Crystal Lake Memories

Komödien, Kriegsfilme, Western und schwer einzuordnende Filme finden hier ihren Platz

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Crystal Lake Memories

Beitragvon horror1966 » 19. Mär 2017 14:57

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Crystal Lake Memories
(Crystal Lake Memories: The Complete History of Friday the 13th)
mit Corey Feldman, Peter Bracke, Melyssa Ade, Diane Almeida, Gabriel Bartalos, Kimberly Beck, Jennifer Cooke, Wes Craven, Sean S. Cunningham, Noel Cunningham, Robert Englund, Kane Hodder, Warrington Gillette, Erin Gray, David Kagen, Dana Kimmell, Ken Kirzinger, Harry Manfredini, uvm.
Regie: Daniel Farrands
Drehbuch: Peter Bracke / Daniel Farrands
Kamera: Buz Wallick
Musik: Harry Manfredini
FSK 16
USA / 2013

Regisseur Daniel Farrands gewährt dem Zuschauer in seiner Dokumentation einen Blick hinter die Kulissen der Horror-Klassiker um das „Freitag, der 13.“-Franchise. Begonnen hat alles mit Sean S. Cunninghams gleichnamig betitelten Film aus dem Jahr 1980 mit Kevin Bacon, in dem ein Camp zum Schauplatz einer schauerhaften Mordserie wird. Der Streifen wurde ein wahrer Erfolg an den Kinokassen. Zahlreiche weitere Filme sollten im Laufe der Jahre folgen. Von den Anfängen im Jahr 1980 bis zum Reboot von 2009 führen nie zuvor gezeigte Fotos, Film-Clips, Outtakes, Archiv-Dokumente, Konzeptbilder und mehrere Interviews mit über 150 Cast- oder Crewmitgliedern durch alle zwölf Filme und eine auf den Kinofilmen basierende Fernsehserie.


Es gibt mehrere wirklich gute Dokumentationen über das Horror Genre, von denen auch einige bestimmte Filmreihen recht ausführlich beleuchten. In diesem Bezug ist wohl vor allem "Never Sleep Again: The Elm Street Legacy" zu nennen, in der man der Horror-Ikone Freddy Krueger und so auch der "Nightmare on Elm Street" Reihe huldigt. Mit knapp vier Stunden Laufzeit handelt es sich dabei um eine der informativsten und ausführlichsten Dokus, die gleichzeitig auch eine mehr als würdige Veröffentlichung darstellt und das Herz eines jeden Fans in die Höhe schlagen lässt. "Crystal Lake Memories" setzt dem Ganzen noch einmal einen drauf, denn auf drei DVD's mit insgesamt über sechs Stunden Laufzeit präsentiert Regisseur Daniel Farrands das ultimative Fan-Package für alle Liebhaber der "Freitag der 13." Filmreihe und widmet sich dabei sämtlichen Filmen des Franchises, wobei selbstverständlich auch das Spin-Off "Freddy vs. Jason" als auch das Reboot von Marcus Nispel mit an bord sind. Aufgezogen ist die Dokumentatiom im Stil von "Never Sleep Again", denn auch in vorliegendem Fall lebt die Chose in erster Linie von unzähligen O-Tönen unzähliger Darsteller, der verschiedenen Regisseure und diversen Produzenten. Desweiteren werden jedoch auch etliche Filmausschnitte und Anekdoten präsentiert, so das letztendlich eine Ansammlung interessanter Informationen und Hintergründe entsteht, die wirklich jeden Fan begeistern dürfte. Die Gesamtlaufzeit von gut sechs Stunden wirkt zwar ziemlich gewaltig, aber immerhin handelt es sich ja auch um die langlebigste Filmreihe des Genres. Zudem wird jeder einzelne Film richtig eingehend vorgestellt und die dabei an den Tag tretende Fülle an Informationen beinhaltet eine Menge Details, die wohl selbst der eingefleischteste Fan noch nicht kannte.

