horror's Reise durch die Welt der Filme

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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 25. Feb 2016 15:47

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Freitag der 13. - Jason lebt
(Friday the 13th Part VI : Jason Lives)
mit Thom Mathews, Jennifer Cooke, David Kagen, Kerry Noonan, Renée Jones, Tom Fridley, C.J. Graham, Darcy DeMoss, Vincent Guastaferro, Tony Goldwyn, Nancy McLoughlin, Ron Palillo
Regie: Tom McLoughlin
Drehbuch: Tom McLoughlin
Kamera: John Kranhouse
Musik: Harry Manfredini
FSK 18
USA / 1986

Nachdem sich herausstellt, daß ein Irrer den Glauben an Jason für seine Zwecke mißbraucht hat, will Tommy Jarvis sich dennoch davon überzeugen, daß Jason wirklich tot ist. In einer stürmischen Gewitternacht gräbt er deshalb zusammen mit einem Freund Jasons Grab aus. Als sie den verwesenden Leichnam finden, wird dieser von einem Blitz getroffen und Jason zu neuem Leben erweckt. Während der Freund an Ort und Stelle von Jason getötet wird, gelingt es Tommy in das Büro des Sheriffs zu flüchten, wo ihm aber niemand glaubt. Und Jason beginnt erneut mit seinem grausamen Werk...


Jason darf man nie abschreiben, das macht dieser Teil wieder einmal mehr als deutlich. Das ausgerechnet Tommy Jarvis die Schuld daran trägt, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Aber wiedererweckt wird Jason durch einen Blitz und ja, wir sind beim richtigen Film, es handelt sich hier nicht um "Frankenstein". Ich finde die Idee recht witzig und bei Jason ist schließlich auch nichts ausgeschloßen. Das der Killer nach seiner erzwungenen Abwesenheit eine ganze Menge nachzuholen hat kann man sich gut vorstellen und so müssen auch in diesem Teil wieder etliche unschuldige Menschen ihr Leben lassen, um Jasons Mordlust zu befriedigen. Es zieht ihn zum Ort seines Todes zurück, denn Schauplatz der Ereignisse ist das mittlerweile umbenannte "Camp Chrystal Lake", das zu allem Überfliuss auch noch zu diesem Zeitpunkt von etlichen kleinen Kindern besucht wird.

Dieser Teil ist meiner Meinung nach einer der richtig guten, er ist konstant spannend und unterhält den Zuschauer den ganzen Film über sehr kurzweilig, wie ich finde. Auch atmosphärisch ist dieser Teil sehr dicht und unheilvoll, ich finde sogar, er übt eine ganz eigene Faszination auf den Zuschauer aus, der man sich nur sehr schwer entziehen kann. Jason läuft dabei zu absoluter Hochform auf und nicht selten überkommt den Zuschauer dabei das Gefühl, das der kompromisslose Killer dieses mal mit einer noch stärkeren Wut zur Sache geht, als es in den diversen Vorgängern der Fall war.

Der Bodycount kann sich hier durchaus sehen lassen, Jason frönt seiner Lieblingsbeschäftigung mit wachsender Begeisterung und zum Ende hin läuft alles auf einen scheinbar unausweichlichen Showdown mit Tommy hinaus, den nur einer der beiden überleben kann. Bis es jedoch soweit ist, geht Mr. Voorhees im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen und ist auch in der Wahl seiner Mittel nicht gerade wählerisch. Die Kills können sich absolut sehen lassen und ganz generell verfügt der Film über einen ordentlichen Anteil an Härte und Blut, der die Horrorfans auf ihre Kosten kommen lässt.

Tom McLoughlin ist nun mittlerweile schon der fünfte Regisseur im sechsten Teil, was beinahe rekordverdächtig ist. Doch bis auf einige kleinere Schwächen in diversen Filmen hat kein einziger einen wirklich schlechten Teil kreiert. Meiner Meinung nach ist das eine durchaus beachtliche Leistung, denn üblicherweise verderben ja zu viele Köche den Brei. Die "Freitag der 13. Reihe" zeichnet sich allerdings durch eine recht gleichmäßige Qualität aus, wobei natürlich jeder seine ganz eigenen Favoriten hat. Und so reiht sich auch "Jason lebt" nahtlos in Gruppe erstklassiger Slasher ein und ist immer wieder eine Sichtung wert, auch wenn im Bezug auf die Geschichte an sich keine große Innovation zu erwarten ist, da sämtliche Filme im Prinzip nach dem gleichen Schema ablaufen.


Fazit:


Auch wenn inhaltsmäßig keine großartigen Neuerungen zu erwarten sind, geht auch von diesem Film eine unglaubliche Faszination auf, zudem hat bei mir die gesamte Reihe einen gewissen Bonusfaktor, den ich nicht abstreiten kann. Doch selbst bei neutraler Sichtweise bekommt man einen tollen Slasher serviert, in dem jede Menge Kills und Härte enthalten sind. Kurzweilige Slasherunterhaltung, die auch nach der x-sten Sichtung keinesfalls langweilig wird.


7,5/10
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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 25. Feb 2016 16:37

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Freitag der 13. - Jason im Blutrausch
(Friday the 13th Part VII : The New Blood)
mit Lar Park-Lincoln, Kevin Spirtas, Susan Blu, Terry Kiser, Susan Jennifer Sullivan, Elizabeth Kaitan, Jon Renfield, Jeff Bennett, Heidi Kozak, Diana Barrows, Larry Cox, Craig Thomas
Regie: John Carl Buechler
Drehbuch: Daryl Haney / Manuel Fidello
Kamera: Paul Elliott
Musik: Harry Manfredini / Fred Mollin
SPIO / JK
USA / 1988

Tina verfügt über telekinetische Kräfte und ist der festen Überzeugung, als kleines Mädchen am Tod ihres Vaters schuldig zu sein. Nach vielen Jahren kehrt sie an den See zurück und hat ihre Mutter und ihren Psychiater im Schlepptau. Noch am selben Abend befreit sie Jason mit Hilfe ihrer telekinetischen Fähigkeiten aus seinem Grab im See. Sie ist auch die Einzige, die ihn jetzt noch aufhalten kann...


