Frankenstein's Army

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Frankenstein's Army

Beitragvon horror1966 » 21. Okt 2013 13:01

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Frankenstein's Army
(Frankenstein's Army)
mit Karel Roden, Joshua Sasse, Robert Gwilym, Alexander Mercury, Luke Newberry, Hon Ping Tang, Andrei Zayats, Mark Stevenson, Cristina Catalina, Jan de Lukowicz, Zdenek Barinka, Linda Balabanova, Valentine Berning
Regie: Richard Raaphorst
Drehbuch: Chris W. Mitchell / Richard Raaphorst
Kamera: Bart Beekman
Musik: keine Information
keine Jugendfreigabe
Niederlande / Tschechische Republik / USA / 2013

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erhält eine Spezialeinheit der vorrückenden Roten Armee den Auftrag, nach frisch vermissten Kameraden zu forschen. Feindaktivitäten vermutend macht sich der Trupp auf die Suche, nur um in der Umgebung eines Dorfes auf seltsam entstellte Leichen und nur mehr völlig eingeschüchterte Reste der deutschen Bevölkerung zu treffen. Sieht so aus, dass in einem nahe gelegenen Bunker geheime Experimente mit Menschen stattfanden, und deren Ergebnisse den Russen noch Arbeit bereiten werden.


Kriegsszenarien mit dem Horror-Genre zu verbinden, ist mittlerweile längst keine Neuigkeit mehr und das zumeist immer wieder Zombies oder Infizierte im Mittelpunkt solcher Geschichten sind, dürfte auch nur noch auf bedingte Begeisterung beim Zuschauer stoßen. So muss man also manchmal neue Wege gehen um einem solchen Film frische Impulse und ein gewisses Maß an Innovation zu verleihen, was Regisseur Richard Raaphorst in vorliegendem Fall ganz hervorragend gelungen ist. Bedient er sich kurzerhand der allseits beliebten Found-Footage Thematik, wodurch die berühmt-berüchtigte Wackelkamera sehr stark zum Einsatz kommt und schmückt sein Werk zudem mit extrem skurrilen Gestalten, die einem eine Menge Spaß und Freude bereiten. Man merkt dem Szenario von Beginn an den Charakter eines B-Movies an und das empfinde ich durchaus als positiv, denn so vermittelt sich dem Betrachter, sich wirklich an einem Kriegsschauplatz zu befinden. In den ersten gut 30 Minuten zieht sich das Szenario ein wenig und man wird lediglich mit den russischen Soldaten konfrontiert, die sämtliche Aktionen mit der Kamera aufnehmen, um sie für die Nachwelt zu erhalten.

Danach nimmt das Geschehen dann richtig an Fahrt auf, denn ziemlich schnell ist es vorbei mit der normalen Erkundungs-Tour, als die Gruppe auf einen scheinbar verlassenen Bunker trifft, der im Inneren doch ziemlich stark an eine Art Fabrik erinnert. Recht schnell müssen die Soldaten nun erkennen, das sie sich in einem geheimen Labor befinden, in dem ein offensichtlich wahnsinniger Arzt die unglaublichsten Experimente an Toten wie auch an Lebenden vorgenommen hat. Die daraus entstandenen Ergebnisse sind dann auch gleichzeitig der absolute Höhepunkt des Szenarios, denn an dieser Stelle lassen die Macher des Films eine ganze Menge Kreativität und Herzblut erkennen, das sie in die Geschichte investiert haben. Zwar sind die darauf folgenden Ereignisse jenseits jeglicher Realität angesiedelt, beinhalten jedoch einen unglaublich hohen Unterhaltungswert, sowie einen doch ziemlich ansehnlichen Härtegrad.

Der Zuschauer wird nun mit den skurrilsten Gestalten konfrontiert, die als halb Mensch-halb Maschine darauf aus sind, die Eindringlinge zu töten. Wenn man sich diese Fantasie-Gestalten einmal genauer anschaut, dann werden nicht selten Erinnerungen an so manch japanische Trash-Granate wach. Ebenso trashig präsentiert sich nämlich "Frankenstein's Army", wobei das hier nun wirklich als absolutes Kompliment aufgefasst werden sollte. Richard Raaphorst hat sich eine ganze Menge einfallen lassen und sorgt so dafür, das der Betrachter für die eher etwas mauen 30 Anfangs-Minuten wunderbar entschädigt wird. Dazu trägt in erster Linie eine gehörige Steigerung des Erzähltempos bei, doch auch die enthaltenen-und streckenweise sehr blutigen Passagen ergeben nun den Eindruck eines gelungenen Genre-Mixes, an dem man seine helle Freude hat. Der trashige Anstrich der ganzen Chose tut sein Übriges, um insbesondere eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen, wobei dieser Film längst nicht nur für Trash-Liebhaber sehenswert erscheint.

