Karate, Küsse, blonde Katzen


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Karate, Küsse, blonde Katzen

Beitragvon trebanator » 22. Sep 2013 10:17

Karate, Küsse, blonde Katzen Deutschland - Hongkong , 1974
Bild

Regie: Ernst Hofbauer , Gwai Chi-Hung

Darsteller:

Sonja Jeannine
Diane Drube
Tamara Elliot
Gillian Bray
Deborah Ralls
Yueh Hua
Lau Wai-Ling
Wang Hsieh
Got Dik-Wa
Li Min-Lang
Kong Yeung
Wang Han-Chen

Handlung:

Die fünf Grazien Donna, Anna, Celia, Karen und Brenda werden von der englischen Regierung angeworben, um dem akuten Männermangel in Australien entgegen zu wirken. Doch bei der Überfahrt nach “Down Under” wird das Schiff von chinesischen Piraten gekapert, die Frauen gewaltsam entführt und auf chinesisches Festland verschleppt. Dort werden die Mädchen von den brutalen Piraten in die Obhut des Menschenhändlers Hu-Lau übergeben, der die adretten Frauen gewinnbringend an chinesische Geschäftsmänner verschachern möchte. Damit dieses Unterfangen auch ordentlich Kohle einbringt, müssen die Mädchen zuerst natürlich auf deren Jungfräulichkeit untersucht, und im Anschluss von Ko-Mei-Mei in die Besonderheiten der chinesischen Männer und deren sexuellen Vorlieben eingeweiht werden.

Doch Ko-Mei-Mei und deren Bruder Ko-Pao haben mit Hu-Lau und seiner grausamen Gespielin Tao-Fu ebenfalls noch eine Rechnung offen und Ko-Mei-Mei verbündet sich hinter dem Rücken der Menschenhändler und Piraten mit den fünf entführten Mädchen. Anstatt Matratzen-Akrobatik zu unterrichten, lernt die hilfsbereite Ko-Mei-Mei den wissbegierigen Frauen chinesische Kampfkünste und allerlei andere Tricks, die den Mädchen helfen sollen, sich gegebenenfalls ihrer Haut zu erwehren. Schon wenig später erweist sich dieses auch als äußerst hilfreich, als die Mädchen tatsächlich in einer Art Auktion an reiche Geschäftsmänner verkauft werden. Die Frauen lassen sich jedoch nicht unterkriegen und flüchten mit Ko-Pao in ein verlassenes Dorf, wo sie weiter in chinesischer Kampfkunst unterrichtet werden. Als sie jedoch bereits kurze Zeit später von Hu-Lau und seinen Männern aufgespürt werden, kommt es zum erbitterten Kampf…(quelle: project: equinoX)

Meine Meinung:

Karate, Küsse, blonde Katzen ist eine krude, wilde Mischung aus Eastern, Martial Arts, Erotik und Komödie...summasumarum..Classic-Trash in Reinkultur. Diese wohl recht seltene Mischung der Genres macht aus dem Filmchen einen Partyknaller par excellence. Wenn man diese Frauen fighten sieht, bleibt kein Auge trocken. Flapsige Sprüche gibt es praktisch in jedem Satz, wofür sich kein geringerer als Synchronlegende Rainer Brandt mit Seinem Team verantwortlich zeigt. So sei es dann auch allen Synchro-Muffeln ( hallo Metzger Yellow_Colorz_PDT_06 ) wärmstens ans Herz gelegt, diesen Kracher in der deutschen Synchro zu schauen, da diese locker 50% des Fun-Faktors ausmacht.

Wertung: 8,5/10

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Re: Karate, Küsse, blonde Katzen

Beitragvon horror1966 » 8. Aug 2014 15:58

Bild




Karate, Küsse, blonde Katzen
(Yang Chi)
mit Hua Yueh, Hui-Ling Liu, Sonja Jeannine, Diane Drube, Gillian Bray, Tamara Elliot, Deborah Ralls, Hsieh Wang, Han Chiang, Yang Chiang, Yao Ko Chu, Hsiung Kao, Ti Hua Ko, Nino Korda, Han Lo
Regie: Ernst Hofbauer / Chih-Hung Kuei
Drehbuch: Yu-Hsun Chen / Yi Hsun Cheng
Kamera: Chi Yu
Musik: Fu-ling Wang
Ungeprüft
Deutschland / Hongkong /1974

Fünf ausnehmend gutaussehende Frauen werden auf hoher See von einer Bande weitaus weniger gutaussehender Piraten entführt und in einen Banditenpalast verschleppt, wo sie dem Wunsch des schurkischen Bandenkapitäns entsprechend in die Geheimnisse asiatischer Liebeskünste eingeweiht werden sollen. Die kratzbürstigen blonden Katzen leisten jedoch erbitterten Widerstand, und schon bald fliegen die Handkanten...


