He Never Died

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He Never Died

Beitragvon horror1966 » 23. Mai 2016 14:04

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He Never Died
(He Never Died)
mit Henry Rollins, Booboo Stewart, Kate Greenhouse, Jordan Todosey, David Richmond-Peck, James Cade, Steven Ogg, Scott Edgecombe, Robert Thomas, Elias Edraki, Tamara Almeida, Walter Alza, Scotty Cook
Regie: Jason Krawczyk
Drehbuch: Jason Krawczyk
Kamera: Eric Billman
Musik: James Mark Stewart
keine Jugendfreigabe
Kanada / USA / 2015

Das Leben von Jack ist die Hölle. Jeder seiner Tage läuft nach dem gleichen Prinzip ab - Ausnahmen gibt es für ihn keine. Dies ändert sich, als eines Tages seine 19-jährige Tochter Andrea vor der Tür steht und den Wunsch äußert, Jack besser kennen zu lernen. Die Familienzusammenkunft erleidet jedoch einen Unterbruch, als Andrea von üblen Gesellen entführen wird. Dumm nur, dass Jack kein normaler Vater ist, sondern seit Tausenden von Jahren auf Erden wandelt und darin geübt ist, das Böse in all seiner Form auszurotten.


Im Bereich der unzähligen Independent Produktionen trifft man immer wieder auf herrlich kleine Filmperlen, die den Zuschauer trotz eher geringer Erwartungen eines Besseren belehren und erstklassige Filmkost anbieten. Wenn dann auch noch wie im vorliegenden Fall ein extrem guter und sehr unterhaltsamer Genre Mix heraus kommt ist die Freude besonders groß und Jason Krawczyk präsentiert mit seinem zweiten Spielfilm "He never Died" eine wirklich außergewöhnliche Kombination verschiedener Genres, die letztendlich einen mehr als guten Gesamteindruck beim Betrachter hinterlässt. Schon aufgrund der Inhaltsangabe und des Covers der deutschen Blu-ray kann man dabei erahnen, das in der Erzählung ein gewisser Anteil an Fantasy Elementen zu erwarten ist. Außerdem vermischt Krawczyk aber auch Zutaten des Actionfilms, des Thrillers und des Horrorfilms und stattet das Ganze letztendlich noch mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor aus, so das man am Ende mehr als nur zufrieden sein kann.

Eine der Stärken des Filmes liegt meiner Meinung nach in der Darstellung der Hauptfigur begründet, denn Henry Rollins mimt den Unsterblichen einfach nur grandios. Die Interpretation des mürrischen und miesepetrigen Mannes ist absolut gelungen und auch die offensichtliche Emotionslosigkeit des biblischen Wesens wird einem exzellent rüber gebracht. In Verbindung damit entstehen immer wieder nahezu groteske Momente, so das man definitiv auf jede Menge skurrile Situationskomik hoffen kann. Dazu tragen auch die enthaltenen Dialoge bei, denn gerade weil Jack einen eher in sich gekehrten und wortkargen Part abliefert, sorgen seine knappen Äußerungen oft genug für so manchen Schmunzler im Gesicht des Zuschauers.

Nun geht es aber längst nicht nur witzig zur Sache, denn mit zunehmender Laufzeit offenbaren die Abläufe auch gezielt eingesetzte Gewaltspitzen, bei denen es auch das ein oder andere Mal etwas blutiger wird. Einen hoch angesiedelten Härtegrad sollte man aber dennoch nicht erwarten, denn Krawczyk hat sehr wohl darauf geachtet, das zu keiner Zeit der handelsübliche Rahmen gesprengt wird. Das ist aber auch gut so, denn das Geschehen wirkt in sich absolut stimmig und besticht in erster Linie immer wieder durch seine unzähligen schwarhumorigen Passagen, mit denen man nun wirklich nicht gegeizt hat. Wenn man denn überhaupt ein Haar in der Suppe finden will dann ist es eventuell das etwas zu abrupt einsetzende Ende. An dieser Stelle hätten die Macher sicherlich besser agieren können, aber ansonsten gibt es im Prinzip überhaupt nichts zu bemängeln.

"He never Died" wird die Meinungen sicherlich spalten, denn nicht jeder wird etwas mit dieser außergewöhnlichen Genre Kombination anfangen können. Wer aber einmal etwas über den Tellerrand hinaus schauen möchte und satt ist vom ansonsten vorgesetzten Einheitsbrei, der ist bei dieser kleinen Perle an der genau richtigen Adresse und wird jede Menge Spaß am Geschehen haben.Jedenfalls handelt es sich hier um eine richtig gelungene Abwechslung, in der ein eher unbekannter Regisseur den Mut zu innovativen Ideen hat und diese auch noch sehr gelungen umsetzen kann. Von mir gibt es definitiv eine dicke Empfehlung an alle, die eine unterhaltsame Kombi aus mehreren Genres zu schätzen wissen.


Fazit:


"He never Died" ist eine der bisher positivsten Überraschungen dieses Jahres und ist in meinen Augen als regelrechtes Juwel einzustufen. Bleibt zu hoffen, das auch andere Regisseure den Mut aufbringen, fernab des üblichen Einheitsbreis auch einmal etwas andere Wege zu gehen, um für Abwechslung vor den heimischen TV Geräten zu sorgen.


8/10
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Re: He Never Died

Beitragvon horror1966 » 3. Jun 2016 14:08

Kritik ist drin.
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horror1966
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