Insgesamt gesehen bekommt man ein Film-Vergnügen geboten, das gerade in der zweiten Filmhälfte eine Menge kreativer Ideen erkennen lässt und für einen B-Movie präsentieren sich auch noch richtig gelungene Effekte, die das Ganze sehr stimmig abrunden. Das die Geschichte an sich dabei keinerlei Tiefgang beinhaltet und streckenweise recht hanebüchen erscheint dürfte sich von selbst verstehen, handelt es sich doch um kein Kriegs-Drama der üblichen Art, sondern vielmehr um einen größtenteils gelungenen Found-Footage Horrorfilm, der zeitlich gesehen am Ende des zweiten Weltkrieges angesiedelt ist. Wie dem aber auch sei, "Frankenstein's Army" ist definitiv ein Film der etwas schwerlich in Gang kommt, aber insbesondere in der zweiten Filmhälfte so viel Kurzweil und Innovation bietet, das es eine helle Freude ist. Skurril, grotesk und vollkommen abgedreht zeigt sich ein Szenario, in dem es vor herrlich trashigen Kreaturen nur so wimmelt, so das auch die Lachmuskeln des Zuschauers eine Menge Arbeit zu verrichten haben.


Fazit:


Sicherlich wird nicht jeder Gefallen an dieser unterhaltsamen Geschichte finden, doch wer Trash in Verbindung mit Horror-und Krieg zu schätzen weiß, kommt an diesem Werk unmöglich vorbei, das nach einem lauen Beginn so richtig durchstartet. Mit einer Laufzeit von gut 77 Minuten ist die Story auch genau richtig bemessen, so das sich letztendlich ein überzeugender Gesamteindruck ergibt.


7/10
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Re: Frankenstein's Army

Beitragvon dude-1984 » 21. Okt 2013 18:10

6-7/10

war irgendwie unausgereift & so richtig sehen konnt man auch nix ..was gematsche betrifft.....auch die pseudodoku-art passte so wies gemacht wurde garnich......der ganze film is garkein vergleich zu den genialen teasern die schon seit ewigkeiten im netz rumschwirten....
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Re: Frankenstein's Army

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 7. Feb 2014 21:26

dude-1984 hat geschrieben:6-7/10

war irgendwie unausgereift & so richtig sehen konnt man auch nix ..was gematsche betrifft.....auch die pseudodoku-art passte so wies gemacht wurde garnich......der ganze film is garkein vergleich zu den genialen teasern die schon seit ewigkeiten im netz rumschwirten....

Also der Film läuft seit 53Min.
und ich stimme Dudi in jedem Punkt zu!
Wobei ich bis jetzt eher zu 5-6/10 tendiere.
Ihr wurdet doch geschmiert ihr Schmiergeldunken :D
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Re: Frankenstein's Army

Beitragvon horror1966 » 7. Feb 2014 22:05

Ich fand den wirklich sehr unterhaltsam und eure Gore-Ansprüche kann doch eh kein Schwein befriedigen. :mrgreen:
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Re: Frankenstein's Army

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 7. Feb 2014 22:16

Also ich fand den seeeeeehr enttäuschend.
0Handlung,'n Haufen Commies die übers zerbombte Rübenfeld latschen und in die Fänge von aufm Klo ausgedachten Mensch-Waschmaschine-Propeller Hybriden geraten.
Gore gibts auch nicht ,denn das hätte den schwachen Film ein wenig unterhaltsamer machen können.
Keiner der Darsteller bleibt einem in Erinnerung und die Kameraführung wirkt so als hätte man nem Typ der die letzten 60 Jahre dauervoll war an seinem 1. Entzugstag 'ne Kamera an die Hände getackert.
Ja,paar Monster waren ok vom Design,aber wurden die gemetzelt? Nö
Haben die gemetzelt? NÖ!
Allet im OFF oder schon 1000x 10.000x besser gesehen.
Nazis gabs auch keine echten&somit wurde auch die Nazithematik verschenkt!
Denn gerade das eventuelle aufeinandertreffen von Nazi/Commie,hätte für genug schwarzhumorigen Sellerie gereicht!
Ja,wenn talentierte & kreative Köppe am Werk gewesen wären.
So gibts 5/10 Gnadenpunkten.
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Re: Frankenstein's Army

Beitragvon DriesVanHegen » 7. Feb 2014 23:29

Hatte ich da nicht schon was dazu geschrieben?
War wohl nur im "Zuletzt gesehen"-Fred.
Naja, kann mich im Großen und Ganzen Metze anschließen, auch wenn ich ihn nicht sooo barsch abstrafen würde.
Leider ist der Film aber wirklich nicht das geworden, was sich viele (& auch ich) davon versprochen haben. Die Kreaturen waren ohne Frage cool, aber dem Titel und der Vermarktung nach hätten die deutlich mehr Screentime und Action vertragen!
Das ist ein Beispiel, bei dem sogar ich sage: Weniger ist Mehr, zählt eben doch nicht immer!
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Re: Frankenstein's Army

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 8. Feb 2014 02:27

Der Film war für seine flotte Laufzeit sehr zäh!
Die knapp 90?! Minuteb kamen mir vor wie 180:P
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