Symphony in Blood Red (2010)

Fulci, Argento und Co. finden hier ihren Platz

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 697

Symphony in Blood Red (2010)

Beitragvon DanGore » 18. Sep 2013 20:47

BildBild

Herstellungsland: Italien

Erscheinungsjahr: 2010

Regie: Luigi Pastore

Darsteller: u. a. Sharon Alessandri, Nikol Brown, Federica Carpico, Tony Cimarosa, Michela Foresta, Fabio Giovannini, Anna Morosetti, Simona Oliverio, Matteo Pastore, Riccardo Serventi Longhi, Antonio Tentori, Gianluca Testa

Laufzeit : 78:09 Minuten

Freigabe : ungeprüft

Label : 8-Films

Bild



Story :

Als Weise wurde Crisalide in einer Kirche aufgezogen, wo er durch die Hölle gehen musste.
Erniedrigung, körperliche Gewalt und auch sexueller Missbrauch standen dort an der Tagesordnung.
Nun ist Crisalide ein erwachsener Mann, dem durch seinen Psychiater Schizophrenie und Paranoia diagnostiziert wurde.
Doch das ehemelige Waisenkind ist voller Zorn und Rachegelüsten und will sich an allen Involvierten die ihn zu dem seelischen Krüppel der er ist rächen.

Bild


Ganz oben auf der Liste steht der Pater Alfredo, der ihm durch seine sexuellen Übergriffe seiner Kindheit beraubte und ihn unfähig machte zu lieben und normale sexuelle Beziehungen einzugehen.
Doch nicht nur der Priester muss die gewalttätige Wut am eigenen Leibe erfahren, schon bald stapeln sich die Leichen in dem kleinen Dorf in Italien.
Und auch unschuldige Menschen geraten ins Visier des paranoiden Killers auf der Suche nach Vergeltung.
So auch die junge Lisa, die in der Laden ihr Handy auflädt und dort ihre Telefonnummer angeben muss.
In diesem Moment hält sich auch Crisalide dort auf und hat nun die Nummer seiner "Angebeteten" und die junge Frau weiß noch nicht welches blutige Martyrium ihr noch bevorsteht.....


Bild


Bewertung :

Mit SYMPHONY IN BLOOD RED liefert Luigi Pastore sein Regiedebüt ab, welches für die Fans italienischer Genrefilme - primär dem Giallo - sehr interessant sein dürfte.
Bei SYMPHONY handelt zwar eher um einen Hybrid aus Giallo und den blutigen, italienischen Horrorfilmen der 80ger , doch die elementaren Versatzstücke sind nicht zu leugnen - die Liebhaber beider Genre bekommen von Pastore quasi ein "Best of" von beidem.
Der Debütanten hat hier zwar kein perfektes Meisterwerk geschaffen und storytechnisch hätte man mehr aus SYMPHONY IN BLOOD RED machen können, doch für seinen Erstling kann sich das Gesamtprodukt wirklich sehen lassen.
Nicht zu leugnen ist, das SYMPHONY mit ein paar kleinen Schwächen zu kämpfen hat auf die ich etwas später noch genauer eingehen werde.

Bild


Das Pastore zuvor schon das Glück hatte und mit den großen des Genre zusammenarbeiten konnte, kommt SYMPHONY IN BLOOD RED sehr zugute und den Hauptinspirationsquellen wurde auf adäquate Weise ein Tribut in neumodischem Gewand gezollt.

Die Liste der Leute mit denen der Regieneuling schon gearbeitet hat liest sich wie ein Bestandsaufnahme des italienischen Genrefilm und unter anderem zählen Luigi Fulci, Joe D'Amato, Bruno Mattei und Dario Argento zu ihnen - wobei hier aber letztere der Haupteinfluss gewesen ist.
Für den Meister des italienischen Horrors - Dario Argento - hat Luigi Pastore in der Vergangenheit sogar schon hinter den Kulissen gearbeitet und war seit Kindheit ein Bewunderer seiner Filme.

