Brigade des Schreckens (1988)

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Brigade des Schreckens (1988)

Beitragvon horror1966 » 26. Sep 2013 16:47

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Brigade des Schreckens
(Zombie Brigade)
mit John Moore, Khym Lam, Geoffrey Gibbs, Adam A. Wong, Ian Paul Cassidy, David Cotgreave, Shan Abdullah, Kara Barber, Graham Boston, Joanne Bullin, Lucien Bunchiou, Dawn Marie Carter, Eileen Colocott
Regie: Carmelo Musca / Barrie Pattison
Drehbuch: Carmelo Musca / Barrie Pattison
Kamera: Alex McPhee
Musik: John Charles / Todd Hunter
Ungeprüft
Australien / 1988

Einen riesigen Vergnügungspark, ein zweites "Disneyland" im tiefsten australischen Busch und damit die dicke Kohle machen, davon träumt Mayor Ramsom. Um an das ganz große Geld zu kommen, und um die letzten Zweifler seines Projektes zu überzeugen, veranstaltet er eine wilde, ausschweifende Begrüßungsparty für seine japanischen Geschäftsfreunde. Der Abend beginnt nett - und endet in einem Alptraum von Gewalt und Schrecken. Denn Ransom hat vergessen, ein paar "wichtige" Leute einzuladen ! Die Baulöwen wollen nämlich auch den alten Friedhof, auf dem die Kriegsveteranen begraben liegen, einebnen und damit die Ruhe der Toten stören...


Zombiefilme gibt es ja nun wirklich wie Sand am Meer und dableibt es selbstverständlich nicht aus, das sich unter den unzähligen Genre-Vertretern auch so manches Werk findet, das in die Kategorie schlechter Film einzuordnen ist. Was uns die Australier allerdings mit der vorliegenden Variante des Genres beschert haben, kann man eigentlich kaum in Worte fassen, muss man sich nach der Sichtung des Filmes doch erst einmal von dem Schock erholen, in den einen dieser filmische Müll gut 90 Minuten lang versetzt hat. Ganz davon abgesehen, das man es hier mit einer absolut hanebüchenen Story zu tun hat, gestaltet sich das Szenario über die gesamte Laufzeit so dermaßen langweilig und uninteressant, das der Zuschauer fast schon in einen komatösen Zustand gerät und große Schwierigkeiten bekommt, sich diesen Murks mit offenen Augen anzusehen. Zu einem ernsthaften Zombiefilm gehören nun einmal gut in Szene gesetzte Untote, doch davon ist hier weit und breit keine Spur. Hat man doch einfach einige Personen etwas blasser geschminkt und manch einem eine Hasenscharte verpasst und fertig ist der australische Zombie, der einen das Fürchten lehren soll. Von Verwesung oder ähnlichen Anzeichen ist nichts zu spüren, selbst die Uniformen der untoten Soldaten befinden sich noch in einem fast tadellosen Zustand und wirken teilweise, als wenn sie gerade frisch aus der Reinigung gekommen sind.

Nun könnte man ja diese schon recht unrealistischen Defizite noch gönnerhaft übersehen, wenn die Geschehnisse ein wenig Spannung, Atmosphäre oder gar die notwendige Zombie-Action bieten würde, die man bei einem Film dieser Art ganz einfach erwartet. Wer jetzt allerdings denkt, das er mit einem actiongeladenen Szenario bedient wird, sieht sich schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit auf dem Holzweg, da die Ereignisse einfach nur belanglos gestalten und der Story jegliche Substanz fehlt, um wenigstens ansatzweise für kurzweilige Unterhaltung zu sorgen. Zwar haben die Macher dieses üblen Werkes in einigen Phasen versucht, mehrere humorige Momente zu setzen, doch erscheint das Geschehen doch vielmehr unfreiwillig komisch und animiert nicht unbedingt dazu, das man ein Lächeln auf die Lippen bekommt. Ein hoher Trashgehalt hätte den Film jetzt wenigstens für eine bestimmte Zielgruppe noch interessant machen können, doch stattdessen wird man lediglich mit Langeweile pur konfrontiert, die spätestens nach dem ersten Filmdrittel für die ersten Ermüdungserscheinungen sorgt. Es ist fast schon als erschreckend anzusehen, das überhaupt kein Ansatz von Spannung zu erkennen ist und auch in allen anderen Belangen siedelt sich "Brigade des Schreckens" auf dem untersten Niveau an, denn dieses Werk ist schlicht und ergreifend grottenschlecht.

