H.P. Lovecrafts Saat des Bösen

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H.P. Lovecrafts Saat des Bösen

Beitragvon Dark Angel » 29. Sep 2013 12:36

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Originaltitel: Colour from the Dark

Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Ivan Zuccon


Darsteller:
Debbie Rochon
Michael Segal
Marysia Kay
Gerry Shanahan
Eleanor James
Matteo Tosi
Alessandra Guerzoni
Emmet Scanlan


Inhalt:
Wir schreiben den 2. Weltkrieg. Irgendwo in Italien auf einem Bauernhof wohnen Pietro und Lucia mit ihrer zurückgebliebenen Schwester. Ihre Ernte ist mager, doch als sie ungewollt eine scheinbar diabolische Macht freisetzen, geschehen unerklärliche Vorfälle. Jetzt ist ihre Ernte und ihr Verdienst zwar hoch, doch das hat seinen Preis. Die Familie verliert allmählich den Bezug zur Realität und ihre scheinbar besser gewordene kleine Welt verfällt in ein Teufelshaus aus Schmerz, Grauen und Tod, als hätte der Teufel persönlich angeklopft.


Meinung:
Dieser Film basiert auf der Grundlage aus H.P. Lovecraft's Buch Der Schatten aus dem All. Das es gute und schlechte Buchverfilmungen gibt, ist nichts neues mehr und selbst bei hervorragenden Buchvorlagen kann man als Zuschauer mit unter auch ein paar große Gurken zu sehen bekommen. Das H.P. Lovecraft einen ganz besonderen Stil der Erzählweise hatte und den Horror der dunkelsten Art beschrieb, ist ebenfalls bekannt. Was Regisseur Ivan Zuccon angeht, so ist dies die erste Produktion die ich von ihm bis jetzt gesehen habe und kann zu seinen anderen Regiearbeiten nichts schreiben.

Das "Saat des Bösen" aber allgemein "unterdurchschnittliche" Bewertungen bekam, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Auch wenn Zuccon sich hier mit Klischees aus diversen Exorzistenfilmen bedient, so hat er das aber sehr interessant umgesetzt. Zum einen ist das die Location, sie vermittelt tatsächlich den Anschein der 40er Jahre, wobei natürlich gerade die Häuser das alles realitätsnah wiederspiegeln. Andererseits gibt es auch noch heute viele dieser Höfe die nach wie vor dem Original entsprechen und noch nichtmal Strom besitzen.

Was mir aber gleich zu Anfang sehr gut gefallen hatte war die Kamerführung. Zuccon benutzte hier mehrere Perspektiven und drehte zum Teil Szenen die von unten nach oben im Kreis gedreht wurden. Aber auch die Vogelperspektive hat Zuccon genutzt. Überhaupt waren alle Kamerafahrten sehr gut gemacht, entweder hat er in diesem Film damit experimentiert oder es ist ganz einfach sein Stil. Das war für mich schonmal ein positiver Aspekt. Das sich die kleine Familie durch den Einfluss des Bösen immer weiter der Realität entfernt war zwar vorrauszusehen, verstärkte sich aber jeden Tag etwas mehr. Das sich die Räumlichkeiten nur auf 2 Häuser beschränkte, wobei man sonst auch nur mal ein Feld und die Aussenanlage sah, störte bei dieser Story nicht. Auch wenn ich mit den Darstellern nichts anfangen kann und keinen davon kenne, so war das trotzdem eine gemischte Truppe aus "England, Kanada, Italien" und weiß Gott noch woher. Die 6 Hauptfiguren machten ihre Sache gut und überzeugten alle durch die Bank.

Debbie Rochon, eine Schauspielerin aus Kanada die hier die besessene Frau von "Pietro" spielt, hat schon in über 150 Filmen mitgewirkt, wobei da viele Erotik-Horror und Trashsachen mit dabei waren. Aber auch die aus Schottland stammende Marysia Kay hat ihren Part als zurückgebliebene Schwester von Lucia (Debbie Rochon) fabelhaft gespielt. Im Film wird sie als 22 jährige dargestellt, dabei ist sie im wahren Leben mitterweile schon 35 Jahr alt. Die vier Männer allerdings blieben etwas blass, sie konnten schauspielerisch den Damen nicht das Wasser reichen. Eigentlich waren es fünf Männer, aber der kurze Aufrtitt eines deutschen Soldaten von 5 Sekunden zählt da nicht.

Aber auch als sich die Besessenheit mit "Lucia" zuspitzte, die es geradezu genoß sich selbst zu verletzen und das nicht mal wenig, da wurde es mit unter ganz schön blutig. Viele Szenen wurden in Frontalaufnahme gezeigt und der Splattergrad war für eine "Ab 16 Freigabe" relativ hoch, daß wunderte mich doch schon. Ob man die gesammte Inszenierung als gelungen bezeichnen könnte, so kann man hier selbstverständlich geteilter Meinung sein. Mir persönlich hat die gute Kameraführung von "Ivan Zuccon" sehr gut gefallen, nebst den überzeugenden Leistungen der Damen. Aber auch die Atmosphäre nebst dem "guten OST" konnten bei mir punkten. So schlechte Bewertungen wie ich sie im I-Net gefunden habe hat "Saat des Bösen" nun wirklich nicht verdient.

Von mir bekommt er gute 7 Punkte !
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