Wolf Creek 2

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Wolf Creek 2

Beitragvon horror1966 » 4. Jun 2015 16:27

Bild




Wolf Creek 2
(Wolf Creek 2)
mit John Jarratt, Ryan Corr, Shannon Ashlyn, Philippe Klaus, Shane Connor, Ben Gerrard, Gerard Kennedy, Annie Byron, Lucy Bayet, Chloé Boreham, Sebastian Freeman, Ryan Clarke, Thomas Green, Maria Levskaia
Regie. Greg McLean
Drehbuch: Greg McLean / Aaron Sterns
Kamera: Toby Oliver
Musik: Johnny Klimek
ungeprüft
Australien / 2013

Gelangweilt vom kommerziellen Massentourismus, machen sich die jungen und idealistischen Rucksacktouristen Rutger und Katarina auf, das „echte“ Australien zu erkunden, und so begeben sie sich in den betörend schönen, aber lebensfeindlichen Wolf Creek National Park. Weit entfernt von der Zivilisation, täuschen die atemberaubenden Ausblicke und Weiten, denn in den Schatten lauert eine Gefahr. Der psychopathische Schweinejäger Mick Taylor ist der letzte Mann, dem man im Outback begegnen möchte, und seine respektlose Haltung gegenüber Menschenleben hat sich zu einem neuen, sadistischen Level geschaukelt. Backpacker Paul Hammersmith platzt in eine blutige Party, zu der man besser nicht eingeladen werden möchte.


Mick Taylor ist zurück!


Acht lange Jahre mussten die Fans warten, bis Regisseur Greg McLean den psychopathischen Schweinejäger ein zweites Mal ins Rennen schickte, um ausländische Touristen das Fürchten zu lehren. Das lange Warten hat sich aber allemal gelohnt und insbesondere die Gorehounds unter den Zuschauern werden dieses Mal weitaus reichlicher bedient, als es noch im ersten Teil der Fall war. War "Wolf Creek" 2005 noch in der Hauptsache brutales Kopfkino, so lässt man in vorliegendem Fall von Beginn an keinerlei Zweifel daran, das es in der hier erzählten Geschichte auch in visueller Hinsicht ordentlich zur Sache geht. Das müssen gleich in der Eröffnungs-Sequenz zwei übereifrige Gesetzeshüter leidvoll feststellen die dem guten Mick ohne Berechtigung einen Strafzettel ausstellen wollen. Schon in dieser frühen Phase des Filmes kommt neben brachialen Gewaltdarstellungen ein weiterer Aspekt ziemlich stark zum Ausdruck, denn Mick scheint ganz offensichtlich noch cooler und sarkastischer aufzutreten, als es schon im Vorgänger der Fall war. Der wichtigste Unterschied ist allerdings darin erkennbar, das "Wolf Creek 2" von der ersten Minute an mit einem ordentlichen Tempo aufwartet, auf das man im ersten Teil doch noch eine geraume Weile warten musste. So ist man dann auch sofort in der genau richtigen Stimmung für einen kompromisslosen Horrorfilm und soll in der Folge auch keinesfalls enttäuscht werden. McLean hat rein inhaltlich nicht viel geändert, so das der Zuschauer mit keinen größeren Überraschungen rechnen sollte. In atmosphärischer Hinsicht gestaltet sich das Werk ähnlich wie sein Vorgänger, nur ist dieses Mal alles noch eine Spur fieser geraten, wobei in dieser Hinsicht insbesondere die Hauptfigur hervor sticht, denn Mick lässt seine sadistische Ader sehr explizit zum Ausdruck kommen. Dabei äußerst sich das nicht nur in seinen boshaften Taten, denn auch die Dialoge triefen nur so vor Sarkasmus und beinhalten phasenweise einen stark zynischen Anstrich, der dem Gesamtbild äußerst gut zu Gesicht steht.