Dem Titel nach zu urteilen müsste dies ja eigentlich einer der härtesten Teile mit dem größten Bodycount sein, aber eher das Gegenteil ist der Fall. Die Morde sind hier zewar teilweise etwas kreativer gestaltet, aber es gibt im Gegensatz zu den anderen Teilen eher wenige zu sehen. Sicher, eine Menge ist dem R-Rating zum Opfer gefallen, doch insgesamt gesehen geht es streckenweise sogar recht unblutig zur Sache. Auch ansonsten ist dieser mittlerweile siebte Teil wohl eher zu den schwächeren Teilen zu zählen und ehrlich gesagt, wirkt er teilweise auch etwas albern, ich empfinde das jedenfalls so. Das hier Telekinetische Kräfte mit ins Spiel kommen, ist ja gut und schön, aber dann hätte man es doch nicht so plump darstellen sollen, wie es hier teilweise der Fall ist. Dabei kommt mir zuerst das Ende in den Sinn, das ich doch als äusserst gewöhnungsbedürftig empfunden habe.

Ansonsten gilt auch hier wieder das übliche Schema, nachdem Jason durch die eben genannten Kräfte wieder befreit wird, geht er wieder seinem liebsten Hobby nach, dem morden. Und wie immer macht es ihm wieder sehr viel Spaß, unterstützt wird er dabei von einer recht dichten Atmosphäre und einem, sagen wir einmal, soliden Spannungsbogen. Es handelt sich wirklich um keinen schlechten Film, jedoch will bei mir selbst nach der x-sten Sichtung nier der Funke überspringen. Dabei ist es wirklich ersichtlich, das sich John Carl Buechler alle Mühe gegeben hat, das typische "Freitag der 13. Feeling" zu erschaffen, doch leider ist das nur streckenweise gelungen. Gute Ansätze werden immer wieder durch diverse kleine Spannungseinbrüche zerstört, so das das Szenario keineswegs so harmonisch ist, wie in den vorangegangenen Teilen.

Sicher liegt es immer im Auge des Betrachters, aber am meisten hat mich wirklich die Thematik mit den telekenetischen Fähigkeiten gestört, denn irgendwie passt das ganz einfach nicht in die Reihe. Was innovativ und abwechslungsreich erscheinen soll bewirkt genau das Gegenteil und lässt den gesamten Film leicht albern wirken. Die dabei entstehende unfreiwillige Komik beeinträchtigt den Filmgenuss doch erheblich, so das dieser Film doch ziemlich negativ aus der Reihe hervorsticht. Ich will Buechlers Beitrag zur Reihe nicht schlechter machen als er im Endeffekt ist, mich jedoch konnte die Thematik nicht wirklich überzeugen.

Letztendlich handelt es sich immer noch um einen äusserst soliden Slasher, der aber die Härte und Kompromisslosigkeit der anderen Teile vermissen lässt. Auch in atmosphärischer Hinsicht sind einige Mankos zu erkennen, denn zu keiner Zeit erreicht das Geschehen die Intensität der Vorgänger, auch wenn viele Leute das sicherlich ganz anders sehen werden.


Fazit:


Für mich handelt es sich ganz eindeutig um die schwächste Fortsetzung von allen, wobei "Jason im Blutrausch" immer noch über einen soliden Unterhaltungsfaktor verfügt. Dennoch werde ich mit diesem Film wohl nie so richtig warm werden, da mir das Gesamtpaket nicht wirklich zusagt.


7/10 für die Unrated Fassung
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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 26. Feb 2016 14:55

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Der Fall Lucona
(Der Fall Lucona)
mit Manfred Andra, Francois Clemenceau, Franco Nero, Jürgen Prochnow, Hans-Michael Rehberg, Friedrich von Thun, Julia von Sell, David Suchet, August Schmölzer, Dominique Sanda, Mathias Rothammer, Georg Marischka
Regie: Jack Gold
Drehbuch: Jim Hawkins / Hans Pretterebner
Kamera: Gernot Roll
Musik: John Scott
FSK 12
Deutschland / Italien / Österreich / 1993

1977 sinkt das Schiff Lucona im Indischen Ozean nach einer Explosion. Noch kann niemand ahnen, dass sich daraus der größte österreichische Politikskandal nach dem 2. Weltkrieg entwickeln wird. Der Wiener Bonvivant und Kaffeehausbesitzer Rudi Waltz (David Suchet) will für die angeblich an Bord befindliche Fracht, eine Uranfabrik, die Versicherungsumme von 20 Millionen Dollar kassieren. Der Untergang des Frachters, bei dem mehrere Menschen starben, war jedoch ein lange und präzise geplanter Versicherungsbetrug. Dies deckt der Journalist Strasser (Jürgen Prochnow) auf, der herausfindet, dass die Lucona nur Altmetall geladen hatte. Damit löst er ein politisches Erdbeben aus, wie es die Alpenrepublik nach 1945 noch nicht erlebt hat: In dem Fall sind neben hoch angesehenen Managern auch Minister verwickelt ...


Manchmal geht man schon im Vorfeld ohne größere Erwartungen an einen Film heran, um dann aber letztendlich extrem positiv überrascht zu werden. So verhält es sich auch bei vorliegendem Beitrag "Der Fall Lucona" der auf einem wahren Fall basiert und sich thematisch gesehen mit dem größten österreichischen Versicherungsbetrug beschäftigt. Im Prinzip handelt es sich hierbei um ein gelungenes Drama, in dem Regisseur Jack Gold aber auch streckenweise herrlich überspitzten Humor erkennen lässt, der sich hauptsächlich in der Zeichnung diverser Figuren erkennen lässt. An erster Stelle ist dabei insbesondere Hauptfigur Rudi Waltz zu beachten, der durch die grandiose Performance von David Suchet stellenweise wie eine skurrile Karikatur eines machtbesessenen Mannes erscheint. In allerlei korrupte Machenschaften und politische Intrigen verstrickt, ist Waltz auch der Dreh-und Angelpunkt des gesamten Szenarios und kontrolliert selbst hoch gestellte Politiker der österreichischen Regierung.

Sein Plan für einen gewaltigen Versicherungsbetrug ist nahezu perfekt und die Geschichte beschäftigt sich sowohl mit den Vorbereitungen, der Ausführung und auch dem dramatischen Nachspiel, das erst im letzten Moment zu einem gerechten Finale führt. "Der Fall Lucona" ist trotz des jederzeit ernsthaften Hintergrundes auch durchaus mit humorigen Passagen ausgestattet, so das sich im Endeffekt eine gelungene Mischung aus Drama und Komödie offenbart, die durchgehend absolut kurzweilig gestaltet ist und dabei bestens unterhält. Zudem besticht die Erzählung durch eine erstklassig agierende Darsteller Riege, die außerdem auch recht prominent besetzt ist. So wirken neben Suchet bekannte Gesichter wie Jürgen Prochnow, Friedrich von Thun und auch Franco Nero mit, was das gewonnene Gesamtbild noch einmal zusätzlich aufwertet.