Bild


Auch die Liste der Beteiligten an SYMPHONY IN BLOOD RED kann sich sehen lassen und einige große Namen sind zu vernehmen, die dem geneigtem Fan in einen leichten Zustand der Euphorie versetzen dürften.
Für das Script - auch wenn dies ein paar Wünsche offen lässt - war hier Antonio Tentori verantwortlich, der schon die Drehbücher zu Fulcis NIGHTMARE CONCERT und DEMONIA schrieb.
Die blutigen Effekte in SYMPHONY IN BLOOD RED haben es wirklich in sich, sind allesamt handgemacht und bis auf ein paar Ausnahmen auch sehr authentisch ausgefallen.
Diese FX wurden von keinem geringerem als der italienischen FX-Legende Sergio Stivaletti inszeniert, der sein Handwerk schon in unzähligen Filmen wie DELLAMORTE DELLAMORE, DÄMONEN 1 & 2, THE CHURCH, THE SECT oder auch TERROR IN DER OPER erfolgreich unter Beweis stellen konnte.
Auch hier gelingt es ihm wieder dem blutigem Grauen die angemessene Visualität zu verleihen, die zu überzeugen weiß.

Bild


Musikalisch dürfte SYMPHONY IN BLOOD RED vor allem die Fans der Band "Goblin" ansprechen, da der Ex-Goblin Claudio Simonetti hier knapp ein Drittel zur Filmmusik beisteuerte.
Mit seiner neuen Band "Daemonia" wird hier Neues wie auch Altbekanntes vorgetragen und jeder Fan von "Goblin" kommt voll auf seine Kosten - Simonetti und "Daemonia" haben als Band sogar einen Gastauftritt im Film und performen dort in einem Nachtclub auf der Bühne.
Der Rest des Soundtracks wurde von "Art Vision" komponiert und eingespielt, die sich dem Sound der guten, alten Genreflicks aus dem Land der Pasta und Pizza verschrieben haben und diesen auch bestens in das neue Jahrtausend transportieren.
Insgesamt gibt es an der hier verwendeten Filmmusik keinen Grund etwas zu bemängeln, da diese die Atmosphäre und die eingefangenen Bilder grandios untermalt und unterstüzt - ein Italo-Retro Horrorfeeling stellt sich wohl bei jedem Betrachter zwangsläufig ein.


Bild


Kinematographisch kann sich SYMPHONY IN BLOOD RED auch durchaus sehen lassen, auch wenn
das verwendete Filmmaterial - welches wohl DV gewesen sein dürfte - ein wenig Grund zu Beanstandungen gibt.
Dadurch wirkt der Film stellenweise nämlich etwas billig und hat eine etwas unprofessionellen Look.
Hätte man SYMPHONY auf 35mm gedreht und wohlmöglich noch IB-Technicolor gehabt, dann hätte man mit einem etwas ausgefeilterem Script ein kleines, modernes Meisterwerk - ein Referenzstück des italienischen Horrorfilm des 21. Jahrhunderts - schaffen können.

Nichtsdestotrotz bekommt man aber doch einiges an versierter Kameraarbeit zu sehen und grade die Close-Ups lassen Erinnerungen an Filme wie TERROR IN DER OPER oder TENEBRAE wach werden.
Auch das Spiel mit intensiven Primärfarben wurde beherrscht und streckenweise führt dies schon zu fast ekstatischen Zuständen, die den Zuschauer zurück in die Blütezeit des Giallo versetzt.

Bild


Bei den Protagonisten müssen leider einige Abstriche gemacht werden und auch wenn diese ihr bestes geben, sollten keine darstellerischen Meisterleistungen erwartet werden.

Dafür sind aber einige der Aktricen sehr zeigefreudig und sich auch nicht zu Schade ihren nackten, wohlgeformten Alabasterkörper von Filmblut besudeln zu lassen - daran dürften sich vor allem die männlichen Zuschauer erfreuen können.

