Mean Dreams

Spannung, Thrill und Suspense trifft man hier an.

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Mean Dreams

Beitragvon horror1966 » 8. Jul 2017 14:36

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Mean Dreams
(Mean Dreams)
mit Josh Wiggins, Sophie Nélisse, Joe Cobden, Bill Paxton, Vickie Papavs, Colm Feore, Ryan Blakely, George Buza, Tara Nicodemo, Mike McPhaden, Richard Waugh
Regie: Nathan Morlando
Drehbuch: Kevin Coughlin / Ryan Grassby
Kamera: Steve Cosens
Musik: Son Lux
FSK 16
Kanada / 2016

Jonas wächst im Hinterland auf einer Farm auf. Er ist ein anständiger Junge, den sein heißblütiges Temperament immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Als die schüchterne Casey mit ihrem Vater, dem bedrohlichen Polizisten Wayne, in die Nachbarschaft zieht, ist Jonas hin und weg. Er will sie vor ihrem Vater schützen und mit ihr fliehen. Seine Gelegenheit sieht er gekommen, als er Wayne bei einem korrupten Deal beobachtet und sich mit dem Geld aus dem Staub macht. Was nicht ohne Folgen für die beiden Liebenden bleibt.


Bei "Mean Dreams" handelt es sich um die zweite Regiearbeit von Nathan Morlando, der mit dieser Arbeit eine äußerst gelungene Kreuzung aus Teenager Drama und einem Thriller vorstellt. Hauptfiguren sind die beiden verliebten Teenies Jonas und Casey, die sich durch widrige Verhältnisse auf der Flucht vor Casey's Vater befinden. Dieser wird vom unlängst verstorbenen Bill Paxton dargestellt, der hier noch einmal ganz groß aufspielt und somit den Fans ganz sicher im Gedächtnis bleiben wird. Er verkörpert die Figur des Bad Cops und brutalen Vaters extrem gut und drückt dem Film damit gleichzeitig seinen ganz persönlichen Stempel auf. Aber auch die beiden jugendlichen Hauptdarsteller Josh Wiggins und Sophie Nélisse hinterlassen einen sehr guten Eindruck, so das man das Schauspiel ganz generell als eine der Stärken dieser Geschichte ausmachen kann. Desweiteren fallen dem Zuschauer die erstklassigen Landschaftsaufnahmen sofort ins Auge, die durch die sehr gekonnte Kameraführung immer wieder ausgezeichnet zur Geltung gebracht werden. Das herbstliche Ambiente des Szenarios passt hervorragend zur Situation der beiden Hauptfiguren, deren Leben ebenso von aufkommender Tristesse gezeichnet ist wie die Jahreszeit. Durch diesen Umstand schwingt dem Ganzen auch durchgehend ein leicht melancholischer Anstrich mit, der einem wie eine zentnerschwere Last auf den Schultern liegt. Man empfindet von Beginn an viel Sympathie für Jonas und Casey, wohingegen Paxton gleich nach wenigen Minuten den Kredit beim Betrachter verspielt.

Seine äußerst rohe und eiskalte Gangart löst Unbehagen aus und der exzellent auftrumpfende Mime tut alles Nötige, um diesen Eindruck auch durchgehend aufrecht zu erhalten. Morlando lässt sich gerade am Anfang viel Zeit, um einem die Hauptfiguren eindringlich näher zu bringen. Die dabei entstehenden Charakter Zeichnungen fallen ausführlich aus und so kann man sich ein gutes Bild vom Innenleben der einzelnen Personen machen. Das alles geschieht in einem eher gemäßigten Tempo, was aber keinesfalls als negativer Kritikpunkt anzusehen ist. "Mean Dreams" wartet nämlich durchaus mit gekonnten Tempowechseln auf, wobei aber insbesondere die überwiegend ruhigen Phasen des Filmes den größten Eindruck hinterlassen. Baut sich in ihnen doch ein Höchstmaß an Intensität auf und gleichzeitig geben sich immer wieder zwischenmenschliche Momente zu erkennen, die einen stellenweise sogar mit einer leichten Gänsehaut ausstatten. Für die emotional härteren und rohen Momente zeichnet dann in regelmäßigen Abständen Bill Paxton verantwortlich, der den nahezu perfekten Kontrast zu den beiden schüchternen Teenagern aufzeigt.

Dadurch ergibt sich eine äußerst gelungene Mixtur, die letztendlich ein herausragendes Gesamtbild an den Tag legt. "Mean Dreams" ist ganz einfach ein wunderschöner Film, der mit wundervollen Bildern nur so gespickt ist und eine richtig tolle Geschichte erzählt. Die Erzählweise mag sicherlich nicht jeden Geschmack treffen, denn das manchmal verschleppte Tempo dürfte wohl nicht jedem gefallen. Für diese Story ist aber gerade dieser Aspekt fast schon zwingend notwendig, denn nur so kann das Szenario seine volle Kraft entfalten. Und das geschieht hier definitiv, das Geschehen geht einem spürbar unter die Haut und zieht einen bis zum bitteren Ende völlig in seinen Bann. Die hier gefundene Mischung aus Drama, Tragödie und Thriller ist absolut brillant und verzaubert den Zuschauer in der Gesamtheit regelrecht.

Morlando hat mit "Mean Dreams" einen wirklich beeindruckenden und herausragenden Beitrag kreiert, der mit Bestimmtheit eine relativ große Zielgruppe ansprechen dürfte. Vor allem in der heute oft hektischen und blutigen Filmwelt ist es immer wieder schön, wenn ein solch ruhiger, aber dennoch äußerst intensiver Genremix präsentiert wird. Wenn man dann auch noch mit erstklassigem Schauspiel und einem authentisch erscheinenden Szenario konfrontiert wird, ist ein erstklassiger Filmgenuss quasi garantiert. Und so kann man dann auch ohne jegliche Gewissensbisse eine absolute Empfehlung für dieses grandiose Werk aussprechen, das ganz bestimmt nachhaltig im Gedächtnis hängen bleibt.


Fazit:


Es sind eben doch zumeist die eher unscheinbaren Titel, hinter denen sich ein Höchstmaß an Qualität zu erkennen gibt. "Mean Dreams" ist dafür ein Paradebeispiel, denn diesen Film muss man ganz einfach gesehen haben. Allein schon die exzellenten Performances der Darsteller ist eine Sichtung wert, wobei insbesondere Bill Paxton noch einmal eine in Erinnerung bleibende Leistung abliefert.


9/10
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Re: Mean Dreams

Beitragvon horror1966 » 17. Jul 2017 12:44

Kritik ist drin.
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horror1966
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