Hotel Inferno

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Hotel Inferno

Beitragvon horror1966 » 10. Feb 2016 16:19

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Hotel Inferno
(Hotel Inferno)
mit Rayner Bourton, Michael Howe, Jessica Carroll, Christian Riva, Wilmar Zimosa, Santiago Ortaez, Monica Muñoz, Riccardo Valentini, Mauro Migliorini, Bonini Mino, Pierluigi Nitas, Enrique Sorres
Regie: Giulio De Santi
Drehbuch: Giulio De Santi
Kamera: Stefan Bergi
Musik: Protector101 / Razzaw
ungeprüft
Italien / 2013

Der Auftragskiller Frank Zimosa wurde für einen lächerlichen, aber äußerst lukrativen Auftrag angeworben. Der Auftraggeber ist der reiche und mächtige Mr. Mistandria. Das Ziel ist simpel: Ein paar Leute in einem Hotel irgendwo in Europa erledigen. Es klang nach einem der einfachsten Jobs, die Frank je angenommen hat, aber er entwickelt sich schnell zum Albtraum. Schnell muss er feststellen, dass er nichts weiter als eine Beute für Mistrandia und seine Armee von Schergen ist. Er wird nun konfrontiert von Mutationen und Irren, die sich ihm in den Weg stellen...


Das Label Necrostorm hat sich in den letzten Jahren durchaus einen Namen gemacht, wobei dieser ganz sicher nicht durch die inhaltliche Substanz diverser Filme, sondern vielmehr durch deren Härtegrad entstanden ist. Der italienische Horrorfilm "Hotel Inferno" macht da keine Ausnahme und nach der Sichtung des Werkes stellt man sich ganz automatisch die Frage, wie viel Inhalt ein Film denn nun wirklich braucht, um einigermaßen gut zu funktionieren. Nicht sonderlich viel möchte man antworten, denn trotz gähnender Leere im Bezug auf die vorhandene Geschichte versteht es Regisseur Giulio De Santi, den Zuschauer über knapp 77 Minuten gut zu unterhalten. Zu dieser Einschätzung kann man allerdings nur gelangen wenn man die vorliegende Erzählung einzig und allein auf ihre SFX reduziert, denn auf allen anderen Ebenen kann man diese Produktion einfach nicht bewerten. Und so handelt es sich dann auch aus rein filmischer Sicht um einen einzigen Offenbarungseid, auf dessen extrem ausgedünnte Rahmenhandlung man nicht weiter eingehen braucht. Zudem erscheint die sogenannte Story Line auch noch dermaßen hanebüchen, das man im Prinzip nur die Hände vor das Gesicht schlagen kann.

Das macht aber rein gar nichts, denn "Hotel Inferno" legt auch keinerlei Wert auf inhaltliche Substanz, geht es in diesem Szenario doch lediglich darum, den Betrachter mit einer durchgehenden Aneinanderreihung brutaler Passagen auf die banalste Art und Weise zu befriedigen. Cineasten dürften sich die Haare raufen, für den geneigten Gorehound offenbart sich jedoch ein wahres Festmahl, denn die handgemachten Effekte sind hier im absoluten Überfluss vorhanden. Aufgrund des ganz offensichtlich geringen Budgets wirken diese zwar an der ein oder anderen Stelle ein wenig billig, doch das wird den eingefleischten Fan ganz bestimmt nicht weiter stören. Auch die manchmal etwas gewöhnungsbedürftige Ego Perspektive aus der einem die Ereignisse gezeigt werden stört nicht weiter, vielmehr überkommt einen das Gefühl, selbst die ausführende Hand bei den unzähligen Tötungen zu sein.

