Legend of the Bog


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Legend of the Bog

Beitragvon horror1966 » 28. Dez 2013 20:51

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Legend of the Bog
(Legend of the Bog)
mit Vinnie Jones, Jason Barry, Nora-Jane Noone, Adam Fogerty, Gavin Kelty, Amy Huberman, Shelly Goldstein, Olga Wehrly, Michael Collins, Paul Valentine, Glen Barry, Charlene Gleeson, Stephen Farrely
Regie: Brendan Foley
Drehbuch: Joe Condren / Brendan Foley
Kamera: Stephen Murphy
Musik: Graham Slack
FSK 16
Irland / 2008

Bei Bauarbeiten an der irländischen Grenze wird ein uralter Körper gefunden, der von der Besitzerin des Grundstücks der Einfachheit halber ein paar Meter weiter ins Wasser geworfen wird. Der ruhelose Körper erwacht und bahnt sich daraufhin einen Weg durch die Wälder. In der Zwischenzeit hat sich eine bunt zusammen gemischte sechsköpfige Gruppe von Menschen, die sich alle aus unterschiedlichen Gründen verirrt haben, in einer anscheinend einsamen Hütte mitten im Waldinneren zusammengefunden. Sie ahnen nicht in welcher Gefahr sie schweben, doch ein erfahrener Jäger namens Hunter, der Besitzer der Hütte, ist nicht fern. Er wird die Gruppe schon retten können, oder etwa nicht?


Ob und wenn ja was sich Regisseur Brendan Foley bei seiner zweiten Regiearbeit gedacht hat, wird wohl auf immer sein kleines Geheimnis bleiben, aber so richtig viel kann es im Prinzip nicht gewesen sein, denn das, was sich dem Zuschauer hier offenbart, ist eine irgendwie komische Geschichte, die wohl in der Hauptsache lediglich Fans des Trashfilms zufriedenstellen dürfte. So wird man mit einer seltsam belanglosen Story konfrontiert, die keinerlei Spannung oder atmosphärische Höhepunkte zu bieten hat, von der aber trotzdem eine ganz eigenartige Faszination ausgeht, die man nicht näher beschreiben kann. Denn gerade in den ersten gut 70 Minuten passiert eigentlich überhaupt nichts, so das man das Geschehen prinzipiell als extrem langweilig einstufen könnte. Komischerweise kam dieses Gefühl aber bei mir dennoch nicht auf, da immer noch die Hoffnung vorhanden war, das sich die letzten Minuten interessanter gestalten würden. Und so kommt es dann letztendlich auch, was aber auch nicht unbedingt schwierig war, da vorher vielmehr "Tote Hose" den Ton angab.

Lediglich einige skurrile Szenen und etwas trashiger Humor sind zu verzeichnen und das einzige Highlight dieser irischen Produktion ist die kahlköpfige Moorlriche, die hier grunzend durch die Gegend stapft und Jagd auf einige Menschen macht. In den letzten paar Minuten dieser eigenartigen Geschichte bekommt der geneigte Fan sogar noch einige blutige Einstellungen zu sehen, die das Gesamtwerk allerdings auch nicht besonders aufwerten. Wenn man es nämlich allein von der filmischen Seite her sieht, dann ist der einzige Horror bei diesem Trashfilm der Film an sich, denn ist er doch im Prinzip so unterirdisch schlecht, das Freunde des schlechten Geschmacks ihm schon wieder eine Menge abgewinnen könnten.

Da wären beispielsweise die äusserst schlecht und dämlich agierenden Schauspieler, die allerdings mit den von ihnen dargebrachten Leistungen schon wieder nahezu perfekt in das trashige Szenario hineinpassen und zudem noch noch durch vollkommen sinnbefreite Dialoge zu glänzen wissen. Hinzu kommen die deutschen Synchronstimmen, die teilweise arg befremdlich erscheinen, wobei die Stimme von Mr. Hunter (Vinnie Jones) den Vogel abschießt, denn scheint sie doch frisch aus einer billigen Porno-Produktion zu kommen. Zu guter Letzt wären da auch noch die irrationalen und absolut unlogischen Verhaltensweisen der Akteure, bei denen man spätestens merken müsste, in welche Richtung dieser Film letztendlich tendiert. Hohe Filmkunst darf man also keinesfalls erwarten und sollte wohl ohne jegliche Erwartungen an dieses Werk herangehen.

Denn dann kann man sich auch an dem extrem trashigen Gesamtbild erfreuen, das sich einme hier präsentiert und schließt vielleicht sogar die grunzende Moorleiche in sein Herz, denn dieser Kerl ist auf seine Art und Weise schon irgendwie knuffig. So sollte man also auch nicht die Erwartung hegen, mit einem bedrohlich erscheinenden Killer konfrontiert zu werden, denn Bedrohlichkeit sieht doch irgendwie anders aus. Alles zusammengenommen bekommt man es also mit einem eher anspruchslosen Film zu tun, dessen eher belanglose Story lediglich durch den trashigen Humor einige Passagen beinhaltet, die füreinen gewissen Unterhaltungswert sorgen, der sich allerdings nur den Freunden des Trashs offenbaren wird.


Fazit:


"Legend of the Bog" hat rein filmisch gesehen extrem wenig zu bieten und ist nur Freunden des schlechten Geschmacks zu empfehlen, die sicherlich ihren Spaß an diesem teils skurrilen Werk haben werden. Die Zutaten für einen gelungenen Trashfilm sind jedenfalls vorhanden, auch wenn sie nicht ganzzeitig für schräge Unterhaltung sorgen können.



3/10
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Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

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Re: Legend of the Bog

Beitragvon trebanator » 28. Dez 2013 21:27

.... Trash und Vinnie Jones..... zwei Gründe genug für den Kauf :mrgreen:
... He, who makes a Beast of himself , get`s rid of the pain of being a human !
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