Freitag der 13.


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Freitag der 13.

Beitragvon horror1966 » 11. Okt 2013 18:08

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Als 1980 der erste Teil "Freitag der 13." von Sean S. Cunningham erschien, ahnten wohl selbst die größten Optimisten nicht, das hiermit der Start zur bisher langlebigsten Horror-Reihe stattfand. Nachdem 1978 Carpenter's "Halloween" für Furore sorgte, war es im Prinzip nur eine Frage der Zeit, das die neu los getretene Slasher-Welle weitere Filme nach sich ziehen würde. So wurde mit Jason Vorhees ein neuer Serienkiller geboren, wobei man jedoch nicht vergessen sollte, das dieser in Cunningham's Original nicht für die etlichen Morde an jungen Menschen verantwortlich zeichnete, sondern erst im Nachfolger auf den Plan trat. Im ersten Teil war es nämlich seine Mutter, die sich grausam für den von Camp-Aufsehern verschuldeten Tod ihres Sohnes rächt und etliche Jugendliche ins Jenseits befördert. Bis zum heutigen Tag gibt es insgesamt 10 Filme in dieser Reihe, zudem ist 2009 eine Art Remake unter der Regie von Marcus Nispel entstanden, das eigentlich eine Zusammenfassung der ersten drei Filme aus der Original-Reihe darstellen soll. Zeitgemäß aufgepeppt dürfte die Neuauflage durchaus gerade die jüngere Generation ansprechen, doch für eingefleischte Fans handelt es um mehr als einen recht ordentlichen Slasher, der den Originalen jedoch nicht das Wasser reichen kann. Natürlich liegt dies immer im Auge des Betrachters, doch wie auch in den neuen Versionen von "Halloween" wurde auch hier die Figur des Killers phasenweise demontiert und wenn man sich Nispel's Werk einmal genauer betrachtet, dann dürften die streckenweise hanebüchenen Passagen sofort ins Auge fallen.

Im Jahr 2003, also lediglich 2 Jahre nach dem eigentlichen Abschluss der Reihe mit "Jason X" erschien ein Spin-Off, in dem zwei absolute Giganten des Horror-Genres aufeinander trafen. Mit Ronny Ju's "Freddy vs. Jason" ging ein Traum etlicher Fans in Erfüllung, trafen doch zwei absolute Kult-Ikonen aufeinander und lieferten sich einen erbarmungslosen Kampf. Nachdem das Projekt immer wieder verschoben wurde, waren die Befürchtungen in Fan-Kreisen doch ziemlich groß, das der Film eine einzige Enttäuschung werden könnte. Umso größer war dann jedoch die Freude über eine extrem unterhaltsame Geschichte, die zudem auch mit einem sehr ordentlichen Härtegrad angereichert wurde. Das ausgerechnet Freddy Krueger (der in einem anderen Artikel noch ausreichend gewürdigt wird) der Gegner des körperlich weit überlegenen Jason wurde, ist rückwirkend betrachtet ein genialer Schachzug gewesen. Hatten doch nicht wenige Leute auf eine Auseinandersetzung der eher vergleichbaren Masken-Killer Jason und Michael Myers gerechnet, die sich von der Art her aber wahrscheinlich viel zu ähnlich sind, als das bei diesem Vergleich der selbe Unterhaltungswert aufgekommen wäre.

