Amok Train

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Amok Train

Beitragvon horror1966 » 25. Okt 2016 13:20

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Amok Train - Fahrt ins Nichts
(Beyond the Door III)
mit Mary Kohnert, Bo Svenson, Victoria Zinny, Savina Gersak, Sarah Conway Ciminera, William Geiger, Alex Vitale, Ron Williams, Renee Rancourt, Jeremy Sanchez, Igor Pervic, Susan Zelouf, Tania Alexander, Mario Novelli
Regie: Jeff Kwitny
Drehbuch: Sheila Goldberg
Kamera: Adolfo Bartoli
Musik: Carlo Maria Cordio
ungeprüft
Italien / Jugoslawien / Niederlande / USA / 1989

Ein böses Omen kündet vom Ende des Jahrtausends. Die Studienreise einer Gruppe amerikanischer Studenten nach Osteuropa wird zu einer Reise nach "Satanien". Die ahnungslose Beverly ist durch ihr Geburtsmal zur Braut des Teufels auserkoren - und der lauert auf ihren jungfräulichen Körper. Keine irdische Macht kann die Todesfahrt des AMOK TRAINS stoppen. Die Schmerzensschreie der Passagiere vermischen sich mit dem infernalischen Getöse berstenden Metalls. Noch 13 Sekunden trennen Beverly vom Höhepunkt ihrer orgiastischen Vereinigung mit dem Teufel.


Bei !Amok Train - Fahrt ins Nichts" bekommt es der Zuschauer mit einem kleinen Horrorfilm aus den späten 80er Jahren zu tun, der sicherlich nicht zu den allerbesten Beiträgen dieses goldenen Jahrzehnts zu zählen ist. Dennoch beinhaltet das Szenario einen gewissen Reiz, was in erster Linie bestimmt der recht kruden Mischung zu verdanken ist, die Regisseur Jeff Kwitny für seine Erzählung ausgesucht hat. Gesucht wird dabei einmal mehr eine Braut für den Teufel, woraus sich zumindest eine größtenteils kurzweilige Geschichte entwickelt. Dabei erscheint das Ganze teilweise fast schon wie ein kleiner Katastrophenfilm, aber hauptsächlich stehen dann doch die Elemente des Okkult-Horrors im Mittelpunkt des Geschehens. Angereichert wurde die Chose dann zusätzlich noch mit diversen netten Splatter-Szenen, so das letztendlich ein doch ganz ordentliches Gesamtbild zu Tage tritt.

Angesiedelt ist das Werk im ehemaligen Jugoslawien, was dann in der Darstellung auch mit sämtlichen damals vorherrschenden Klischees belegt wird. Das macht sich vor allem durch die Optik der Einheimischen stark bemerkbar, denn anscheinend gab es in Jugoslawien ausschließlich Menschen, die altersmäßig die 70 schon weit überschritten haben und zudem auch fast durch die Bank nur in dunklen Klamotten rum gelaufen sind. Natürlich gibt es auch die üblichen bösen Blicke für die jungen Amerikaner, so das an dieser Stelle fast schon eine Art von Feindbild aufgebaut wird. Das mag einem nicht unbedingt gefallen, passt aber ehrlich gesagt ganz gut in das Szenario hinein. Unterstützt dieser Aspekt doch ein wenig die unheimliche Grundstimmung die im Prinzip den gesamten Film begleitet und von Jeff Kwitny wirklich gut eingefangen wurde.

Die Zugfahrt mit dem sogenannten Amok Train gestaltet sich dann für die Jugendlichen als ein echter Horror-Trip, zumal das Gefährt anscheinend noch nicht einmal Schienen und Gleise benötigt, denn teilweise führt die wilde Fahrt auch mal abseits des üblichen Weges mitten durch die Pampa, wodurch der ominöse Zug aber keinesfalls aus dem Gleichgewicht zu bringen ist. Das wirkt zwar schon äußerst hanebüchen, doch andererseits sorgt es auch für diverse Schmunzler und steigert zudem auch noch den Unterhaltungswert.

Von den Darstellern vermag sich eigentlich niemand so richtig aufzudrängen, außerdem sind die Figuren relativ oberflächlich und blass gezeichnet, so das man keinerlei Sympathiewerte für irgend einen der Protagonisten aufbringen könnte. Obwohl sich das alles nun nicht gerade herausragend anhört, gestaltet sich "Amok Train - Fahrt ins Nichts" doch erstaunlich kurzweilig. Als Höhepunkte kann man dann die enthaltenen Splatter-Einlagen ansehen, denn diese sind wirklich gut ins Bild gesetzt worden und stellenweise sogar etwas derber. So ergibt sich im Endeffekt ein Gesamtbild das bestimmt keinen höheren Ansprüchen genügen kann, sich aber zumindest am oberen Rand des Durchschnittsbereiches ansiedelt.


Fazit:


Auch wenn diese Produktion alles andere ist als ein filmisches Meisterwerk, so bietet sie doch zumindest solide Horrorkost, die man sich auch in der heutigen Zeit noch gut anschauen kann. Die notwendigen Zutaten sind allesamt vorhanden und wurden zu einer herrlich kruden Mixtur zusammen gefügt, die zumindest einen Blick wert ist.


6,5/10
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Re: Amok Train

Beitragvon horror1966 » 25. Okt 2016 14:26

Kritik ist drin.
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Re: Amok Train

Beitragvon trebanator » 27. Okt 2016 15:37

horror1966 hat geschrieben:Kritik ist drin.

... ach was ?! :mrgreen:
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