Bild


Ein darstellerisches Highlight in SYMPHONY IN BLOOD RED ist zweifelsohne Antonio Tentori - der mit Luigi Pastore zusammen auch das Drehbuch verfasste - als Killer.
Tentori liefert eine eindringliche und überzeugende Darstellung eines zum gewaltätigem Monster mutiertem Mannes.
Vor allem wenn man SYMPHONY IN BLOOD RED im Originalton mit Untertiteln schaut, kann Tentori mit seiner kalten und bedrohlichen Performance überzeugen.
Interessant und der Atmosphäre dienlich ist dabei auch, das Tentoris physische Präsenz in der Umsetzung begrenzt ist und man nie sein direktes Anlitz zu sehen bekommt - dies verleiht dem Gesamteindruck einen mystischen, nicht greifbaren Aspekt.

Bild


Wie es meist bei Regiedebüts der Fall ist, hat auch SYMPHONY IN BLOOD RED mit minimalen Schwächen zu kämpfen.
Da wäre zum ersten die recht dünne Story, die mit fortschreitender Laufzeit immer mehr in den Hintergrund rückt und nachher lediglich als Aufhänger für weitere Morde dient.

Dort finden sich auch ein paar unlogische Handlungsabläufe wieder, da es nicht ganz nachvollziehbar ist warum auch unschuldige, nicht involvierte Menschen dem Killer zum Opfer fallen.
Auch die Charakterzeichnungen sind ein wenig flach ausgefallen und lediglich zum Mörder und Lisa kann der Zuschauer ein wenig Bezug aufbauen.
Hier werden des öfteren neue Charaktere in den Film eingebracht, ohne diese einzuleiten und sie dienen lediglich als Kannonenfutter.

Ein anderes Manko tut sich in den letzten Minuten das Films auf, da im finale auf jegliche Erklärungen bezüglich Lisas trächtigem Zustand verzichtet wird.

Einen interessanter Ansatz findet man in der Visualisierung der Psyche des Killers wieder, auch wenn dies auf den Zuschauer oft Irrational wirkt.

Leider hat Pastore dieses Potenzial nicht vollends genutzt, denn wäre dies der Fall gewesen wäre aus SYMPHONY IN BLOOD RED ein grandiose, perfides Giallo-Psychokammerspiel geworden.

Bild


Dem Regisseure sollten aber keine zu großen Vorwürfe gemacht werden, da auch trotz dieser Kritikpunkte der Film durch Charme und der Verbeugung vor den Vorbildern überzeugen und punkten kann.

Wirft man einen Blick auf die letzten Werke des Meisters Dario Argento - welche mitunter allesamt für Enttäuschung und Ernüchterung sorgten - ist bei Luigi Pastores Homage an die Referenzstücke Argentos ein wesentlich überzeugenderer Film bei rumgekommen, als es der italienischen Giallo-Ikone selbst in den letzten Jahren geglückt ist.
Ich bin mir aber sicher, das sich der Regisseur dieser Ungereimtheiten und Kritikpunkte bewusst ist und ihm diese bei seiner nächsten Regiearbeit nicht erneut passieren werden.

7,5 von 10 Küchenmessern

Bild


Zur DVD :

