Die Rückkehr der Wildgänse

Komödien, Kriegsfilme, Western und schwer einzuordnende Filme finden hier ihren Platz

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Die Rückkehr der Wildgänse

Beitragvon horror1966 » 27. Dez 2013 15:33

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Die Rückkehr der Wildgänse
(Cobra Mission)
mit Oliver Tobias, Christopher Connelly, Manfred Lehmann, John Steiner, Ethan Wayne, Donald Pleasence, Gordon Mitchell, Maria Koltay, Kordy Mounir, Richard Lester, Luciano Pigozzi, Brad Fletcher, Jene Davis
Regie: Fabrizio De Angelis
Drehbuch: Gianfranco Clerici / Vincenzo Mannino / Fabrizio De Angelis / Erwin C. Dietrich
Kamera: Sergio D'Offizi / Sergio Salvati
Musik: Francesco De Masi
keine Jugendfreigabe
Deutschland / Italien / 1986

USA 1986 - Der Vietnam-Krieg ist seit Jahren beendet. Doch vier Green Barretts können noch immer nicht ihre vermissten Kameraden vergessen. Um der Welt zu beweisen, dass viele davon noch leben, planen die vier eine "private" Befreiungsaktion. Mit Hilfe alter Freunde gelangen sie nach Hanoi und erreichen nach draufgängerischen Abenteuern das erste Gefangenenlager. Doch keiner der über Hundert befreiten GIs will fliehen. Völlig überrascht suchen die vier Draufgänger nach dem Grund für dieses merkwürdige Verhalten. Sie stoßen auf internationale Staatsgeheimnisse und stehen plötzlich zwischen allen Fronten...


Der etwas irreführende deutsche Titel dieses Filmes könnte manch einen auf eine falsche Spur bringen und dabei suggerieren, das es sich um eine Fortsetzung des Klassikers "Die Wildgänse kommen" handelt, dabei handelt es sich vielmehr um eine der unzähligen italienischen B-Movies, die zur damaligen Zeit die Runde machen. Thematisch gesehen handelt es sich einmal mehr um die Frage, ob es noch immer amerikanische Kriegsgefangene in Vietnam gibt, was von den jeweiligen Regierungen selbstverständlich bestritten wird. So zählt das Werk also zu der Gruppe von etlichen billig produzierter Szenarien und erinnert phasenweise schon ein wenig an Filme wie "Rambo 2 - Der Auftrag" oder auch "Missing in Action", denn einige offensichtliche Ähnlichkeiten kann man keinesfalls übersehen. Lediglich im Bezug auf die Qualität sind dann jedoch diverse Unterschiede festzustellen, und "Cobra Mission" wie der Film im Original heißt, lässt eine trashige Note erkennen, die dem Gesamtbild allerdings recht gut zu Gesicht steht.

Wie in vielen vergleichbaren Szenarien wird der Zuschauer auch hier mit mehreren Kampfhandlungen konfrontiert, die schon auf den ersten Blick relativ unglaubwürdig erscheinen, denn es ist doch nur sehr schwer vorstellbar, das eine vierköpfige Truppe ehemaliger Soldaten sich mit den hier dargestellten Erfolgen gegen eine gigantische Überzahl des Gegners durchsetzen kann. Dabei sind die Ereignisse generell mit unzähligen Klischees ausgestattet, der Amerikaner wird wie eigentlich immer als glorreicher Held dargestellt, wohingegen die Soldaten des Vietkong zumeist mit der Bezeichnung Bestie tituliert werden, was für den erfahrenen Kenner diverser Kriegsfilme nicht unbedingt eine Neuigkeit darstellen dürfte.

Im Bezug auf die Kampfhandlungen und die Action-Passagen ganz generell sollte man keinerlei Wunderdinge erwarten, denn wirklich spektakuläre Dinge bekommt man nicht geboten. Zudem dauert es auch eine geraume Weile, bis die Geschehnisse so richtig in Fahrt kommen, denn die Einführung in die Geschichte nimmt doch einen nicht unwesentlichen Anteil der Laufzeit ein. Für viele Leute mag sich das nun alles eher negativ anhören, doch ehrlich gesagt versteht es "Die Rückkehr der Wildgänse" durchaus, dem Betrachter kurzweilige und solide Unterhaltung anzubieten, die zum Ende hin sogar noch einen Schuss Gesellschaftskritik enthält. Das Finale entlässt einen nämlich relativ nachdenklich und mit einem bitteren Beigeschmack aus den Ereignissen, was man nun wirklich nicht unbedingt vorhersehen konnte.

Letztendlich handelt es sich hier wirklich um keinen schlechten Film und Fabrizio De Angelis hat neben den üblichen Zutaten eben diese nachdenklich stimmende Note mit eingebracht, die das Ganze in meinen Augen auch noch ein wenig aufwertet. Und so kann man dann auch ohne Weiteres eine Empfehlung an all jene aussprechen, die einen soliden Söldnerfilm zu schätzen wissen, denn dieses Sub-Genre hat etliche Beiträge zu bieten, die nicht annähernd so gut unterhalten, wie es bei "Die Rückkehr der Wildgänse" der Fall ist.


Fazit:


Ein wenig "Rambo 2" und ein bisschen "Mission in Action", schon bekommt man eine italienische B-Produktion mit trashigem Anstrich, die aber durchaus sehenswert und kurzweilig erscheint. Wer Filme dieser Art mag darf definitiv einen Blick riskieren und wird diese Entscheidung sicherlich nicht bereuen.


6,5/10
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