The Return of Joe Rich

Komödien, Kriegsfilme, Western und schwer einzuordnende Filme finden hier ihren Platz

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The Return of Joe Rich

Beitragvon horror1966 » 27. Okt 2014 14:53

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The Return of Joe Rich
(The Return of Joe Rich)
mit Sam Witwer, Armand Assante, Talia Shire, Tim Kazurinsky, Joe Minoso, Vanessa Vander Pluym, Rich Komenich, Sorin Brouwers, Jacob Alexander, Rene Mathews, Christopher Meister, Erick Juarez, Greg Silva
Regie: Sam Auster
Drehbuch: Sam Auster
Kamera: Lance Catania
Musik: Danny Tuss / David Tuss
FSK 16
USA / 2011

Mit gemischten Gefühlen kehrt Joe Rich in seine Heimatstadt Chicago zurück, nachdem seine Arbeitsstelle gestrichen und ins Ausland verlegt wird. Er hat Schulden, seine Frau hat ihn verlassen. In Chicago wendet sich der junge Mann in seiner prekären Situation an seinen Onkel Dom, der ein großes Tier der Mafia in der zweitgrößten Stadt Nordamerikas ist. Joe bekommt einen Job, doch als er einen Fehler macht und bestraft wird, beginnt die komplette Situation aus dem Ruder zu laufen.


Im Prinzip ist es selten ein gutes Zeichen wenn einem Film erst drei Jahre nach seiner Veröffentlichung eine deutsche DVD spendiert wird, handelt es sich dann doch in der Regel zumeist um Werke, deren Sichtung sich der Zuschauer auch durchaus hätte sparen können. "The Return of Joe Rich" stellt hier meiner Meinung nach eine recht wohlwollende Ausnahme dar, bekommt man doch die Mafia-Thematik einmal in einer vollkommen anderen Art und Weise präsentiert. Dabei sollte man keinesfalls einen großen Blockbuster erwarten, sondern vielmehr einen gelungenen Genre-Mix der stillen Töne, der allein schon aufgrund seiner Erzähl-Struktur von den ansonsten üblichen Vertretern abweicht. Einerseits Thriller, auf der anderen Seite Drama und zwischendrin jede Menge Komödie, in dieser Form kann man die teils skurrile Geschichte wohl am besten beschreiben.

Im Mittelpunkt steht Joe, der auf Biegen und Brechen in die kriminelle Organisation aufgenommen werden will die von seinem Onkel geleitet wird. Erzählt wird das Ganze in einer zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftigen Art, in der man die Gegenwart mit diversen Rückblenden anreichert und außerdem auch noch immer wieder Momente einstreut, in denen ehemalige Mafia-Größen im dokumentarischen Stil einige Geschichten erzählen, durch die dem Betrachter Hierarchien und kleinere Einblicke in die gute alte Zeit ermöglicht werden. Das mag nicht jeden Geschmack treffen, verleiht der ganzen Chose jedoch etwas Außergewöhnliches und einen ganz eigenen Charme.

Ziemlich schnell kristallisiert sich heraus, das der Aufstieg von Joe nur gleichzeitig mit dem Abstieg seines Onkels erfolgreich gestalten kann und so schmiedet die Hauptfigur einen wahnwitzigen Plan, der ihm dazu verhelfen soll. Regisseur Sam Auster verzichtet hier ganz offensichtlich auf die ansonsten üblichen Stilmittel eines Gangsterfilms und lässt die Ereignisse vielmehr wie eine schrille Parodie wirken, denn ganz eindeutig überwiegen in "The Return of Joe Rich" die Anteile einer manchmal schon grotesk anmutenden Komödie. So sollte man diesen Film dann auch keinesfalls richtig ernst nehmen, sondern sich viel eher an einem größtenteils gelungenen Mix mehrerer Genres erfreuen.

Insgesamt gesehen bekommt man an dieser Stelle sicherlich nicht die ganz große Filmkunst zu sehen, dafür offenbart sich allerdings ein kurzweiliger und gut unterhaltender Beitrag, dem man ohne groß zu überlegen eine Chance geben sollte. Großartige Action oder eine glaubwürdige Beleuchtung echter Mafia-Strukturen sollte man jedoch nicht unbedingt erwarten, denn für solche Dinge gibt es genügend andere Genre-Kollegen, die sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigen. "The Return of Joe Rich" hingegen dient vielmehr der reinen Unterhaltung und legt dabei auch keinen Wert darauf, vom Zuschauer als ernst gemeinter Mafia-Film angesehen zu werden.


Fazit:


An einigen Stellen erscheint dieser Film etwas zu unentschlossen, so das man ihn auf keinen Fall einem einzelnen Genre zuordnen könnte. Das macht aber rein gar nichts, denn gerade die Vermischung der verschiedenen Stilrichtungen drückt dem Ganzen einen ganz eigenen Stempel auf. Auch wenn die Geschichte eventuell keinen wirklich nachhaltigen Eindruck hinterlassen sollte, wird man die einmalige Sichtung ganz bestimmt nicht bereuen.


6/10
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