Where the Dogs divide her (2011)

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Where the Dogs divide her (2011)

Beitragvon DanGore » 18. Sep 2013 21:05

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Originaltitel :Where the Dogs Divide Her

Herstellungsland : Großbritannien

Erscheinungsjahr : 2011

Regie : Martin Rutley

Darsteller : Jon Stoley, Noel Forsythe, Lienite Ozolina

Laufzeit : 108 Minuten

Freigabe : Unrated


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Story :

Ein junger Mann steht mit blutüberströmten, zitternden Händen vor dem Spiegel im Badezimmer.
Er hat keine Ahnung wesen Blut an seinen Händen klebt und wie er in die Situation gekommen ist und scheint unter Amnesie zu leiden.
Wie wir später herausfinden handelt es sich um den Bestatter Everard Fletcher, der schon im jungen Alter seine Eltern verloren hat.
Seit diesem einschneidenem Erlebniss isoliert Everard sich von der Aussenwelt und der Tod ist zu seinem einzigem und besten Freund geworden.

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Seit geraumer Zeit bekommt Everard Anrufe von einem mystriösem Unbekannte der ihn zu kennen scheint und auch Erscheinungen von schemenhafte, Geisterwesen sind nicht selten.
Auf der Suche nach der Wahrheit und seiner Identität beginnt eine albtraumhafte Reise für ihn, bei der ein altes Versprechen und ein Familiengeheimniss zu Tage gebracht wird bei dem sich alles um den bizarren Tod seiner Eltern dreht.



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Bewertung :


Mit einem Budget von grade mal geschätzten £10.000 hat Regisseur Martin Rutley ein wirklich beeindruckendes Spielfilm-Regiedebüt abgeliefert.
Der Brite beweist mit diesem innovativem Film von 2011 das auch mit geringen finanziellen Mitteln ein atemberaubender Film entstehen kann.
Fernab jeglicher Klischees die sonst meist im Indie-Horror bedient werden, hat der Film zweifelsohne Kultpotenzial!

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WHERE THE DOGS DIVIDE HER ist ein beeindruckender Horrorfilm, der in kunstvollem Look mit Film Noir Elemente und einer übernatürlichen Geisterstory assimiliert.
In surrealen Bildern werden dem Zuschauer kleine Fragmente eines Mosaiks offenbart, die es gilt zu sortieren und zusammenzusetzen.
Man verschmilzt förmlich mit dem Hauptdarsteller auf der Suche nach seiner Identität und es ist fast unmöglich WHERE THE DOGS DIVIDE HER rein objektiv wahrzunehmen.
Darüber hinaus schafft es WHERE THE DOGS DIVIDE HER durch seine starke Bildsprache eine eigene Welt zu kreieren die einen in den Bann zieht.

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Ein unbehagener Grundtenor voller Angst und Verwirrung etabliert sich schon nach wenigen Minuten und vom Zuschauer wird die volle Aufmerksamkeit gefordert.
Das Szenario allgemein wirkt natürlich erstmal sehr konfuss, da eine konventionelle Narrativität nicht gegeben ist.
Die Art in der sich WHERE THE DOGS DIVIDE HER entfaltet gleicht einer Ansammlung von Traum und Albtraumsequenzen die lose miteinander verküpft sind und durch den Betrachter mithilfe des Hauptprotagonisten zusammengefügt werden müssen.
Newcomer Jon Stoley, der hier das erste mal als Darsteller vor einer Kamera stand, brilliert mit einer eindringlichen Performance - er verleiht dem Charakter des Everard eine unglaubliche Tiefe und ein Großteil des Films wird durch ihn getragen.
Der gesamte Film ist ein einzigartiges Kammerspiel, welches lediglich drei Darsteller vorzuweisen hat und diese schaffen es ohne einen einzigen Ausfall zu begeistern.

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Einen großen Beitrag zur düster-surrealen Grundstimmung trägt der Score bei - hier werden zum Großteil Klangcollagen verwendet, die sich aus beklemmend-düsteren Schreien, verfremdeten Wummern und artverwandten Geräuschen zusammensetzen.
Neben diesen Sounds kommen aber auch Stücke der amerikanischen Singer/Songwriterin Kristeen Young und Aubben Renee zum Einsatz.
Grade die Kompositionen von Aubben Renee - welche den Song in der Nachtclubszene und zu Beginn des Films performt - sind ein kleiner Höhepunkt und würden sich auch bestens in einem Film von David Lynch einfügen.
Genrell fügen sich ausnahmslos alle Sounds und Songs bestens in die collagenartigen, abstrakten, düsteren und surrealen Bildkompositionen ein und komplettieren diese adäquat.

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Neben dem tragendem Hauptcharakter wurde viel Wert auf Kamera und Schnitt gelegt, was für Rutley aber auch notwendig war um den Film so realisieren zu können wie es ihm vorschwebte.
Hier sitzt jede einzelne Einstellung und Kamerafahrt, welche durch die aufwändige Bearbeitung im Schnitt perfektioniert wurden!

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Es wird hier schnell deutlich das Regisseure wie David Lynch, David Cronenberg und Andrei Tarkovsky mit ihren impressionistisch-verstörenden Werken als Inspirationsquelle dienten.
Martin Rutley gelingt es meisterhaft diesen Vorbildern seinen Tribut zu zollen, ohne sich dabei im zitieren dieser Regisseur zu verlieren oder seinen eigenen Film zu vernachlässigen.
Filmfans für die blutig-rohe Schauwerte vorrangig sind sollten hier eher passen, da eine Enttäuschung vorprogrammiert sein dürfte.
Leute die stets auf der Suche nach experimentell-komplexen Filmen sind können bei WHERE THE DOGS DIVIDE HER erneut den cineastischen Horizont erweitern und diesen sei dieses Kleinod des Indie-Horror wärmstens empfohlen!

9 von 10 Gasmasken

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