Im Normalfall bin ich nicht unbedingt ein Fan dieser alten Eastern-Filme, die mir persönlich zumeist etwas zu albern ausfallen. Was sich einem jedoch bei vorliegendem Film präsentiert, ist dermaßen unterhaltsam, das man gar nicht anders kann, als das gebotene Szenario regelrecht zu lieben. Es ist vor allem die exzellente Mixtur aus Eastern, Kampfsport, Erotik-und Komödie, die diesem Film einen unglaublichen Charme verleiht, dem man als Zuschauer einfach nur erliegen kann. Sicherlich, manch einem mag die Geschichte wie ein alberner Klamauk vorkommen und im Prinzip ist diese Beschreibung auch absolut zutreffend, aber ist es in diesem speziellen Fall genau diese Umsetzung, die für einen extrem hohen Unterhaltungswert sorgt. Rein von der Geschichte her sollte man so gut wie keine Ansprüche stellen, handelt es sich doch vielmehr um eine nötige Rahmenhandlung. die den skurrilen Ereignissen wenigstens ansatzweise einen Sinn verleihen soll. "Karate, Küsse, blonde Katzen" ist ganz einfach ein herrliches Relikt aus der Zeit der guten alten Bahnhofskinos und sollte einzig und allein nach seinem Unterhaltungswert beurteilt werden. Dieser ist in schon fast schwindelerregenden Höhen angesiedelt und bietet dem Betrachter so viel Spaß, das einem fast ganzzeitig die Tränen in die Augen schießen.

Hier wird geblödelt was das Zeug hält und es ist unbedingt empfehlenswert, sich diesen Trash-Leckerbissen unbedingt in der deutschen Synchronisation anzuschauen. Diese entpuppt sich nämlich von Beginn an als absoluter Gassenhauer, ist sie doch mit herrlich plattem Wortwitz und jeder Menge grotesker Dialoge ausgestattet. Da wird beispielsweise von einem Chinesen das deutsche Volkslied "Hoch auf dem gelben Wagen" zum Besten gegeben, oder man bekommt ständig wirre Sprüche um die Ohren geschlagen, in denen auch sehr viele sexuelle Anspielungen versteckt sind. Die platten Sprüche sind streckenweise so absurd, das man vor lachen kaum an sich halten kann und dieser Zustand hält sich konstant über die gesamte Laufzeit des Filmes, so das die Lachmuskeln wirklich arg strapaziert werden. Doch ganz generell ist auch die erzählte Geschichte äußerst amüsant in Szene gesetzt worden, schon das Verhalten der gefangenen Frauen sorgt für ungemeine Erheiterung. Als sie dann auch noch die Kunst des Kung Fu erlernen sollen um sich aus ihrer misslichen Lage befreien zu können, ist dem totalen Nonsens nun überhaupt keine Grenze mehr gesetzt.

Die vorher schon erstklassige Situationskomik steigert sich nun von Minute zu Minute, denn es ist einfach herrlich, die bildhübschen Frauen in Aktion zu sehen. Die Kampftechniken sind nämlich als weiteres absurdes Highlight eines Filmes anzusehen, denn man wohl ohne Übertreibung mit der Bezeichnung Edel-Trash bezeichnen kann, was an dieser Stelle als absolut positives Merkmal anzusehen ist. So wird beispielsweise die Technik erlernt, den Gegner kraftvoll mit Olivenkernen zu bespucken, die selbstverständlich auch eine tödliche Wirkung haben können. Eigentlich braucht man hier auch keine weiteren Worte verlieren, denn man muss diesen Film wirklich selbst gesehen haben, um die von ihm ausgehende Faszination auch spüren zu können. Eher selten habe ich ein Werk betrachten dürfen, das von der filmischen Seite her eigentlich eher Schmalkost anbietet, aber durch seine abstruse Kombination aus mehreren Genres so dermaßen viel Spaß offenbart. Mir fällt auf Anhieb lediglich "Robo Vampire" ein, der im Bezug auf den Trash-Gehalt sogar noch höher einzuordnen ist.

Wie dem aber auch sei, "Karate, Küsse, blonde Katzen" ist sicherlich nicht unbedingt für das breite Mainstream-Publikum geeignet, dürfte jedoch für eine bestimmte Zielgruppe ein absoluter Volltreffer sein. Hübsche Frauen die auch ständig blank ziehen, kuriose Sexual-Techniken, Kampfsport der besonderen Art und jede Menge absurder Wortwitz ergeben eine nahezu explosive Mischung, die man unbedingt gesehen haben muss. Man kann Camera Obscura nur für diese DVD-Veröffentlichung dankbar sein, die auch wirklich jeden Cent wert ist.


Fazit:


Wer bei diesem Trash-Feuerwerk nicht auf seine Kosten kommt, sollte zum lachen in den Keller gehen, denn hier bleibt wirklich kein Auge trocken. Ein Film, der so viel Liebreiz und Charme versprüht, das man eigentlich nicht umhin kommt, diese DVD seiner Sammlung einzuverleiben. Nur selten bekommt man ein solch kurioses-und unterhaltsames Szenario geboten, wie es hier der Fall ist. Und so kann man letztendlich nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen, denn "Karate, Küsse, blonde Katzen" begeistert auch die Leute, die normalerweise nicht ausgewiesene Fans dieser Film-Art sind.


9/10
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Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

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Re: Karate, Küsse, blonde Katzen

Beitragvon trebanator » 8. Aug 2014 18:21

.... kann mich der Wertung nur anschließen. Ein wirklich gelungenes Stück Sozialdrama :mrgreen:
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