Halloween


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Halloween

Beitragvon horror1966 » 11. Okt 2013 19:50

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Das Jahr 1978 war die Geburtsstunde eines der beliebtesten Serienkiller des Genres, an dem sich auch die zwei Jahre später startende Film-Reihe "Freitag der 13." orientieren sollte. Regie-Altmeister John Carpenter schuf mit Michael Myers eine Figur, die das Sub-Genre des Slashers dominieren sollte, gab es doch bisher noch keinen Mörder, der auch in etlichen Fortsetzungen unzählige Menschen töten sollte und dem dabei die Aura des Übernatürlichen anhaften sollte. Es war also die Geburt einer absolut prägenden Ikone und Carpenter hat insbesondere mit dem Original-Film einen absolut zeitlosen Klassiker geschaffen, der auch in der heutigen Zeit immer noch einen ungeteilten-und wohlverdienten Kult-Status inne hat. Dabei handelt es sich hier um einen Slasher, der im Prinzip so gut wie vollkommen unblutig daher kommt und vielmehr durch seine unglaublich dichte-und bedrohliche Atmosphäre immer wieder aufs Neue fasziniert. Das kann man jedoch auf die gesamte Reihe beziehen, denn die Halloween-Teile gehören sicherlich nicht zu den Horror-Filmen, die durch einen gesteigerten Blutgehalt oder expliziten Gewaltdarstellungen ins Auge fallen, denn in dieser Beziehung gibt es weitaus härtere Genre-Vertreter. Es ist vielmehr die immer wieder gelungene Kombination aus Spannung, einer grandiosen Grundstimmung und dem dazu passenden Score, der diesen Filmen einen ganz eigenen Stempel aufdrückt und sie so zu etwas ganz Besonderem macht.

Nachdem die ersten beiden Teile im Prinzip einen einzigen Film darstellen, der zeitlich gesehen in ein-und derselben Nacht spielt, erschien danach der ominöse-und von den meisten Fans verpönte dritte Film der Reihe, der mit der eigentlichen Geschichte überhaupt nichts zu tun hat. Vollkommen zu Unrecht erhält dieses Werk auch immer eher sehr negative Kritiken, doch wenn man die Geschichte ganz einfach mal als eigenständigen Horrorfilm betrachtet, dann offenbart sich ein durchaus gelungenes Szenario, das durchgehend gut zu unterhalten weiß. Danach kam man dann wieder zur eigentlichen Geschichte zurück und fügte die Hauptfigur auch wieder in das Geschehen ein. Von nun an jedoch sollte keine der Fortsetzungen mehr an die hohe Qualität der beiden ersten Teile herankommen, denn präsentierten sich zwar immer noch recht gelungene Fortsetzungen, doch auch hier zog eine gewisse Monotie in die Ereignisse ein, die man auch später bei "Freitag der 13." erkennen sollte. Dies scheint aber ganz generell ein Aspekt zu sein, unter dem etliche Horror-Mehrteiler zu leiden haben, denn ganz egal, wie gelungen sich eine Thematik gestaltet, irgendwann treten irgendwelche Ermüdungserscheinungen auf, da sich gewisse Mechanismen ganz einfach mit der Zeit abnutzen. Auch Michael Myers blieb davon natürlich nicht unberührt und sollte erst viel später durch Rob Zombie eine Art Auffrischung erhalten, die jedoch die Lager der Fans ziemlich spaltete.

Und damit wären wir auch schon bei den Neuauflagen des ursprünglichen Klassikers von Carpenter, dem 2007 ein Remake von Zombie spendiert wurde. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine zeitlich gestraffte Kopie der Original-Geschichte, der jedoch eine längere Vorgeschichte beigefügt wurde, in der intensiv auf die Figur des Michael Myers eingegangen wird. Im Grunde genommen eine exzellente Idee von Rob Zombie, doch für eingefleischte Fans der Reihe ergaben sich hier neue Gesichtspunkte im Bezug auf die Hauptfigur, die dann doch weitaus gewöhnungsbedürftiger erscheinen, als man es eventuell im ersten Moment angenommen hatte. War doch Michael bisher immer als das personifizierte Böse dargestellt worden, so bekam die Figur nun menschliche Züge verliehen. Auf einmal musste man sich mit dem Menschen auseinandersetzen, anstatt weiterhin ausschließlich das Böse zu sehen, das eigentlich überhaupt keinen Grund brauchte, um seine etlichen Morde zu begehen. War dieser Aspekt im Remake noch durchaus zu ertragen, so setzte Zombie mit der Fortsetzung von 2009 dem Ganzen jedoch die absolute Krone auf, denn nun tendierte das Geschehen in eine vollkommen andere Richtung und es ging fast nur noch um die seelischen Qualen eines Killers, die auf eine extrem gewöhnungsbedürftige Art und Weise ins Bild gesetzt wurden.

Nicht umsonst handelt es sich bei diesem Film wohl auch um den umstrittensten der gesamten Halloween-Teile, da die menschliche Seite von Michael schon zu sehr im Vordergrund steht und im Prinzip nur noch sehr wenig vom Original-Charakter übrig ist. So sieht man den ursprünglich seelenlosen Killer in diesem Werk auch des Öfteren ohne Maske, was meiner persönlichen Meinung nach schon fast einer Demontage gleich kommt, wobei es nicht gerade wenige Leute gibt, die diese neuen Gesichtspunkte als absolut genial ansehen. Natürlich kommt es hier auch auf den eigenen Geschmack an, doch die fast vollkommene Entfremdung vom personifizierten Bösen ist in meinen Augen eine zu große Entfremdung vom Original, auch wenn ich ganz generell nichts gegen neue Impulse und eine zeitgemäße Aufbereitung einer Thematik habe. Man darf also gespannt sein, ob die Geschichte um Michael Myers noch weiter fortgeführt wird, oder ob nun das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Eines aber steht auf jeden Fall fest, die Halloween-Reihe ist ein absolut unverzichtbarer Bestandteil des Horror-Genres und hat mit Michael Myers eine der prägendsten Figuren herausgebracht, die sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut und einen festen Platz in der Hall of Fame inne hat.


Hier geht es zu den jeweiligen Reviews:


Halloween

Halloween 2

Halloween 3

Halloween 4

Halloween 5

Halloween 6

Halloween H20

Halloween - Resurrection

Halloween (2007)

Halloween II (2009)
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