Gleichzeitig gestaltet sich das Szenario auch weitaus abwechslungsreicher als in Teil 1, denn neben mehr Figuren sind dieses Mal auch mehrere Schauplätze vorhanden. Der stärkste Unterschied zum Vorgänger lässt sich aber sicherlich im visuellen Härtegrad erkennen, denn hier geht es streckenweise richtig ordentlich zur Sache. Es werden Köpfe zerschossen, Gliedmaßen abgetrennt oder ganz einfach Leute brutal erschossen, so das in dieser Beziehung für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte. Doch auch ganz generell erscheint diese Fortsetzung in der Gesamtbetrachtung noch weitaus härter als der erste Teil, denn auch die ausgetauschten Dialoge erscheinen eindringlicher und gemeiner. John Jarratt läuft dann auch wirklich zur absoluten Hochform auf und macht gleichzeitig auch keinerlei Hehl daraus, das neben seiner ausgeprägten sadistischen Ader auch unverhohlener Fremdenhass zu seinen herausragenden Atributen zählt. Das schleudert er seinen Opfern dann auch ständig verbal ins Gesicht, wobei hier wohl das eindeutig kleinste Problem für seine Opfer zu erkennen ist. Apropos Opfer, diese sind auch in vorliegendem Fall wieder einmal recht blass gezeichnet und konnte man schon in "Wolf Creek" keine echten Sympathie für die Leidenden aufbringen, so fällt dies hier noch um ein Vielfaches schwerer. Lediglich die Figur von Paul bildet hier eine kleine Ausnahme, denn zwischen ihm und seinem Peiniger entwickeln sich so einige sehens-und hörenswerte Passagen, die dem Ganzen einen ganz eigenen Stempel aufdrücken.

Dieser Punkt kommt ganz besonders im letzten Drittel der Geschichte zum tragen das sich in einer Art Folterkeller abspielt und in dem es dann sogar zu mehreren höchst skurrilen Augenblicken kommen soll. Da singen die beiden Männer zusammen und es wird sogar ein makaberes Quiz veranstaltet, so das auf eine höchst perverse Art und Weise ein äußerst fieser Humor Einzug in die Geschehnisse hält. So entsteht ein schier kranke Grundstimmung die das Szenario trägt und es entwickelt sich eine mehr als gelungene Mixtur aus Brutalität, Zynismus visueller Härte, die einem ordentlich auf den Magen schlägt. Hat sich "Wolf Creek" 2005 noch durch zwei vollkommen unterschiedliche Filmhälften ausgezeichnet, so erscheint das Ganze hier etwas ausgewogener und ergibt im Endeffekt einen noch besseren Horrorfilm, der einem phasenweise das Blut in den Adern gefrieren lässt. Das ist nicht zuletzt einem glänzend aufspielenden Hauptdarsteller geschuldet, dessen offensichtliche Bosheit hier noch weitaus stärker zum Ausdruck kommt wie im Vorgänger. Und so wird auch dieser zweite Teil der Reihe grundsätzlich von der Boshaftigkeit eines John Jarratt getragen, der hier auch durch die viel stärkere Gewichtung seiner Spielanteile zu einer Art Omnipräsenz gelangt, die dem Gesamtbild äußerst zuträglich ist.

Der einzige kleinere Wermutstropfen dieses Filmes liegt eventuell in den oftmals nicht logisch nachvollziehbaren Handlungsweisen einiger Protagonisten, denn einige der Opfer (hauptsächlich Paul) agieren phasenweise recht abwegig. Das schmälert den ansonsten jedoch hervorragenden Gesamteindruck nur wenig, denn letztendlich ist "Wolf Creek 2" ein extrem stimmiger und überzeugender Genre Beitrag, an dem die Fans ihre helle Freude haben dürften. Das lange Warten hat sich also auf jeden Fall gelohnt, denn McLean kommt mit einer absolut kompromisslosen Fortsetzung daher die sich in jeder Beziehung sehen lassen kann. Bleibt nur zu hoffen das auch in Zukunft noch von Mick Taylor zu hören sein wird, denn wenn man das hier an den Tag gelegte Niveau halten könnte, wären weitere Ableger sicherlich höchst willkommen, denn auf eine leicht perverse Art ist der gute Mick schon zu einer kleinen Kultfigur avanciert, die trotz ihrer brutalen Taten Sympathie beim Zuschauer aufkommen lässt.


Fazit:


Härter, temporeicher, aber auch mit skurrilem Humor versehen, das ist wohl die beste Beschreibung für einen Film der Lust auf mehr macht. Mit wieder einmal grandiosen Landschaftsaufnahmen ausgestattet erzeugt "Wolf Creek 2" einmal mehr diese grandiose Atmosphäre, die man auch schon im ersten Teil bewundern konnte. Insgesamt handelt es sich also um ein absolut überzeugendes Gesamtpaket das sich kein Fan des Horrorfilms entgehen lassen sollte.


