Nightmare on Elm Street


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Nightmare on Elm Street

Beitragvon horror1966 » 7. Nov 2013 22:22

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Nightmare on Elm Street


Regie-Legende Wes Craven hat ja so einige tolle Beiträge für das Horror-Genre kreiert und einige davon sind mit einem Kultstatus behaftet, oder haben sogar eine fast revolutionierende Wirkung gehabt. Sein genialster Streich ist dem guten Mann aber wohl mit der Erschaffung einer echten Ikone gelungen, als er nämlich dem Publikum 1984 mit der Figur des Freddy Krueger einen Serienmörder präsentierte, der sich so vollkommen von seinen anderen Kollegen abhebt. Waren bis dahin hauptsächlich die eher stumpfen Killer wie Michael Myers (Halloween) oder der brachiale Jason Voorhees (Freitag der 13.) in aller Munde, so erschien nun ein Mörder im Genre, der Teenager in ihren Albträumen tötete. Schon die Idee an sich ist dabei als äußerst innovativ anzusehen, kannte man doch diese Art Mörder noch nicht und konnte gespannt darauf sein, wie sich die Thematik in der filmischen Umstellung darstellen würde. Und "Nightmare - Mörderische Träume" wurde zu einem absoluten Publikums-Magneten, der mittlerweile unzählige Fans auf der ganzen Welt um sich versammelt hat und längst schon Einzugin die Hale of Fame des Horrorfilmes gehalten hat. Doch nicht nur das, denn die Idee erwies sich als dermaßen erfolgreich, das der geniale Erstling 6 Nachfolger nach sich zog, die allerdings längst nicht alle an die Qualität des Originals heranreichen konnten. Insbesondere der zweite Teil "Die Rache" konnte nie wirklich bei den Fans punkten und nicht gerade wenige Leute sehen in diesem Werk auch etwas ähnliches wie den ominösen dritten Teil der Halloween Reihe "Season of the Witch".

Nimmt man nämlich die gesamte Reihe als Maßstab, dann hat der erste Ableger im Prinzip herzlich wenig mit der Gesamt-Geschichte zu tun, die sich aus den anderen Filmen ergibt. Lediglich die Tatsache das Freddy hier mit von der Partie ist schützt den Film ein wenig dafür, das gleiche stiefmütterliche Dasein zu fristen, wie es bei "Season of the Witch" der Fall ist. Dabei handelt es sich in beiden Fällen um recht gute, aber ziemlich eigenständige Horrorfilme, die jedoch nun einmal den Namen der jeweiligen reihe tragen und sich so auch einen Vergleich mit den anderen Filmen gefallen lassen müssen. Mit dem dritten Film "Freddy lebt" kehrte man dann jedoch zur alten Stärke zurück, präsentierte sich dort doch neben dem Erstling der wohl beste Film des Nightmare-Universums, wobei es auch nicht wenige Leute gibt, die Teil drei als absolut gleichwertig empfinden. Hier ist dann auch die blutjunge Patricia Arquette zu sehen, die durch eine excellente Performance auf sich aufmerksam macht und es gibt gleichzeitig ein Wiedersehen mit Heather Langenkamp, die ja der Star des Originals war.

