Stormhouse

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Stormhouse

Beitragvon horror1966 » 25. Sep 2013 11:07

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Stormhouse
(Stormhouse)
mit Grant Masters, Patrick Flynn, Grahame Fox, Munir Khairdin, Martin Delaney, James Capel, Anthony Mark Streeter, Frankie Fitzgerald, Andrew Hall, Jordan Pitt, Marlon Williams
Regie: Dan Turner
Drehbuch: Jason Arnopp / Dan Turner
Kamera: Richard Swingle
Musik: Sam Watts
FSK 16
Großbritannien / 2011

STORMHOUSE, im Jahr 2002 - eine geheime Untergrundbasis des britischen Militärs. Hier wird 11 Monate vor der Invasion des Iraks ein übernatürliches Wesen gefangen genommen und festgehalten. Dieser Film dokumentiert die letzten 4 Tage des Experiments. Das Medium Hayley Sands wird von der Regierung nach STORMHOUSE gebracht, um Kontakt zu dem paranormalen Wesen aufzunehmen. Ihre Ankunft löst jedoch eine Folge von grausamen Ereignissen aus, die zur Flucht des Gefangenen führen und in einem grauenhaften Albtraum für die komplette Militärbasis endet...


Wie eine übernatürliche Version von "The Thing" (horrortalk.com)


Mit dieser Behauptung wird auf dem Cover der deutschen D D für diese britische Produktion geworben und so ganz weit her geholt erscheint der Vergleich auch nicht, denn streckenweise sind in der Geschichte schon diverse Anlehnungen zu erkennen, die den Zuschauer auch manchmal ein wenig an die Alien-Filme erinnern. Der Unterschied liegt ganz einfach darin begründet, das sich das Böse in vorliegendem Fall als paranormale Präsenz zu erkennen gibt, die ziemlich schwer greifbar ist. Angeblich soll das Szenario auf einer wahren Begebenheit beruhen, doch im Prinzip ist das vollkommen egal, denn Regisseur Dan Turner hat mit äußerst geringen Mitteln ein Geschehen kreiert, das durchgehend einen konstanten Spannungsbogen präsentiert und vor allem in atmosphärischer Hinsicht absolut überzeugen kann. So entfaltet sich von Beginn an eine sehr dichte Grundstimmung, die mit zunehmender Laufzeit immer bedrohlichere Züge erkennen lässt. Außerdem entfaltet sich ein seltsames Gefühl der Beklemmung, das man den ganzen Film über nicht abstreifen kann, da die Bedrohung nur selten sichtbar und so für den Betrachter kaum greifbar ist.

Und so eröffnet sich dann auch eine Story, die sich in erster Linie durch das berühmte Kopf-Kino auszeichnet. Ganz bewusst wurde dabei auf explizite Gewaltdarstellungen verzichtet und vielmehr sorgsam darauf geachtet, hier ein solides Grusel-Feeling aufkommen zu lassen, das einen fast durchgehend mit einer gepflegten Gänsehaut versorgt. Der Schauplatz einer unterirdischen Militär-Basis tut dabei sein Übriges, die vorherrschende Atmosphäre mit der Zeit immer dichter werden zu lassen und die mysteriösen Einflüsse des paranormalen Wesens auf die in der Basis stationierten Menschen sorgt für etliche Momente, in denen man sich selbst nicht gerade wohl in seiner Haut fühlt. Dabei ist es natürlich nicht gerade unwichtig, sich in die Lage der Protagonisten hineinzuversetzen, denn nur so kann man sich auch mit dem Geschehen identifizieren. Ist man dazu in der Lage, dann kann man auch die größtenteils klaustrophobische Stimmung in sich aufsaugen, die vom Szenario ausgeht.

Dan Turner hat bei "Stormhouse" wirklich mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine maximale Wirkung erzielt, denn wenn man sich auf das übernatürliche Geschehen einlassen kann, wird man mit einem wirklich packenden Film belohnt. Dennoch wird es auch genügend Leute geben, die mit dieser Art von Geschichte nicht viel anfangen können und denen es eventuell ein wenig an Action fehlt, die sich nur in begrenztem Maße zu erkennen gibt. Doch gerade dieser Aspekt gehört meiner persönlichen Meinung nach zu den Stärken des Werkes, das trotzdem ein hohes Maß an Intensität entfachen kann, die sich ganz automatisch auch auf einen selbst überträgt. Denn obwohl hier nicht unbedingt ein sehr hohes Tempo zu erkennen ist, schafft der Film es fast spielerisch, den Zuschauer durchgehend bei Atem zu halten und ihn durch die entstehende Faszination in seinen Bann zu ziehen.

Letztendlich ist "Stormhouse" kein Film, der einem sonderliche Neuerungen oder neue Impulse präsentiert, aber es wird definitiv eine sehr spannende Geschichte erzählt, die mit geringen Mittel den maximalen Ertrag erzielt. Die gelungene Kombination verschiedener Genre-Anleihen und diverse Ähnlichkeiten zu bestimmten Filmen sorgen für ein äußerst interessantes Filmerlebnis, dem man auf jeden Fall eine Chance geben sollte, um sich selber ein Bild über die paranormalen Ereignisse zu machen, die sich in der unterirdischen Basis abspielen. Das Ganze wird einem zudem durch gut agierende Darsteller näher gebracht, wobei die einzelnen Charaktere nicht eingehender beleuchtet werden, was jedoch für die Story an sich auch nicht zwingend notwendig erscheint, so das man an dieser Stelle keinen Grund zur negativen Beanstandung vorliegen hat.


Fazit:


"Stormhouse" hat mich wirklich positiv überrascht, denn was hier mit den einfachsten Mitteln auf die Beine gestellt wurde kann sich jederzeit sehen lassen. Spannend und äußerst atmosphärisch offenbart sich ein Geschehen, das fast gänzlich ohne Gewaltdarstellungen auskommt und den Betrachter dennoch absolut fasziniert.


7/10
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