Wrong Turn


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Wrong Turn

Beitragvon horror1966 » 1. Nov 2013 19:01

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Der Backwood - Slasher erfreut sich ja seit jeher größter Beliebtheit und so ist es auch keine sonderliche Überraschung, das dadurch sogar eine mehrteilige Reihe entstanden ist. Als im Jahr 2003 der erste Teil "Wrong Turn" erschien, bot dieses Franchise zwar schon nicht mehr die totale Innovation, doch das Original hatte trotzdem etwas herrlich Erfrischendes an sich. Zudem verhielt es sich zu diesem Zeitpunkt auch noch so, das die vorhandene Geschichte auch rein inhaltlich ein wenig Substanz anbot, was man in den folgenden Teilen fast vollkommen vermissen sollte. Die Thematik Jugendliche gegen missgestaltete Rednecks gab es zwar auch schon früher, dennoch wurde sie in vorliegendem Fall dennoch interessant und spannend in Szene gesetzt. Nachdem der Erstling der mittlerweile fünf Teile umfassenden Reihe ziemlich erfolgreich war konnte man sich als Genre-Fan sicherlich denken, das hier bestimmt noch einige Nachfolger kommen würden, um die Kuh auch richtig zu melken. Dennoch dauerte es immerhin vier Jahre, bis mit "Wrong Turn 2: Dead End" die lang ersehnte Fortsetzung erschien. Beim Begriff Fortsetzung sollte man allerdings erwähnen, das sämtliche Filme der Reihe unabhängig voneinander und in sich abgeschlossen sind, so das man die Filme auch problemlos einzeln anschauen kann, ohne dabei etwas zu verpassen.

Von nun an gaben sich die weiteren Teile regelmäßig alle zwei Jahre die Ehre, wobei der kürzlich erschienene fünfte Film "Bloodlines" sogar nur ein Jahr auf sich warten lies. Doch nicht nur die Veröffentlichung der einzelnen Geschichten ging jetzt schneller voran, die Qualität der Film-Reihe lässt nämlich mittlerweile auch sehr zu wünschen übrig. War mit dem Original auch gleichzeitig der beste Teil erschienen der ganz einfach das beste Gesamtpaket darstellt, so sollte sich in der Folge eine ganz klare Tendenz erkennen lassen. Die jeweiligen Storys wurden immer dünner und gerieten streckenweise fast schon völlig in den Hintergrund, wohingegen die Macher die Zeichen der Zeit erkannt hatten und ihren jeweiligen Nachfolgern einen ziemlich hoch angesiedelten Härtegrad einverleibten. Das dafür Inhalt und Atmosphäre teils sträflich vernachlässigt wurden scheint kaum jemanden wirklich gestört zu haben, erfreut sich doch dieses Franchise immer noch größter Beliebtheit. Gerade vielen jüngeren Zuschauern kann es ja anscheinend nicht hart-und brutal genug sein und so wurden den Gesetzen des Marktes folgend logische Abläufe und eine dichte Grundstimmung durch literweise Blut und derbe SFX sowie viel nackter Haut ersetzt.

Sicher, ab und zu kann das ja auch ganz nett sein, doch der ständige Qualitätsabfall hat nunmehr mit Teil 5 den absoluten Tiefpunkt erreicht. Dabei will ich gar nicht weiter darauf eingehen, das von erfrischenden Elementen oder gar innovativen Einfällen schon längst keine Spur mehr zu finden ist, denn es ist auch sicher nicht leicht, gerade diese Sparte mit neuen Ideen anzureichern. Aber was sich dem Zuschauer in "Wrong turn 5: Bloodlines" offenbart, ist an Einfallslosigkeit doch schwerlich zu überbieten. Von einer wirklichen Geschichte kann man hier schon fast nicht mehr reden, denn die Rahmenhandlung passt auf jeden Fall auf einen halben Bierdeckel, was dann auch selbst die zugegebenermaßen recht gelungenen SFX nicht sonderlich aufwerten können. Zudem ist auch das dargebotene Schauspiel der Akteure so gut wie unter aller Sau, wodurch sich ein ziemlich schlechter Gesamteindruck des Ganzen bildet.

Auch wenn ich bisher trotz sinkender Klasse ein bekennender Fan dieser Reihe war, so sollte man nun doch ein Einsehen haben und nicht weiter mit irgendwelchen Billig-Filmchen aufwarten, nur um noch weiter den schnellen Dollar zu machen. Allerdings wird dies wohl eher ein frommer Wunsch bleiben, gibt es doch genügend Leute, die auch jeden weiteren Teil abfeiern werden, wenn er denn nur hart-und blutig genug in Szene gesetzt wurde. Dieses Schema ist einem ja auch aus diversen anderen Mehrteilern nur zu gut bekannt und so werden wir uns höchstwahrscheinlich demnächst bei der Besprechung von "Wrong turn 27: Das Elend geht weiter" wiedersehen, denn so lange noch Geld aus der Thematik heraus gequetscht werden kann, ist ein versöhnliches Ende ganz bestimmt nicht in Sicht. Eigentlich ist das sehr schade, denn diese Film-Reihe ist doch wirklich gelungen gestartet, um danach jedoch mit jedem Nachfolger weiter an Qualität zu verlieren, wobei der letzte Film den absoluten Tiefpunkt darstellt.


Hier geht es zu den jeweiligen Reviews:


Wrong Turn

Wrong Turn 2: Dead End

Wrong Turn 3 - Left for Dead

Wrong Turn 4: Bloody Beginnings

Wrong Turn 5: Bloodlines
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

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