Tutanchamun - Der Fluch des Pharao

Komödien, Kriegsfilme, Western und schwer einzuordnende Filme finden hier ihren Platz

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Tutanchamun - Der Fluch des Pharao

Beitragvon horror1966 » 1. Dez 2015 13:49

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Tutanchamun - Der Fluch des Pharao
(The Curse of King Tut's Tomb)
mit Casper Van Dien, Jonathan Hyde, Leonor Varela, Steven Waddington, Niko Nicotera, Tat Whalley, Brendan Patricks, Patrick Toomey, Malcolm McDowell, Simon Callow, Tom Alter, Rajesh Balwani, Robin Das
Regie: Russell Mulcahy
Drehbuch: David N. Titcher
Kamera: Chris Manley
Musik: Nathan Furst
FSK 12
USA / 2006

Vor tausenden von Jahren starb König Tutanchamun mit nur neunzehn Jahren im Kampf gegen das Höllenwesen Seth. Seitdem sind die vier Teile der magischen Smaragdplatte, mit deren Hilfe der Pharao Seths Macht bannte, spurlos verschwunden. Erst dem draufgängerischen Archäologen Danny Freemont ist es gelungen, drei Teile der Platte zu finden. Das vierte Stück soll im verschollenen Grab des Pharao verborgen sein. Doch nicht nur Freemont ist auf der Suche. Eine Geheimgesellschaft von mächtigen Industriellen unterstützt Dannys Kollegen Morgan Sinclair beim Wettlauf um das kostbare Artefakt. Denn wer die vier Stücke der Smaragdplatte wieder zusammenfügt, wird uralte Kräfte entfesseln, die ihm unbegrenzte Macht über die Welt verleihen. Es ist ein Wettlauf um die Zukunft der gesamten Menschheit.


Um die alten Ägypter und deren Pharaonen ranken sich ja so einige Legenden, wobei die Figur des Tutanchamun wohl die sein dürfte, über die sich die spannendsten Geschichten erzählt werden. So hat sich dann auch Russell Mulcahy (Highlander) dieser Thematik angenommen und einen recht sehenswerten TV - Zweiteiler auf die Beine gestellt, der durchgehend kurzweilige und interessante Filmkost anbietet. Diverse Ähnlichkeiten zu Indianana Jones oder auch einem Film wie "Die Mumie" sind unübersehbar vorhanden, wobei sich die vorliegende Geschichte allerdings im Bezug auf die Qualität nicht ganz mit den genannten Titeln messen kann. Das sollte man aber auch gar nicht erst erwarten, denn eine TV Produktion ist nun einmal nicht mit einem Blockbuster zu vergleichen. Dennoch hat es Mulcahy verstanden, seine Story mit einem konstanten Spannungsbogen zu versehen und das Ganze zudem auch mit der notwendigen Atmosphäre auszustatten. Hinzu kommen authentische Schauplätze, so das sich insgesamt gesehen ein gutes Gesamtbild erkennen lässt.

Der einzige wirkliche Schwachpunkt ist vielmehr unter den Darstellern zu suchen, denn insbesondere Casper Van Dien (Starship Troopers) wirkt in der Hauptrolle ein wenig farblos und manchmal sogar deplaciert. Dabei ist seine Leistung noch nicht einmal als schlecht einzustufen, doch irgendwie kann man als Zuschauer nur schwer eine echte Bindung zu diesem Charakter aufbauen. Die Leistungen der anderen Akteure bewegen sich in einem für einen TV Film ordentlichen Rahmen, allerdings schafft es keiner wirklich, sich so richtig in den Vordergrund zu spielen.

Mit einer Laufzeit von knapp 170 Minuten ist der Zweiteiler üppig ausgestattet und leider konnte man es bei der Spieldauer nicht gänzlich vermeiden, das an einigen Stellen kleinere Längen zu erkennen sind. Diese hätte man mit etwas mehr Action ohne Weiteres vermeiden können, denn in diesem Punkt hält sich "Tutanchamun - Der Fluch des Pharao" doch etwas zu vornehm zurück. Zwar sind durchaus mehrere etwas temporeichere Phasen vorhanden, doch insgesamt gesehen hätte ein wenig mehr Aktionismus bei der langen Laufzeit sicherlich nicht geschadet. Wie dem auch sei, das soll den insgesamt guten Gesamteindruck nicht sonderlich schmälern, denn allein durch die vorliegende Thematik entfaltet das Szenario genügend Faszination, um sich der Aufmerksamkeit des Betrachters sicher zu sein.

Wer also eine recht gelungene Kombination aus Action, Abenteuer und diversen Fantasy Einflüssen zu schätzen weiß kann hier auf jeden Fall einen Blick riskieren, denn "Tutanchamun - Der Fluch des Pharao" ist definitiv eine Sichtung wert. Für eine TV Produktion wirklich gelungen, hätte man das Ganze aber auch mit einer etwas geringeren Laufzeit ausstatten können, um kleinere Längen zu vermeiden.


Fazit:


Russell Mulcahy hat hier zwar kein Meisterwerk, aber immerhin einen sehr soliden Zweiteiler abgeliefert. Wer Filme mit der vorliegenden Thematik mag kann hier nicht viel falsch machen und wird mit knapp drei Stunden überdurchschnittlicher Fernsehkost konfrontiert, die man sich auch gern mehrmals anschauen kann.


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