Auf Dinge wie Schauspiel oder die vorhandenen Dialoge sollte man nicht sonderlich achten, denn während die agierenden Protagonisten sowieso nur wie Schlachtlämmer auf dem Weg zu ihrem Henker wirken, sind die Dialoge ebenso ergiebig wie eine leere Flasche Bier. "Fick dich" ist in diesem Szenario noch der wertvollste Ausspruch und wird gleichzeitig auch häufig benutzt, wohingegen die restlichen Wortwechsel aufgrund der totalen Sinnlosigkeit gut und gern vernachlässigt werden können. Man merkt also, das man es in vorliegendem Fall nicht gerade mit einem cineastischen Leckerbissen zu tun bekommt, doch diesen Anspruch will "Hotel Inferno" auch überhaupt nicht erfüllen. Dieser Film dient ausschließlich als Sammelsurium extremer Brutalitäten und auf dieser Ebene funktioniert das Szenario auch tadellos. Die ansonsten üblichen filmischen Komponenten fehlen allerdings gänzlich, so das man die eigene Erwartungshaltung von Beginn an in die richtige Richtung lenken sollte.

Letztendlich ist es die reine Geschmackssache und das Werk von Giulio De Santi dürfte auch definitiv nur eine ganz bestimmte Zielgruppe befriedigen. Jede Menge Kunstblut, extreme Härten und handgemachte Effekte sind die Triebfedern einer Geschichte, die diese Bezeichnung im eigentlichen Sinne noch nicht einmal verdient hat. Aus diesem Grund sollte man auch die sonst übliche Bewertungsskala zu Hause lassen und "Hotel Inferno" nur als trashiges Splatter und Gore Spektakel bewerten. Auf allen anderen Ebenen tendiert das Ganze nämlich zum absoluten Rohrkrepierer, was den Liebhaber der harten Gangart aber nicht weiter stören dürfte.


Fazit:


Brachiale Gewalt Exzesse und handgemachte Effekte, mehr hat diese Produktion nun wirklich nicht zu bieten. Manchmal reicht das aber dennoch aus um durchaus gut unterhalten zu werden, allerdings sollte man Filme dieser Art auch nicht zu oft in den heimischen Player legen, da man ansonsten mit der Zeit wohl selbst ganz schön abstumpfen wird.


aus filmischer Sicht 2/10

als trashige Splatter und Gore Bombe 8/10
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Re: Hotel Inferno

Beitragvon horror1966 » 10. Feb 2016 17:57

Kritik ist drin.
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Re: Hotel Inferno

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 13. Feb 2016 12:10

Volle Punktzahl von mir 10/10
Der Film macht immer wieder Spaß und ich hab den locker schon 5x gesehen.
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Re: Hotel Inferno

Beitragvon DonT » 27. Okt 2016 20:51

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Re: Hotel Inferno

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 28. Okt 2016 16:51

Geil! Ich liebe den Vorgänger.
Schade das kein Label einfach mal die Dvds /Blus bringt ohne Mediabook,sind ja zig Titel nur in Italien erschienen.

Und
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Re: Hotel Inferno

Beitragvon horror1966 » 7. Nov 2016 20:38

Von der Story her absoluter Müll, aber dafür geht es in Sachen Härte echt gut zur Sache.
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Re: Hotel Inferno

Beitragvon DriesVanHegen » 12. Jan 2017 12:03

Ursprünglich hatte ich einen ziemlichen Zahn auf die Sachen aus dem Hause Necrostorm...bisher habe ich aber nur ADAM CHAPLIN geschafft - und den finde ich von Mal zu Mal grauenhafter, das mir jegliche Lust an anderen Produktionen vergangen ist.
Diesem hier würde ich aber vielleicht doch eine Chance geben, da die Ego-Perspektive doch etwas lockt.
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Re: Hotel Inferno

Beitragvon dude-1984 » 12. Jan 2017 22:19

OpFeRmEtZgEr hat geschrieben:Geil! Ich liebe den Vorgänger.
Schade das kein Label einfach mal die Dvds /Blus bringt ohne Mediabook,sind ja zig Titel nur in Italien erschienen.

Und



LFG hat zum glück den INFIDUS als einzel vös gebracht.......DVD RULES! :mrgreen:
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