Ab Teil vier verliert die Reihe dann ein wenig an Qualität, auch wenn das eventuell nicht jeder so sehen mag. Die Filme schlugen von nun an aber zumeist eine immer stärker ausgeprägte Richtung ein die zur Horror-Komödie tendierte, wobei dies insbesondere im sechsten Teil "Freddy's Finale" extrem stark zur Geltung kommt. Zwar zeichnete sich "Nightmare on Elm Street" von Beginn an durch seine außergewöhnlich gute Kombination aus Horror, ein wenig Härte und jeder Menge schwarzem Humor aus, doch hielten sich die Zutaten in Teil 1 - 3 noch die Waage, so mutierte der gute Freddy immer mehr in die komödiantische Richtung und verlor doch zusehends an Biss. Während die Filme 4 & 5 noch einigermaßen gut gelangen, so stellte sich vor allem Teil 6 fast gänzlich als Rohrkrepierer heraus, der dem Franchise ein eher unwürdiges Ende bereitete, bevor Freddy's Schöpfer noch einmal selbst die Regie übernahm und mit "Freddy's New Nightmare" einen wie ich finde wirklich gelungenen siebenten Teil nach schob, der die Einfallslosigkeit und Monotonie des Vorgängers durch frische Einflüsse vergessen ließ. Dennoch wird auch gerade dieser letzte Film von den meisten Leuten nicht so gern gemocht, was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Aber die Geschmäcker sind nun einmal verschieden und das ist auch gut so, zudem ist es im Prinzip auch vollkommen egal, denn bis zum heutigen Tag erfreut sich die Film-Reihe größter Beliebtheit und Hauptdarsteller Robert Englund wird auf ewig mit der Figur des Albtraum-Killers verbunden sein, hat ihm diese Ikone doch die Rolle seines Lebens beschert und einen unglaublichen Bekanntheitsgrad verschafft.

Neben der eigentlichen Film-Reihe wurde auch noch eine TV-Serie präsentiert und 2003 erschien das lange angekündigte Spin-Off "Freddy vs. Jason", in dem zwei der beliebtesten Serienmörder zum ultimativen Fight gegeneinander antraten. Trotz erheblicher Bedenken der Fan-Gemeinde präsentierte sich ein rundum gelungener Film, der nicht nur durch seine vollkommen unterschiedlichen Charaktere überzeugte, sondern auch einen absolut sehenswerten Härtegrad enthielt. Im Jahr 2010 erschien dann das Remake zum Erstling von 1984 und diese Neuauflage spaltete natürlich wie zu erwarten die Meinungen der Zuschauer. Dabei handelt es sich eigentlich um eine recht gelungene Neuinterpretation der Thematik, die mit einigen Änderungen versehen wurde, damit man es nicht mit einer 1:1 Kopie zu tun bekommt. Am meisten störend erschien jedoch für viele der Aspekt, das natürlich nicht mehr Robert Englund, sondern Jackie Earle Haley in der Hauptrolle zu sehen war. Anders als bei "Halloween" oder "Freitag der 13." fiel dieser Punkt hier sehr wohl ins Gewicht, trat Freddy doch nie mit einer Maske wie Jason oder Michael auf, sondern präsentierte mit seinem verbrannten Gesicht ein absolutes Markenzeichen dieser Figur, die man so auch wie keinen anderen Killer mit seinem Darsteller identifiziert. Trotzdem empfinde ich einige sehr negative Kritiken als zu überzogen, denn das Remake an sich ist nun wirklich besser als sein Ruf. Obwohl Wes Craven ja lediglich beim ersten und beim letzten Teil der Original-Reihe Regie geführt hat ist es ganz eindeutig ihm zu verdanken, das man mit Freddy Krueger eine der beliebtesten Horror-Ikonen präsentiert bekommen hat, die einem für immer im Gedächtnis bleibt. Die bitter-böse und äußerst fiese Art des Killers ist absolut einmalig und gepaart mit raben-schwarzem Humor, auch wenn dieser in den letzten Teilen zu sehr ins Lächerliche abdriftet. Aus dem Genre ist "Nightmare on Elm Street" definitiv nicht mehr wegzudenken und so wird diese Reihe wohl auch in Zukunft noch jung und alt begeistern.


Hier geht es zu den jeweiligen Reviews:

Nightmare - Mörderische Träume

Nightmare 2 - Die Rache

Nightmare 3 - Freddy Krueger lebt

Nightmare 4 - The Dream Master

Nightmare 5 - Das Trauma

Nightmare 6 - Freddy's Finale

Nightmare 7 - Freddy's New Nightmare

Freddy vs. Jason

A Nightmare on Elm Street (Remake)
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