Vor allem Prochnow versteht es in der Rolle des Journalisten Strasser zu überzeugen, der sich hier als größter Gegenspieler von Waltz zu erkennen gibt und letztendlich auch für die Aufdeckung des Skandals verantwortlich zeichnet. Obwohl man ja von Beginn an weiß wie die Geschichte ausgeht, bekommt man ein ganzzeitig absolut interessantes Szenario geboten, in dem neben der interessanten Thematik ganz besonders das hervorragende Schauspiel der Akteure als absoluter Höhepunkt auszumachen ist. An dieser Stelle muss man ganz einfach noch einmal David Suchet ins Spiel bringen, denn seine Interpretation von Rudi Waltz allein ist eine Sichtung dieses tollen Filmes wert. Der gute Mann stellt Dinge wie Arroganz, totale Selbstüberschätzung, aber auch eine totale Eiseskälte gegenüber anderen Menschenleben so grandios in den Vordergrund, das man vor dieser Leistung einfach nur den Hut ziehen kann.

Im Endeffekt kann man an dieser Stelle nur eine unbedingte Empfehlung aussprechen, denn "Der Fall Lucona" mag auf den ersten Blick ein eher unscheinbarer Film sein, der aber rein inhaltlich eine ganze Menge zu bieten hat. Jack Gold hat an dieser Stelle bei seiner Inszenierung eine ganze Menge richtig gemacht, wobei die stellenweise ganz bewusst eingefügten Überspitzungen diverser Dinge ein absolutes Aushängeschild darstellen.


Fazit:


Eine tolle Geschichte und erstklassig aufspielende Akteure sind die beiden hervor stechensdsten Merkmale eines Filmes, der allerdings auch in allen anderen Belangen jederzeit überzeugen kann. Hier wird man wirklich bestens unterhalten und sollte sich dieses erstklassige Werk keinesfalls durch die Lappen gehen lassen.


8/10
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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 26. Feb 2016 14:56

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Freitag der 13. - Todesfalle Manhattan
(Friday the 13th Part VIII : Jason Takes Manhattan)
mit Jensen Daggett , Scott Reeves, Barbara Bingham, Peter Mark Richman, Kane Hodder, Martin Cummins, Gordon Currie, Alex Diakun, Vincent Craig Dupree, Saffron Henderson, Kelly Hu, Sharlene Martin
Regie: Rob Hedden
Drehbuch: Rob Hedden / Victor Miller
Kamera: Bryan England
Musik: Fred Mollin
SPIO / JK
USA / 1989

Durch einen Anker wird eine Stromleitung im Crystal Lake beschädigt. Die darauf folgenden Stromstöße erwecken Jason zu neuem Leben. Ein Pärchen, das in einem Boot am See eine Liebesnacht verbringt, fällt Jason als erstes zum Opfer. Am nächsten Tag reist Jason mit einer Schulklasse auf einem Ausflugsdampfer nach New York und dezimiert die Fahrgäste nach bestem Können. Aber auch die kleine Gruppe, die Manhattan lebend erreicht, ist dadurch keineswegs in Sicherheit...


Warum gerade dieser Teil von sehr vielen als schlechtester der Reihe angesehen wird, kann ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen. Ich finde es gerade gut, das hier die Story mal nicht am "Crystal Lake" sondern auf einem Schiff spielt, jedenfalls zum größten Teil. Durch diesen neuen Schauplatz der Ereignisse wird der Reihe etwas frisches Blut eingehaucht, denn nun kann sich der gute Jason auch einmal auf hoher See austoben. Durch den beengten Schauplatz auf dem Schiff entsteht eine äusserst bedrohliche Grundstimmung, die sich zwar im Prinzip durch den gesamten Film zieht, aber in diesem Teil des Szenarios zudem eine sehr klaustrophobische Note enthält.

Ich sehe das als sehr willkommene Abwechslung an und ich glaube, Jason tut das auch. Er wütet ordentlich und kein Passagier ist hier vor ihm sicher. Und damit nicht genug, Jason lernt auch noch den "Big Apple" kennen und hinterlässt auch dort seine Visitenkarte, allerdings hat er kein Auge für die etlichen Sehenswürdigkeiten, sondern hat nur ein Ziel vor Augen, nämlich seine Opfer zu erledigen. Auch hier in New York müssen etliche Leute ihr Leben lassen und zudem ist es einfach herrlich, den guten Mr. Voorhees mitten in der Großstadt in Action zu sehen.

Selbst die New Yorker Kanalisation ist nicht vor ihm sicher, zielstrebig geht Jason seinen Weg und lässt sich durch nichts auf seinem Weg aufhalten. Vielen gefallen gerde die in der Kanalisation spielenden Passagen nicht besonders, wobei sie sich meiner bescheidenen Meinung nach ganz hervorragend in ein äusserst gutes Gesamtbild einfügen. Für mich zählt "Todesfalle Manhattan" zu den absoluten Höhepunkten der gesamten Reihe, was selbstverständlich wie immer im Auge des Betrachters liegt.

Spannungsmäßig befindet sich der Film jederzeit auf einem konstant hohem Niveau und ist immer interessant und sehr unterhaltsam. Die Darsteller sind typisch für einen Slasher, also bitte keine Glanzleistungen erwarten. Ein wieder einmal hoher Bodycount und ein angemessener Härtegrad sind die restlichen Zutaten, die diesen Teil zu einem wirklich sehenswerten Slasher machen.


Fazit:


"Todesfalle Manhattan" ist weitaus besser, als viele Kritiken es vermuten lassen, für mich zählt er ganz klar zu den Favoriten der gesamten Reihe. Rob Hedden zeichnet dieses Mal für die Regie verantwortlich und hat wirklich alles richtig gemacht, um den Fans einen gelungenen Film zu präsentieren.


