See No Evil 2

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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See No Evil 2

Beitragvon horror1966 » 29. Jul 2017 12:34

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See No Evil 2
(See No Evil 2)
mit Glenn Jacobs, Danielle Harris, Katharine Isabelle, Chelan Simmons, Kaj-Erik Eriksen, Greyston Holt, Lee Majdoub, Michael Eklund, Reese Alexander, Kelly-Ruth Mercier, Lynn Colliar
Regie: Jen Soska / Sylvia Soska
Drehbuch: Nathan Brookes / Bobby Lee Darby
Kamera: Mahlon Todd Williams
Musik: The Newton Brothers
ungeprüft
USA / 2014

Amy (Danielle Harris) wird zu ihrem Geburtstag nachts von ein paar Freunden in ihrer Arbeit, einem Leichenschauhaus, mit einer Feier überrascht. Der Spaß hält jedoch nicht lange an, als der Körper von dem dort liegenden psychopathischen Killer Jacob Goodnight (Kane) zu neuem Leben erwacht. Mit Haken, chirurgischen Messern sowie Knochensägen verwandelt der sadistische Massenmörder die Party recht schnell in einen blutigen Albtraum …


Acht lange Jahre hat es gedauert, bis der 2006 erschienene Slasher "See No Evil" 2014 eine Fortsetzung nach sich zog. Weitere drei Jahre später ist nun endlich auch die lange ersehnte deutschsprachige Veröffentlichung über unsere österreichischen Nachbarn erschienen und man konnte durchaus gespannt sein, ob die lange Wartezeit sich wirklich gelohnt hat. Bei der Beantwortung dieser Frage kommt es auf die ganz persönliche Erwartungshaltung an mit der man an den Beitrag heran geht, wobei man in erster Linie gleich den Liebhabern der härteren Gangart ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen sollte. Wer eine regelrechte Schlachtplatte erwartet hat dürfte nach der Sichtung des Filmes ein Gefühl der Ernüchterung verspüren, denn der visuelle Härtegrad bei "See No Evil 2" bewegt sich doch in einem relativ überschaubaren Rahmen. Richtig derbe Szenen und Höhepunkte in dieser Hinsicht geben sich nämlich eher spärlich zu erkennen, so das man keinesfalls ein Splatter und Gore Festival erwarten sollte. Das mag für viele Fans einen echten Dämpfer darstellen, aber ehrlich gesagt funktioniert die Geschichte auch ohne etliche Gewaltexzesse ganz ordentlich. Das liegt in erster Linie sicherlich an der erstklassigen Grundstimmung des Szenarios, denn da sich sämtliche Geschehnisse innerhalb eines Leichenschauhauses abspielt, macht sich von Beginn an eine herrlich morbide Grundstimmung breit. Die Figur des Killers Jacob Goodnight lässt dann einmal mehr ein hohes Maß an Bedrohlichkeit in das Ganze einfließen, denn WWE Star Kane macht in dieser Rolle einmal mehr eine imposante Figur.

Mit Danielle Harris ist eine durch etliche Horrorfilme bekannte und allseits beliebte Darstellerin mit an Bord, die wie gewohnt souverän agiert und mittlerweile kaum noch aus dem Genre weg zu denken ist. Auch die restlichen Akteure liefern einen soliden Job ab, wobei bis auf Kaj-Erik Eriksen niemand über den Status einer Nebenrolle hinweg kommt. Einer nach dem anderen fällt nämlich dem psychopathischen Mörder zum Opfer, der einmal mehr wie ein Berserker wütet und reichlich Ernte hält. Das Jacob jedoch überhaupt zum Zuge kommt erinnert einen schon etwas an den unzerstörbaren Jason Voorhees, denn eigentlich ist der gute Mann tot, was einem zu beginn des Filmes eindeutig vor Augen geführt wird. Hier liegt auch der größte Pluspunkt der Story, denn diese knüpft zeitlich gesehen nahtlos an die Ereignisse des ersten Teiles an. Damit die Erinnerungen des Zuschauers noch zusätzlich aufgefrischt werden wurden diverse Flashbacks eingestreut, so das man ziemlich schnell wieder die Gesamtzusammenhänge erkennt.

Der Plot der Fortsetzung bietet nun nichts Besonderes, es entwickelt sich ein handelsübliches Horror Szenario, das zudem auch noch verhältnismäßig vorhersehbar daher kommt. Die ersten gut 30 Minuten passiert eigentlich gar nichts und man wird lediglich mit einer oberflächlichen Skizzierung der einzelnen Figuren konfrontiert. Für den Schauplatz in einem Leichenschauhaus herrscht sogar eine recht beschwingte Stimmung vor, denn schließlich soll die junge Amy (Harris) innerhalb der Lokalität mit einer Überraschungs-Geburtstagsfeier durch ihre Freunde konfrontiert werden. Als dann aber Jacob wieder von den Toten erwacht schlägt die Atmosphäre abrupt um und innerhalb kürzester Zeit ist rein gar nichts mehr von einer Party oder guter Laune zu verspüren. Nackte Panik und der Kampf um das nackte Überleben beherrscht nun die Szenerie und dieser Aspekt des Geschehens wurde auch sehr gut ins Bild gesetzt. Die Abläufe beinhalten ein ordentliches Tempo und es mangelt wie schon kurz erwähnt lediglich an einigen visuellen Highlights, wobei insbesondere die ersten Morde recht beschaulich in Szene gesetzt wurden.

Erst im letzten Drittel des Filmes legt der Härtegrad ein wenig an Brutalität zu und nun bekommt der geneigte Fan auch einige gut anzuschauende Einlagen zu Gesicht. Dennoch wird in dieser Beziehung zu keiner Zeit der übliche Rahmen gesprengt, so das manch einer am Ende doch vielleicht ein wenig enttäuscht sein könnte. Wenn man allerdings mal ganz ehrlich ist dann muss man feststellen, das auch schon der Vorgänger nicht unbedingt ein Ausbund an visueller Härte war, aber trotzdem bleibt "See No Evil" in dieser Beziehung etwas hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt gesehen hinterlässt das Werk aber dennoch einen äußerst stimmigen Gesamteindruck, denn in der Summe präsentiert sich ein atmosphärisch dichter Vertreter des Slashers, der allerdings nicht als absolute Größe des Sub-Genres anzusehen ist.


Fazit:


"See No Evil 2" ist auf keinen Fall das von vielen Leuten erwartete Highlight, kann aber dennoch als stimmiger Nachfolger angesehen werden. Ein paar blutige Einstellungen mehr hätten der Geschichte sicher nicht geschadet, aber auch in der vorliegenden Form siedelt sich der Film leicht über dem normalen Durchschnittsbereich an.


7/10
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