Macabre (2009)

Das Forum für Horror aus Fernost

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 223

Macabre (2009)

Beitragvon DriesVanHegen » 17. Sep 2013 15:21

BildBild

youtu.be Video From : youtu.be


Originaltitel: Macabre
Herstellungsland: Indonesien, Singapur
Erscheinungsjahr: 2009
Genre(s): Horror

Quelle: OFDb


Inhalt:
Ausgebuffte Twists?
Fein gezeichnete Charakter?
Logische Handlungsweisen?
Oder gar realistisches Verhalten bezüglich schwerster Verwundungen?
Quatsch, es geht um eine reine Schlachtplatte, also nur der Einheitsbrei: eine Gruppe Erwachsener – ja die Teens scheinen genug gelitten zu haben – hilft einem apathischen Mädel und kann sich nicht der erzwungenen Gastfreundschaft entziehen. Nach dem Abendessen findet sich mancher im hauseigenen Folterkeller wieder oder hochschwanger und eingesperrt im Gästezimmer.
Was folgt sollte jedem Gorehound Freude bereiten.

Meinung:
Man kann einen neuen Punkt auf der Karte für asiatischen Herkunftsländer diverser Gorestreifen&Sickos machen.
Neben dem kürzlich erschienen (und nach den Ankündigungen doch eher enttäuschenden) Grotesque, dem angekündigtem Butcher, dem selbst im Herkunftsland hohe Wellen schlagendem Meat Grinder kommt nun der neue asiatische Streich in den Westen: das indonesische Macabre.
Nachdem schon Grotesque mit viel versprechendem Namen scheiterte, war ich Macabre gegenüber verständlicherweise ein wenig skeptisch.
Der Streifen beginnt so bekannt wie erwartungsschwanger: ein Schwarzbild, das nach kurzer Zeit von einem tiefen, düsteren&bedrohlichen Brummen gebgleitet wird und nach weiterer Zeit die langsam erscheinenden blutigen Lettern eines Macabre gebährt.

Es folgt die genrytypische Einführung der doch recht flachen und ausgelutschten Charaktere. Innerhalb der eröffnenden 30 Minuten wird jedoch schon gehörig bedrohliche Spannung aufgebaut, was vor allem am Einrichtungsstil des Hauses der "netten" Familie, der düstere Beleuchtung und nicht zu letzt der Familie selbst liegt. Allen voran Rudelsfühererin Dara, die den Titel der "Mother of all Fear 2009" zu Recht trägt! Porzellanteint, eine bedrohliche Stimme und ein noch bedrohlicheres Auftreten. Und wohl die schauerlichste Artikulation seit langem: wer einmal „Aaaaaaastriiiiiiid“ aus dem Munde Daras gehört hat, wird sich zweimal überlegen wie er seine Kinder nennt.
Neben der schauerlichen Figur Dara dominiert eine weitere Erscheinung das idyllische Familenleben - Gewalt.
Und zwar in ihrer blutigsten, brutalsten und bittersten Form, wie ich sie in diesem Kinojahr gesehen habe.
Es fängt mit vergleichsweise harmlosen Sticheleien (im wahrsten Sinne des Wortes) an, bis zum Schluss dann selbstredend wieder einmal die Kettensäge hervorgezaubert wird...
Wirklich innovative Morde sollte man nicht erwarten, aber dennoch weiß der Film sich mit einer ordentlichen Portion Splatter auf die Netzhaut des Zuschauers zu brennen. Man sollte jedoch anmerken, dass sich ein Großteil der blutigen Szenen im Dunkeln abspielen. Das kann daran liegen, dass die Mo Brothers eine Art "positive" Eigenzensur verwendeten: im Heimatland sollten Zensuren durchgeführt werden und diese haben die Gebrüder selber in die Hand genommen. Besser als komplette Rausschnitte. Nichtsdestotrotz bekommt das geneigte Auge ordentlichen rohen Splatterhappen serviert.
Neben der Brutalität kann der Film aber auch mit einer bedrückenden Atmosphäre punkten, die stark an Inside erinnert. Ein abgeschottetes Haus, keine Rettung in Sicht, schwangere Opfer, dämliche Cops und blutgeflutete Etagen.
Im Grunde lassen sich hier etliche Filme wiedererkennen: den Psychopathenklan aus dem TCM, Futterverwertung aus Untold Story oder auch Frontieré(s) (wieder die Franzosen) und die Kettensäge erneut aus Blutgericht in Texas und x anderen beliebigen Horrorflicks.
Mir hat Macabre dennoch wahnsinnig viel Spaß gemacht. Aufgewachsen im Zeitalter der Splatterkids stört mich der Ideenklau keineswegs und das der Film den genial-blutigen Inside aus jeder bluttriefenden Pore atmet demzufolge auch nicht im geringsten!