Besonders imponierend ist insbesondere die Anzahl an ehemaligen Darstellern die sich hier versammeln, um liebevoll und charmant ihre Erfahrungen mit dem Franchise zum Besten geben. Etliche der Protagonisten erkennt man selbst heute noch wieder da sich sich rein äußerlich nur wenig verändert haben, bei anderen muss man schon zweimal hinschauen, wenn man den direkten Vergleich zwischen damals und heute im Bild präsentiert bekommt. Sie alle schildern ihre ganz persönlichen Erfahrungen und dabei kommen etliche wohl eher unbekannte Details ans Tageslicht, von denen man bisher keine Ahnung hatte. Sämtliche Interviews drücken dabei eine extrem positive und sympathische Grundeinstellung aus und mancher der Akteure gerät manchmal richtig gehend ins schwärmen. Die problematischen Aspekte der einzelnen Teile werden in der Hauptsache von den Regisseuren und Produzenten wieder gegeben, wobei in der Hauptsache immer wieder die Sprache auf das Kürzen etlicher Gewalteinstellungen kommt, damit man zur damaligen Zeit auch die Freigabe für die einzelnen Teile erhalten konnte. Gleichzeitig wird auch über unzählige Szenen gesprochen die nie in die Filme eingefügt wurden obwohl man sie abgedreht hatte, was für mich persönlich einer der spannendsten Aspekte dieser Doku war. Leider wurde laut diversen Aussagen das überschüssige Filmmaterial einiger Filme von Paramount vernichtet, so das das die Hoffnungen der Fangemeinde auf irgendwann einmal erscheinende Director Cuts der jeweiligen Filme zerstört ist. Bis auf diesen einen Punkt hat "Crystal Lake Memories" ansonsten aber nur positive Seiten, denn die Fülle der hier dargebrachten Hintergrundinformationen ist eine wahre Pracht.

So werden einem beispielsweise auch die Beweggründe näher gebracht, warum jeder einzelne Teil der Reihe in der vorliegenden Form abgedreht wurde und welche Intension der Macher hinter ganz bestimmten Dingen steht. Es werden etliche Einstellungen gezeigt in denen offensichtliche Anspielungen auf bestimmte Personen oder andere Filme serviert werden, auf die man während der Sichtung eines Filmes vielleicht gar nicht so achtet. Gerade diese kleinen und oft übersehenen Details sind sehr reizvoll und sorgen gleichzeitig dafür, das man bei der nächsten Sichtung der "Freitag der 13." Reihe auch auf die kleinsten Kleinigkeiten achten wird. Natürlich nehmen auch die Effekte in einer so ausführlichen Doku einen gewichtigen Stellenwert ein und so bekommt man einen äußerst guten Einblick präsentiert, wie etliche Gewalteinstellungen überhaupt gedreht wurden. An dieser Stelle kommen wirklich sehenswerte Tricks ans Tageslicht, die einen ungefähren Eindruck darüber geben, wie schwer so manche Szene überhaupt zu realisieren war. Tom Savini ist bei diesem Schwerpunkt natürlich ein unverzichtbarer Name, denn schließlich zeichnet er für die SFX in mehreren Teilen verantwortlich. Neben ihm kommen allerdings auch andere Meister ihres Faches zu Wort, die einen tollen Einblick in ihre Arbeit gewähren. Und so wird man dann eventuell auch so manch explizite Gewaltdarstellung bei einer neuerlichen Sichtung mit ganz anderen Augen sehen, denn was als fertiges Produkt immer so selbstverständlich aussieht, ist mit jeder Menge schwerer Arbeit und einem kaum für möglich gehaltenen Zeitaufwand verbunden. Wenn man dann sieht, mit wie viel Liebe und Herzblut die einzelnen Einstellungen möglich gemacht wurden, entwickelt man einen ungeheuren Respekt vor dieser teils mühseligen Arbeit.

