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Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Beitragvon horror1966 » 14. Feb 2017 13:57

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31
(31)
mit Sheri Moon Zombie, Jeff Daniel Phillips, Lawrence Hilton-Jacobs, Meg Foster, Kevin Jackson, Malcolm McDowell, Jane Carr, Judy Geeson, Richard Brake, Pancho Moler, David Ury, Lew Temple, Torsten Voges
Regie: Rob Zombie
Drehbuch: Rob Zombie
Kamera: David Daniel
Musik: Chris Harris / John 5 / Bob Marlette / Rob Zombie
keine Jugendfreigabe
USA / 2016

1976: In der Nacht vor Halloween werden fünf abgebrannte Jahrmarkts-Mitarbeiter von einer Bande sadistischer und spielsüchtiger Hinterwäldler entführt und zu einem mysteriösen, schrecklichen Ort gebracht: der ''Murder World''. Dort haben sie 12 Stunden Zeit, ein mörderisches Spiel namens ''31'' zu überleben. Eine Gruppe von Psychopathen alle als Clowns maskiert - wird auf sie gehetzt und hat nur eine Aufgabe: die fünf Gefangenen zu töten. Das Spiel kennt keine Regeln, was zählt, ist der pure tierische Überlebensinstinkt. Wer bis um Punkt Mitternacht überlebt, ist frei. Das ist 31. Lasset das Spiel beginnen!


Die Filme eines Rob Zombie waren eigentlich noch nie für die breite Masse ausgelegt, auch wenn die beiden "Halloween" Verfilmungen und der 2012 erschienene "Lords of Salem" ein wenig in die Richtung des Mainstream-Horrors abzielten. Mit dem nun erschienenen "31" wollte der Musiker und Regisseur dann endlich zu seinen Wurzeln zurück gehen, die bei seinen beiden ersten Filmen "Haus der 1000 Leichen" und "The Devils Reject" noch so wunderbar zu erkennen waren. Hat der gute Rob doch seinerzeit wirklich etwas frischen Wind in das Genre gebracht und dabei einen ganz eigenen Stil an den Tag gelegt, indem er mit dreckigem und stellenweise überzeichneten Horror aufwartete, in dem skurrile und schrille Figuren das absolute Markenzeichen waren. Der vorliegende Beitrag kann dann auch wirklich zumindest stellenweise wieder an diese Zeiten anknüpfen, denn Zombie präsentiert einmal mehr eine völlig überzeichnete Story, die auch wieder mit bunten und äußerst eigenwilligen Figuren daher kommt. Rein inhaltlich bietet das Szenario allerdings nichts Neues, so sind beispielsweise starke Anlehnungen an einen Film wie "Slashers" aus dem Jahr 2001 unübersehbar.

Auch hier dient eine kleine Gruppe von Menschen dazu die makaberen und perversen Neigungen einiger reicher Leute zu befriedigen, in dem sie entführt werden und an einem ominösen Spiel namens "31" teilnehmen müssen. Das Ziel des Spieles ist dabei klar definiert, denn es geht ausschließlich darum zwölf Stunden lang im Kampf gegen skurrile Mörder zu überleben. Man merkt also das hier nicht sonderlich viel Innovation zu erwarten ist und so entwickelt sich dann auch nach einer kurzen Einführung in das Geschehen der fast schon übliche Überlebenskampf, der mit einigen zugegebenermaßen harten Einstellungen garniert ist. Freunde tiefgründiger Filmkost werden also definitiv nicht auf ihre Kosten kommen, doch ehrlich gesagt sollte man bei einem solchen Film auch nicht mit derartigen Erwartungen an die Abläufe heran gehen. Hier bekommt man ein räudiges Spektakel zu Gesicht, das mit einem sehenswerten Härtegrad und einer schmierigen Atmosphäre ausgestattet ist, wobei Rob Zombie dann auch wirklich an seine Anfänge erinnert.

Was ganz besonders auffällt ist die Tatsache, das sämtliche Figuren dermaßen unsympathisch gezeichnet wurden, das man auch nicht das geringste Mitleid mit den Spielern haben kann. Vielleicht ist daran auch die gerade zu Beginn fast schon inflationär eingesetzte Fäkalsprache schuld, denn gerade in den ersten Minuten bekommt man sexuelle Anspielungen und Kraftausdrücke ohne Ende serviert. So fällt es dann auch äußerst schwer irgendwelche Sympathiewerte für irgendeine Person zu entwickeln, so das man die Tötungen einzelner Protagonisten eher emotionslos hinnimmt. Das Schauspiel der Akteure ist für einen Film dieser Machart durchaus passend, wobei sich allerdings niemand sonderlich in den Vordergrund spielen kann, geschweige denn durch eine überragende Performance aufwartet. Mit Malcolm McDowell und der sichtbar in die Jahre gekommenen Meg Foster sind bekannte Gesichter mit an Bord und selbstverständlich darf auch Rob's angetraute Ehefrau Sheri Moon Zombie nicht fehlen, die ja im Prinzip zur Grundausstattung seiner Filme zu zählen ist und ohne Weiteres auch als Inventar bezeichnet werden könnte.

