Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Hier ist Platz für eure gesehenen Filme, zu denen ihr auch gern etwas schreiben könnt.

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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 14. Feb 2016 12:49

41 MORD IN DER TOSKANA - 8/10

Bild
CMV Do-Disc, Amaray mit Einleger

R: Sergio Martini
ITA 1992

Story:Die angehende Opernsängerin Sandra Durani ist auf dem Weg zu ihrem Liebhaber, dem jungen verheirateten Unternehmer Marco Pierboni. Doch bevor Sandra ihn treffen kann, wird er im Garten seiner Villa ermordet. Als man seine Leiche findet, wittert die Journalistin Nicole Venturi eine Top Story, nicht ahnend, dass kurz danach ihre Tochter Sandra tot am Ufer des nahen Flusses gefunden wird. Sandras Freund Paolo Roversi, der verzweifelt versucht, sich vom Vorwurf des Doppelmordes zu entlasten, wird ebenfalls zum Mordopfer. Eine Reihe von anonymen Briefen machen die Runde in der Stadt und schaffen ein Klima des Misstrauens. Nicole wendet sich Hilfe suchend an ihren alten Freund Andrea Baresi, auch er ist Journalist. Die beiden bieten Polizeichef Stefano Avanzano ihre Hilfe an, um Licht in die Morde zu bringen, sind aber mehr darauf aus, selbst den Mörder zu entlarven ...

Meinung:Nur wenige Worte, die Schauspieler sind ja größtenteils alle bekannt, Regisseur Sergio Martini bekannt für viele gute Filme und Edwige Fenech um die 40 ist ja saulecker. Mann, die sieht echt noch verdammt gut, eher sogar noch besser. Sehr hübsche Frau, sie alleine ist schon ein Grund diese Mini-TV Serie zu gucken. Aber natürlich ist die Story auch einfach genial. Sehr viele Fährten werden ausgelegt und man denkt, na jetzt ist alles klar, Mörder ist überführt. Aber kann ja nicht sein, denn es kommen ja noch mehrere Teile. Auf die tatsächliche Auflösung wäre ich aber überhaupt nicht gekommen. Es wird auch ein zweites Mal Spaß machen, diesmal kennt man zwar die Auflösung, aber so kann man schon mal genauer mitgucken und vllt. doch schon mehr Rückschlüsse ziehen zu können.
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 14. Feb 2016 22:04

42 DAS LEBEN DES BRIAN - 9/10

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DVD Deutschland, Columbie TriStar

R: Terry Jones
GB 1979


Story:
Die Geburt von Brian von Nazareth stand schon unter einem Stern, allerdings unter dem falschen: die heiligen drei Könige hatten nämlich zunächst den Stall verwechselt. Jahre später ist Jesus sehr populär, doch Brian wohnt immer noch zu Hause. Weil außer den regelmäßigen Steinigungen, zu denen ihn seine Mutter schleppt, nichts los ist, versucht er sich der Widerstandsgruppe Volksfront von Judäa anzuschließen. Die entpuppt sich jedoch als kommunistisch angehauchter Haufen von Laberköpfen, die weniger an konkreten Aktionen als an endlosen Diskussionen interessiert sind.Als sie sich dann endlich aufraffen, kommt man der Konkurrenz, der judäischen Volksfront, in die Quere und Brian landet als Gefangener vor Pilatus, dessen Sprachfehler allerdings ständig sämtliche Wachen vor Lachen in die Knie zwingt. Brian kann entkommen und steigt durch eine Reihe seltsamer Zufälle doch noch zum gefeierten Messias auf. Das kann in einer Zeit, wo durch die Bank alle einen Schuß weg haben, natürlich nicht gut gehen...


Meinung:
Mehr als genug zu gesagt worden. Jedenfalls wurde hier die Jesus Story völlig neu geschrieben und das war auch dringend nötig. Rote-Meer-Jogger mal von der anderen Seite. Wasser in Wein zu verwandeln hat bisher immer noch niemand geschafft. Und Julius Caesar war eindeutig schwul. Schwanzus Longus, welche Frau würde da nicht durchdrehen? Mit den Jahren nutzte sich der Gag allerdings ab....früher aufm Schulhof jedoch DER HIT
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 16. Feb 2016 17:13

43 DEATH PROOF - Todsicher - 6/10

Bild
DVD deutsch Multi Label Corp.

