Rain Fall

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Rain Fall

Beitragvon horror1966 » 12. Dez 2013 21:48

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Rain Fall
(Rain Fall)
mit Kippei Shiina, Gary Oldman, Kyoko Hasegawa, Misa Shimizu, Dirk Hunter, Akira Emoto, Takumi Bando, Tony Borea, Greg Ellis, Albert Gu, Akira Hamada, Noriyuki Hayakawa, Saya Higuchi, Michael Hudson
Regie: Max Mannix
Drehbuch: Barry Eisler / Max Mannix
Kamera: Jack Wareham
Musik: Kenji Kawai
FSK 16
Japan / 2009

Als der hohe Beamte Kawamura mit einem Herzanfall in der U-Bahn von Tokio zusammenbricht, ahnen nur wenige, dass Auftragskiller John Rain hier seine Tod bringende Hand im Spiel hatte. Rains Spezialität ist es, den Tod seiner Opfer ganz natürlich erscheinen zu lassen. Doch die CIA kennt den Ex-Navy-Seal ganz genau und ist sowohl hinter dem Mann als auch hinter dem USB-Stick her, den Kawamura bei sich gehabt haben muss. Die geklauten Daten enthalten Informationen über die Korruption in der japanischen Regierung und haben viel Potential, um sich hohe Politiker gefügig zu machen. Kein Wunder, dass auch die Yakuza auf der Bildfläche erscheint. Eine gnadenlose Jagd mit allen technischen Mitteln unserer Zeit beginnt und John Rain wird zur gehetzten Beute ...


Nun kenne ich nicht die literarische Vorlage, auf der dieser Film basiert und kann mich so nur einer Bewertung der filmischen Umsetzung einer interessanten Geschichte widmen, in deren Mittelpunkt der Profikiller John Rain steht. Als erstes sollte man vielleicht anmerken, das man es während einer Laufzeit von knapp 2 Stunden mit erstklassigen Darstellern zu tun bekommt, die durch die Bank mit sehenswertem-und überzeugendem Schauspiel aufwarten. Zugpferd ist dabei sicherlich der Name Gary Oldman, der in vorliegender Geschichte als schmieriger CIA-Agent eine erstklassige-und sehr authentische Performance an den Tag legt. Dies kann man jedoch durchaus von allen Akteuren behaupten, denn im Bezug auf das Schauspiel bietet "Rain Fall" im Prinzip keinerlei Anlass für negative Kritik. Diese ergibt sich vielmehr aus der Geschichte an sich und aus der Charakterisierung der Hauptfigur John Rain, denn der Profikiller hinterlässt doch einen eher zwiespältigen Eindruck beim Zuschauer, da man die Figur nur schwer einschätzen kann.

Einerseits wird einem ein scheinbar eiskalter Typ ohne jegliche Emotionen präsentiert, der wie eine Maschine seinen Job erledigt, ohne auch nur die kleinste Gefühlsregung zu zeigen. Auf der anderen Seite entwickelt Rain dann aber fast schon überschwängliche Gefühle für die Tochter eines seiner Opfer, was teilweise etwas befremdlich wirkt. So ist der wirkliche Charakter selbst nach gut 2 Stunden Laufzeit nie wirklich greifbar und John Rain hinterlässt dadurch ein etwas schwammiges Profil. Auch die Geschichte an sich ist leider nicht komplett ausgearbeitet, obwohl die hier angebrachte Kritik meiner Meinung nach auf einem recht hohen Niveau stattfindet. Insgesamt gesehen wird man mit wirklich sehenswerter Filmkost bedient, die teilweise auch äußerst temporeich in Szene gesetzt wurde. Jedoch wird ein in der Regel als gelungen zu bezeichnender Spannungsaufbau immer wieder von Passagen unterbrochen, die schon fast zu ruhig ausfallen und dem Geschehen einiges von seiner Intensität nehmen.

Dabei gestaltet sich die Jagd auf den Killer extrem abwechslungsreich ist auch manchmal von gelungener Action durchzogen. Die von Regisseur Max Mannix eingefügten Ruhe-Sequenzen erscheinen jedoch immer gerade dann, wenn sich die vorherrschende Grundstimmung verdichtet, so das es zu teils abgehackten Übergängen kommt, die das Sehvergnügen leicht trüben. So erscheinen die Ereignisse dann auch manchmal etwas unausgegoren, wodurch sich ein leicht zwiespältiger Eindruck des Gesamtpaketes entwickelt. Man sollte diese Defizite aber nicht zu sehr überbewerten, denn "Rain Fall" ist insgesamt ein lohnenswerter Film, aus dem man allerdings noch weitaus mehr hätte herausholen können.

Letztendlich handelt es sich um eine weitesgehend gelungene Mischung aus Action-und Thriller, bei der man allerdings auch einige Defizite nicht unter den Teppich kehren kann. Die große Stärke des Filmes liegt ganz sicher bei den absolut überzeugenden Darstellern, die aber diverse Schwächen in der Story nicht gänzlich übertünchen können. Am schwerwiegendsten ist jedoch die schwammige Charakter-Zeichnung der Hauptfigur als Kritikpunkt anzusehen, denn bis zum Ende weiß man nie genau, wie man den Killer John Rain nun wirklich einschätzen soll. Bei diesem Aspekt hätte man noch etwas mehr in die Tiefe gehen müssen, um dem Zuschauer die Figur näher zu bringen. So jedoch bleibt man unentschlossen und weiß die teilweise aufkommenden Symphatiepunkte nicht so richtig einzuordnen, die Rain im Laufe der Zeit durchaus sammeln kann.


Fazit:


Trotz diverser Defizite hat mir "Rain Fall" insgesamt gesehen durchaus gefallen. Die in anderen Kritiken geäußerte Langeweile konnte ich persönlich nicht entdecken, ist das Geschehen doch größtenteils kurzweilig und unterhaltsam umgesetzt worden. Und so kann man im Endeffekt durchaus eine Empfehlung aussprechen, auch wenn man sich auf einige Mankos einstellen sollte.


6/10
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