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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 26. Feb 2016 14:57

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Jason goes to Hell - Die Endabrechnung
(Jason goes to Hell : The Final Friday)
mit John D. LeMay, Kari Keegan, Steven Williams, Erin Gray, Billy Green Bush, Kane Hodder, Steven Culp, Rusty Schwimmer, Richard Gant, Leslie Jordan, Kipp Marcus, Andrew Bloch
Regie: Adam Marcus
Drehbuch: Jay Hugueli / Adam Marcus
Kamera: Bill Dill
Musik: Harry Manfredini
SPIO / JK
USA / 1993

Jason wird von einer FBI-Spezialeinheit gestellt und getötet. Seine Überreste werden in ein Leichenschauhaus gebracht, wo sein noch lebendes Herz sich eines neuen Körpers bemächtigt. Doch der Körper des Pathologen, in den Jason eingekehrt ist, hält nicht auf Dauer. Nur durch die Wiedergeburt durch einen seiner Familienangehörigen kann er wieder zu voller Stärke gelangen. Jason macht sich auf den Weg, die einzigen Überlebenden der Vorhees-Familie zu finden.


Dieser Teil der Jason - Reihe spaltet die Meinungen der Fans so stark, wie wohl kein anderer. Er sei zu neumodisch und entspreche nicht der üblichen "Freitag der 13. Tradition". Und irgendwo ist das ja auch richtig, die Frage ist doch nur, ob das unbedingt als schlecht ausgelegt werden muß. Das Jason hier in andere Körper schlüpfen kann, ist zwar nicht unbedingt charakteristisch für die Reihe, bietet doch aber einen neuen Ansatz. Zudem fand ich auch die Idee mit den Blutsverwandten sehr gelungen,Jason hier eine Schwester und eine Nichte zu verpassen ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber doch immerhin eine gute Idee, um den verfilmten Stoff interessant umzusetzen.

Gerade die eingefleischten Fans der Reihe, zu denen ich mich übrigens auch zähle, können dem Film nicht gerade viel abgewinnen, aber ich sehe das doch etwas anders. Sicher hat dieser Teil nicht das altgewohnte "Jason - Feeling" und es ist sehr gewöhnungsbedürftig, das Jason in den Körper eines anderen schlüpft und mordet, aber ich finde die Idee ehrlich gesagt gar nicht mal schlecht. Warum viele den Film aufgrund dieser Tatsache eigentlich gar nicht zur Reihe zählen, kann ich nicht nachvollziehen. Oft wurde sich darüber aufgeregt, das die Filme zu eintönig wären und immer nach dem genau gleichen Schema ablaufen würden. Jetzt wird mal etwas Neues gemacht und es ist auch nicht richtig.

Ganz objektiv betrachtet haben wir hier einen sehr spannenden und vor allem ziemlich harten Slassher, der sicher einer der mit Abstand härtesten Teile der Reihe ist. Atmosphärisch ist der Film auch schön dicht und wirkt auch sehr bedrohlich. Die Darsteller sind auch solide, was will man eigentlich mehr? Dabei fallen diverse Passagen äusserst derbe und blutig aus, zudem enthält die Geschichte auch noch mehrere wirklich fast schon eklige Momente. Gorehounds kommen hier wie in keinem anderen Teil auf ihre Kosten und müssten im Prinzip in Begeisterungsstürme ausbrechen.

Wie schon gesagt, hier wurde etwas Neues ausprobiert, was sicher nicht jedem Fan der Reihe gefällt, aber den Film deswegen schlechter zu machen als er ist und ihn nur rein subjektiv zu bewerten, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Regisseur Adam Marcus hat sich nun wirklich alle Mühe gegeben, der Story neues Leben einzuhauchen und dieses Unterfangen ist ihm meiner Meinung nach ganz ausgezeichnet gelungen.


Fazit:


Mit "Jason goes to Hell" liegt sicherlich nicht der beste, dafür aber der härteste und innovativste Teil der gesamten Reihe vor. Das dabei die eingebauten Neuerungen beileibe nicht jeden Geschmack treffen war zu befürchten, man sollte diesen Teil allerdings nicht zu Unrecht zerreissen. Immerhin handelt es sich um einen knallharten Slasher, der zudem in den Passagen von Jasons Körperwanderung an einen Film wie "The Hidden - Das unsagbar Böse" erinnert.



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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 26. Feb 2016 17:15

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Jason X
(Jason X)
mit Kane Hodder, Lexa Doig, Lisa Ryder, Jonathan Potts, Melyssa Ade, Peter Mensah, Dov Tiefenbach, Todd Farmer, Chuck Chambell, David Cronenberg, Melody Johnson, Derwin Jordan
Regie: James Isaac
Drehbuch: Victor Miller / Todd Farmer
Kamera: Derrick V. Underschultz
Musik: Harry Manfredini

Eine Gruppe Archäologie-Studenten macht im Jahr 2455 einen spektakulären Fund: Auf der Erde entdecken sie in der ehemaligen Wissenschaftsbasis von Crystal Lake den eingefrorenen Körper von Jason Vorhees, dem Killer aus "Der Freitag der 13."-Serie, und bringen ihn an Bord ihres Raumschiffs. Professor Lowe hofft, für ihn auf dem Schwarzmarkt eine Menge Geld zu erhalten. Doch er und seine Crew wissen nicht, was für eine mordlustige Bestie sie sich da an Bord geholt haben. Denn was modernste Technologie aus Jason erschafft, übertrifft alles bisher Dagewesene...


Acht lange Jahre musste die Fangemeinde warten, bis nach dem sehr umstrittenen neunten Teil noch ein Nachfolger in der "Freitag der 13. Reihe" erschien. Ist man in "Jason goes to Hell" schon sehr neue Wege gegangen, was übrigens bei einem Großteil der Fans nicht unbedingt auf Gegenliebe stieß, so hat man mit "Jason X" doch einen sehr gelungenen Abschluß gefunden. Im Jahre 1980 hätte man beim Erscheinen des ersten Teils wohl nie gedacht, das es den lieben Jason Voorhees einmal ins Weltall verschlagen würde, doch der kaltblütige Killer macht halt an jedem Ort eine gute Figur. Und so verschlägt es den Titelhelden dann in das Jahr 2455, in dem er aus dem Kryoschlaf erwacht und weiter auf die jagd nach hilflosen Opfern gehen kann. Von denen gibt es auf einem Raumschiff genügend und Jason hält wieder einmal reichlich Ernte. Dies geschieht auf eine äusserst brutale und blutige Art, denn Regisseur James Isaac schöpft hier wirklich aus dem Vollen, wodurch mit "Jason X" ganz sicher einer der härtesten teile der gesamten Reihe entstanden ist.