Kommen wir jedoch wieder zur eigentlichen Reihe zurück, deren einzelne Teile sich im Bezug auf die vorhandene Qualität doch teilweise stark unterscheiden. Dieser Aspekt bleibt bei immerhin zehn Filmen in 21 Jahren nicht gänzlich aus und so musste sich die Fan-Gemeinde auch mit einigen schwächeren Filmen zufrieden geben, wobei die Meinungen sehr stark auseinander gehen. Fast immer werden jedoch die Teile 8 (Todesfalle Manhattan) und 9 (Jason goes to Hell) genannt, wenn es darum geht, den schwächsten Film der gesamten Reihe zu küren. Erstaunlich erscheint dies gerade aus der Sichtweise, das es sich hier just um die beiden Filme handelt, die neben dem Abschluss "Jason X" doch am meisten von immer gleichen Szenarien abweichen. Im achten Teil verschlägt es Jason nämlich in die Großstatdt, was vielen Leuten ein Dorn im Auge war und im neunten Teil schlüpft der Killer in einen fremden Körper, um so seine Mord-Serie weiterführen zu können. Da wurde also mal ein wenig Abwechslung eingebaut, indem man zumindest die Schauplätze vom Chrystal Lake weg verlagert hat, oder gar die innovative Idee der Seelenwanderung eingebracht hat und gerade das hat etliche Liebhaber der Reihe total auf die Palme gebracht. Andererseits sind das jedoch höchstwahrscheinlich genau die Personen, die sich zuvor über Stagnation-und Einfallslosigkeit aufgeregt hatten, da die Filme kaum mehr neue Impulse inne hatten. OK, ganz egal welchen Film man nun als Beispiel nennen würde, "Freitag der 13." hat sich im Prinzip nie durch herausragende Originalität ausgezeichnet und auch die Morde von Jason sprühten nicht unbedingt vor Ideenreichtum, es waren halt gerade in den 80er Jahren die handelsüblichen Slasher, in denen ein übernatürlicher Serienkiller junge Leute meuchelt, ohne auch nur ein Wort dabei zu verlieren. Eine Maske als Markenzeichen und als übliche Waffe wurde zumeist eine Machete gebraucht, ruckzuck war ein eher banales Strickmuster geboren, das die Leute aber dennoch zu faszinieren wusste.

Komischerweise war dann "Jason X" durchaus sehr beliebt und wird auch nicht gerade von wenigen Fans sogar als bester Teil der Reihe bezeichnet. Vielleicht liegt das ganz einfach darin begründet, das man 2001 nicht nur die eingefleischten Fans in die Kinos zog, sondern auch ein neues-und jüngeres Publikum parat hatte, das die innovative Grundidee den Film in der Zukunft und im Weltall anzusiedeln, durchaus positiv aufgenommen hat. Ganz davon abgesehen, das es sich hier um wirklich einen der besten Teile handelt, überzeugte "Jason X" zudem durch seine Härte, wobei die Grenzen des guten Geschmacks zu keiner Zeit überschritten wurden. Doch so entschlossen und brutal hat man Jason selten wüten sehen, wobei man sich nach Ansicht des Filmes seit längerer Zeit mal wieder eine Fortsetzung gewünscht hätte. Andererseits war es aber auch der perfekte Schlusspunkt unter eine Film-Reihe, die immerhin über zwei Jahrzehnte lang und trotz etlicher Unkenrufe die Massen begeistert hat, denn mit welchen Ideen hätte man jetzt noch die Geschichte weiterführen können? So bleibt einem der gute Jason, der übrigens im letzten Film von Ken Kirzinger und nicht mehr vom wohl besten Jason-Darsteller Kane Hodder gespielt wurde in allerbester Erinnerung, auch wenn dieser Eindruck durch das Remake von Marcus Nispel ein wenig verfälscht wird.

Die mit Remake und Spin Off insgesamt 12 Filme entstanden unter insgesamt 10 Regisseuren, nur Steve Miner zeichnet für 2 Teile verantwortlich (Teil 2 & 3) und die Figur des Jason wurde von insgesamt 9 verschiedenen Schauspielern dargestellt, wobei der beliebteste bei den Fans ganz eindeutig Kane Hodder ist, der immerhin in 4 Filmen (Teil 7-10) in diese Rolle schlüpfen durfte. Zu guter Letzt noch ein paar Zahlen, die auch gleichzeitig die Unterschiede des Budgets für einen Horrorfilm in den 80er Jahren zur heutigen Zeit belegen. Wurde das Original von Cunningham 1980 noch mit einer sehr bescheidenen Summe von geschätzten 550.000 $ bewerkstelligt, so lagen dem neunten Teil "Jason goes to Hell" immerhin gewaltige 2.500.000 $ zu Grunde. "Jason X" war dann im neuen Millennium mit 11.000.000 $ ein wahrer Blockbuster, wobei das Remake von Marcus Nispel 2009 ganze 19.000.000 $ verschlang. Das die teuerste Produktion dann nicht zwangsläufig auch die beste sein muss, wird hier einmal mehr sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


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Freitag der 13.

Freitag der 13. Teil 2

Freitag der 13. Teil 3

Freitag der 13. Teil 4

Freitag der 13. Teil 5

Freitag der 13. Teil 6

Freitag der 13. Teil 7

Freitag der 13. Teil 8

Freitag der 13. Teil 9

Jason X

Freddy vs. Jason

Freitag der 13. (2009)
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