"Freitag der 13." ist im Genre ein nicht weg zu denkender Begriff und die langlebigste Horrorfilmreihe erhält mit der vorliegenden Dokumentation eine verdiente Würdigung. Die ausführliche Vorstellung der einzelnen Filme und die damit verbundenen Hintergründe sind absolut erstklassig, gleichzeitig haftet dem Ganzen ein unglaublich hoher Unterhaltungswert an. Die komplette Dokumentation ist dabei nicht nur extrem informativ, sondern sie beinhaltet auch sehr viel Charme und Liebreiz, was insbesondere in den Aussagen der unzähligen Akteure immer wieder zum Ausdruck kommt. Gerade bei den Darstellern ist dabei des Öfteren ein ganz bestimmter Glanz in den Augen zu sehen, was unweigerlich auch einen gewissen Stolz erahnen lässt, an diesem Franchise beteiligt gewesen zu sein. Dies äußert sich zwar auch vermehrt in unzähligen Aussagen, doch vor allem der Blick in die Augen mancher Akteure hinterlässt den untrüglichen Eindruck, das sie an etwas Großem mitgewirkt haben. Zuletzt sollte man nicht unerwähnt lassen, das die Filmreihe auch in finanzieller Hinsicht ein relativ guter Erfolg ist, denn auch wenn einzelne Teile nicht den ersehnten Erfolg an den Kinokassen hatten, kann man sich insgesamt gesehen nicht wirklich beschweren. Letztendlich ist "Crystal Lake Memories" für mich die ultimative Dokumentation über eine Horrorfilmreihe, die sogar noch informativer als "Never Sleep Again" daher kommt. Während der gesamten Laufzeit kommt noch nicht einmal der Ansatz von Langeweile auf, denn dafür sorgen allein schon die unzähligen O-Töne der vielen Protagonisten. Und so bekommt der geneigte Fan das volle Paket aus Hintergründen, Informationen und persönlichen Anekdoten geliefert, das in keiner gut sortierten Sammlung fehlen sollte.


Fazit:


Diese liebevoll zusammen gestellte Würdigung von "Freitag der 13." kann oder muss man sich sogar mehrmals anschauen, denn es dürfte so gut wie unmöglich sein, sämtliche Infos bei nur einer Sichtung zu speichern. Dafür bekommt man einfach zu viel Input und außerdem werden einem bei einer neuerlichen Sichtung ganz bestimmt noch etliche Kleinigkeiten ins Auge stechen, die man bei der Erstsichtung noch nicht entdeckt hat. Wie dem aber auch sei, "Crystal Lake Memories" dürfte für jeden Fan von Jason Voorhees ein wahres Sammelsurium an Details sein, von denen man viele auch noch nicht kannte.


10/10
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Re: Crystal Lake Memories

Beitragvon horror1966 » 19. Mär 2017 19:04

Kritik eingefügt
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Re: Crystal Lake Memories

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 21. Mär 2017 18:32

Ein Kumpel von mir hatte damals etliche UK VHS von der Serie zu Friday the 13th
Ich kann mich allerdings nur noch an die bescheidene Qualität der Serie erinnern.
Würde sie mir aber heutzutage gern mal anschauen.
Youtube bringt nix,sind seit paar Monaten ohne WLAN.
Und meine 4GB Handydatenvolumen brauche ich für Banking etc.
Wenn ich die Memories hier mal günstig bekommen sollte,hol ich se mir.
Hab zwar schon massig Interviews zu Friday the 13th gesehen,aber als Fan der Reihe kann man sich die Doku ja mal ins Haus holen.
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Re: Crystal Lake Memories

Beitragvon horror1966 » 21. Mär 2017 20:03

Die Doku sollte man wirklich haben, selbst mir als eingefleischtem Fan waren etliche Details nicht bekannt.
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