9/10 eingelegten Embryonen
Benutzeravatar
DriesVanHegen
Ex-Küken
 
Beiträge: 2570
Registriert: 09.2013
Wohnort: A Warm Place
Geschlecht:

Re: Macabre (2009)

Beitragvon Maniac » 18. Sep 2013 10:12

Macabre
Hat mir auch sehr gut gefallen .Die Effekte wahren auch sehr gut gemacht
Schade Eigentlich das mann sich das Mediabook kaufen muss
um den Uncut zu sehen es hätte auch eine Normale Uncut VÖ auch gereicht
8/10 ☠
Bild
Benutzeravatar
Maniac
 
Beiträge: 24
Registriert: 09.2013
Wohnort: Bochum NRW
Geschlecht:

Re: Macabre (2009)

Beitragvon horror1966 » 30. Sep 2017 18:46

Meine damalige Rezi zur geschnittenen Version:

Das es durchaus tödlich enden kann wenn man eine Anhalterin mitnimt, muß in vorliegender Geschichte eine Gruppe von Freunden auf brutalste Art und Weise erfahren. Das Ganze wird dabei selbst in dieser stark geschnittenen deutschen Veröffentlichung äusserst blutig in Szene gesetzt, wodurch man sich als Zuschauer sehr gut vorstellen kann, welchen Härtegrad die um gut 5 Minuten längere Uncut-Version dieser asiatischen Produktion beinhalten muß. So dürfte "Macabre" für den Gorehound ein absolut gefundenes Fressen sein, das allerdings in allen anderen Belangen keine höheren Ansprüche erfüllen kann. Ist doch die Geschichte mit etlichen Logiklöchern durchsetzt und zudem auch inhaltlich äusserst dünn geraten, was die angesprochene Zielgruppe des Werkes weniger stören dürfte, da hier eine wahre Schlachteplatte vorliegt. Da sieht man als Freund der harten Gangart auch gern einmal darüber hinweg, das die Darsteller nicht unbedingt durch nachvollziehbare handlungsweisen auffallen, was sich insbesondere in der zweiten Filmhälfte zeigt, wenn die Polizeibeamten im Haus der Familie eintreffen und durch ein Verhalten auffallen, das eigentlich jeder Beschreibung spottet.

Nicht selten überkommt den Zuschauer das Gefühl, das man es hier mit einer asiatischen version von Tobe Hoopers "The Texas Chainsaw Massacre" zu tun hat, wobei die beiden Filme qualitätsmäßig kaum zu vergleichen sind. Dennoch gibt es einige offensichtliche Ähnlichkeiten, die nicht von der Hand zu weisen sind. "Macabre" leidet allerdings an nicht vorhandenen Erklärungen für die Motivlage der Familie, die ihre Opfer auf bestialische Art und Weise tötet, lediglich zum Ende des Filmes wird der Betrachter durch eine ziemlich kurze Aussage der Mutter darüber informiert, warum die Greueltaten begangen werden. Zwar kann man dadurch einige Dinge besser nachvollziehen, dennoch ist der Erklärungsversuch doch etwas spärlich ausgefallen, passt aber irgendwie zu der von Haus aus eher dürftigen Rahmenhandlung. Dafür wird man im Bezug auf den vorhandenen Härtegrad selbst in der deutschen Version recht gut bedient, auch wenn man die gesetzten Schnitte ziemlich offensichtlich erkennen kann.