8,5/10
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 4. Jun 2015 17:25

Gute 8-9/10 bei der Erstsichtung.
Wolf Creek 2 ist einer dieser Filme wo man genüsslich dem Killer beim Handwerk zu sieht und so absolut 0,0 Mitleid mit den dämlichen OPFERN hat :)
Sehr geil war auch die "Känguruhgulasch-Szene" :D
WELCOME TO AUSTRALIA! :D
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon dude-1984 » 4. Jun 2015 20:10

OpFeRmEtZgEr hat geschrieben:Gute 8-9/10 bei der Erstsichtung.
Wolf Creek 2 ist einer dieser Filme wo man genüsslich dem Killer beim Handwerk zu sieht und so absolut 0,0 Mitleid mit den dämlichen OPFERN hat :)
Sehr geil war auch die "Känguruhgulasch-Szene" :D
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jawoll & ich geb 9/10
der mick isn töften :mrgreen:

3 soll ja auch noch kommen ...neben ner serie ...
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon MiamiVIP » 4. Jun 2015 21:10

Hat mich ziemlich enttäuscht. Hier steht nur noch der Knaller im Mittelpunkt, der sich fröhlich, sadistisch und schwarzhumorig durch die Wüste meuchelt. Mir hat diese Kehrtwendung vom Hauptfokus auf Mick Taylor einfach überhaupt nicht zugesagt. Vom interessanten, spannenden Original ist dadurch nichts mehr übrig geblieben.
Selbst der Plot drumherum funktioniert fast überhaupt nicht. Das erste Drittel erscheint vollkommen sinnlos und dient nur zum Selbstzweck, um Micks Charakter noch fieser zu gestalten, da die Opfer hier vollkommen belanglos sind und auch kaum Screen Time bekommen. Vielmehr werden sie einfach nur dahin gemetzelt, bis dann irgendwann in Drittel 2 durch einen Zufall eine weitere Hauptrolle dazu stößt und eine ermüdende Hetzjagd stattfindet. Im letzten Drittel möchte man es dann noch Hostel Like gestalten, das mit einem Ende aufwartet, das auch nicht den geringsten Sinn ergibt. Eine ähnliche Atmosphäre wie im Original sucht man hier vergebens. Vielmehr entsteht nicht mal eine, die der Rede wert wäre.
Vom Gewaltgrad hatte ich auch mehr erwartet, nachdem der so hochgelobt wurde. Pustekuchen wars. Nix besonderes. Hätte mal wieder locker mit ner Freigabe durchkommen können. Lächerliche Würfellei wieder, aber das ist längst nicht das Entscheidene und nur ein kleiner Punkt am Rande.
Langweilige, sinnlose und überflüssige Fortsetzung. Lediglich die wirklich starke Schauspielerische Leistung von John Jarratt und die tollen Landschaftsaufnahmen retten den Film ins Mittelmaß, aber vom Original ist man hier ganz weit entfernt. 5/10
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon dude-1984 » 4. Jun 2015 21:17

man nimm die tomaten vone augen! :mrgreen:
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon MiamiVIP » 4. Jun 2015 21:25

dude-1984 hat geschrieben:man nimm die tomaten vone augen! :mrgreen:


Sind keine da und hochgelobt wird auch nix, was außer etwas mehr Gewalt nix weiter zu bieten hat. :mrgreen:
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon trebanator » 5. Jun 2015 17:59

dude-1984 hat geschrieben:der mick isn töften :mrgreen:

..... Jo, wirklich !
Nur im wahren Leben ( soweit das WOH es zeigte ) irgendwie charakterlich genau das Gegenteil :D
... He, who makes a Beast of himself , get`s rid of the pain of being a human !
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon horror1966 » 5. Jun 2015 20:11

trebanator hat geschrieben:
dude-1984 hat geschrieben:der mick isn töften :mrgreen:

..... Jo, wirklich !
Nur im wahren Leben ( soweit das WOH es zeigte ) irgendwie charakterlich genau das Gegenteil :D



Wäre ja auch nicht so toll, wenn da ein echter Killer rum laufen würde. :mrgreen:
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Re: Wolf Creek 2

Beitragvon trebanator » 5. Jun 2015 21:05

horror1966 hat geschrieben:
trebanator hat geschrieben:
dude-1984 hat geschrieben:der mick isn töften :mrgreen:

..... Jo, wirklich !
Nur im wahren Leben ( soweit das WOH es zeigte ) irgendwie charakterlich genau das Gegenteil :D



Wäre ja auch nicht so toll, wenn da ein echter Killer rum laufen würde. :mrgreen:

.... och wieso ?..... dann würd er den Schauspieljob wenigstens wirklich "ernst" nehmen :mrgreen:
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