Zugegebenermaßen muss man sich zu Beginn erst einmal an den futuristischen Look des Szenarios gewöhnen, in dem Mr. Voorhees im ersten Moment noch wie ein Fremdkörper erscheint. Doch ebenso wie er selbst gewöhnt sich auch der Zuschauer rasch an die ungewohnte Umgebung und findet mit der Zeit sogar großen Gefallen daran. Dafür ist sicherlich auch die spannende Geschichte verantwortlich, die aufgrund des eingeengten Schauplatzes auf dem raumschiff von einer fast schon klaustrophobischen Note umgeben wird. Denn ziemlich schnell fallen sämtliche Fluchtmöglichkeiten für die gejagten weg, deren Anzahl von Jason äusserst drastisch und im Eiltempo dezimiert wird. Das sorgt dann insgesamt für ein extrem temporeiches-und abwechslungsreiches Geschehen, wobei auch die Tötungsarten recht variabel gestaltet sind.

Das absolute Highlight des Filmes ist ganz sicher die Auferstehung Jasons, denn nachdem er im Prinzip wirklich tot ist, da ihm etliche Gliedmaßen und auch sein Kopf zerschossen wurden, wird er durch eine neumodische maschine wiederhergestellt. So erstrahlt er dann auch in neuem Glanz und mit einem Metallpanzer ummantelt, was ihmäusserst gut zu Gesicht steht. Man hat sich wirklich eine Menge einfallen lassen, um mit diesem abschließenden teil noch einmal frisches Blut in die Reihe hineinzupumpen und letztendlich sind die Ideen auch sehr gut umgesetzt worden. Dem Zuschauer wird ein in allen Belangen erstklassiges und futuristisches Horrorspektakel geboten, das ganzzeitig hervorragende Slasherkost bietet. Eine spannende Story und mehrere sehr harte Kills lassen das Herz eines jeden Fans in die Höhe schlagen und man bedauert es schon etwas, das dies der Abschluss einer Kultreihe ist.

"Jason X" ist ein Film, auf den zu warten sich wirklich gelohnt hat. Ein ungewohnter Schauplatz sorgt noch einmal für nicht erwarteten Schwung und streckenweise sogar humorige Passagen runden hier ein erstklassiges gesamtbild perfekt ab. James Isaac hat noch einmal dafür gesorgt, das am Ende ein echtes Highlight entstanden ist, das man sich immer wieder gern anschaut.


Fazit:


Mit "Jason X" findet die langlebigste Horrorreihe einen absolut würdigen Abschluß, den man nicht zwangsweise erwarten konnte. Ist man zu Beginn noch eher mit großer Skepsis an dieses Werk herangegangen, so ist man hinterher doch sichtlich überrascht welch gute Unterhaltung man geboten bekommt. Jason trumpft noch einmal richtig auf und tötet, was das Zeug hält. Das es dabei nicht unbedingt zimperlich zur Sache geht versteht sich fast von selbst.


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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 29. Feb 2016 13:45

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Blue Moon - Als Werwolf geboren
(The Howling: Reborn)
mit Landon Liboiron, Lindsey Shaw, Ivana Milicevic, Jesse Rath, Niels Schneider, Frank Schorpion, Kristian Hodko, Sean Mercado, Sacha Charles, Erin Agostino, Mark Camacho, Cecile Cristobal, Adrian Burhop
Regie: Joe Nimziki
Drehbuch: Joe Nimziki / James Robert Johnston
Kamera: Benoit Beaulieu
Musik: Christopher Carmichael / Mark Yaeger
FSK 16
USA / 2011

An dem Abend, als Will Kidman seinen High School Abschluss absolviert, schafft er es endlich bei seinem Schwarm Eliana Wynter zu landen. Doch als das Licht bei der Highschoolparty plötzlich ausgeht, greift ein haariges Monster die Schüler an und Will kann nur knapp mit dem Leben entkommen. Aber dann bemerkt er, dass er von einem dunklen Geheimnis geplagt wird und sich langsam in einen Werwolf verwandelt! Für Will beginnt ein Kampf um die Liebe, gegen sein Verlangen nach Fleisch und vor allem ums Überleben. Denn andere Werwölfe sind bereits auf dem Weg und zeigen keine Gnade.


Wer sich hier vom Uriginaltitel "The Howling: Reborn" irritieren lässt und eine Art Remake des 80er Jahre Klassikers "Das Tier" erwartet, ist im Grunde genommen selbst schuld. Allein schon aufgrund der Altersfreigabe und der Inhaltsangabe sollte man doch erkennen, das es sich vielmehr um einen Film handelt, der in die Richtung der "Twillight-Reihe" tendiert, nur das es sich dieses Mal um Werwölfe und nicht um Vampire handelt. Und so verhält es sich dann im Endeffekt auch, "Blue Moon" ist keinesfalls ein reinrassiger Werwolffilm, sondern viel eher eine Kombination aus Romanze, Drama-und ein wenig Horror. Das sich Regisseur Joe Nimizki ganz offensichtlich wirklich an der genannten reihe orientiert ergibt sich allein schon aufgrund der Tatsache, das ganz klar die Romanze des jungen Will und seiner angebeteten Eliana im Mittelpunkt des Geschehens steht. Im Grunde genommen mag ich diese Art von Film nicht besonders, ist sie doch zumeist auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten.

Doch ganz ehrlich gesagt bin ich angenehm überrascht, wie unterhaltsam das Werk daherkommt, obwohl für eingefleischte Horrorfans wie mich eigentlich herzlich wenig geboten wird. So muss man beispielsweise auf Härten oder richtig blutige Szenen fast gänzlich verzichten, was allerdings im Endeffekt gar nicht weiter schlimm ist, wenn man denn mit den richtigen Erwartungen an die Geschehnisse herangeht. Dann bekommt der Zuschauer nämlich eine sehr nette-und gut unterhaltende Geschichte präsentiert. Dabei entwickelt sich sogar ein relativ konstanter Spannungsbogen, hat Nimziki es doch erstklassig verstanden, durch etliche Andeutungen die Erwartungen des Betrachters in die Höhe schnellen zu lassen. Zwar werden diese insbesondere im Bezug auf die vorhandenen Horrorelemente eher weniger erfüllt, dennoch geht von dem Szenario eine gewisse Faszination aus, die man sich eigentlich gar nicht so recht erklären kann. Obwohl der Film über eine eher ruhigere Erzählstruktur verfügt, sind es gerade die immer wieder eingestreuten Tempowechsel, die zu keiner Zeit das geschehen auch nur annähernd langweilig erscheinen lassen.

