Evil Toons


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Evil Toons

Beitragvon horror1966 » 28. Dez 2013 20:43

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Evil Toons
(Evil Toons)
mit David Carradine, Arte Johnson, Dick Miller, Monique Gabrielle, Suzanne Ager, Madison, Barbara Dare, Don Dowe, Michelle Bauer
Regie: Fred Olen Ray
Drehbuch: Fred Olen Ray
Kamera: Gary Graver
Musik: Chuck Cirino
FSK 16
USA / 1990

Der schmierige Mr. Burt engagiert die vier hübschen Studentinnen Megan, Jan, Terry und Roxanne als Putzkolonne, um eine seit Jahren leer stehende Villa für ihren neuen Besitzer auf Vordermann zu bringen. Als sich die jungen Girls leicht bekleidet den Kellerräumen widmen, stoßen sie auf eine Kiste, die sie öffnen. Ohne es zu ahnen, lösen sie dadurch eine folgenschwere Kettenreaktion aus. Kurz darauf bekommen sie Besuch von einer mysteriösen Gestalt namens Gideon Fisk, der ihnen ein antikes Buch in die Hände drückt. Und schon begehen die naiven Damen einen weiteren Fehler, indem sie die darin enthaltenen Beschwörungsformeln vorlesen und damit prompt ein notgeiles und mordlüsternes Cartoon-Monster befreien. Die freizügige Roxanne ist das erste von einigen Opfern des fiesen Dämons. Kann der unheimliche Mr. Fisk die Überlebenden aus dieser bedrohlichen Situation befreien …?


Eine Cartoon-Figur als eine Art Dämon der sich einen menschlichen Körper als Wirt aussucht, um in diesem seine Untaten zu begehen, ist einmal etwas anderes und scheint als Geschichte auch auf den ersten Blick recht amüsant und innovativ zu sein. Wenn man "Evil Toons" allerdings genauer betrachtet, ergibt sich zwar letztendlich ein ganz unterhaltsames Filmchen, aber wirkliche Innovation versprüht das Trashwerk von Fred Olen Ray dann im Endeffekt nicht wirklich. Vielleicht liegt das auch darin begründet, das man die knuffige Figur eigentlich nur zweimal zu sehen bekommt, was für eine Geschichte mit diesem Titel meiner Meinung nach doch etwas zu wenig ist. Und so ist die bösartige Cartoon-Figur auch vielmehr eine nette Randerscheinung, der Focus der Geschichte legt sich doch hauptsächlich auf die 4 mehr oder minder hübschen Mädels, die eine alte Villa wieder auf Vordermann bringen sollen.

Von der rein optischen Seite her bekommt der Zuschauer so wenigstens einige leckere Momente geboten, denn gibt es die hübschen Damen in einigen Passagen doch eher spärlich bekleidet zu sehen, allerdings kann auch das nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, das ansonsten doch recht wenig geboten wird. Insbesondere die Geschichte an sich gibt dabei nicht besonders viel her und entpuppt sich doch mehr als äusserst dünn geratene Rahmenhandlung, die kaum substanziellen Nährwert für höhere Ansprüche anbietet. Aber dennoch beinhaltet der Film wenigstens einen gewissen Unterhaltungswert und es gibt sogar einige recht witzige Momente, die hauptsächlich durch eher unfreiwillige Situationskomik in den Vordergrund treten. Ansonsten hält sich der vorhandene Humor aber in recht überschaubaren Grenzen und lediglich der hohe Trashgehalt dieses Werkes sorgt dafür, das dem Zuschauer doch so einige kleine Schmunzler entfleuchen, die man beim besten Willen nicht vermeiden kann. Dabei wäre doch gerade im Bezug auf den Humor so viel mehr möglich gewesen, wenn man die zugegebenermaßen originelle Idee die dem Film zugrunde liegt, kosequent ausgearbeitet hätte. Warum dies nicht geschehen ist, weiss wohl nur der Regisseur selbst, hat er dem Film durch dieses eklatante Versäumnis doch immens viel von seiner Stärke genommen und so ein weitaus lustigereres Sehvergnügen für den Zuschauer verhindert.

Wer jetzt vielleicht denkt das er durch das Mitwirken eines David Carradine in darstellerischer Hinsicht etwas verwöhnt wird, muss letztendlich leider feststellen, das der gute Mann über eine sehr kleine und eher unbedeutene Nebenrolle nicht hinauskommt, die auch keinerlei Anspruch an die schauspielerischen Fähigkeiten des leider verstorbenen Mimen stellt. Allerdings wäre gelungenes Schauspiel bei vorliegendem Film als ziemliche Verschwendung anzusehen, was auch die generell eher dürftigen Leistungen aller Akteure nachvollziehbarer macht. Und so ergeht man sich hier viel eher in stark sinnbefreiten Dialogen, die dem Geschehen allerdings eine unfreiwillig komische Note verleihen und den hohen Trashgehalt besonders hervorheben. Zudem glänzen auch insbesondere die Damen der Schöpfung durch jede Menge unlogische und teilweise fast schon skurrile Verhaltensweisen, die dem Werk das Prädikat "Besonders trashig" verleihen und dadurch für eine bestimmte Zielgruppe äusserst interessant sein dürfte.

Insgesamt gesehen ist "Evil Toons" sicherlich nicht als Highlight des Trashfilmes anzusehen, denn gibt es doch weitaus gelungenere Vertreter dieser Filmgattung, doch wer größtenteils kurzweilig und streckenweise auch recht witzig unterhalten werden möchte, kann hier eigentlich nicht viel falsch machen. Man sollte dabei allerdings nicht mit übersteigerten Erwartungen an die Geschichte herangehen, da diese keinesfalls erfüllt werden können. Leichte und trashige Unterhaltung für zwischendurch ist aber jederzeit gegeben, zudem entschädigen auch die recht hübsch anzusehenden Darstellerinnen für so manch anderes offensichtliches Manko das während der Sichtung auftritt.


Fazit:


Was hätte man doch alles aus einer wirklich netten Grundidee alles herausholen können, wenn Regisseur Fred Olen Ray hier etwas mehr auf den Filmtitel eingegangen wäre? Einige sicher recht witzige Cartoon-Figuren, die durch ihre Taten für Unruhe sorgen und dabei jede Menge Spaß für den geneigten Trash-Liebhaber geboten hätten. Doch leider wurde diese Idee durch eigene Versäumnisse gleich wieder im Keim erstickt und lässt lediglich einen innovativen Grundgedanken erkennen, der jedoch über einen netten Ansatz nicht hinauskommt. Trotzdem ist aber immer noch ein teils kurzweiliges Filmchen entstanden, an dem man durchaus seine Freude haben kann.


4/10
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Re: Evil Toons

Beitragvon trebanator » 28. Dez 2013 21:33

..... auch den hier hab ich als sehr "schmackhaft" in Erinnerung. Mir hatter auf jeden Fall recht gut gefallen.
7/10 gehen da immer :D
... He, who makes a Beast of himself , get`s rid of the pain of being a human !
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