Goke - Vampir aus dem Weltall (1968)


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Goke - Vampir aus dem Weltall (1968)

Beitragvon horror1966 » 25. Dez 2013 20:54

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Goke - Vampir aus dem Weltall
(Kyuketsuki Gokemidoro)
mit Teruo Yoshida, Tomomi Sato, Eizo Kitamura, Hideo Ko, Kathy Horan, Yuko Kusunoki, Kazuo Kato, Hiroyuki Nishimoto, Andrew Hughes, Nobuo Kaneko, Kei'ichi Noda, Masaya Takahashi
Regie: Hajime Sato
Drehbuch: Kyuzo Kabayashi / Susumu Takaku
Kamera: Shizuo Hirase
Musik: Shunsuke Kikuchi
Ungeprüft
Japan / 1968

Eine Verkehrsmaschine befindet sich auf einem Inlandsflug, als bizzarre Ereignisse über Crew und Pasagiere hereinbrechen. Der Himmel wechselt seine Farbe und schimmert in blutrorem Licht, Vögel beginnen sich in Kamikaze-Manier auf die Maschine zu stürzen. Die Piloten erhalten eine Warnung von der Flugkontrolle, es befände sich eine Bombe an Bord der Maschine. Als das Gepäck durchsucht wird, zieht ein Terrorist seine Waffe und versucht eine Kursänderung nach Nordkorea zu erzwingen. Plötzlich streift das Flugzeug ein gleißendes Etwas! Die Technik versagt und die Maschine stürzt ab. Die wenigen Überlebenden wissen weder wo sie sind, noch was passiert ist. Der Terrorist nutzt die Gelegenheit zur Fluch und trifft auf ein riesiges leuchtendes Ufo. Ein rätselhafter Zwang zieht ihn in das Sternenschiff und ein Alienparasit übernimmt seinen Körper. Jetzt ist der Fiesling auf der Jagd nach Menschenblut, welches er fortan zum überleben benötigt..


Die japanische Filmlandschaft ist ja ein wahrer Fundus wenn es darum geht, trashige Filmchen zu entdecken. Dabei erzählt "Goke - Vampir aus dem Weltall" eine Geschichte, die inhaltlich durchaus ernsthafte Ansätze erkennen lässt, was insbesondere beim Showdown des Werkes stark zum Ausdruck kommt. Die Umsetzung der vorhandenen Thematik suggeriert dem Zuschauer jedoch etwas vollkommen anderes, denn es offenbart sich ein ziemlich buntes Treiben, das größtenteils durch seine äußerst skurrile-und unfreiwillige Situationskomik auffällt. Und so entwickelt sich ziemlich schnell der pure Science/Fiction-Trash, der jedoch gerade durch die unfreiwillig komische Note einen ungeheuren Charme entwickelt, dem man nur schwerlich widerstehen kann. Dazu tragen auch die urigen Effekte bei, denen man die Künstlichkeit in jeder einzelnen Einstellung anmerken kann. Was nun normalerweise bei vielen Filmen als negative Kritik angemerkt wird, verleiht diesem Film aus dem Jahre 1968 einen unglaublichen Liebreiz und dürfte für Liebhaber skurriler Szenarien einen absoluten Leckerbissen darstellen, an dem man seine helle Freude hat.

Dieser Eindruck wird auch vom dargebotenen Schauspiel hervorgehoben, das in weiten Teilen eine immens starke Theatralik an den Tag legt. Gekünstelte Mimik und ein sehr ausgeprägtes Overacting der Darsteller gehen einher mit streckenweise fast absurden Verhaltensweisen, die jenseits jeglicher Logik angesiedelt sind. Auch die vorhandenen Dialoge sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache und sorgen für sehr viel Erheiterung beim Zuschauer. Warum der Film jedoch im Bezug auf die Altersfreigabe so hoch eingestuft ist stellt ein ziemliches Rätsel dar, beinhaltet die Geschichte doch keinerlei Einstellungen, die diese auch nur annähernd rechtfertigen würden. Keinerlei Härten und überhaupt keine blutigen Passagen sind vorhanden, so das sogar eine Einstufung FSK 12 vollkommen ausreichend erscheint. Wie dem aber auch sei, "Goke" bietet jede Menge Spaß und beste Trash-Unterhaltung, für die man jedoch schon eine Vorliebe haben sollte, um mit diesem Werk auch etwas anfangen zu können.

Was hier für den normalen Filmliebhaber höchstwahrscheinlich albern erscheint, ist für den Freund des schlechten Geschmacks ein wahres Freudenfest und bietet extrem kurzweilige Unterhaltung. Die zum Ende eingefügte apokalyptische Botschaft des Filmes zeigt dann ganz eindeutig, das im Prinzip durchaus ernsthafte Züge vorhanden sind, die jedoch auf eine seltsam groteske Art umgesetzt wurden. Zu bunt-und billig erscheint die gesamte Inszenierung, als das man das Werk auch wirklich ernst nehmen könnte.


Fazit:


Zwar merkt man dem Film von Hajime Sato in jeder einzelnen Einstellung das offensichtlich niedrige Budget an, doch gerade durch diesen Aspekt erlangt "Goke - Vampir aus dem Weltall" einen ungeheuren Charme, der für sich allein genommen schon eine Sichtung lohnenswert macht. Die abstruse Geschichte und die unfreiwillige Situationskomik setzen dem Ganzen dann noch die Krone auf und sorgen für gut 80 Minuten beste Trash-Kost, die einem so manchen Schmunzler ins Gesicht zaubert.


7/10 Trash-Granaten.
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Re: Goke - Vampir aus dem Weltall (1968)

Beitragvon trebanator » 25. Dez 2013 21:15

.... hohoho, der war echt lustig. Die Aliens, oder eher fliegende, Disco-Quallen-Mantarochen ( :mrgreen: ) sind schon fast Unterhaltung genug... wenn auch Ansatzweise aus "Island of Terror" geklaut ;)
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Re: Goke - Vampir aus dem Weltall (1968)

Beitragvon horror1966 » 25. Dez 2013 21:19

Wenn man auf extrem unterhaltsamen und charmanten Trash steht, dann kommt man einfach nicht an Goke vorbei. :mrgreen: Bin mal auf die Meinung von DonT gespannt.
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Re: Goke - Vampir aus dem Weltall (1968)

Beitragvon DonT » 11. Jan 2014 00:50

Die Grundidee ist wahrscheinlich von Cormans Klassiker "Gesandter des Grauens" übernommen. Allerdings geht Goke andere Wege und stellt sich großteils als eine Variation eines Kammerspiels mit mehreren Personen dar. Leider gelingt es ihm nicht, die dafür notwendige Atmosphäre aufzubauen. Zu holprig sind die Dialoge stellenweise. Interessant sind aber die gesellschaftskritischen Ansätze, die Goke bietet aber andererseits auch nicht weiter vertieft, da sie eher in einem Nebenstrang der Story verankert sind. Effekttechnisch gibt es zu Beginn einiges an ansehnlichen bzw. Klassikerfan-Herzerfreuenden Lichtspielen zu sehen. Eine leuchtende Kugel soll z.B. ein Raumschiff darstellen. Danach hält sich Goke mt Effekten leider zurück. Das minimalistische Alien ist dabei noch als einziges erwähnenswert. Der Film verliert sich im Versuch, ernst sein zu wollen, vergisst dabei aber die Leichtigkeit. Schade drum.

5/10
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