Das Label 8-Films bietet dem deutschen Endkonsumente auch bei diesem Neo-Giallo die wohl opulenteste Veröffetlichung die sich mehr als sehen lassen kann.
Als Verpackung wurde hier ein Mediabook gewählt, welches inhantlich als auch optisch überzeugen kann und auf 1500 Stück limitiert ist.
Das Booklet selbst ist mit 24 Seiten eventuell nicht so umfangreich wie es bei anderen Mediabooks der Fall ist, lässt aber keine Wünsche offen.
Neben einer reichen Bebilderung kommt nicht nur der Regisseur Luigi Pastore in einem Kurzinterview in deutscher und englischer Sprache und einer Einleiitung zu Wort.
Hier gibt es sogar Anekdoten und Meinungen von bekannten Namen wie Claudio Simonetti, Lamberto Bava, Luigi Cozzi, Sergio Stivaletti, Daria Nicolodi, Antonio Tentori und Dario Argento persönlich nachzulesen.
Die Bezeichnung "Collectors Edition" trifft bei dieser 2 Disc Edition vollends zu.
Auf der ersten Disc befindet sich der Hauptfilm HD Remastered in 1,78:1 (anamorph / 16:9) in makelloser, grandioser Bildqualität.
Bei dem Ton hat man die wahl zwischen dem italienischem Originalton und der deutschen Synchro (beide je in Dolby Digital 2.0 Stereo und Dolby Digital 5.1 aufgespielt).
Dazu gibt es optionale Untertitel in Deutsch und Englisch.
Bei dem Bonusmaterial hat 8-Films aus den vollen geschöpft und wohl alles mit draufgepackt was vorhanden war.
Neben einem Making of gibt es hier noch Interviews, die Kino-Premiere,einen Teaser , Trailer,, eine Picture Gallery und ein Behind the Scenes geboten.
Bei der zweiten Disc handelt es sich um eine Audio CD, welche die komplette Filmmusik von "Claudio Simonetti" und "Art Vision" beinhaltet.
Bei der Mediabook Veröffentlichung von 8-Films kann man also bedenkenlos zugreifen, das diese die wohl weltweit beste Edition präsentiert!

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
Benutzeravatar
DanGore
 
Beiträge: 346
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Re: Symphony in Blood Red (2010)

Beitragvon horror1966 » 3. Mär 2014 11:39

Bild




Symphony in Blood Red
(Come una crisalide)
mit Sharon Alessandri, Nikol Brown, Federica Carpico, Tony Cimarosa, Michela Foresta, Fabio Giovannini, Anna Morosetti, Simona Oliverio, Matteo Pastore, Riccardo Serventi Longhi, Antonio Tentori, Gianluca Testa
Regie: Luigi Pastore
Drehbuch: Luigi Pastore / Antonio Tentori
Kamera: Tiziano Pancotti
Musik: Claudio Simonetti
keine Jugendfreigabe
Italien / 2010

Ein vom Tod besessener Geisteskranker tötet im Affekt seine Psychologin, die ihn wieder zurück in die Anstalt bringen wollte. Fortan therapiert er sich nun selbst, indem er seine Opfer beim Töten photographiert und gleichzeitig seine eigenen Gedanken beim Höhepunkt der Wahnsinnstaten beschreibt. Die Opfer selbst sucht sich der Psychopath nach einem komplexen Schema aus, dessen Ursprung seine krankhafte Ablehnung der Gesellschaft und die vielfältigen Widersprüche des Lebens sind. Als er eines Tages jedoch zufällig die schöne, aber schüchterne Lisa im Park trifft, wächst im Triebtäter die Illusion, dass Reinheit und Liebe in seinem Leben wieder eine Rolle spielen könnten ...


Der italienische Gialli feiert ja in den letzten Jahren durch einige Produktionen eine kleine Wiederauferstehung und Werke wie beispielsweise "Glam Gore", die deutsche Produktion "Masks" oder auch der kürzlich erschienene "Tulpa" hauchen dem Sub-Genre wieder neues Leben ein. Schon 2010 erschien mit vorliegendem "Symphony in Blood Red" ein weiterer Vertreter, der zwar prinzipiell mehr zum italienischen Horrorfilm tendiert, sich aber gleichzeitig auch der üblichen Mechanismen des Gialli bedient. Regisseur Luigi Pastore legte mit seinem Erstling eine Geschichte vor die sich ganz bestimmt nicht über die inhaltliche Tiefe definiert, handelt es sich doch vielmehr um eine notwendige Rahmenhandlung, die nicht unbedingt durch sehr viel Substanz ins Auge fällt. Der Zuschauer bekommt die handelsübliche Mordserie geboten und muss aber auch gleichzeitig feststellen, das sich dieses Werk relativ stark von den üblichen Genre-Vertretern abhebt. So steht beispielsweise die Identität des Mörders in keiner Phase des Geschehens im Mittelpunkt und auch die Opfer des Killers werden eher willkürlich ausgewählt, wobei zwischen den Geschlechtern keinerlei Unterschied gemacht wird. Pastore versucht vielmehr die Beweggründe seiner Hauptfigur in den Fokus zu rücken, wobei er durch immer wieder eingestreute Rückblenden in die Vergangenheit des Mannes die Motive präsentiert, die ganz offensichtlich für dessen psychopathisches Verhalten verantwortlich sind.

