Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)

Serienkiller, schöne Frauen und schwarze Handschuhe sind hier beheimatet

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Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)

Beitragvon horror1966 » 16. Sep 2013 16:37

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Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe
(L'Uccello dalle piume di cristallo)
mit Tony Musante, Suzy Kendall, Enrico Maria Salemo, Eva Renzi, Umberto Raho, Renato Romano, Giuseppe Castellano, Mario Adorf, Pino Patti, Gildo Di Marco, Rosita Torosh, Omar Bonaro, Fulvio Mingozzi, Werner Peters, Karen Valenti
Regie: Dario Argento
Drehbuch: Dario Argento
Kamera: Vittorio Storaro
Musik: Ennio Morricone
Ungeprüft
Deutschland / Italien / 1970

Ein junger amerikanischer Schriftsteller, Dalmas, der seit Jahren in Rom lebt, wird eines Abends Zeuge eines Überfalls in einer Kunstgallerie. Ein Mann in schwarzem Mantel und schwarzen Handschuhen droht, eine junge Frau umzubringen. Dalmas versucht, der Galeriebesitzerin, Frau Ranieri, zur Hilfe zu kommen, gerät aber dabei selbst in eine Falle. Die Polizei verhört Dalmas und nimmt ihm seinen Paß ab, um ihm die Rückreise nach Amerika unmöglich zu machen. Er ist gezwungen, an der Aufklärung des geheimnisvollen Falles mitzuarbeiten, dies umso mehr, als weiter mysteriöse Morde geschehen, denen immer junge, hübsche Frauen zum Opfer fallen. Dalmas und seine Freundin stellen sich freiwillig als Spürhunde zur Verfügung.


"L'Ucello dalle piume di cristallo", wie der Film im Original heisst, ist die erste Regiearbeit von Dario Argento, der sich vorher hauptsächlich mit dem Schreiben von Filkritiken und Drehbüchern die ersten Lorbeeren verdiente. Mit seinem Regieerstling schuf Argento dann auch gleich einen erstklassigen Giallo, der meiner Meinung nach von vielen Leuten immer noch sehr stark unterschätzt wird, obwohl er eigentlich zu den besten Vertretern seiner Art zu zählen ist. Gleichzeitig zählt dieses Werk auch als erster Teil der sogenannten "Tier-Trilogie", der die beiden folgenden Filme "Die neunschwänzige Katze" und "Vier Fliegen auf grauem Samt" noch folgen sollten. Schon in seinem Erstlingswerk lässt Argento sein Talent erkennen, extrem spannungsgeladene Geschichten zu kreieren, die eine unglaublich starke Faszination auf den Zuschauer auszuüben. Zudem gelingt es ihm hervorragend das genau richtige Erzähltempo zu wählen, um den Betrachter in ein wahres Wechselbad der Gefühle zu versetzen. Lässt er das Geschehen doch teilweise eher ruhig erscheinen um den Zuschauer scheinbar in Sicherheit zu wiegen, so erhöht er immer wieder das Tempo seiner Erzählweise, was schon fast zwangsläufig mit einem erhöhten Adrenalinschub zu vergleichen ist, der einen von einer Sekunde zur anderen aus einem eher gemütlichen Sehverhalten herausreisst.

So geht es dann auch in vorliegender Story keinesfalls ganzzeitig rasant und actiongeladen zur Sache, wobei man allerdings anmerken sollte, das die ganze Zeit über ein immens hohes Maß an Spannung vorherrscht, denn der dramaturgische Spannungsaufbau ist hervorragend gelungen und nimmt einen auch die ganze Zeit über in Beschlag. Dabei entfaltet sich von Anfang an eine herrlich dichte Atmosphäre, die im Laufe der Zeit immer bedrohlichere Züge erkennen lässt und eine unglaublich starke Faszination auf den Zuschauer ausübt. Man taucht immer tifer in die Geschichte ein und beteiligt sich nur zu gern an der Suche nach dem mysteriösen Frauenmörder, für dessen Identität es zu Beginn keinerlei Anhaltspunkte gibt, weswegen auch die Polizei vollkommen im Trüben fischt und auf die Hilfe von Sam Dalmas (Tony Musante) angewiesen ist, der Augenzeuge eines Mordanschlages ist. Es entwickelt sich immer mehr ein perfides Katz-und Mausspiel, in dem Dalmas immer mehr in den Mittelpunkt gerät, da er durch eigene Nachforschungen dem Mörder immer näher auf die Pelle rückt. So wird er dann auch Ziel mehrerer Mordanschläge die allerdings alle verhindert werden können, was die Nervosität des Killers immer mehr ansteigen lässt.

Die große Stärke von "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" ist ganz eindeutig der Aspekt, das man erst ganz am Ende des Filmes die Gesamtzusammenhänge erkennt und somit auch die Spannung bis zum Schluss gewahrt bleibt. Wenn man ganz genau auf die Kleinigkeiten achtet, dann kann man schon früher seine eigenen Vermutungen anstellen, doch selbst wenn man mit seinen Vorahnungen richtig liegen sollte, bekommt man die endgültige Bestätigung dafür erst ganz am Ende des Filmes. Der einzig wirkliche Hinweis ist bis dahin nämlich ein ominöses Bild, das in irgendeinem Zusammenhang mit den verschiedenen Frauenmorden steht, auf das man sich aber eigentlich keinen wirklichen Reim machen kann da die wirklichen Hintergründe des Ganzen hervorragend im Dunkeln gehalten werden, so das die Auflösung des Rätsels gerade bei der ersten Sichtung dieses Werkes doch einigermaßen überraschend kommt und eventuell sogar bei vielen leuten für den berühmten Aha-Effekt sorgen kann. Auch bei den agierenden Schauspielern gibt es keinerlei Grund zur Beanstandung, denn sämtliche Akteure überzeugen durch authentisches und glaubhaftes Schauspiel, wobei insbesondere Tony Musante durch eine hervorragende Leistung auffällt. Ein absolutes Highlight ist auch der Kurzauftritt von Mario Adorf in der Rolle eines scheinbar durchgeknallten Künstlers, der eine ganz besondere Beziehung zu Katzen hat, was man auch an seinen Essgewohnheiten bemerkt.

