The Dead Inside - Das Böse vergisst nie

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The Dead Inside - Das Böse vergisst nie

Beitragvon horror1966 » 16. Sep 2015 14:32

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The Dead Inside - Das Böse vergisst nie
(The Dead Inside)
mit Luke Hobson, Nicky Paul Barton, Roger Fowler, Samuel Hogarth, David Wayman, James Harrison, Simon Mathews, Elizabeth Quinn, Abby Simpson, Simon Nader, James Callàs Ball, Stuart J. Prowse, Rudy Barrow
Regie. Andrew Gilbert
Drehbuch: Andrew Gilbert / Julian Hundy
Kamera: Julian Hundy / James Mann
Musik: Stephen Currell
keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2013

Es ist Wochenende, was liegt da für ein paar Kumpel näher, als einen drauf zu machen? Allerdings hat keiner damit gerechnet, dass es nun vielmehr darum geht, ums Überleben zu kämpfen... denn just als die Freunde feiern, fängt das Ende der Welt an. Etwas ist passiert und hat die Toten zurückgebracht. Die Zombies tun, was Zombies eben so tun: Sie fressen die Lebenden! Die unwahrscheinlichsten Grüppchen von Menschen treffen sich in einem Rettungszentrum, aber was tun, wenn keine Rettung naht? Dann muss man selbst Hand anlegen und der Apokalypse zeigen, wo der Hammer hängt!


Es kommt wirklich ziemlich oft vor das sich junge Regisseure bei ihrem Erstlingswerk nur allzu gern der Zombie Thematik annehmen, denn schließlich gibt es unzählige Genre Fans auf der ganzen Welt, die sich über jeden neuen Beitrag des Sub Genres erfreuen. Und so wird einmal mehr Großbritannien zum Schauplatz einer Zombie Seuche, wobei Andrew Gilbert mit seinem Erstling auf altbewährte Zutaten setzt, als das er seiner Erzählung diverse eigene Ideen, geschweige denn innovative Ansätze beimengt. Zudem handelt es sich in vorliegendem Fall auch um eine absolute Low Budget Produktion und auch wenn laut IMDB angeblich ein Budget von 100.000 Pfund vorgelegen haben soll, deutet das Szenario doch vielmehr in eine ganz andere Richtung. Wie dem aber auch sei, das vorhandene Geld für eine Produktion sollte nicht zwangsläufig mit der Qualität des Endproduktes gleichgesetzt werden, denn gerade in den letzten Jahren gab es unzählige Independent Filme, die trotz eines minimalen Budgets richtig gut gelungen waren.

Von dieser Einschätzung ist "The Dead Inside - Das Böse vergisst nie" jedoch ein gutes Stück entfernt, denn obwohl die Story einige wirklich gute Ansätze und Momente beinhaltet, krankt das Gesamtbild doch ein wenig an der Vorhersehbarkeit der Ereignisse. Gilbert setzt dem Zuschauer nämlich ein schon unzählige Male in dieser Form gesehenes Szenario vor und der einzige Unterschied besteht darin, das sich die Bilder in einem ziemlich billigen Look präsentieren. In einer Hinsicht kommt dieser Aspekt meiner Meinung nach allerdings auch recht positiv zum Vorschein, denn durch das recht kostengünstige Make Up der Untoten wirken diese auf eine bestimmte Art authentisch. Überkommt einen doch durchgehend das Gefühl, das es sich bei den Zombies um erst kürzlich verstorbene Menschen handelt, die nicht wie in etlichen Klassikern teilweise schon verfault daher kommen. Natürlich mag ein jeder das anders sehen, doch dieser Punkt ist meines Erachtens ein absolut positiver Gesichtspunkt eines ansonsten sehr mittelmäßigen Gesamtbildes.

Echte Spannung oder eine gar postapokalyptische Endzeitstimmung kommt leider so gut wie überhaupt nicht auf und an dieser Stelle handelt es sich dann wohl auch um den größten Kritikpunkt. Gleichzeitig können auch die mitwirkenden Protagonisten kaum wirklich überzeugen, denn das dargebotene Schauspiel lässt doch größtenteils eine ganze Menge Wünsche offen. Ein weiterer Punkt der negativ ins Auge fällt ist die Lauflänge der Geschichte, denn mit knapp 115 Minuten fällt diese Produktion eindeutig viel zu lang aus. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, das sich immer wieder langatmige Passagen zu erkennen geben, die man sich ohne Weiteres hätte sparen können. Wäre man an den entsprechenden Stellen ein wenig mehr auf die einzelnen Figuren eingegangen dann hätte ich das ja durchaus noch verstanden, doch die Charakter Zeichnungen der Personen fällt viel eher extrem oberflächlich aus. Stattdessen hält man sich mit diversen Banalitäten auf und streckt das Ganze damit auf eine Lauflänge, bei der man gut und gern mindestens 30 Minuten hätte einsparen können.

Eine positive Sache sollte man zum Ende dann aber doch noch erwähnen, denn für eine billig inszenierte Produktion wartet "The Dead Inside" zumindest streckenweise mit einigen blutigen Einstellungen auf, so das man in dieser Hinsicht von einem angemessenen Härtegrad sprechen kann. Über die Qualität der vorhandenen Effekte kann man dabei ganz sicher streiten, doch phasenweise sind diese gar nicht einmal so übel. Und so ergibt sich insgesamt gesehen ein eher durchwachsener Gesamteindruck, der eine uneingeschränkte Empfehlung sicherlich nicht rechtfertigen würde. Wer jedoch von Zombiefilmen nicht genug bekommen kann und sich zudem auch nicht an mangelnder Innovation stört, der kann durchaus einen Blick riskieren. Die eigenen Erwartungen sollte man jedoch nicht zu hoch ansetzen, denn "The Dead Inside" zählt bestimmt nicht zu den Genre Beiträgen, die sonderlich lange im Gedächtnis haften bleiben. Dafür wäre viel mehr nötig gewesen als ein altbekanntes Szenario, das man schon weitaus besser in Szene gesetzt hat als es bei Andrew Gilberts Geschichte der Fall ist.


Fazit:


Man kann diesem Film ohne Weiteres eine Chance geben, doch im Zombie Olymp wird sich diese Produktion sicherlich nicht ansiedeln. Für Vielseher und Freaks bestimmt geeignet, dürften alle anderen aber eher eine leichte Enttäuschung erleben. Gute Ansätze verlaufen im Sand und eine viel zu lange Spielzeit verhindert ein durchgehend kurzweiliges Filmerlebnis, so das "The Dead Inside" sich maximal am unteren Rand des Durchschnittsbereiches ansiedeln kann.


4/10
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Re: The Dead Inside - Das Böse vergisst nie

Beitragvon horror1966 » 28. Okt 2015 17:13

Kritik eingefügt.
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horror1966
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