Gewalt und Missbrauch stehen dabei ganz eindeutig im Vordergrund und auch wenn man kein Verständnis für die begangenen Morde aufbringen kann, empfindet man doch ein wenig Mitleid mit einem Menschen, der durch die ihm zugefügten Leiden einen solch starken Mordtrieb entwickelt hat, das etliche Menschen auf brutalste Art und Weise ihr Leben verlieren. Nun verhält es sich so, das unter den Opfern durchaus Personen zu finden sind, die für die Leiden in der Kindheit des Killers verantwortlich sind, wohingegen andere vollkommen unbeteiligt sind. Manch einer mag darin etwaige Logiklöcher erkennen, doch kommt während der Geschichte mehr als einmal stark zum Ausdruck, das der Täter unter einer Art innerlichem Zwang steht und das unbedingte Verlangen verspürt, anderen Menschen das Leben zu nehmen. Bei diesem Aspekt wird hier auch eine richtig gute Charakter-Beleuchtung des Mörders vorgenommen und der Zuschauer bekommt einen tiefen Einblick in dessen Psyche. In gewisser Art und Weise wird die Geschichte sowieso aus den Augen des Killers gezeigt, so das diverse Ähnlichkeiten zu Alexandre Aja's "Maniac" zu erkennen sind. Das macht die Ereignisse noch um Einiges interessanter und lässt so auch gleichzeitig eine Intensität aufkommen, die wirklich nicht von schlechten Eltern ist. Das wird durch die enthaltene Voice-over Technik noch zusätzlich unterstützt, denn schließlich erzählt der Täter hier seine eigene Geschichte und verleiht dieser durch das Aufnehmen mit einer Video-Kamera einen fast schon dokumentarischen Anstrich, was die Abläufe für den Betrachter unglaublich realistisch erscheinen lässt.

Sicherlich hätte Pastore das vorhandene Potential noch intensiver ausschöpfen können, doch auch in vorliegender Form stellt "Symphony in Blood Red" eine nahezu brutale Charakter-Studie eines gequälten Menschen dar, der nur durch die Ermordung anderer Menschen von einem immensen Druck befreit werden kann, der zentnerschwer auf seiner Seele lastet. Eingefangen wurde das in teilweise grandiosen Bildern, die von einem genialen Score unterlegt sind. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, zeichnet doch mit Claudio Simonetti der ehemalige Keyboarder der Band Goblin verantwortlich, was eigentlich jedem Fan ein absoluter Begriff sein dürfte. Es offenbart sich also insgesamt gesehen ein äußerst stimmiges Gesamtpaket, in dem auch ein relativ hoher Härtegrad zu erkennen ist, denn die meisten Kills sind doch ziemlich blutig-und derbe in Szene gesetzt wurde. Phasenweise ergibt sich sogar ein surreal erscheinender Bilderrausch, denn die ständigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, sowie diverse Visionen sorgen größtenteils für einen visuellen Hochgenuss. Und so hat Pastore letztendlich ein audiovisuelles Gesamtpaket geschnürt das den Genre-Fan absolut begeistern kann und streckenweise sogar in regelrechte Verzückung versetzt. Da nimmt man dann auch gern einmal in Kauf, das die Story an sich nicht ganz so ausgefeilt daher kommt wie es sicherlich möglich gewesen wäre, denn die dezenten Abstriche sind definitiv zu verschmerzen.