Es macht einfach eine Menge Spaß, den jungen Will (Landon Liboiron) auf seinem Selbstfindungs-Trip zu begleiten, ahnt er doch das irgenetwas nicht mit ihm stimmt. Vielleicht liegt es auch ganz einfach am symphatischen Hauptdarsteller, das einen die Ereignisse ganz unwillkürlich in ihren Bann ziehen und die Zeit wie im Flug vergehen lassen. Ganz generell bekommt man es mit sehr ansprechendem Schauspiel zu tun, auch wenn sich ganz bestimmt niemand für eine Oscar-Nominierung aufdrängt, jedoch sind sämtliche Leistungen im sehr soliden Bereich anzusiedeln. Der eigentlich einzige wirkliche Kritikpunk ist höchstwahrscheinlich jener, das die Lykanthropen erst zum Ende der Geschichte und dann auch eher sporadisch zu sehen sind. Hier hätte es ruhig etwas mehr sein dürfen, denn ein Film mit Werwolf-Thematik sollte doch die Bestien auch etwas öfter in den Focus rücken, als es hier der Fall ist.

Ansonsten gibt es aber meiner meinung nach nichts zu bemängeln, vor allem das doch recht actionreiche Finale entschädigt für etwas wenig Horror-und Action im Vorfeld. So kann man insgesamt gesehen von einem durchaus gelungenen Genre-Mix sprechen, der selbst einen alten Hasen wie mich doch äusserst positiv überrascht hat. Dennoch ist "Blue Moon" aber in der Hauptsache für die jüngere Generation kreiert worden und vor allem die Freunde der "Twillight-Reihe" dürften hier vollends auf ihre Kosten kommen.


Fazit:


"Blue Moon - Als Werwolf geboren" ist alles andere als ein harter Werwolffilm, bietet aber sehr angenehme-und kurzweilige Unterhaltung die man sich ohne Weiteres anschauen kann. Echte Horror-Freaks kommen zwar nicht auf ihre Kosten, aber in der Zeit der modernen Horror-Romanzen handelt es sich ganz eindeutig um einen Beitrag, der die entsprechende Zielgruppe begeistern dürfte.


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Beitragvon horror1966 » 29. Feb 2016 15:03

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Harbinger Down - Das Grauen lauert im Eis
(Harbinger Down)
mit Lance Henriksen, Matt Winston, Camille Balsamo, Giovonnie Samuels, Winston James Francis, Mick Ignis, Milla Bjorn, Reid Collums, Michael Estime, Edwin H. Bravo, Jason Speer, Kraig W. Sturtz
Regie: Alec Gillis
Drehbuch: Alec Gillis
Kamera: Benjamin L. Brown
Musik: Christopher Drake
FSK 16
USA / 2015

Eine Gruppe Studenten hat eine Passage auf dem Fischkutter HARBINGER gebucht, um die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Wale zu erforschen. Während der Expedition finden die jungen Forscher ein altes Wrackteil im Eis und nehmen es mit an Bord. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hierbei um die Trümmer eines sowjetischen Raumschiffs handelt - offenbar wurden darin Experimente mit biologischen Organismen durchgeführt. Diese tauen nun auf und mutieren innerhalb kürzester Zeit. Captain Graff (Lance Henriksen), seine Crew und die Studenten müssen sich einem Kampf um Leben und Tod stellen ...


Wenn man so will, kann man einen Film wie "Harbinger Down" ohne Weiteres als Zufallsprodukt einstufen das letztendlich aus einer Enttäuschung heraus geboren wurde. Diese lag nämlich seinerzeit beim SFX Spezialisten Alec Gillis vor, der damit beauftragt wurde, mit seinem Team die Effekte zum 2011 erschienenen "The Thing" zu kreieren. Leider wurde später von Universal entschieden, die handgemachten SFX durch jede Menge CGI Effekte auszutauschen, was schon damals nicht unbedingt gut bei den Fans ankam. Wie dem aber auch sei, Gillis fasste jedenfalls kurzerhand den Plan, seine Arbeit in einem eigenständigen Werk zu präsentieren und diese ist nun also in dem vorliegenden Film zu bestaunen. Es verwundert dabei nicht wirklich, das die an dieser Stelle präsentierte Erzählung in gewisser Art und Weise Anlehnungen an "The Thing" beinhaltet, denn auch hier bekommt es der Zuschauer mit Creature Horror in Form einer anderen Lebensform zu tun. Nun handelt es sich bei "Harbinger Down" zwar definitiv um keinen Blockbuster und man merkt der Geschichte auch an diversen Stellen ein offensichtlich eher geringes Budget an, aber in der Summe bekommt man einen absolut sehenswerten Beitrag zu sehen, der seine größte Stärke sicherlich in den vorhandenen und vor allem handgemachten Effekten hat.

Die Story an sich ist nicht sonderlich innovativ und ähnlich gelagerte Szenarien hat man auch schon oft genug zu Gesicht bekommen. Das ändert aber rein gar nichts an der Tatsache, das sich im Laufe der Zeit ein recht konstanter Spannungsbogen zu erkennen gibt. Gleichzeitig verfügt das Ganze auch über eine wunderbar dichte Atmosphäre, die durch den räumlich arg begrenzten Schauplatz auf einem Schiff zudem auch äußerst bedrohliche Züge in den Vordergrund rückt. Bis diese in Erscheinung treten vergeht aber erst einmal eine geraume Zeitspanne, denn zunächst einmal schließt der Betrachter Bekanntschaft mit den jeweiligen Charakteren. Die Skizzierung der einzelnen Figuren fällt dabei jedoch eher oberflächlich aus, ist aber vollkommen ausreichend dafür, einen gewissen Draht zu den Protagonisten aufzubauen. Obwohl außer dem in die Jahre gekommenen Lance Henriksen ein eher unbekannter Cast am Werke ist, machen die Darsteller einen ordentlichen Job. Zwar ist das an den Tag gelegte Schauspiel bestimmt nicht ausreichend für eine Oscar Nominierung, doch es reicht völlig dafür aus, das man gerade in den bedrohlichen Phasen mit den Figuren mitfiebern kann.