Spannungstechnisch bewegt man sich auf einem Level, das nicht unbedingt sehr hoch angesiedelt ist, denn die Geschehnisse sind doch äusserst vorhersehbar, was allerdings den Unterhaltungswert des Filmes in keinster Weise beeinträchtigt. Man kann dieses Werk im Prinzip lediglich an seinem Härtegrad festmachen, denn es wird doch ziemlich schnell klar, das die Macher des Filmes ihr Hauptaugenmerk ganz eindeutig auf ein Splatter-und Gore Spektakel gelegt haben und sämtliche andere Komponenten eher vernachlässigt haben. Das bezieht sich auch auf die agierende Darsteller-Riege, denn wirklich gutes Schauspiel bekommt man nicht geboten. Das ist aber auch gar nicht zwingend notwendig, da es sich ja ledig um Täter und Opfer handelt und dafür sind die gezeigten leistungen absolut ausreichend. Ganz generell ist es bei Filmen dieser Art zumeist so, das die Akteure nicht durch oscarreifes Schauspiel auffallen wodurch der Zuschauer bei diesem Aspekt die eigenen Erwartungen von Beginn an nicht zu hoch ansetzt.

Letztendlich ist "Macabre" ein Werk, das rein filmisch gesehen nicht gerade viel zu bieten hat, aber die Zielgruppe der Gorehounds sicherlich begeistern wird. Ob dies allerdings auch in der geschnittenen Version der Fall sein wird, kann man durchaus in Frage stellen. Ich persönlich bin jedenfalls auf den Geschmack gekommen und freue mich jetzt schon auf eine hoffentlich erscheinende Uncut-Version, die man dann zwangsläufig über unsere österreichischen nachbarn beziehen muß. Freunde hochwertiger Filmkost wird diese Produktion sicherlich nicht befriedigen können, sind die Defizite doch äusserst offensichtlich. Wer allerdings einfach nur einmal einen richtig harten und blutigen Film sehen möchte, kommt an "Macabre" einfach nicht vorbei. Logische Abläufe und natürliches Verhalten der Protagonisten sollte man allerdings nicht unbedingt erwarten und einen höheren Anspruch an die inhaltliche Substanz sollte man erst gar nicht stellen. Dafür bekommt man eine wahre Orgie an Blut und expliziten Gewaltdarstellungen geboten, die sich wirklich gewaschen hat.


Fazit:


Es war eigentlich vorherzusehen, das "Macabre" bei uns nicht ungeschnitten erscheinen wird. Dennoch ist die vorliegende Version durchaus dazu in der Lage, dem Betrachter Appetit auf die ungeschnittene Version zu machen, die mit Sicherheit über Österreich erscheinen wird. Eine äußerst dünne Rahmenhandlung und andere offensichtliche Defizite können nicht darüber hinwegtäuschen, das der Film für eine bestimmte Zielgruppe einen echten Leckerbissen darstellt. ich fühlte mich jedenfalls bestens unterhalten und freue mich jetzt schon auf eine Uncut-DVD, um den Film in seiner vollen Pracht genießen zu können.


Ich hatte der geschnittenen Fassung damals gute 6 Punkte gegeben, uncut dürfen es allerdings ruhig 2 Punkte mehr sein, daher...


8/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5371
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Re: Macabre (2009)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 6. Okt 2017 22:55

Also ich hab den Film wieder aus der Sammlung gehauen.
Finde hier weder die Effekte,noch die Handlung sehenswert.
Solider Durchschnitt in meinen Augen.
Und schon erst Recht kein Mediabook wert!
Benutzeravatar
OpFeRmEtZgEr
Security Chef
 
Beiträge: 5533
Registriert: 09.2013
Wohnort: Inferno
Geschlecht:


Zurück zu "Der asiatische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste