Song of the Dead


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Song of the Dead

Beitragvon DonT » 28. Sep 2013 13:30

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Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2005
Produktion: Show-Me Pictures Productions
Länge: 86 Minuten
Freigabe: Not Rated

Regie: Chip Gubera
Drehbuch: Chip Gubera
Darsteller: Stephen Aandsager, John Gilbreth, Kate Gorman, Conrad Gubera, Travis Hierholzer, Steve Williams, Reggie Bannister

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Inhalt:

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Toten steigen aus ihren Gräbern. Scheinbar haben Terroristen Mosquito-Spray mit einen Virus versetzt, wodurch Menschen zu Zombies werden. Eine Familie verschanzt sich in einer kleinen Hütte und versucht zu überleben...

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Meine Meinung:

Auf den ersten Blick ist Song of the Dead nicht mehr und nicht weniger als ein stupides Zombie-Musical. Bei genaueren Betrachten aber, erkennt man die eigentliche Daseinsberechtigung des Films. Was dem Zuschauer hier geboten wird, ist eine politische Satire, die ihres Gleichen sucht. Alles dreht sich um das Amerika nach den Terroranschlägen von 2001.

Auch wenn nicht sofort auffällt, dass es sich bei Song of the Dead um eine Indy-Produktion handelt, kann man ihn seinen gewissen B-Movie-Flair nicht absprechen. Die Dialoge und Charaktere sind größtenteils sehr stereotypisch angelegt. So sehen wir auch in diesem Film den x-ten Vietnam-Veteranen, eine Scream-Queen par exelence und den dämlichen Polizisten-Bruder. Wie bereits erwähnt, sollte man sich davon aber nicht täuschen lassen, da der Film tiefgründiger ist, als es zuerst scheint.

Song of the Dead kritisiert aber nicht nur die Politik der USA sondern auch jeden einzelnen Amerikaner selbst. Der Medieneinfluss sei derart stark, dass sich die Menschen alleine durch Nachrichtensendungen eine Meinung aufzwängen lassen, wie sie vom Weißen Haus gewünscht ist. So sind bald alle der Meinung, dass hinter den Zombieattacken nur die Terroristen stecken können und jeder Staat, der jemals etwas mit ihnen zu tun hatte, atomatisiert werden müsse.

Als Musical besticht der Film durch technisch stark produzierte Lieder und verrückten Songtexten. Die Choreografien sind göttlich, da sie meist total überzogen aber dann doch gut zum Thema passig sind. Die zwei herausragenden Lieder sind "Flesh and Blood" - das Lied der Zombies - und "United we stand" - das Lied der Amerikaner. Beide Lieder werden zum Ende des Films in einem Kanon gegeneinander gestellt, womit der Kampf nochmals symbolisiert wird.

Für die Gorehounds gibt es in diesem Film auch einiges zu bestaunen. Es wird geschlitzt, geschossen, zerhackt und zersägt. Vieles passiert dabei zwar auch im Off, aber gerade im Finale des Films kann man eine ordentliche Metzelei bestaunen.

Nicht vom Trailer täuschen lassen! Was einen hier erwartet, ist Gesellschaftskritik höchster Güte. Wer kein Problem mit Musical-Einlagen hat, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

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www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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Der Kurzfilm, der zur Vermarktung/Finanzierung gedreht wurde:

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