Garden of Love (2003)

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Garden of Love (2003)

Beitragvon horror1966 » 16. Sep 2013 16:33

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Garden of Love
(Garden of Love)
mit Bela B. Felsenheimer, Natacza Boon, Daryl Jackson, James Matthew-Pyecha, Jean-Luc Julien, Donald Stewart, Alexandra Thom-Heinrich, Jeff Motherhead, Anika Julien, Kayla Motherhead, Jacek Gluszko, Martina Ittenbach
Regie: Olaf Ittenbach
Drehbuch: Olaf Ittenbach / Thomas Reitmair
Kamera: Holger Fleig
Musik: A.G. Striedl
Ungeprüft
Deutschland / Großbritannien / 2003

Eine Hippie-Kommune wird zum Schauplatz eines blutigen Massakers, die einzige Überlebende ist die kleine Rebecca. Sie wacht erst später aus einem Koma wieder auf und hat jede Erinnerung an das ungeklärte Verbrechen verloren. Schließlich ist Rebecca eine junge Frau und ihre Erinnerungen kehren langsam zurück. Bei dem Song "Garden of Love" wird sie von grausigen Visionen eingeholt. Als sie Nachforschungen anstellt, findet sie heraus, dass ihr Vater dieses Lied schrieb und damit vor vielen Jahren einen Hit landete. Als die Visionen kein Ende nehmen, beschließt sie, sich selbst der Vergangenheit zu stellen und kehrt zum Ort des Schreckens zurück. Dort wird sie vom wahren Grauen bereits erwartet...


Es ist natürlich alles Geschmackssache, aber dieser Film von Ittenbach ist mein absoluter Favorit, in meinen Augen sein bestes Werk. Denn hier passt einfach alles wirklich perfekt zusammen und das Endergebnis ist ein toller Film, der sich wirklich sehen lassen kann. Die Story ist wirklich sehr gut und sie wird auch sehr flüssig und interessant erzählt. Mit der Zeit fügen sich alle kleinen Puzzle - Teilchen zusammen und es bleiben keine Fragen offen. Dieses Mal hat Ittenbach bewiesen, das er auch durchaus eine gute-und vor allem spannende Geschichte erzählen kann und nicht ausschließlich mit seiner großen Stärke, den SFX, andere Defizite immer wieder ausgleichen muss. Die ansonsten zumeist vorherrschenden Story-Schwächen in seinen anderen Werken sind in vorliegendem Fall nicht zu spüren, entfaltet sich doch ein äusserst spannungsgeladenes Szenario, das in den ersten beiden Dritteln des Filmes sogar ein richtig intelligentes offenbart, denn der Zuschauer wird mit einem mysteriösen Massenmord bedient, der sich erst im letzten Drittel auflöst und somit auch erst zu diesem Zeitpunkt die Gesamtzusammenhänge erkennen lässt.

Zwar kann man auch schon zu einem früheren Zeitpunkt seine eigenen Vermutungen anstellen, doch die endgültige Aufklärung des Ganzen ist eigentlich nicht wirklich vorhersehbar. Allein dieser Aspekt sorgt dann auch für einen sehr kostanten Spannungsbogen, der sich im Gegensatz zu Ittenbachs anderen Filmen durch die gesamte Geschichte zieht und zudem auch noch von einer absolut gelungenen Grundstimmung begleitet wird, die etliche bedrohliche Momente beinhaltet, die den gesamteindruck dieses Werles noch einmal zusätzlich ganz erheblich aufwerten. Natürlich muss auch der geneigte Gorehound wieder einmal auf seine Kosten kommen, das ist bei Ittenbachs Werken ja eigentlich eine Grundvorraussetzung und auch in vorliegender Geschichte hat sich Olaf nicht lumpen lassen. Der Unterschied besteht lediglich in der Tatsache, das hier trotz etlicher wirklich harter-und brutaler Passagen zu keiner Zeit der Eindruck einer eher sinnbefreiten Splatterorgie entsteht, sondern das "Garden of Love" auch ansonsten einiges an Qualität vorzuweisen hat.

Es wurde ganz einfach die genau richtige Mixtur aus einer äusserst spannenden Story und etlichen blutigen Sequenzen gefunden, was dem deutschen Splatter-Papst nun wirklich noch nicht oft gelungen ist. Und schon wertet das diesen Film erheblich auf, denn auch als Zuschauer ist man nicht nur ausschließlich auf die wieder einmal genialen Effekte focusiert, sondern findet auch an allen anderen Komponenten seine wahre Freude. So präsentieren sich einem zum Beispiel gut aufgelegte-und überzeugende Darsteller, die durch die Bank einen äusserst soliden Job abliefern. Oscarreife Vorträge sollte man selbstverständlich nicht erwarten, doch wenn man einmal die meisten Ittenbachs zu Rate zieht, dann ist das hier gezeigte Schauspiel schon auf einem etwas höheren Niveau angesiedelt, als man es ansonsten gewohnt ist. Doch ganz generell scheint sich bei "Garden of Love" alles auf einem etwas höheren Level anzusiedeln, wobei die Splatter-Gore Effekte selbstverständlich ausgenommen sind, denn diese sind wie immer absolute Klasse.

Letztendlich handelt es sich bei "Garden of Love" meiner Meinung nach vom rein filmischen Standpunkt aus gesehen um das mit Abstand beste Werk, das Olaf Ittenbach bisher präsentieren konnte, reduziert sich der Film doch nicht nur auf seine hervorragenden Effekte und den äusserst hohen Blutgehalt, sondern bietet dem Zuschauer auch eine erstklassige Geschichte, die mit einem richtig guten Spannungsbogen und einer tollen Atmosphäre aufwarten kann. Ein weiteres Highlight ist ganz sicher auch das Mitwirken von Bela B. Felsenheimer, den man ansonsten als Bandmitglied der Ärzte kennt und der hier in blutiger Aufmachung für jede Menge Action sorgt.


Fazit:


"Garden of Love" ist in meinen Augen die mit Abstand beste Gesamt-Komposition, die Olaf Ittenbach bisher kreiert hat, hier passt einfach alles perfekt zusammen, so das endlich einmal ein Film entstanden ist, der nicht ausschließlich durch seine Effekte zu überzeugen weiss. Eine gelungene Story, sehr viel Spannung, eine Grundstimmung vom Feinsten und natürlich der unverzichtbare und wieder einmal sehr hohe Härtegrad ergeben einen Gesamteindruck, den man als Fan letztendlich nur als sehr gut bezeichnen kann.


9/10
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horror1966
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Re: Garden of Love (2003)

Beitragvon dude-1984 » 28. Aug 2015 19:56

top effekte, der rest is unwichtig :mrgreen:

8/10
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dude-1984
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Re: Garden of Love (2003)

Beitragvon Blacky von Adder » 28. Aug 2015 20:00

Unendlicher Schrott!...Das Bela trotz seiner Horror Leidenschaft in sowas mitspielt hat ihm bei mir einige Sympathie-Punkte gekostet.
Blacky von Adder
 

Re: Garden of Love (2003)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 17. Mär 2016 11:54

Haben wir uns gestern angeschaut(uncut)
und ich kann euch beiden zustimmen.
Gute Unterhaltung! :P
8/10
Würde ich mir sogar kaufen.
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