Nachdem sich die Einführung in die Ereignisse ein klein wenig in die Länge zieht, geht es danach aber an Bord des alten Fischkutters streckenweise ordentlich zur Sache. In der Folge kommen dann die Liebhaber der selbst gemachten Effekte voll auf ihre Kosten, denn Alec Gillis versteht wirklich etwas von seinem Handwerk und serviert zudem auch noch eine ganze Menge seiner sehenswerten SFX. Da sich das gesamte Geschehen auf einem Schiff abspielt, wird durch mangelnde Fluchtmöglichkeiten für die Besatzung auch noch eine herrlich klaustrophobische Note beigemengt, so das man das Grauen noch um einiges intensiver wahrnimmt. Es entwickelt sich ein scheinbar aussichtsloser Überlebenskampf zwischen Mensch und außerirdischer Lebensform und das hier mit diversen Verlusten auf der menschlichen Seite zu rechnen ist versteht sich dabei fast von selbst.

Im Endeffekt bietet "Harbinger Down" eine absolut gelungene Mixtur aus SCI/FI und Horror Elementen und kann als gelungener Genre Beitrag angesehen werden. Und auch wenn man dem Film stellenweise das anscheinend geringe Budget durchaus anmerkt, sind die teilweise eher schlechten Kritiken im Netz schwerlich nachzuvollziehen. Alec Gillis ist in der Summe nämlich ein jederzeit sehenswerter B-Movie gelungen, der zumindest eine grundsolide Geschichte offenbart und seine Highlights ganz eindeutig in den vorhandenen Effekten zu erkennen gibt.


Fazit:


Mir persönlich hat dieser kleine, aber sehr feine Beitrag äußerst gut gefallen und ich kann nur eine unbedingte Empfehlung an all jene aussprechen, die Filme wie "Das Ding aus einer anderen Welt" oder "The Thing" zu schätzen wissen. Kurzweilige und größtenteils spannende Unterhaltung ist vorprogrammiert, so das einer Sichtung eigentlich nichts im Wege stehen sollte.


7,5/10
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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 29. Feb 2016 16:56

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Eiskalter Engel - Tod im College
(Dead on Campus)
mit Katelyn Tarver, Tamara Duarte, Nicki Aycox, Ashanti Bromfield, Mireille Brownhill, Tristan Crigger, Peter Michael Dillon, Jonathan Emond, Peter Van Gastel, William Horsman, Caeden Lawrence, Michelle LeBlanc
Regie: Curtis Crawford
Drehbuch: John Serge
Kamera: Bill St. John
Musik: Richard Bowers
FSK 16
USA / 2014

Studienanfängerin Natalie träumt davon, in eine der berühmten Studenten-Verbindungen an der Uni aufgenommen zu werden. Doch wie bei allen anderen steht das große Aufnahme-Ritual an. Um in die Society aufgenommen zu werden, muss sie einen jungen ''Nerd'' verführen und das Ganze filmen. Doch nachdem das Video des ''Streichs'' online geht, wird der Nerd tot aufgefunden. Der Verdacht liegt nahe: Es war Selbstmord. Seine Schwester will diese Theorie nicht wahrhaben und schleust sich undercover in die Verbindung ein.


Gleich zu Beginn sollte man darauf hinweisen, das man sich bei dieser TV-Produktion nicht vom Cover der deutschen Blu-ray in die Irre leiten lassen sollte. Diese suggeriert nämlich durchaus, das es sich bei vorliegendem "Eiskalter Engel - Tod am College" durchaus um einen Thriller mit Slasher Elementen handeln könnte, doch dieser eventuellen Erwartungshaltung wird der Film letztendlich in keinster Weise gerecht. Selbst echter Thrill kommt eher selten auf, denn dafür gestaltet sich die Szenerie doch zu vorhersehbar, aber dennoch gestaltet sich das Ganze insgesamt gesehen recht sehenswert. Meiner persönlichen Meinung nach beinhaltet die Geschichte auch vielmehr die Züge eines Dramas, als das man von einem waschechten Thriller sprechen könnte.

Die Erzählung kommt einem dabei seltsam bekannt vor, denn längst nicht zum ersten Mal steht eine Studentinnen Verbindung und deren Aufnahme Rituale im Fokus des Geschehens. Man wird also mit den üblichen Klischees solcher Verbindungen konfrontiert, die sich ja gerade in den USA größter Beliebtheit erfreuen. Die Gründe dafür haben sich mir persönlich noch nie so wirklich erschlossen, aber auch in vorliegendem Fall wird einmal mehr heraus gearbeitet, das ein gewisser Status bei den aus gutem Hause stammenden Damen anscheinend das Non plus Ultra darstellt. Das andere dabei erniedrigt und gedemütigt werden ist eine Randerscheinung, die offensichtlich billigend und ohne jegliche Gewissensbisse in Kauf genommen wird.

Dieser Aspekt wird in der Erzählung auch ordentlich in den Mittelpunkt gestellt, allerdings entpuppt sich nicht die Hauptfigur Natalie als der im Filmtitel erwähnte "Eiskalte Engel", sondern vielmehr die junge Alexa, die nicht nur die Tochter eines Abgeordneten, sondern gleichzeitig auch die Vorsitzende der Schwestern Verbindung ist. Leider wird ihre Figur viel zu oberflächlich skizziert, so das die ganze Zeit über nie die nötige Intensität entstehen will, um den Funken beim Zuschauer wirklich überspringen zu lassen. Das kann man allerdings auch insgesamt gesehen auf den gesamten Film beziehen, der zwar durchaus seine guten Momente hat, aber in der Gesamtbetrachtung doch maximal im normalen Durchschnittsbereich anzusiedeln ist.

Mir persönlich hat das nicht sonderlich viel ausgemacht und man kann sich "Eiskalter Engel - Tod am College" auch ruhig einmal anschauen, aber einen wirklich nachhaltigen Eindruck dürfte diese Produktion nicht hinterlassen. Zu oberflächlich wird die Thematik lediglich angekratzt, zudem kommt die Geschichte leider ohne echte Höhepunkte daher. So muss man sich dann letztendlich auch mit jeder Menge Dialogen zufrieden geben, denn im Prinzip passiert eigentlich herzlich wenig. Ein bisschen Aktionismus hätte dem Gesamtbild also sicher nicht geschadet und ein besser aufgebauter Spannungsbogen wäre bestimmt hilfreich gewesen. In vorliegender Form reicht es jedoch nur zu einem einmaligen Filmerlebnis, da sich ein ziemlich ereignisloses Szenario präsentiert. Schade eigentlich, denn mit etwas mehr Hingabe hätte man sicher auch aus dieser Produktion noch etwas mehr herausholen können.


