Resident Evil: Afterlife (2010)

Horrorfilme aus den USA, Süd-und Mittelamerika

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Resident Evil: Afterlife (2010)

Beitragvon horror1966 » 24. Sep 2013 10:23

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Resident Evil: Afterlife
(Resident Evil: Afterlife)
mit Milla Jovovich, Ali Larter, Wentworth Miller, Kim Coates, Shawn Roberts, Sergio Peris-Mencheta, Spencer Locke, Boris Kodjoe, Sienna Guillory, Kacey Barnfiled, Norman Yeung, Fulvio Cecere, Ray Olubowale, Christopher Kano
Regie: Paul W.S. Anderson
Drehbuch: Paul W.S. Anderson
Kamera: Glen MacPherson
Musik: tomandandy
FSK 16
USA / Großbritannien / Deutschland / 2010

Die von der Umbrella Corporation ausgelöste Apokalypse hat fast die gesamte Menschheit mit ihrem Virus infiziert und in mörderische Untote verwandelt. Die noch nicht infizierte Alice macht sich auf die Suche nach anderen Überlebenden um mit ihnen die Umbrella Corporation zu vernichten. Sie macht sich auf den Weg nach Los Angeles, dort soll es für die letzten Überlebenden eine Oase des Friedens geben. Bei Ihrer Ankunft merkt sie, dass auch diese Stadt bereits von Zombies bevölkert wird. Die Situation scheint sich für Alice und ihre Begleiter zu einer ausweglosen und tödlichen Falle zu entwickeln.


Schon seit der ersten Realverfilmung des Kult-Games "Resident Evil" sind die Meinungen der Fans in mindestens 2 Lager gespalten. Vor allem die Gamer können hierbei den Verfilmungen nicht gerade viel abgewinnen, da die Filme mit dem Spiel nicht sonderlich viel gemein haben sollen. Andererseits gibt es widerum die Leute die nur die Filme kennen und sich an deren Unterhaltungswert begeistern können, der allen mittlerweile 4 Realverfilmungen auf jeden Fall beiwohnt. Dennoch liegt nun mit "Resident Evil: Afterlife" der meiner Meinung nach schwächste Teil der Reihe vor, der zwar immer noch sehr unterhaltsam und actiongeladen daherkommt, jedoch im Gegensatz zu seinen Vorgängern qualitativ etwas abfällt und vor allem inhaltlich etwas zu unergiebig ist, weil er kaum mehr als eine äusserst dünne Rahmenhandlung aufzuweisen hat.

Dafür sollten allerdings die Action-Freaks durchaus auf ihre Kosten kommen, denn in dieser Beziehung hat der vierte Teil doch eine Menge zu bieten. Stellvertretend dafür stehen schon allein die ersten 15 Minuten der Geschichte, in denen der Zuschauer mit Action ohne Ende gefüttert wird. Was sich nun für viele im ersten Moment sehr positiv anhören mag, beinhaltet aber auch gewisse Schwachstellen, denn erscheint das Geschehen am Anfang doch schon fast mit Action total überladen, so das man von einem schon äusserst sinnbefreiten Szenario reden kann, das wohl lediglich die absoluten Action-Junkies wirklich zufriedenstellen dürfte. Das Geschehen wirkt teilweise maßlos übertrieben und auch die Umsetzung der fast 15-minütigen Action-Sequenz ist nicht ganz gelungen, da die unverkennbaren Anlehnungen an "Matrix" nicht so ganz zur Wirkung kommen. Im Gegensatz zum Werk der Wachowski-Brüder aus dem Jahre 1999 wirken die Effekte hier phasenweise etwas aufgesetzt und gekünstelt, es entsteht zu keiner Zeit die erstklassige Harmonie der Bewegungsabläufe, wie man sie aus "Matrix" her gewoöhnt ist.

Trotz dieses doch recht offensichtlichen Mankos wird man immer noch sehr gut unterhalten, wird aber einfach dieses befremdliche Gefühl nicht los, das während der meisten Action-Passagen in einem aufsteigt und sich immer mehr festsetzt. So wird man dieses Empfinden auch während der gesamten Laufzeit nicht mehr los, was das Sehvergnügen doch auf die ein oder andere Art etwas beeinträchtigt. Auch die Darsteller-Riege empfand ich persönlich keineswegs so gut, wie es in den vorangegangenen Teilen der Fall war, zwar agiert Milla Jovovich gewohnt routiniert in der Rolle der Alice, jedoch erscheinen ihre Schauspiel-Kollegen größtenteils eher etwas blass und irgendwie unmotiviert. Nun erwartet man ja in Filmen dieser Art nicht zwangsweise brillante Schauspielleistungen, aber etwas mehr Engagement und Überzeugungskraft hätte ganz sicher nicht geschadet und dem Film insgesamt auch ganz gut getan.

Im Endeffekt bekommt man zwar eine recht kurzweilige und actiongeladene Verfilmung geboten, doch irgendwie will dieser vierte Teil der Reihe nicht so richtig zünden. Phasenweise erscheint das Szenario etwas zu kalt und glatt, so das trotz eines gehörigen Zombieaukommens zu keiner Zeit eine wirklich bedrohliche Grundstimmung aufkommen will, vielmehr überkommt einen so etwas Ähnliches wie eine sterile Krankenhaus-Atmosphäre. In diesem Bezug erschienen die Vorgänger doch um ein Vielfaches atmosphärischer, was vor allem in Teil 2 & 3 zu verspüren war. Dennoch sollten Fans der Reihe sich auch diesen Film keinesfalls entgehen lassen, denn auch wenn er qualitätsmäßig etwas abfällt, bekommt man immer noch unterhaltsame Actionkost geliefert, deren Ende schon ganz eindeutig einen weiteren Ableger ankündigt.


Fazit:


Auch wenn "Resident Evil: Afterlife" meiner Meinung nach nicht an die 3 Vorgänger herankommt, handelt es sich um einen durchaus soliden teil der Reihe, der es allerdings gerade im Bezug auf die Action manchmal schon etwas zu gut meint. Weniger wäre hier sogar mehr gewesen und insbesondere die teils äußerst übertriebene Darstellung gewisser Kampfszenen hinterlässt doch einen etwas schalen Beigeschmack.


6,5/10
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