das Niveau der genannten Werke definitiv nicht erreicht. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn die Story überzeugt vielmehr als stimmiges Gesamtpaket, als das sie sich nur auf ihren Härtegrad reduzieren würde. Obwohl "The Evil Ones" keinerlei Innovation erkennen lässt, zieht die Erzählung den Betrachter von Anfang an in ihren Bann. Die Richtung ist dabei von der ersten Minute an vorgegeben und dennoch kann man sich schwerlich der Faszination entziehen die von den dämonischen Ereignissen ausgeht.

Erfreulicherweise wird größtenteils auf den Einsatz von Computereffekten verzichtet, denn lediglich die animierten Erscheinungen vor dem Haus gehen in diese Richtung und sind nicht allzu oft im Bild zu sehen. Ansonsten bedient sich Babaev der bekannten Stilmittel wie verzerrte Dämonenstimmen, merkwürdige Augen der Besessenen, aber auch die Konfrontation der Protagonisten mit negativen Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit. Das alles ist nicht neu, passt in diesem Fall aber ganz ausgezeichnet zusammen und sorgt für eine wirklich gespenstische Grundstimmung. Obwohl es sich um einen B-Movie handelt merkt man dem Film das eher geringe Budget kaum an, denn lediglich die Computeranimation der Erscheinungen vor der Waldhütte wirken ein wenig billig. Ansonsten aber gibt es nichts was man dem Werk in negativer Hinsicht vorwerfen könnte, so das man ohne Weiteres eine Empfehlung an jeden Horror-Fan aussprechen kann. Für ein Regiedebüt ist "The Evil Ones" absolut gelungen, so das man Herrn Babaev durchaus ein gutes Gesamtzeugnis ausstellen kann.

Ob es sich um eine Kopie oder eine gelungene Hommage handelt sei einmal dahin gestellt, auf jeden Fall bekommt der geneigte Horror-Fan ordentliche Kost serviert, die insbesondere in atmosphärischer Hinsicht zu überzeugen weiß. Solide agierende Darsteller, ein angemessener Härtegrad und ein konstanter Spannungsbogen runden das Ganze äußerst gut ab, so das man definitiv auf seine Kosten kommen sollte. Nun bleibt nur noch abzuwarten, ob Alexander Babaev in Zukunft auch eigene Ideen filmisch umsetzen kann, denn das er richtig gut abkupfern kann, hat er mit "The Evil Ones" schon einmal unter Beweis gestellt.


Fazit:


Es ist immer noch besser sich gut bei anderen Filmen zu bedienen, als eigene Gedanken schlecht in Szene zu setzen. Diese Meinung mag sicherlich nicht jeder teilen, aber "The Evil Ones" ist ein gutes Beispiel dafür, das altbekannte Szenarien auch als neuer Aufguss immer noch gut unterhalten können. Und auch wenn man bestimmt nicht an die großen Vorbilder heran reichen kann sollte man ruhig mal einen Blick riskieren, denn eine Sichtung ist sicherlich keine verschwendete Lebenszeit.


7/10
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Re: The Evil Ones

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 18. Apr 2018 20:13

Oh ! Den würde ich fast blind kaufen.
Hört sich sehenswert an!
LIEBER ASSI ODER PROLL ALS EIN VERBLENDETES HERDENTIER DER HYPOKRITEN!!!
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Re: The Evil Ones

Beitragvon horror1966 » 24. Apr 2018 15:30

Kritik ist drin
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Re: The Evil Ones

Beitragvon Jenny » 24. Apr 2018 18:12

Klingt gut :-)
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Re: The Evil Ones

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 24. Apr 2018 19:25

Wär auch n schöner Name für unser Forum.
“The Evil Ones”
Ja,klingt jut:)
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