Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Serienkiller, schöne Frauen und schwarze Handschuhe sind hier beheimatet

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Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon dr. freudstein » 6. Sep 2014 15:13

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Originaltitel: La Tarantola dal ventre nero

Alternativtitel: Black Belly of the Tarantula (GB) Tarentule au ventre noir (FRA)

Herstellungsland: Frankreich / Italien 1972

Regie: Paolo Cavara

Darsteller: Giancarlo Giannini, Claudine Auger, Barbara Bouchet, Rossella Falk, Silvano Tranquilli,
Annabella Incontrera, Ezio Marano, Barbara Bach u.a.

Musik: Ennio Morricone

Story:
Nachdem die hübsche, aber leicht nymphomanische und daher wenig treue Maria Zani (Barbara Bouchet) in ihrer Erwohnung ermordet wird, hat Inspektor Tellini (Giancarlo Giannini) sofort den Ehemann in Verdacht, dessen Alibi dann auch nicht hält, was es verspricht. Ungewöhnlich ist jedoch die Todesart der Frau, die erst mit einer Akupunkturnadel im Nacken paralysiert wurde, um so hilflos mit anzusehen, wie der Killer sie mit einem Messer ermordete. Als sein Verdächtiger verschwindet, hat er plötzlich bald ein zweites Mordopfer vor sich und offensichtlich geht es in dem Fall auch um Drogenhandel. Doch die Spur führt ihn schließlich in Kur- und Heilbad, in dem Maria sich vor ihrem Tod noch aufgehalten hatte...

http://www.ofdb.de/film/17848,Der-Schwa ... r-Tarantel
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon dr. freudstein » 6. Sep 2014 15:19

Folgende DVD's hab ich daheim:

Italien

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USA

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außerdem habe ich noch einige Lobbys aus UK, ITA, GER und MEX zum Film (leider hatten wir damals noch tinyfuck und somit ist vieles nicht mehr vorhanden)

http://deliria-italiano.phpbb8.de/giall ... -t612.html
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon horror1966 » 2. Dez 2016 14:24

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Der schwarze Leib der Tarantel
(La Tarantola dal ventre nero)
mit Giancarlo Giannini, Claudine Auger, Barbara Bouchet, Rossella Falk, Silvano Tranquilli, Annabella Incontrera, Ezio Marano, Barbara Bach, Stefania Sandrelli, Giancarlo Prete, Anna Saia, Eugene Walter, Nino Vingelli
Regie: Paolo Cavara
Drehbuch: Marcello Danon / Lucile Laks
Kamera: Marcello Gatti
Musik: Ennio Morricone
keine Jugendfreigabe
Frankreich / Italien / 1972

Ein Psychopath ermordet kaltblütig die hübsche Maria, indem er sie mit Insektengift erst paralysiert und danach gekonnt ausweidet: das Grauenvolle ist, Maria muss bei vollen Bewusstsein aber bewegungslos ihrem eigenen Mord zusehen. Inspektor Tellini, noch neu in seiner Position, wird mit der Ermittlung beauftragt. Er verdächtigt ihren Ehemann Paolo, der sich auch sofort aus dem Staub macht. Schnell hat Tellini einen zweiten Mord im gleichen modus operandi auf dem Tisch, die Dame war im Drogenhandel tätig. Und es gibt weitere Opfer, Tellini selbst und seine Frau geraten ins Netz des Mörders - bis ihn die Spur endlich zu einer Massagepraxis und dem gnadenlosen Showdown führt.


Ganz generell ist es eine tolle Sache, wenn ältere Klassiker nach etlichen Jahren endlich eine deutsche Erstveröffentlichung auf DVD und Blu-ray erhalten. Wenn es sich dann auch noch um Beiträge aus einem tot geglaubten Sub-Genre wie dem des italienischen Gialli handelt, ist die Freude des Liebhabers umso größer. Nun ist der Fan dieser Kategorie in den letzten Jahren wahrlich verwöhnt worden, denn etliche Vertreter haben mittlerweile den Weg zu uns nach Deutschland gefunden und der Beitrag von Paolo Cavara aus dem Jahr 1972 ist der beste Beweis dafür, das Geduld sich manchmal eben doch auszahlt. Nicht wenige Leute zählen "Der schwarze Leib der Tarantel" zu den besten Beiträgen seiner Art und nach Sichtung des Filmes kann man diese Einschätzung auch ohne Weiteres teilen. Cavara setzt dabei auf das handelsübliche Strickmuster und hat seiner Geschichte die obligatorische Mordserie, einen erst kurz vor dem Ende erkennbaren Mörder und etliche Verdächtige einverleibt, so das der Freund des klassischen Gialli hier durchgehend auf seine Kosten kommt.

Obwohl der Kreis der Tatverdächtigen wie fast immer recht groß ist, kann man als Kenner des Genres schon frühzeitig auf den wahren Mörder stoßen. Das ändert aber rein gar nichts an einem gelungenen Spannungsaufbau, zumal keinerlei eindeutige Indizien in den Raum geworfen werden, die den Killer frühzeitig entlarven. Eine wirkliche Bestätigung der eigenen Vermutungen erhält man also erst wenige Minuten vor dem Ende, so das sich hier also durchgehend ein interessantes Rätselspiel präsentiert. Dafür zeichnen auch die Darsteller verantwortlich, die mit richtig guten Performances aufwarten. Besonders fällt dabei Hauptdarsteller Giancarlo Giannini ins Auge des Betrachters, der in seiner Rolle als ermittelnder Inspektor von einigen Selbstzweifeln geplagt wird, ob der von ihm ausgeübte Beruf denn auch der richtige für ihn ist. Dieser Aspekt kommt des Öfteren in den Fokus und verleiht dem Ganzen eine sehr passende menschliche Note und zeigt deutlich auf, das auch Polizisten nur Menschen sind.