Zu guter Letzt sollte man nicht unerwähnt lassen, das sich die vorliegende ungeschnittene DVD qualitätsmäßig ganz erheblich von der geschnittenen deutschen Veröffentlichung von Polyband unterscheidet, fällt doch bei der deutschen DVD insbesondere die schlechte Bildqualität ins Auge, so zeichnet sich die ungekürzte Version durch ein gestochen scharfes Bild auf, das für einen uneingeschränkt tollen Sehgenuss sorgt. So entsteht letztendlich ein sehr guter Gesamteindruck eines Filmes, der von der ersten bis zur letzten Minute für extrem spannende und äusserst atmosphärische Unterhaltung sorgt, die sich kein Freund des Sub-Genres entgehen lassen sollte. Leider hat dieser faszinierende Giallo nie die Beachtung erlangt, die er eigentlich verdient hätte, aber für mich persönlich zählt er ganz eindeutig zu den besten Vertretern seiner Art.


Fazit:


Mit "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" hat die italienische Regie-Legende Dario Argento einen erstklassigen Giallo geschaffen, der ganzzeitig spannende Filmkost bietet, bei der man herrlich miträtseln kann. Auch wenn dieser Film vielleicht nie die Beachtung gefunden hat die ihm eigentlich zu Teil werden müsste, nimmt er doch einen nicht unwesentlichen Stellenwert ein und ist auch für die weitere Entwicklung des Sub-Genres nicht gerade als unwichtig anzusehen. Ein straffer Spannungsbogen, tolle Darsteller und eine herausragende Grundstimmung sind die absoluten Stärken einer flüssig erzählten Geschichte, die einen von Anfang bis zum Ende fasziniert und in Beschlag nimmt.


8,5/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

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Re: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)

Beitragvon dr. freudstein » 13. Okt 2013 00:21

diverses Kinomaterial aus aller Welt

DIA Deutschland

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Werberatschlag CONSTANTIN
Habs zerpuzzelt mit A4 Scanner, weil kein Bock auf A3 Scanner gehabt.

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Bild [img]http//i47.tinypic.com/29gh4wx.jpg[/img]
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AHF Deutschland
[spoil]Bild Bild
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AHF's DDR Großformat

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AHF's Spanien

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3 fehlen noch, muss ich neu scannen, weil bei tinypic gelöscht

Lobby Card Mexico (Grossformat, Photobusta)

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hab noch eins, muss ich neu einscannen mit A3 Scanner


AHF Satz Frankreich

10er Satz mit Umschlag (bedruckt), Hochglanz, 27 x 21

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hier muss ich noch 2 nachreichen

Filmprogramm Österreich
Neues Filmprogramm
NFP JUN 1970, Nr. 5697

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einen 16mm US Trailer hab ich auch noch da
Zuletzt geändert von dr. freudstein am 21. Jan 2016 08:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)

Beitragvon dr. freudstein » 21. Jan 2016 09:51

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Koch Media Mediabook

Dazu kann ich nach so vielen Sichtungen nicht mehr so viele Worte zu verlieren. Obwohl man ja den Täter schon längst kennt, ist es doch immer wieder ein Vergnügen, sich dieses Meisterwerk anzusehen und so einen Knaller als Regiedebut abzuliefern ist wirklich famous. Kameraführung, Einstellungen, Perspektiven, Score, Darsteller besonders Tony Musante und Suzy Kendall spielen fantastisch (naja Suzy sieht einfach nur geil aus) . Wie dann für Argento typisch in der nachfolgenden Tier Trilogie sind dann hier der Stotterer (ist das wirklich so witzig? Bei den Italienern in den 70ern/80ern auf jeden Fall häufig vertreten) und ein Schwuler. Mario Adorf hätte man so schwer erkannt, zumal er diesmal eine für ihn ganz untypische Rolle hat (dient ebenfalls der Humorquote), aber ich warne ihn, Finger weg von meiner Hauschefin!!!! miau, fauch, zisch
Ursula Andress (undressed) spielt hier zwar nicht mit, aber findet zumindest namentlich Erwähnung in der Rolle eines Transvestit(t)en.
Die VÖ ist sehr gelungen, fantastisches Bild (DVD halt) und komplett, wenn auch nicht nachsynchronisiert. Das im Extra dargebotenen Bildmaterial hätten sie durchaus durch meine Bilder ergänzen können, hab da noch einiges, was dort fehlte.
10/10, da gibts kein vertun.
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Re: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)

Beitragvon dr. freudstein » 21. Jan 2016 10:12

hier noch mal komplette Fotos, da ja einige Bilder verschwunden sind

FV Dia Deutschland

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16mm Trailer USA

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Lobby Cards Mexico
ca. DIN A3, Pappe

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Werberatschlag Deutschland

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DDR Aushangfotos

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Lobby Card Satz Spanien

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AHF Satz Deutschland

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AHF Satz Frankreich

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Werbematern Deutschland

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FP Österreich

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VHS & Video 2000, Deutschland
große Softboxen, Cover Einleger

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Re: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (1970)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 23. Jan 2016 15:18

Das Mediabook fehlt mir noch!
Muss ich mir bei Zeiten und Geld holen;)
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