R: Quentin Tarantino
USA 2007

Story:
Austin, Texas: Jungle Julia (Sydney Tamiia Poitier) und ihre beiden Freundinnen Arlene (Vanessa Ferlito) und Shanna (Jordan Ladd) machen mal wieder ohne Männer in ihrer Lieblingsbar einen drauf. Männer kann man unterwegs ja immer noch aufreißen. Ausgerechnet an den harmlosen Stuntman Mike (Kurt Russell) gerät die Truppe. Als die Damen ihn aber trotz eines Gewinns abblitzen lassen, zeigt der vernarbte Stuntman sein wahres Gesicht: Er kümmert sich auf seine Weise um das das Damentrio. Nicht zum erstenmal und nicht zum letztenmal beginnt für den Psychopathen ein tödliches Spiel auf der Straße.
Ein knappes Jahr später in Lebanon, Tennessee: Wieder gerät eine Gruppe in die Schußbahn von Mike: Kim (Tracie Toms), Zoe (Zoe Bell), Abernathy (Rosario Dawson) und Lee (Mary Elizabeth Winstead). Doch diesmal hat er sich die Falschen für sein Spielchen ausgesucht, denn diese Damen haben offenbar nicht die Absicht in die Opferrolle zu schlüpfen ...


Meinung:
Mir gehen diese langen Dialogszenen auf die Nuss, besonders wenn so junge Weiber da am schwatzen sind, aber auch generell nicht mein Ding beim Tarantino. Sorry, der eine mags, der andere nicht. Mir gefällt die Action viel besser und die ist hier wirklich beinhart. Erst die eine Truppe Mädels platt gemacht, dann die andere versucht, aber die sind echt nicht zimperlich, alter Schwede. Gut, hat er verdient. Kurt Russel kenn ich ja grade mal aus DAS DING und BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA bislang, vielleicht noch aus RAUCHENDE COLTS (müßt ich mir auch mal zulegen, als Kind sah ich das ja gerne, Vorfreude war immer riesig). So, also zunächst wollte ich ja echt abschalten, spätestens als Stuntman Mike auf die Bühne trat, dacht ich aber, da kommt ja noch was, jetzt gehts endlich mal los. Adrenalin pur. Yeah, am besten ich schneid mir diese Szenen raus und schneid mir das zusammen. Die Mädels können ja echt ewig lang sabbeln und ausdiskutieren, meine Geduldsfäden aaaaah blablabla wo ein Satz reicht, müssen erst 5 her.....wie im wahrem Leben. Wie die Politiker, gehandelt wird nach erst nach zähen Verhandlungen (und dann ist das immer noch fraglich). Naja gut, Tarantinos Steckenpferd, vielen gefällts, mir eher nicht. Die 6 Punkte gibts für die Actionszenen, also eigentlich 9 Punkte, aber Punktabzüge mussten ja her für die langweiligen Dialogszenen, die den Großteil ausmachten, aber da hab ich jetzt mal nicht mathematisch nachgerechnet, einfach 4 Punkte weniger von der Gesamtnote um halbwegs fair zu bleiben. Schiffsmast will ich jetzt doch nicht mehr spielen.Den Fußfetischmus konnt das Ferkel hier auch nicht lassen
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 17. Feb 2016 10:25

44 TETSUO II Body Hammer - 5/10

Bild
UK Tape, kleine Box mit Einleger

R: Shin'ya Tsukamoto
JAP 1992

Story:
Die Brüder Taniguchi und Yatsu werden durch Genexperimente zu menschlichen Waffen. Jahre später lebt Taniguchi als unbedeutender kleiner Angestellter in einer japanischen Großstadt - seine besonderen Fähigkeiten hat er vergessen. Sein Bruder Yatsu lebt auf einem leerstehenden Fabrikgelände und befehligt eine Horde willenloser Mutanten, die Taniguchis Kind entführen und ermorden. Als Taniguchi ebenfalls in die Hände der Handlanger seines Brudes fällt, mutiert er durch Folter stimuliert, zur menschlichen Tötungsmaschine. Schließlich stellen sich die beiden ungleichen Brüder zum alles entscheidenden Duell...