Auch in atmosphärischer Hinsicht gestaltet sich "Der schwarze Leib der Tarantel" äußerst stimmig, was sicherlich auch der musikalischen Untermalung von Ennio Morricone zu verdanken ist, die stellenweise zwar im ersten Moment ein wenig ungewöhnlich erscheint, im Gesamteindruck aber doch nahezu perfekt ist. Morde gibt es dann auch genügend, nur sollte man an dieser Stelle keine vor Blut triefenden Gewalt-Orgien erwarten. Der visuelle Härtegrad bewegt sich viel eher auf einem sehr überschaubaren Niveau, was der Klasse des Werkes aber keinesfalls abträglich ist. Es handelt sich also um eine absolut sehenswerte Gesamtkomposition, bei der Paolo Cavara keinerlei experimentelle Wege einschlägt, sondern ganz einfach auf die üblichen Zutaten des Genres setzt und diese verdammt gut zusammen fügt. Ohne wenn und aber darf man diesen Beitrag zu den seltenen und vor allem besten seiner Art zählen, der nun auch endlich bei uns in Deutschland auf Blu-ray und DVD zu bewundern ist.

Der geneigte Fan sollte also bedenkenlos zugreifen, bekommt er doch eine absolut erstklassige und spannende Geschichte serviert. Wie bei fast allen Gialli erscheint diese zwar in einigen Momenten nicht immer vollkommen logisch, wobei man an dieser Stelle aber auf keinen Fall von größeren Defiziten sprechen kann. Letztendlich bekommt der Zuschauer den typisch klassischen Stoff geliefert und dürfte an diesem eine ganze Menge Freude haben. Zudem wird es sicher nicht bei einer einmaligen Sichtung bleiben, denn "Der schwarze Leib der Tarantel" zählt definitiv zu den Klassikern des Gialli, die man sich in regelmäßigen Abständen immer wieder gern anschaut.


Fazit:


Und wieder einmal hat es für einen echter Klassiker zu einer deutschen Erstveröffentlichung gereicht, die im Prinzip schon lange überfällig war. Spannende und atmosphärische Unterhaltung ist hier vorprogrammiert und nur zu gern rätselt man als Betrachter mit, wer denn nun am Ende der psychopathische Mörder ist.


9/10
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon trebanator » 3. Dez 2016 10:03

... die Screens der blu schaun ja übel aus ( wenn nicht beu Caps vertauscht ) Da nämlich, schaut die ital. DVD sogar schärfer aus :shock:
....... ich hab no´ch die US-DVD. Die dürfte dann wegen NTSC dort etwas schlechter sein, als die italo-DVD, aber bei der Gesamtqualität soll se besser sein. Bin mal auf einen Vergleich gespannt, wenn ich die blu morgen auf der Börse kriege :?
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon dr. freudstein » 4. Dez 2016 16:45

boah und wieder gehts nur um perfekte Qualität.....der Film selbst zählt nicht :roll: ich hab die Italo und US DVD und für mich zählte nur der Film, die Story, mir gehts um Unterhaltung, mehr nicht. Ach, ich hab ja noch einiges an ITA/UK etc. Kinomaterial, aber will hier ja niemand sehen
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon trebanator » 4. Dez 2016 19:00

.... und wieder der Freudschi, der`s nit versteht :?
....... schaffst du dir aucch ne stinkende, fette, hässliche Knollennasenolle als Perle an ? ... ist doch auch ne Frau ! 8-)
Film ist Visualität. Die gehört gerade bei optisch ansprechenden Filme mit dazu ! :geek:
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon horror1966 » 4. Dez 2016 19:58

Jetzt mal ganz ehrlich, wenn es sich um einen richtig guten Film handelt, dann kann man sich diesen auch ohne Weiteres in einer etwas bescheideneren Bildqualität anschauen. Die tollste Visualisierung macht eine Gurke nicht besser, ebenso nimmt ein schlechteres Bild keinem guten Film etwas von der vorhandenen Qualität. Am wichtigsten sollten doch immer noch Inhalt und andere Zutaten sein, wenn das dann auch noch visuell anspruchsvoll umgesetzt wurde ist das toll, aber meiner Meinung nach nicht zwingend notwendig.
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon trebanator » 4. Dez 2016 20:41

... natürlich ist der Film ansich das wichtigste.... wenn man aber halt noch Qualität obendrauf bekommen kann... warum nicht ? ;)
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon dr. freudstein » 5. Dez 2016 11:22

Es wird von dir aber nie vom Inhalt des Filmes gesprochen, was hat dir an der Geschichte gefallen oder gestört, darum geht es ja und nicht das man hier nur über die Quali streitet und nix anderes.
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Re: Der schwarze Leib der Tarantel - Paolo Cavara (1972)

Beitragvon trebanator » 5. Dez 2016 16:50

dr. freudstein hat geschrieben:...und nicht das man hier nur über die Quali streitet und nix anderes.

... Richtig !! ... aber eben "auch" ;) ..... Film noch nicht gesehen. Das dürfte weiteres erklären 8-)
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