Fazit:


Wer solide aber ereignislose Fernsehkost mag sollte ruhig einmal einen Blick riskieren, höhere Ansprüche sollte man allerdings nicht hegen. "Eiskalter Engel - Tod am College" macht zu wenig aus vorhandenen Möglichkeiten, um nachhaltig im Gedächtnis hängen zu bleiben.


5/10
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Re: horror's Reise durch die Welt der Filme

Beitragvon horror1966 » 1. Mär 2016 13:07

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X 312 - Flug zur Hölle
(Vuelo al infierno)
mit Thomas Hunter, Gila von Weitershausen, Hans Hass Jr., Fernando Sancho, Esperanza Roy, Ewa Strömberg, Siegfried Schürenberg, Howard Vernon, Paul Muller, Antonio de Cabo, Beni Cardoso, Arne Elsholtz
Regie: Jesús Franco
Drehbuch: Artur Brauner / Mickey Knox
Kamera: Manuel Merino
Musik: Wolf Hartmayer / Bruno Nicolai
FSK 16
Deutschland / Spanien / 1971

Rio de Janeiro: Tom Nilsen (Thomas Hunter), Korrespondent einer US-Zeitung, kommt erschöpft in sein Büro. Von dort aus telefoniert er mit einem Bekannten bei der Polizei, der nicht glauben kann, mit wem er da spricht! Tom war nämlich an Bord des Flugs X 312, der über dem Amazonas im Dschungel von Mato Grosso spurlos verschwand und galt seither wie die gesamte Besatzung als verschollen. Wie durch ein Wunder gelang es ihm jedoch, aus der grünen Hölle zu entkommen. Nun hat er Angst zu sterben und bespricht ein Tonband, auf dem er die entsetzlichen Ereignisse dokumentiert: er berichtet über eine Flugzeugentführung, die Juwelen des chilenischen Bankpräsidenten (Siegfried Schürenberg), einen Flugzeugabsturz und den gefährlichen Weg der Überlebenden, die sich durch den Dschungel kämpfen. Im Nacken lauert stets die Gefahr, denn die Juwelen strahlen weiterhin großen Anreiz auf Verbrecher aus...


Das der gute Jesus Franco für den Großteil seiner Filme eher berüchtigt ist dürfte sicher keine Neuigkeit sein. Zeichnen sich doch die meisten seiner Werke durch puren Dilettantismus aus, den man im Prinzip auch auf sämtliche Zutaten der jeweiligen Geschichten anwenden kann. Bei dem vorliegenden "X 312 - Flug zur Hölle" hat der gute Mann dann aber besonders dick aufgetragen, denn anstatt eines ordentlichen Abenteuerfilmes präsentiert Herr Franco eine Story die dermaßen an den Haaren herbei gezogen daher kommt, das dem Zuschauer durchgehend die Haare zu Berge stehen. Gestaltet sich die Erzählung schon von Haus aus nicht sonderlich innovativ, so verschlägt die völlig sinnlose Umsetzung des Ganzen einem doch glatt die Sprache. Was hier als bedrohlicher Überlebenskampf im brasilianischen Dschungel gedacht war, entpuppt sich viel eher als eine Aneinanderreihung etlicher Peinlichkeiten, die durch das miese Schauspiel der Protagonisten noch zusätzlich hervor gehoben werden.

Die Skizzierung der einzelnen Figuren fällt generell extrem flach aus, so das man erst gar keine Bindung zu den jeweiligen Personen herstellen kann. Am schlimmsten sind allerdings die vollkommen hanebüchenen Handlungsweisen der Akteure, die den Weg durch den unbekannten Dschungel anscheinend mit einer kleinen Vergnügungsreise verwechseln. So fallen sich völlig fremde Menschen in die Arme und entdecken ungeahnte Gefühle füreinander und natürlich würde es sich auch um keinen Film von Jesus Franco handeln, wenn im Laufe der Zeit nicht dementsprechende Nacktszenen auf den Plan treten würden. Das ist aber längst nicht der totale Negativpunkt in diesen abstrusen Szenario, denn ganz generell mangelt es hier an jeglichem Erzählfluss. So wirkt das Ganze selten wie ein zusammen hängender Film, denn vielmehr bekommt der Betrachter mit zunehmender Laufzeit das Gefühl, das auf Teufel komm raus irgendwelche Passagen zusammen geschustert wurden um die Geschichte letztendlich ein wenig auf Länge zu trimmen.

Eine Konstante beinhaltet dieses schräge Filmchen aber schon, denn über die gesamte Laufzeit wird man ständig mit den sinnlosesten Dialogen und Handlungen der Darsteller zugemüllt, das es schon eine wahre Pracht ist. Und so kann man "X 312 - Flug zur Hölle" eventuell aus der Sicht eines Trash Liebhabers etwas abgewinnen, denn nichts anderes präsentiert sich einem an dieser Stelle. Das Darsteller wie Gilla von Weitershausen und insbesondere Siegfrid Schürenberg sich für einen solchen Mumpitz hergegeben haben ist kaum nachvollziehbar und dieser krude Beitrag wird auch ganz bestimmt nicht als Höhepunkt in den jeweiligen Filmografien vermerkt sein. Wie dem auch sei, aus filmischer Hinsicht handelt es sich hier um einen sagenhaften Rohrkrepierer, der nun wirklich rein gar nichts beinhaltet, was ein Abenteuerfilm benötigt um gut zu unterhalten.

Dennoch kann man sich zumindest über den unverhohlenen Dilettantismus freuen der einen von Anfang bis Ende begleitet, denn so gestalten sich die Abläufe zumindest auf eine höchst skurrile Art extrem kurzweilig. Langeweile wird bei einer Sichtung also keinesfalls aufkommen, dafür sollte man schon im Vorfeld die übliche Messlatte für ein filmisches Werk zur Seite legen. Ernst nehmen kann man diesen Beitrag bei bestem Willen nicht und so sollten lediglich die Freunde von Trash und abstrusen Szenarien einen Blick riskieren.


Fazit:


Mein lieber Scholli, da hat der gute Jesus Franco einen echten Kracher ausgepackt. der dem Zuschauer aufgrund der unzähligen Unzulänglichkeiten glatt die Sprache verschlägt. Sinnlose Filme gibt es wirklich genügend, aber "X 312 - Flug zur Hölle" schiebt den Begriff Sinnlosigkeit wirklich in die Richtung einer ganz neuen Dimension.


2/10
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