Meinung:
Fand den wesentlich interessanter als den ersten. Sehr viele deftige Szenen wie z.b. Hochhausgeschupse und sonstige Quälereien. Da sind die Asiaten echt derbe drauf, möcht mal wissen, was die einnehmen um auf solch kranke Ideen zu kommen. Hier ist trotzdem alles sehr steril, monoton, grau, düster, depressiv, öde, trostlos usw. gehalten worden, selbst Aufnahmen in der Wolkenkratzerstadt zeigt eine, bis auf die Protagonisten nur eine menschenleere tote Stadt ohne Seele, ohne Reklame, ohne das sich sonst iwas bewegt, lebt. Sehr gewalttätiges Filmchen und depressiv. Iwie kam ich ja auf den ersten Teil gar nicht klar. Hier wiederrum wollte ich schon immer wieder mal das Ende herbeisehnen, wurd immer wieder mal zu anstrengend, aber vom künstlerischen Wert ist hier doch was sehr großes geschaffen worden (wie auch der erste), nur bin ich dafür wohl zur Zeit nicht in der richtigen Stimmung, aber dann gab es auch immer wieder sehr spannende und heftige Szenen....ach was, ich schiebs aufs Alter. Das ist eh immer an allem schuld, warum nicht auch hier? Vor 10 oder 20 Jahren hätte ich das Teil hier vielleicht mit anderen Augen gesehen, obwohl ich diese ja nie ausgewechselt habe. Trotzdem Mittelmaß trotz der Faszination, aber ich fühlte mich nur stellenweise mal gut unterhalten, dann wieder wurds etwas zu zäh.Hhhhmm im Nachklang reizt es mich vllt. doch noch mal, TETSUO zu sehen, da ist doch noch was los im Hirn, einige Bilder haben sich fest eingebrannt..............
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 17. Feb 2016 11:29

45 BRAM STOKER'S DRACULA - 5/10

Bild
britische VHS, rote kleine Klappbox mit Einleger

R: Francis Ford Coppola
USA 1992

Story:
Die Legende von Dracula: Nachdem der Feldherr Dracul angeblich in der Schlacht sein Leben verloren hat, stürzt sich seine Braut in den Tod. Daraufhin verflucht er Gott und umgekehrt, woraufhin er zum Blutsauger mutiert. Alsdann setzt sich die Geschichte buchgemäß Ende des 19. Jahrhunderts fort. Nachdem er sich in England eingekauft hat, gerät der Advokat Jonathan Harker in seine Gewalt in den Karpaten, während Dracula nach England geht und dort sein Unwesen treibt und Lucy, die Freundin von Jonathans Braut Mina, zum Vampir macht, um sich anschließend in Mina zu verlieben. Doch schon bald ist der Gelehrte Van Helsing auf der Szene, der mit einigen Getreuen und dem geflohenen Harker gegen Dracula vorgeht...


Meinung:
Ist mir leider zu kitschig und Dracula als liebeshungriger Beisser auch fernab der Romanvorlage. Die Atmo, die Kulissen und Kostüme dagegen sind hervorragend, als Inszenierung ansich sicher ein gutes Werk, aber mir gefällts mäßig und war mir auch viel viel zu lang. Nee, da bleib ich lieber beim klassischen Dracula der vergangenen Jahrzehnte.
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 20. Feb 2016 07:19

46 DAS SIEBTE ZEICHEN - 7/10

Bild
3 Movie Collector's Pack

R: Carl Schultz
USA / 1988

Story:
Seltsame Wetter- und Umweltphänomene versetzen die Welt in Unruhe: in der Karibik werden tote Meerestiere angeschwemmt, tote Soldaten eines Bürgerkriegs färben einen Fluß blutrot, eine Stadt im Irak vereist. Das alles sagt der schwangeren Abby (Demi Moore) nichts, als sie und ihr Mann (Michael Biehn) das Gartenhaus an den stillen David (Jürgen Prochnow) vermieten. Schon bald macht sich der neue Untermieter verdächtig und als Abby Zeitungsausschnitte von Morden und Kriminellen bei David findet, fürchtet sie, einen Psychopathen bei sich zu haben. Doch David ist kein Psychopath, er kommt wegen des Endes der Welt und es ist an Abby dies zu verhindern...