Insgesamt gesehen handelt es sich hier um einen rundum gelungenen Regie-Erstling, der einen gelungenen Spagat zwischen Horrorfilm-und Gialli darstellt. Das liegt sicherlich auch in der Tatsache begründet, das Regieneuling Pastore auch schon mit den Größen des italienischen Films zusammengearbeitet hat, unter denen sich Namen wie Dario Argento oder auch Lucio Fulci zu finden sind. Betrachtet man vorliegenden Film nun einmal unter diesem Aspekt, dann dürfte wohl der Einfluss von Argento am stärksten zum tragen kommen und so kann man als Liebhaber des Genres nur inständig hoffen, das Luigi Pastore auch in Zukunft noch mit weiteren Werken auf sich aufmerksam machen kann. Nachdem "Symphony in Blood Red" ja zuerst lediglich über Österreich zu beziehen war, wird der Film nun noch einmal von Ascot Elite herausgebracht. Dabei wird es sowohl eine DVD, eine Blu-ray und auch ein schickes Mediabook geben, wobei mir Letzteres zur Ansicht vorlag. Neben dem Film auf DVD und mehreren Extras enthält das Mediabook auch noch eine Soundtrack-CD und ist mit einem informativen Booklet ausgestattet, so das eine Anschaffung dieser gelungenen Veröffentlichung auf jeden Fall empfehlenswert erscheint.


Fazit:


"Symphony in Blood Red" ist ein mehr als nur gelungener Neo-Gialli und bietet erstklassige Genre-Kost. Liebhaber dürften hier auf ihre Kosten kommen und auch wenn die Geschichte rein inhaltlich sicher kleinere Schwächen erkennen lässt, weiß das Werk in allen anderen Belangen gänzlich zu überzeugen. Wer also bisher noch nicht zugegriffen hat sollte dies auf jeden Fall nachholen, denn dieser Film wandert bestimmt nicht nur zur einmaligen Sichtung in den heimischen DVD-Player.


8/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5153
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Re: Symphony in Blood Red (2010)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 4. Mär 2014 18:19

Ich wette es is ne Unke vorm Herrn.
Hab heute die Blu mitgenommen.
Die Bilder hinten druff könnten aus nem Schnaas Film stammen:D
Hoffe das liegt nur an den schlechten Fotos&ich bekomm hier keine Amateurunke von Argentos Schuhputzer serviert.
Benutzeravatar
OpFeRmEtZgEr
Security Chef
 
Beiträge: 5412
Registriert: 09.2013
Wohnort: Inferno
Geschlecht:

Re: Symphony in Blood Red (2010)

Beitragvon horror1966 » 7. Mär 2014 17:01

Hast du den Film denn mittlerweile schon gesichtet?
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

Bild Big Brother is watching you
Benutzeravatar
horror1966
El Presidente
 
Beiträge: 5153
Registriert: 09.2013
Geschlecht:

Re: Symphony in Blood Red (2010)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 7. Mär 2014 17:12

Halb,dann hatte ich keine Zeit mehr.
Wurde aber ständig unterbrochen,muss ich nochmal angehen.
Der Kill am Anfang war fast noch der beste.
Die Effekte waren oft sehr schwach später.
Aber muss ich nochmal ran.
Benutzeravatar
OpFeRmEtZgEr
Security Chef
 
Beiträge: 5412
Registriert: 09.2013
Wohnort: Inferno
Geschlecht:

Re: Symphony in Blood Red (2010)

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 14. Mär 2014 20:52

also mir hat der nicht zugesagt.
Dieser billige Amateurlook hat mich gestört,dazu dieser Möchtegern Goblin Soundtrack...
Wackelkamera...
Die Effekte waren auch sehr billig.
Hatte oftmals das Gefühl einer Handycom Oppaunkarette Zeuge zu sein!
Da sträubten sich de Hühner im Hintergrund fortzufahren!
5/10
Durchschnitt.
Benutzeravatar
OpFeRmEtZgEr
Security Chef
 
Beiträge: 5412
Registriert: 09.2013
Wohnort: Inferno
Geschlecht:


Zurück zu "Der italienische Horrorfilm"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast