True Legend

Komödien, Kriegsfilme, Western und schwer einzuordnende Filme finden hier ihren Platz

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True Legend

Beitragvon horror1966 » 22. Nov 2013 19:25

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True Legend
(Su Qi-Er)
mit Man Cheuk Chiu, Xun Zhou, Michelle Yeoh, Xiaogang Feng, Andy On, Luxia Jiang, Chia Hui Liu, Ka-Yan Leung, Will Liu, Jay Chou, Xiaodong Guo, Cung Le, Jacky Heung, David Carradine
Regie: Woo-ping Yuen
Drehbuch: Chi-long To
Kamera: Xiaoding Zhao
Musik: Shigeru Umebayashi
FSK 16
China / 2010

Kriegsheld Su Can hat sich zur Ruhe gesetzt, um das Leben mit seiner Familie zu genießen. Doch als sein rachsüchtiger Stiefbruder Yuang aus dem Krieg zurük- kehrt wird die Familienidylle zerstört. Yuang hat sich den dunklen Kampfkünsten ergeben, um sich an Su Can zu rächen. Cans Vater hat Yuang adoptiert, nachdem er seinen Vater tötete. Yuang entführt Su Cans Familie nach einem erbitterten Kampf und verletzt Su Can schwer. Sister Yu findet den schwer verletzten Mann und nimmt sich seiner an. Als Su Can wieder zu Kräften kommt, trainiert er mit dem God of Wushu eine neue Kampfkunst, um sich Yuang zu stellen und seine Familie zu retten.


Nach langen 11 Jahren kehrte Woo-ping Yuen mit diesem Film wieder auf den Regiestuhl zurück und serviert dem Zuschauer ein größtenteils beeindruckendes Eastern-Drama, das insbesondere für Fans dieser Film-Gattung ein optischer Leckerbissen sein dürfte. Die Besonderheit dieses Werkes dürfte sicherlich die Kombination aus sehr gekonnten Martial Arts Passagen-und diversen Fantasy-Einflüssen sein, hinzu kommt der Aspekt, das zudem auch noch eine wirklich interessante Grundgeschichte vorliegt, die äusserst spannend und vor allem bildgewaltig in Szene gesetzt wurde. Man darf hier allerdings keinen Martial Arts Film im herkömmlichen Sinne erwarten, denn neben wirklich gelungenen Kampfeinlagen wird man auch stellenweise mit Passagen konfrontiert, in denen die Kämpfer wild durch die Luft fliegen oder diverse andersartige Kampfeinlagen bieten, die mit der Realität eher weniger zu tun haben. Gerade für diese Stellen in der Geschichte muss man schon eine gewisse Vorliebe haben, um ihnen wirklich etwas abgewinnen zu können, denn diese Fantasy-Einlagen sind nun einmal nicht dazu geeignet, wirklich jeden Geschmack zu treffen. Dennoch sollte man fairerweise anmerken, das diese Elemente erstaunlich gut in das Geschehen hineinpassen und ihm eine ganz besondere Note verleihen.

Die Story an sich erstreckt sich rein zeitlich gesehen über mehrere Jahre und ist ziemlich actionlastig ausgelegt, obwohl es auch an mehreren Stellen einige kleinere Längen zu verzeichnen sind, die allerdings nicht weiter ins Gewicht fallen. Bis auf wenige Ausnahmen wird ein wirklich flotter Erzählstil an den Tag gelegt, der den Betrachter jederzeit bei Laune hält und so dafür sorgt, das die Konzentration und das Interesse ganzzeitig hochgehalten wird. Mir persönlich waren lediglich die Flugeinlagen der Akteure etwas zuviel des Guten, was allerdings einzig und allein in meinem persönlichen Geschmack begründet ist, da ich mit solchen Passagen eigentlich nicht viel am Hut habe. Ansonsten kann man sich aber nicht beschweren, bekommt man doch ein imposant umgesetztes Szenario geboten, das allein schon rein optisch ein absoluter Leckerbissen ist. Doch auch ansonsten bietet diese chinesische Produktion wirklich Alles, was man sich von einem Film dieser Art erwartet, denn es sind einige melodramatische Züge vorhanden und auch der Hauptcharakter wird extrem heroisch dargestellt, obwohl er auch genügend menschliche Schwächen offenbart, die insbesondere im letzten Drittel der Geschichte in den Vordergrund rücken.

Denn dort fühlt man sich ganz unweigerlich an die alten "Drunken Master-Filme" erinnert, was für viele Leute eventuell etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen dürfte. Doch auch wenn die Kampfeinlagen unter starkem Alkoholeinfluss im ersten Moment sogar recht albern wirken mögen, bestechen sie doch durch eine äusserst gelungene Choreografie und haben zudem streckenweise auch etwas Lustiges an sich. So hat das Geschehen auch durchaus seinen komödiantischen Anteil, der allerdings nicht zu übertrieben erscheint und den gewonnenen Gesamteindruck auch nicht sonderlich trübt. Denn der ist in seiner Gesamtheit auf jeden Fall mit gut zu bezeichnen, wozu auch die agierende Darsteller-Riege ihren Beitrag leistet, denn das gezeigte Schauspiel kann sich jederzeit sehen lassen. Vor allem Hauptdarsteller Man Cheuk Chiu in der Rolle des Su Can weiss absolut zu überzeugen, was sich nicht ausschließlich auf seine Kampffähigkeiten bezieht. Denn auch in der Darstellung des vom Schicksal gezeichneten Mannes macht er ganzzeitig eine überzeugende Figur und sammelt zudem noch jede Menge Symphatiepunkte beim Zuschauer.

Letztendlich handelt es sich bei "True Legend" um einen sehr gelungenen Film, der eine gelungene Mixtur aus martial Arts Film-und Fantasy-Geschehen darstellt. Ein heroischer Hauptcharakter mit menschlichen Schwächen, melodramatische Züge und erstklassig inszenierte Kämpfe sorgen insgesamt für ein bildgewaltiges Filmerlebnis, das vor allem Eastern-Fans regelrecht begeistern dürfte. Trotz einiger Passagen die eher dialoglastig gestaltet sind kommt zu keiner Zeit wirkliche Langeweile auf, so das man bestens und relativ kurzweilig unterhalten wird.


Fazit:


Auch wenn ich kein sonderlicher Fan von Kämpfen bin, in denen die Kontrahenten wild durch die Luft fliegen und die unmöglichsten Dinge veranstalten, haben mich diese Stellen des Filmes nicht so sehr gestört, wie es ansonsten der Fall ist. In vorliegendem Werk passen diese Fantasy-Einflüsse einfach irgendwie perfekt in die Geschichte und verleihen ihr sogar einen gewissen Charme. Das gewonnene Gesamtbild ist größtenteils sehr stimmig und sorgt für einen kurzweiligen Filmgenuss, den man sich jederzeit gut anschauen kann ohne dabei seine Zeit zu verschwenden.


6/10
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