Meinung:
Okkult-Horror mag ich vor allem DAS OMEN und DER EXORZIST, aber vieles aus dem Subgenre langweilt mich doch eher, bin ja eh ein Nichtgläubiger. Es gab einige gute Szenen, keine Frage, aber insgesamt konnte der Film mich nicht fesseln, steh aber eh nicht so auf Bondage (naja auch noch nie probiert). Also ich empfand das eher so, das sich spannende Momente mit langweiligen Szenen abwechselten und hab den Film auch einmal unterbrochen und erst abends weiter geguckt, mein Durchhaltevermögen war strapaziert. Trotzdem jetzt auch nicht so schlecht, also gehobener Durchschnitt ist noch drin, aber nur wegen einiger guter Momente, besonders die apocalyptischen Vorboten. Naja vielleicht hab ich mich auch nur auf diese eingestellt. Eventuell probiere ich es in einiger Zeit nochmal.
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 21. Feb 2016 14:33

47 SubUrbia - 7/10

Bild
deutsche VHS, große Klappbox mit Einleger

R: Richard Linklater
USA 1996

Story:
Eine Gruppe von jungen Leuten hat nichts anderes zu tun, als jeden Abend vor der selben Tankstelle rumzuhängen, Pizza zu essen und Alkohol zu trinken. Einer ist z.B. ein hoffnungloser Säufer, aus der Armee entlassen. Ein anderer ist ein Dopehead, der nichts als Blödsinn im Kopf hat. Jeff (Giovanni Ribisi) hat den Stumpfsinn der Vorstadt satt, ist hingegen aber auch nicht bereit etwas dafür zu tun, um dies zu ändern. Als seine Freundin Sooze nach New York gehen möchte, kommt er ins Grübeln. Aber wirklich ins Rutschen gerät die Lawine der Gefühle als ein gemeinsamer Schulfreund, Pony, mittlerweile erfolgreicher Folk-Rocksänger vorbeischaut. In dieser Nacht bekommen wir Einsicht in das Gefühlsleben eines jeden Protagonisten.


Meinung:
Eine Gruppe von Jugendlichen hängt die ganze Zeit in ner Ecke an ner Tankstelle rum in Burnfield, weil es da keine Perspektiven gibt, immer nur Langweile. Also Pizza und Bier. Der eine aus der Armee entlassen, hetzt gegen den pakistanischen Pächter. legt sich mit ihm an und säuft den ganzen Tag nur Bier und pöbelt an allen rum.
Der andere, ein Kiffer und Biertrinker macht die ganze Zeit nur Faxen, klaut Gartenzwerge und ist eher lebensfroh.
Sooze möchte raus aus dem Trott und nach New York als Künstlerin. Ihrem Freund Jeff passt das gar nicht, er ist der Grübler, immer depressiv und Sooze würd auch ohne ihn gehen. Eine andere Freundin war schon in ner Klappse und ist Selbstmord gefährdert. Nur Pony hat den Sprung heraus geschafft, ist ein Rockstar geworden und fährt mit ner Limo rum. Als er seine alten Freunde in Burnfield besucht, stößt er nicht bei jedem auf Gegenliebe, sondern auf Neid und Argwohn, denn schließlich sei er ja auch nix besseres, sondern ein Gefangener seiner Verträge, der nur von Konzert zu Hotel und von Hotel zu Konzert tingelt. Sooze und der Dopehead würden gerne über ihn den Sprung nach draußen schaffen. Jeff ist natürlich dagegen. Alle sind sie gefangen in der trostlosen depressiven Welt der Vorstadt, aber für den Sprung daraus will auch kaum einer was tun. Sehr dialoglastig alles und regt zum Nachdenken an, wo ist der Sinn des Ganzen. Die Mucke ist von SONIC YOUTH. Der Film hinterlässt schon eine Menge Potential zum Nachdenken, wirkt deprimierend. Was macht man aus seinem Leben, so weiter leben bzw. hinvegetieren oder raus in die Welt, was Neues starten?
Widerspiegelung des Lebensgefühl der Kids der 90er Jahre. Kann man sich wirklich öfter mal ansehen. Es passiert zwar nicht wirklich viel Action, aber wie gesagt, Trostlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, inhaltliche Leere des Lebens in einem langweiligem Vorort bestimmt hier das Geschehen und wie man es besser machen könnte oder sich eben dicht saufen, um es zu vergessen, sind hier vorherrschend.
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 21. Feb 2016 14:52

