Zombie Island

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Zombie Island

Beitragvon horror1966 » 17. Aug 2015 11:29

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Zombie Island
(Zombie Island)
mit Lorenz Abay, Reynard Abay, Dexter Arce, Rosillo Abay, Anthony Arce, Jopet Arce, Mark Philip Arce, Paul Anthony Cabrera, John Vincent Donato, Brezhnev Escusa, J.R. Estigoy, Jack Love Falsis, Ian Roy Gregorio
Regie: T.A. Acierto
Drehbuch: T.A. Acierto
Kamera: Marcin Szocinski
Musik: Rigoberto Rodriguez
FSK 16
Philippinen / 2012

Romy und Peewee sind Waisen, mit einem ungewöhnlichen Job - sie plündern Friedhöfe und stehlen Wertgegenstände der Toten. Die Dörfler haben genug von deren Respektlosigkeit gegenüber den Toten, und setzen eine Belohnung für deren Ergreifung aus. Die beiden fliehen und segeln zu einer abgelegenen Insel, wo neues Unheil wartet - ein Rudel Zombiepiraten. Diese wurden von dem amerikanischen Wissenschaftler William Seabrook erweckt, damit sie die Nachfahren der Eingeborenen entführen. Mit deren Hilfe wollte er alte Schriften entziffern und einen mysteriösen Meteoriten finden. Die gierigen Piraten aber stahlen den Meteoriten von Seabrook, und dachten er sei wertvoll. Stattdessen wurden sie vom giftigen außerirdischen Virus darin infiziert. Romy, Peewee und der einzige überlebende Nachfahre sind nun auf der Insel mit fleischfressenden Zombie-Piraten gefangen! Nur mit Verstand werden sie die Zombies bekämpfen und lebendig entkommen können...


Es ist wohl nicht zu vermessen wenn man behauptet, das ein philippinischer Zombiefilm nicht die größten Erwartungen beim Zuschauer auslöst. Dennoch erscheint es recht reizvoll wenn man gerade einen solch exotischen Beitrag begutachtet, das gleichzeitig das Erstlingswerk eines gewissen T.A. Acierto darstellt. Und auch wenn der vorliegende Beitrag wohl eher im Bereich eines C-Movies einzuordnen ist, beinhaltet die krude Geschichte einige durchaus lohnenswerte Passagen, die zumindest einen gewissen Unterhaltungswert beinhalten. Die Gesetze der Logik sollte man jedoch von der ersten Minute an vollkommen vernachlässigen, wobei insbesondere die schwer nachvollziehbaren Handlungsweisen der Hauptfiguren immer wieder verstärkt ins Auge fallen und dabei vollkommen abwegig daher kommen. Gleichzeitig sorgt das aber auch für einen gewissen Trash Faktor und verleiht dem Ganzen einen ganz eigenen und liebenswerten Charme, den man "Zombie Island" beim besten Willen nicht absprechen kann.

Für eine Produktion dieser Art erscheint das Szenario in visueller Hinsicht sogar recht gelungen, so kann sich beispielsweise das Make Up der Untoten durchaus sehen lassen. Und auch wenn die Ausstattung und die Schauplätze nicht unbedingt als pompös zu bezeichnen sind, so hinterlässt die gesamte Chose einen doch erstaunlich professionellen Eindruck, den man im ersten Moment nicht zwangsläufig erwartet hätte. Die Schwachstellen des Werkes sind viel eher an anderer Stelle zu suchen, so haben mir persönlich beispielsweise die viel zu hektisch geschnittenen Action Passagen nicht sonderlich zugesagt. Die vorhandenen Splatter Effekte kommen dadurch schwerlich zur Geltung, wobei man bei einer 16er Freigabe in dieser Hinsicht ganz generell nicht zu viel erwarten sollte. Dennoch hätte man in dieser Beziehung etwas mehr bewerkstelligen können, denn genügend Zombie Action ist auf jeden Fall vorhanden. Auch Kunstblut ist in ausreichendem Maße vorhanden, nur kann der Zuschauer die entsprechenden Einstellungen aufgrund der zu schnellen Schnittfolgen nicht wirklich genießen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist sicherlich die fast komplett fehlende Spannung, denn der komplette Film ist leider viel zu vorhersehbar und beinhaltet keinerlei Überraschungsmomente. Wenn man allerdings mit diesen Mankos leben kann, dann ist "Zombie Island" bestimmt nicht die schlechteste Adresse, um sich zumindest einen unterhaltsamen Nachmittag zu gestalten. Da nimmt man auch gern das eher mittelprächtige Schauspiel der Akteure in Kauf, von denen der kleine Peewee noch den nachhaltigsten Eindruck hinterlässt. Liest man sich einmal die Liste der Schauspieler durch so kommt es doch zu einem amüsanten Aspekt, denn anscheinend sind hier zwei Familien besonders stark vertreten. Auffällig oft erscheinen nämlich die Nachnamen Abay oder Arce bei den Akteuren, was entweder ein unglaublicher Zufall ist, oder aber auf eine Art Familienunternehmen schließen lässt. Wie dem aber auch sei, im Grunde genommen ist dies lediglich eine nette Anekdote am Rande und hat nichts mit der vorhandenen Qualität eines Regie Erstlings zu tun, die sich bei rein objektiver Betrachtung wohl maximal im normalen Durchschnittsbereich ansiedelt.

Sicherlich ist "Zombie Island" alles andere als ein richtig guter Genre Vertreter, allerdings hat man auch schon unzählige Zombie Mopeds zu Gesicht bekommen, die nicht annähernd so gut zu unterhalten wissen. Die Mischung aus Charme, ein wenig Trash und stellenweise auch etwas Unbeholfenheit entwickelt hier ihren ganz eigenen Reiz und sorgt zumindest dafür, das der geneigte Fan eine Sichtung des Filmes nicht zwangsläufig bereuen wird.


Fazit:


Im Prinzip bin ich ohne jegliche Erwartungen an diesen Exoten des Zombiefilmes heran gegangen und wurde doch phasenweise positiv überrascht. Der ganz eigene Liebreiz des Filmes übertüncht dabei so manch offensichtliche Schwäche und sorgt für ein seichtes, aber durchaus angenehmes Film Vergnügen.


5,5/10
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