Final Destination


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Final Destination

Beitragvon horror1966 » 19. Okt 2013 11:23

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Als im Jahr 2000 mit "Final Destination" der erste Teil der mittlerweile fünfteiligen Horror-Saga erschien, wurde der Zuschauer mit einer herrlich erfrischenden und innovativen Grundidee konfrontiert. Hatte Regisseur James Wong doch ein Szenario kreiert, das einen vollkommen neuen Typ von Serienkiller präsentierte, nämlich den Tod selbst. Das Schema der Reihe hat sich dabei in den folgenden Jahren-und Fortsetzungen auch nicht geändert, die Hauptfigur eines jeden Filmes erlebt zu Beginn eine Art Vision von folgenden Ereignissen, die dann auch in der Realität eintreffen. Gewarnt durch eben diese Vision gelingt es dem jeweiligen Haupt-Charakter, einige der möglichen Opfer zu retten, die daraufhin jedoch einer nach dem anderen durch seltsame Unfälle oder andere Ereignisse dennoch das Zeitliche segnen. Das mag sich nun im ersten Moment gar nicht einmal sonderlich spannend anhören, doch insbesondere in den ersten beiden Filmen der Reihe bekommt man dramaturgisch erstklassige Geschichten serviert, die für eine erhöhte Adrenalin-Zufuhr beim Betrachter sorgen. Geht es im Erstling noch relativ human zu, so sorgt spätestens der zweite Teil mit seinem enormen Härtegrad für Aufsehen, so das ich explizit diesen Film auch sehr gern als Paradebeispiel dafür nehme, welche Willkür phasenweise bei der ominösen FSK herrscht. Wenn man den Film nämlich gesehen hat, dann kann man es kaum logisch nachvollziehen, das dieser mit einer 16er Freigabe durchgekommen ist, da die Geschichte doch etliche Passagen anbietet, die äußerst blutig und streckenweise richtig derbe daher kommen.

Wie dem aber auch sei, mit dem dritten Film der Reihe hält so langsam ein wenig Stagnation und Monotonie Einzug in diese sehr beliebte Horror-Reihe, denn allmählich machen sich doch diverse Abnutzungserscheinungen bemerkbar und die Anfangs vorhandene Innovation ist definitiv nicht mehr zu verspüren. Es fällt natürlich auch ziemlich schwer neue Dinge in ein Schema einzubringen, das kaum Spielraum für sensationelle Neuerungen offenbart, wenn man der Grund-Thematik denn treu bleiben will. Besonders auffällig wird dies dann auch in den beiden abschließenden Teilen, denn wenn Teil 3 noch mit einer einigermaßen gelungenen Geschichte aufwarten konnte, so wird diese in den nächsten beiden Filmen doch ziemlich vernachlässigt. An dieser Stelle merkt man dann auch recht stark, das hier nur noch der schnelle Dollar gemacht werden soll, wobei die Qualität der Szenarien ganz augenscheinlich nicht mehr unbedingt im Fokus steht. So wird dann mehr Wert auf einige zugegebenermaßen gelungene-und deftige Effekte gesetzt um insbesondere die jüngere Generation zufrieden zu stellen, wobei sich über den Rest der Filme eher der Mantel des Schweigens breitet.

Nicht das wir uns hier falsch verstehen, ich bin bekennender Fan dieser Reihe und weiß selbst den letzten beiden Filmen noch eine ganze menge abzugewinnen, doch liegt dies viel eher in einem sogenannten Fan-Bonus begründet, als das mich die Geschichten an sich besonders ansprechen würden. Zu stark ist de Qualitäts-Verlust und wohl auch deshalb wurde in "Final Destination 5" das Ganze höchstwahrscheinlich beendet, indem man einen versöhnlichen Bogen zum Beginn dieser Horror-Reihe geschlagen hat. Im Grunde genommen ist das aber auch ganz egal, denn über einen recht hohen Unterhaltungswert verfügen sämtliche Filme, wobei sich aber ganz eindeutig die ersten beiden Teile als die mit Abstand besten heraus kristallisieren. Man darf aber dennoch sehr gespannt sein, ob dieses Franchise noch weiter ausgeschlachtet wird, oder ob demnächst sogar schon der Remake-Wahn auch auf diese mehrteilige Reihe übergreift. Unmöglich erscheint dies gerade in der heutigen zeit nicht, wo doch den meisten Regisseuren anscheinend die nötigen Ideen fehlen, um dem Horrorfilm ein kreatives Gesicht zu verleihen.

Ganz egal wie man zu diesem Horror-Mehrteiler steht, zumindest die ersten beiden Filme haben frischen Schwung in das Genre gebracht, denn mit der Idee den Tod selbst als Killer hinzustellen, hat man eine Tür durchschritten, die in dieser Form noch nicht geöffnet war. Zwar waren sämtliche Geschichten eher eigenständig, doch diverse Quer-Verweise und Rückblenden haben immer wieder einen Gesamt-Zusammenhang erkennen lassen, so das auch "Final Destination" eigentlich als Gesamtwerk gewürdigt werden sollte.



Hier geht es zu den jeweiligen Reviews:


Final Destination

Final Destination 2

Final Destination 3

Final Destination 4

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