48 THE AVENGERS VOL. 2 - 8/10

Bild
britische VHS, kleine Klappbox mit Einleger

THE CYBERNAUTS (1965) DIE ROBOTER
RETURN OF THE CYBERNAUTS (1967) DIE RÜCKKEHR DER ROBOTER

Meinung:
Fällt knapp aus, war ja auf englisch. Aber die Atmosphäre von diesen beiden SCHIRM, CHARME UND MELONE ist einfach klasse, schön im 60er Agenten-SciFi Stil und natürlich mit Emma Peel. Hab ich damals im TV sehr selten geguckt, aber die DVD Box würde ich mir gern mal zulegen wollen.
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 21. Feb 2016 16:42

49 UFOS ZERSTÖREN DIE ERDE - 7/10

Bild
deutsche VHS, große Softbox mit Einleger

R: Ishiro Honda
JAP 1962

Story:
Ein riesiger Meteorit mit einer hohen Gravitation rast auf die Erde zu. Um den Aufprall mit dem Meteoriten zu verhindern, verändern Wissenschaftler die Erdumlaufbahn. Doch dies hat gewaltige Naturkatastrophen zur Folge.


Meinung:
Sicher, allein der Titel ist völlig verkehrt und irreführend und inhaltlich auch ziemlich hanebüchen. Bei der Erstsichtung war ich auch ziemlich enttäuscht. Jetzt bei der Zweitsichtung überkam mich ein Wohlfühlgefühl. Allein diese unsinnigen Dialoge führten bei mir unwillkürlich zu Lachanfällen und Lachen ist ja bekanntlich gesund, also ist der Film gesundheitsfördernd.
"Diese Astronauten....das ist vielleicht ein Volk"
"Wenn Gorath sowieso die Erde zerstört, ist es doch egal, wenn ich betrunken bin"
"Und wenn man die Erde einfach verschiebt?" Sie:" Bitte aber erst nach dem Essen"
"Das Schicksal der Erde liegt in den Händen von Wissenschaftlern....Politiker sind überflüssig"
Unfug ist also garantiert, durchaus aber wahre Aussagen, insbesondere was die Meinungen über Staat und Politiker angeht. "Die Regierung ist kurzsichtig". Was also solche Aussagen angeht, ist der Film nach wie vor aktuell. Ich mag diese alten naiven Schinken, die alten Farben und Dialoge, selbst wenn sehr viel Unsinn darin steckt. Gut, man hätte aus der Geschichte mehr raus holen können und sorgfältiger arbeiten, um die Minuspunkte zu minimieren, aber Spaß macht er durchaus. Nur ist Gorath eben kein Ufo und auch keine Aliens bedrohen die Erde, sondern ein Meteorit mit Düsenantrieb, im Film als Planet beschrieben, halb so groß wie die Erde, aber 600x schwerer. Eingangs wird auch auf die Existenz außerirdischer Wesen hingewiesen, die zwar bis dato nicht entdeckt wurden, aber mittels Erklärungen einfach als absolut vorstellbar und einige Zahlen, wieviel Zivilisationen es geben könnte, ebenfalls. Und das im Jahre 1962!!! Von daher fand ich den Film schon sehr interessant und spassig zugleich, weil eben auch teilweise sehr unsinnig, insbesondere, das man den Planeten Erde einfach mal eben so nur verschieben muß, um einer Kollision auszuweichen. Also bei der Zweitsichtung hab ich mich sehr gut unterhalten und Langeweile kam diesmal nicht mehr auf, ebenso wie Enttäuschungen. hab mich mehr auf Details konzentriert und genau diese waren sehr unterhaltsam.
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Re: Freudschis Flimmerkiste - Filmtagebuch 2016