Selbst ein Film wie "Zombie 4 - After Death" erscheint im Vergleich wie ein Meisterwerk der Filmkunst und jeder, der diesen Film schon einmal gesehen hat, kann sich zumindest einigermaßen gut vorstellen, was diese Tatsache bedeutet. Selbst wenn man mit extrem niedrigen Erwartungen an "Brigade des Schreckens" herangeht, werden diese noch unterboten denn gibt es doch rein gar nichts, was man diesem Werk positiv ankreiden könnte. Der Höhepunkt des groben Unfugs wird dnn erreicht, als die Zombie-Soldaten auch noch in einer Art Militär-Parade an den Bewohnern des verschlafenen Nestes vorbeischreiten, in dem sich diese Geschichte abspielt. Und dann wäre auch noch der Aspekt zu nennen, das die Untoten nur in der Nacht aktiv werden da sie das tageslicht meiden wie der Teufel das Weihwasser. fast unweigerlich drängt sich da der Verdacht auf, das man sich im falschen Genre befindet, denn Zombies und Vampire haben doch nicht gerade viel gemeinsam. Wenn dann nach gut 90 Minuten quälender Langeweile endlich der Abspann einsetzt, macht sich doch so etwas wie Erleichterung breit, das nun das Grauen beendet ist. Mit Grauen ist allerdings lediglich der Film an sich gemeint, denn dieser ist wirklich einfach nur grausam schlecht. Dennoch stellt man im nachhinein fest, das es ausser dem Abspann dann doch noch einen Aspekt gab, den man durchaus positiv bewerten kann, ist doch die deutsche Synchronisation für einen dermaßen üblen Film recht gut ausgefallen, was man bei der filmischen Qualität nicht zwangsweise erwarten konnte.

Im Endeffekt bekommt man es hier mit einem Zombiefilm zu tun, der diese Bezeichnung nun wirklich nicht verdient hat, gint es doch letztendlich gar nichts zu verzeichnen, was Filme dieser Gattung ansonsten so auszeichnet. Auch über die Darsteller möchte ich mir meine Worte lieber sparen, denn das sogenannte Schauspiel passt sich nahtlos der nicht vorhandenen Qualität des Gesamtpaketes an. Was bleibt, sind 90 Minuten verschwendete lebenszeit, die man ganz sicher sinnvoller hätte verbringen können, als mit diesem filmischen Müll der zudem noch mit einer Altersfreigabe versehen ist, die dem Ganzen die Krone aufsetzt. FSK 12 wäre vollkommen ausreichend gewesen, wobei man fairerweise anmerken sollte, das man diesen Schund erst gar nicht hätte drehen sollen, der ausser der puren Langeweile absolut nichts zu bieten hat.


Fazit:


Ein Zombiefilm sollte vor allem bedrohlich wirken, was sich selbstverständlich auch auf die vorhandenen Untoten bezieht. Die einzige Bedrohung die aber von diesem Film ausgeht, ist der liebe Sandmann, der einem im Minutentakt neuerliche Körner in die Augen streut, die einem beim Einschlafen behilflich sein sollen. Selbst für Trash-Fans kann man keinerlei Empfehlung aussprechen, denn "Brigade des Schreckens" beinhaltet noch nicht einmal einen gewissen Unterhaltungswert, der eine Sichtung rechtfertigen würde.


1/10
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Re: Brigade des Schreckens (1988)

Beitragvon dr. freudstein » 3. Mai 2015 07:09

oh ja, der stinkte wirklich ziemlich ab, hab den nur einmal vor vielen jahren gesehen und nie wieder das Bedürfnis gehabt. Ich glaub aber, das ich schon bei 3 Punkten anssiedeln würde, müsste ich vielleicht doch noch einmal reinschauen....oh je, was tue ich mir an :shock: ach was, erstmal die ungesehenen Filme schauen ha ha das wird ne lange Schonzeit :twisted:
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Re: Brigade des Schreckens (1988)

Beitragvon trebanator » 3. Mai 2015 14:18

... jetz weiss ich, warum ich manche Filme garnich schaue... da reicht et, dat der im Schrank steht :D
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Re: Brigade des Schreckens (1988)

Beitragvon dr. freudstein » 3. Mai 2015 14:28

klar, dafür sind DVDs ja auch da, kaufen und in den Schrank stellen :lol: auf das sich die Erben mit rumärgern dürfen ;) naja wenn man nen gut bezahlten Job hat, muss man ja auch nicht so überlegen. aber selbst anschauen sollte man sich nen Film schon, die Geschmäcker sind ja verschieden. Obwohl ich mir nicht vorstellen, das dieser Mock wirklich jemandem gefallen könnte...
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