Nudist Colony of the Dead


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Nudist Colony of the Dead

Beitragvon DonT » 15. Sep 2013 18:43

Zombie-Filme gibt es wie Sand am Meer, aber sicher ist keiner so wie dieser:

Bild

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1991
Regie: Mark Pirro
Darsteller: Deborah Stern, Rachel Latt, Braddon Mendelson, Forrest J Ackerman, Bruce Brown, u.a.

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Story:

Unsere Geschichte beginnt in einem Gerichtssaal. Eine christliche Gemeinde möchte es nicht länger erdulden, ein Nudisten-Camp in der Stadt zu haben. Dem Richter bleibt zum "Wohle des Friedens" nichts anderes übrig, als dieser Forderung nachzukommen. Die Nudisten selbst aber schwören Rache. Sie werden jeden umbringen, der es wagt, das Gelände ihres ehemaligen Domizils zu betreten. Danach begehen sie alle Selbstmord.
Jahre später werden Jugendliche, die von der Kirche bekehrt werden sollen, in dieses Camp geschickt und die Nackten erwachen zum Leben...

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Meine Meinung:

Die Indy-Produktion Nudist Colony of the Dead ist eine Satire auf religiösen Fanatismus und ein Film, der vielen aufgrund seiner eigenwilligen Machart nicht gefallen kann. Freunde des Trash', die auch mit Musical-Einlagen kein Problem haben, sind hier aber an der richtigen Stelle. So gut wie jedes Klischee wird bedient, was man nicht zuletzt an den Charakteren sieht. Schwule Rednecks findet man hier ebenso wie "dumme Puten" und auch einen sprachlich etwas unbedarften Mexi-Japaner gibt es. Alle haben aber eins gemein: Sie sind strohdoof und wirken dennoch (oder gerade deshalb) sehr sympathisch.

Den Humor von Nudist Colony of the Dead könnte man sicherlich bequem unter jeder Tür hindurch schieben. Platter sieht man sexistische Witze nicht einmal in Pornos. Sei es, dass der Hängebusen einer der Nudistinnen den ein oder anderen schonmal ins Gesicht fliegt oder, dass die sündigen Teenager laut dem Prediger Gott nicht lobheißen können, da sie zu beschäftigt wären, Genitalien in ihren Mund zu haben. Kaum einer der Witze funktioniert alleine, aber als Gesamtwerk gepaart mit der durchgehend absurden Grundstimmung wird einem das Zwerchfell derart massiert, dass man aus dem Lachen kaum noch rauskommt.

Zudem erwarten den Zuseher auch ein paar recht kreative Kills. Eins der Mädchen wird innerlich ausbetoniert und dem Bibelfetischisten wird sein Allerheiligstes zum Fressen gegeben. Die halb nackt rumlaufenden Zombies sorgen damit für einen guten Bodycount, auch wenn man nicht zu viel Gore erwarten sollte.

Das überragende Element des Films sind die vielen dämlichen Musicaleinlagen, die durch noch dämlichere Choreografien begleitet werden. Das Non plus Ultra in dieser Hinsicht dürfte dabei das Guten-Morgen-Lied "Inky-Dinky-Doo-Dah-Morning" [s. Anhang] darstellen - ein Lied, das man mit Worten wohl kaum beschreiben kann. Weitere Highlights sind die Raps des schwarzen Rangers und der Blues-Song. Jedoch sind alle Lieder des Films hervorragend dazu geeignet sich in das Gedächtnis des Hörers einzubrennen, sodass dieser unweigerlich mitsingen muss. Die tanzenden Zombies setzen dem ganzen Spaß die Krone auf.

Unterm Strich steht mit Nudist Colony of the Dead eine Persiflage, die ihres Gleichen sucht.

10/10

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Leider gibt es keinen richtigen Trailer. Aber ich habe mal zwei Szenen ausgesucht (u.a. "Inky-Dinky-Doo-Dah-Morning")

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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