Beitragvon dr. freudstein » 21. Feb 2016 17:05

50 DIE RÜCKKEHR DER REITENDEN LEICHEN - 8/10

Bild
ASTRO VHS, große Klappbox mit Einleger

R: Amando de Ossorio
PORT/ESP 1973

Story:
Die untoten Tempelritter steigen erneut aus ihren Gräbern, um sich an den Nachfahren ihrer Mörder von einst zu rächen. Bei einem Angriff auf das Bergdorf, wo gerade ein Fest anlässlich der Hinrichtung der Tempelritter gefeiert wird, sterben unzählige Menschen. Eine kleine Gruppe kann in eine Kirche flüchten und kämpft fortan um das nackte Überleben...


Ältere Meinung mit Ergänzung:
Der zweite Teil der Saga um die Reitenden Leichen. Das ist die mit dem Dorffest :geek:
Kostüme von Templern und Pferden sind wie immer genial, herrlich verrottet. Die Kutten als auch die Templer selber. Allerdings sind sie hier verbrannt worden (hatte aber wohl keine Auswirkungen) und geblendet (das hatte Auswirkungen, sie sind nicht nur reitende Leichen, sondern auch blinde Leichen). Erstmalig als Erklärung für das Blindsein.

Die Auferstehung war sehr grandios inszeniert worden, das Beste am Film. Aber plötzlich sind die Pferde da, woher auch immer und warum auch immer. Klar, ein Blick auf den Titel verrät es uns, es sind ja REITENDE Leichen, ohne Pferde wird nicht geritten, sondern geschwommen wie im dritten Teil. Aber was solls, die Pferde sind da, auch wenn sie kein Jungfrauenblut getrunken haben und sie sind absolut dazugehörig, also genug der Logikhascherei.

Wie im 4. Teil (das mit dem Arzt Ehepaar im Dorf und den Blutsopfern) kommt auch hier ein Quasimodo vor, der ständig geärgert wird und dafür auf Rache sinnt, indem er die Templer in das Dorf begleitet. Die Quängeleien um die rothaarige Dame da nerven doch sehr. Der feige egoistische Bürgermeister erhält seine gerechte Strafe, ein Lob auf die unvollkommene Technik. Die Templer selbst sind still, wie immer, aber auch sehr langsam. Insgesamt kommen sie hier viel zu kurz, finde ich. Bezwingen kann man sie, indem man einfach mal die Fresse hält. Den Frauen fällt es natürlich schwer. Also: PPSSSSTTTT Feind hört mit. Die Schlußszene ist einfach nur gespenstisch, herrlich in der Morgendämmerung kommt das richtig geil.

Obwohl der Film sicherlich viele Schwächen hat, mag ich ihn einfach wegen der Templer. Die sind so gelungen, es macht Freude sie immer wieder zu sehen. Auch wenn sich hier einiges aus dem ersten Teil wiederholt und im 4. Teil auch (Teil 3 unterscheidet sich halt von der Kulisse), ich finds einfach nur herzerweichend, diese Serie. Lass sie mal alle meckern, ich schau die Templer, die halten die Klappe und machen einfach nur ihren Job.

Im ersten Teil waren die Templer schon spannender, sie verließen sich auf ihr Gehör. Hier reagieren sie nicht mal auf das Gekreische eines kleinen Kindes. Und sie rennen mit Schwert auf das Bahnhofshäuschen zu, um die Fensterscheibe einzuschlagen, die sie ja eigentlich gar nicht sehen dürften, sondern ertasten müßten. Das sie zu Staub zerfallen bei aufgehender Sonne, hat ja schon wieder Vampircharakter. Sind also nur nachtaktiv lebensfähig, das wußten sie wohl nicht. Dennoch mag ich den Teil wie alle sehr gerne. Das Mädchen beim Minister und derer beiden Dialoge sind auch einfach zu köstlich, besonders ihre.
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