Cage of Glory - Sieg um jeden Preis

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Cage of Glory - Sieg um jeden Preis

Beitragvon horror1966 » 2. Jun 2015 14:17

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Cage of Glory - Sieg um jeden Preis
(Chavez: Cage of Glory)
mit Hector Echavarria, Danny Trejo, Steven Bauer, Patrick Kilpatrick, James Russo, Patricia Ponce de León, Josh Samson, Heath Herring, Sadie Katz, Robert Miano, Rick Mancia, Cela Scott, Jonathan Tabler, Trevor Lawrence Young
Regie: Hector Echavarria
Drehbuch: Hector Echavarria
Kamera: Seo Mutarevic
Musik: Neil Argo
keine Jugendfreigabe
USA / 2013

Hector Chavez (Hector Echavarria), Vater eines kranken Sohnes, schafft es kaum, sein eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen. Trotzdem tut er alles dafür, seinem Kind die bestmögliche Behandlung zu verschaffen. Er verschuldet sich dafür bis an den Rand des Existenzminimums, aber alle Anstrengungen reichen nicht aus. Um sich aus dieser fatalen Situation zu befreien, frischt Hector schließlich seine Mixed-Martial-Arts-Fertigkeiten wieder auf und wird schnell zu einer festen Größe im Untergrund von Los Angeles. Durch Videoaufnahmen seiner Kämpfe qualifiziert er sich auf ungewöhnlichem Weg für die Mixed-Martial-Arts-Weltmeisterschaft und darf gegen den amtierenden Champion antreten. Und das muss er auch, denn mit dem Preisgeld kann er die Operation bezahlen, die das Leben seines Sohnes retten kann…


Der Filmtitel sowie auch das Cover der deutschen Blu-ray suggerieren dem Zuschauer einen Kampfsportfilm, doch dieser Eindruck soll sich während der gut 90 Minuten Laufzeit doch ein wenig relativieren. Sicherlich dreht sich die Hintergrund Thematik dieses Filmes ganz eindeutig um die Martial Art Szene, doch visuell gesehen kommt das nur ganz sporadisch zum Ausdruck. Es eröffnet sich vielmehr ein Drama, in dem Regisseur und Hauptdarsteller Hector Echavarria sich anscheinend selbst ein Denkmal setzen will. Nicht anders ist es logisch zu erklären, das der gute Mann sich selbst als glorifizierten Helden und Gutmensch hinstellt und sämtliche anderen Figuren der Story eher unsympathisch erscheinen lässt. Wie die Inhaltsangabe schon andeutet hat sich Echavarria recht deutlich bei anderen Filmen bedient, so lassen allein schon die Grundzüge des Geschehens relativ starke Erinnerungen an einen Klassiker wie "Rocky" aufkommen, denn auch dort wurde einem Underdog die Möglichkeit geboten, gegen den amtierenden Weltmeister einer Sportart anzutreten. Die ist aber längst nicht die einzige Parallele zu anderen Werken und so kann man sich denken, das in diesem Szenario nicht unbedingt mit Überraschungen oder innovativen Ansätzen zu rechnen ist. Wenn die zusammen geklaute Chose nun zumindest in der Summe stimmig und unterhaltsam wäre dann könnte man dies ja noch verkraften, doch leider bietet "Cage of Glory" in dieser Beziehung nur streckenweise sehenswerte Kost an.

So hätte es sicherlich nicht geschadet dem Ganzen ein wenig mehr das Flair eines Martial Arts Filmes zu verleihen, doch leider ist dies nur in kleineren Ansätzen wirklich zu erkennen. Der Regisseur hat sein Hauptaugenmerk vielmehr auf sich selbst gerichtet und arbeitet mit den größten Bemühungen daran, das man seine Figur mit einem Heldenstatus versieht und gleichzeitig auf einen schier unantastbaren Sockel setzt. Das gelingt ihm dann auch gar nicht schlecht, doch schadet dieser Umstand der Geschichte an sich, denn diese Art von Selbstbeweihräucherung hat schon mehr als nur einen Hauch von Penetranz an sich. Dem ein oder anderen mag dieser Umstand vielleicht sogar gefallen, doch hätte man besser auf eine genauere Gewichtung der einzelnen Zutaten achten sollen, um "Cage of Glory" ein besseres Gesamtbild zu verpassen.

Trotz einer teilweise recht bekannten Darsteller Riege bekommt man nicht unbedingt überzeugendes Schauspiel geboten und wie immer ziert B-Movie Legende Danny Trejo einmal mehr eine eher unbedeutende Nebenrolle. Daran hat man sich ja im Laufe der letzten Jahre durchaus gewöhnt, doch wer ist denn bitte auf die Idee gekommen, den guten Danny mit Synchronstimme zu versehen die einem die Lachtränen in die Augen treibt? Wie dem auch sei, in der Gesamtbetrachtung hinterlässt die Geschichte einen maximal durchschnittlichen Eindruck beim Zuschauer, der sich auch beim entscheidenden Kampf des Weltmeisters gegen den Underdog eher auf eine kleine Enttäuschung einstellen sollte. Statt rasanten Kampfszennen bekommt man leider nur zwei ungelenke Fighter geboten, deren Aktionen zumeist hölzern und wenig gekonnt anmuten.

Wie der Kampf dann letztendlich ausgeht kann man sich denken und auch die restlichen in der Inhaltsangabe erwähnten Probleme finden selbstverständlich ihr Happy End, so das am Ende eine ganze Menge an Kitsch übrig bleibt. Zur einmaligen Sichtung gerade noch geeignet, bleibt "Cage of Glory" mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nachhaltig im Gedächtnis hängen.


Fazit:


Wenig Action, etwas kitschiges Drama und ein Höchstmaß an Selbstbeweihräucherung sind die Zutaten für eine Geschichte, die sich aus etlichen zusammen geklauten Elementen zusammen setzt. Manchen Leuten wird das sicherlich gefallen, doch insgesamt gesehen bleibt nicht mehr übrig als ein Szenario, das sich am unteren Durchschnittsbereich ansiedelt.


4/10
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Re: Cage of Glory - Sieg um jeden Preis

Beitragvon horror1966 » 5. Jun 2015 14:04

Kritik eingefügt.
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horror1966
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