Letztendlich wird auch das vorliegende Werk die Meinungen spalten, mir persönlich hat es allerdings sehr gut gefallen, das Rob Zombie endlich einmal wieder einen sehenswerten Film abgeliefert hat und dabei zu seinen Ursprüngen zurückgekehrt ist. Nach den letzten doch äußerst enttäuschenden Beiträgen "Halloween II" und dem Rohrkrepierer "Lords of Salem" ist das mehr als erfreulich und nährt gleichzeitig die Hoffnung, das der gute Mann nun endlich seinem Stil treu bleibt. Sicherlich ist "31" alles andere als ein Meisterwerk und wird auch längst nicht jeden Geschmack treffen, aber es handelt sich zumindest um einen mehr als ordentlichen Genre-Vertreter, in dem der Regisseur sich endlich wieder auf seine Anfänge besonnen hat.


Fazit:


Mir hat "31" ziemlich gut gefallen, denn auch wenn man inhaltlich nichts Neues geboten bekommt, bietet wartet die Geschichte mit mehreren starken Momenten auf, die sich natürlich zugegebenermaßen in der Hauptsache durch die visuelle Härte zu erkennen geben. Wer das als ausreichend empfindet wird hier bestens bedient und dürfte am Ende zu einem überdurchschnittlich guten Gesamteindruck gelangen.


7/10
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Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 15. Feb 2017 21:08

Ich fand den eigentlich ganz gut.
Wenn auch kein Meisterwerk,aber ich würde mir definitiv das BR Steelbook zu legen.
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Beitragvon horror1966 » 15. Feb 2017 21:36

Habe es ja schon hier, werde den die Tage anschauen.
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Beitragvon dude-1984 » 16. Feb 2017 08:37

typischer wenn auch einfacherer zombie mit bedienungsanleitung aus running man und slashers....paar nete szenen aber sonst nix was ich nochma schauen müsste....6/10

nene mitn zombie werd ich nie klarkommen
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Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 16. Feb 2017 15:37

Ich fand die abgefuckten Clowns ziemlich cool.
Schade das der Film nicht mehr auf die Kacke gehauen hat!
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Beitragvon horror1966 » 17. Feb 2017 18:57

Kritik ist drin
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Beitragvon MiamiVIP » 9. Apr 2017 17:12

dude-1984 hat geschrieben:typischer wenn auch einfacherer zombie mit bedienungsanleitung aus running man und slashers....paar nete szenen aber sonst nix was ich nochma schauen müsste....6/10

nene mitn zombie werd ich nie klarkommen


Sehe ich auch so. Der Film war mir ne Spur zu abgedreht und insgesamt einfach zu belanglos.
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Beitragvon horror1966 » 9. Apr 2017 18:36

MiamiVIP hat geschrieben:
dude-1984 hat geschrieben:typischer wenn auch einfacherer zombie mit bedienungsanleitung aus running man und slashers....paar nete szenen aber sonst nix was ich nochma schauen müsste....6/10

nene mitn zombie werd ich nie klarkommen


Sehe ich auch so. Der Film war mir ne Spur zu abgedreht und insgesamt einfach zu belanglos.



Aber genau dieser völlig abgedrehte Touch führt ja zu Zombies Wurzeln zurück und das gefällt mir.
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Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 9. Apr 2017 19:24

Ich weiss garnicht was manche an dem Film hier so explizit stört.
31 war jetzt zwar kein absolutes Meisterwerk,jedoch ein mehr als gelungener Genre Beitrag!
Immernoch abgefuckter,dreckiger und bösartiger als dieser gnadenlos überhypte "Clown"
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Beitragvon MiamiVIP » 11. Apr 2017 01:32

horror1966 hat geschrieben:Aber genau dieser völlig abgedrehte Touch führt ja zu Zombies Wurzeln zurück und das gefällt mir.


Das stimmt zwar, aber an einen "Haus der 1000 Leichen", welchen ich immer noch als Kultfilm betrachte, kommt der hier um Welten nicht heran. Dafür ist "31" zu trashig, zu schlechte Schauspieler, zu abgedreht, 0 Story und kein bisschen Flair. Nach "TDR" ist das der zweite Rob Zombie der mir überhaupt nicht gefällt.
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