Stalled

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Stalled

Beitragvon horror1966 » 26. Jan 2014 15:48

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Stalled
(Stalled)
mit Dan Palmer, Antonia Bernath, Tamaryn Payne, Mark Holden, Giles Alderson, Sarah Suzanne Biggins, Victoria Broom, Marcus Kelly, Victoria Eldon, Chris R. Wright, Rick Edwards, Russell Biles, Ryan Ayley
Regie: Christian James
Drehbuch: Dan Palmer
Kamera: Sashi Kissoon
Musik: keine Information
keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2013

Shit Happens! Das denkt sich wohl auch der Hausmeister W.C, der während eines Weihnachtsfestes auf der Frauentoilette einschläft und sich nach seinem Nickerchen einer Horde von Zombies gegenübersieht. In der engen Toilette eingeschlossen muss er sich gegen die wandelten Toten verteidigen. Für den alles andere als cleveren und vor allem tollpatschigen W.C kein leichtes Unterfangen.


Das mittlerweile eigentlich jede neu erscheinende Zombie-Komödie als würdiger Nachfolger von "Shaun of the Dead" deklariert wird ist sicherlich nicht mehr überraschend und so wird auch die britische Produktion "Stalled" als eine Art Thronfolger gepuscht, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu erlangen. Doch auch in vorliegendem Fall ist der heran gezogene Vergleich ein wenig zu hoch gegriffen, wobei man Regisseur Christian James aber einen durchaus gelungenen Film attestieren muss, der durchgehend kurzweilige-und teils sehr schwarzhumorige Unterhaltung anbietet. Dennoch wird die mit gut 450.000 englischen Pfund budgetierte Produktion nicht jedermanns Geschmack treffen, was in erster Linie an dem räumlich äußerst begrenzten Schauplatz fes zu machen ist. Spielen sich doch gut 95 % des Geschehens in einer Damen-Toilette ab, was im ersten Moment den Eindruck erwecken dürfte, das es in der vorliegenden Geschichte nicht unbedingt abwechslungsreich zur Sache geht. Teilweise trifft das auch zu, denn weite Teile des Szenarios beschränken sich auf einen Dialog zwischen dem eingeschlossenen Hausmeister und einer lange Zeit unsichtbaren Dame, die in der Toilette nebenan gefangen ist.

Da man die gute Frau immer nur reden hört entsteht sogar phasenweise der Eindruck, das der gute Mann hier viel eher einen Monolog mit sich selbst führt und dieser Aspekt der Ereignisse dürfte bei vielen Leuten nicht unbedingt auf die größte Gegenliebe stoßen. Dabei gibt es doch eine ganze Menge Sehenswertes in "Stalled", was sich hauptsächlich auf die äußerst blutigen Passagen bezieht, die auch in ausreichendem Maße vorhanden sind. Zudem beinhaltet die Geschichte teils tief-schwarzen Humor, der sich in trockenem-und bissigen Wortwitz, sowie in phasenweise absolut skurriler Situationskomik zu erkennen gibt. Nun sollte man jedoch auch eine Vorliebe für den typisch britischen Humor haben, denn die meisten witzigen Pointen sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen, so das der vorhandene Sarkasmus erst im nachhinein wirken kann. Dafür wird allerdings die feine Klinge geschwungen und Ansätze von herrlichem Zynismus sind ebenso als Stärken auszumachen wie auch die streckenweise zum Vorschein kommende Tiefgründigkeit diverser Wortwechsel.

Wer jedoch einen Schenkelklopfer nach dem anderen erwartet wird weniger auf seine Kosten kommen, Freunde grotesk anmutender Situationen hingegen kommen voll auf ihre Kosten und werden ihre helle Freude an dem sympathischen Anti-Helden haben, der sich hier mit etlichen Zombies auseinander setzen muss. Und das geschieht größtenteils auf eine sehr blutige Art und Weise, denn Christian James hat seiner Erzählung so manch sehenswerte Szene beigefügt, die selbst den Liebhabern der etwas härteren Gangart gefallen dürften. Durch den hohen Anteil an Komik erscheint das Ganze dabei in einem eher lustigen Licht und das eigene Empfinden des Härtegrades bewegt sich in einem überschaubaren Rahmen. Mag sich manch einer an der räumlich extrem begrenzten Location stören, so dürfte "Stalled" aber dennoch für genügend Abwechslung sorgen, denn allein schon die absurden Versuche aus der Toilette zu entkommen sorgen für einen immens hoch angesiedelten Unterhaltungswert, den man diesem Werk keinesfalls absprechen kann. Wie immer ist es natürlich Geschmackssache und liegt im Auge des jeweiligen Betrachters, doch meiner persönlichen Meinung nach kann man hier durchaus eine dicke Empfehlung für alle Freunde sehenswerter Zombie-Komödien aussprechen.

Die Klasse eines "Shaun of the Dead" wird in vorliegender Geschichte natürlich nicht erreicht, aber dennoch bekommt man es mit einem wirklich sehenswerten Film zu tun, der sämtliche Zutaten für ein gut unterhaltendes Film-Erlebnis beinhaltet. Sicherlich hätte man diverse Kleinigkeiten noch besser in Szene setzen können, doch insgesamt gesehen hat der Regisseur eine ganze Menge richtig gemacht und ein streckenweise äußerst blutiges Szenario kreiert, in dem der trockene britische Humor mit zunehmender Laufzeit immer mehr in den Vordergrund rückt. Mich hat "Stalled" jedenfalls überzeugt und die Story beinhaltet genau die Art von Humor, den ich schon seit Ewigkeiten so sehr schätze. Kein übertriebener Slapstick, sondern bissiger Wortwitz und groteske Situationen sind Trumpf und das drückt der Geschichte ihren ganz persönlichen Stempel auf.


Fazit:


Wie eigentlich immer sollte man sich nicht von dem mittlerweile üblichen Vergleich mit "Shaun of the Dead" in die Irre führen lassen, denn ansonsten geht man fast zwangsläufig mit einer vollkommen falschen Erwartungshaltung an diesen Film heran. Werden diese dann nicht erfüllt bewertet man das Werk automatisch sehr schlecht und das hat "Stalled" nun wirklich nicht verdient.


7/10
Heimat der Waranen Gemeinde und Illuminaten

Auch ein Aal in des Mannes Hose passt nicht gleich in jede Dose

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Re: Stalled

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 25. Aug 2015 23:05

Also goretechnisch passiert hier nüscht!
Langatmig dümpelt dieser dämliche Film vor sich hin...
Er handelt von einem Nerd der während einem Zombieausbruch aufm Scheisshaus festsitzt.
Es passiert eigentlich nix,ab & zu kommen paar schlecht geschminkte Amateurzombies durchs Bild geholpert und sterben mit möglichst geringem Effektaufwand und viel Erdbeersoße.
Effekttechnisch bekommen wir hier echt das billigste vom Billigen.
Und genauso ist auch der Look des Films.
Wir haben schon keine Lust mehr diesem Schwachsinn zu folgen und werden wohl bald ausmachen.
Der Nerd unterhält sich in nem Klo mit irgendner Tusse die man nicht zu Gesicht bekommt,das ganze ist zudem aufgesetzt komisch und dieser Humor läßt uns nur fragwürdig die Nase rümpfen.
Die Dialoge sind langweilig und verfehlen völlig an Wirkung.
Also da gibts in Wrong Turn 6 zigfach mehr und besseren Gore!
( Wo du ja 3/10 vergabst und meintest es gibt nun auch nicht wirklich viel Gore)
SEHR stümperhaft und amateurhaft das ganze!
Chefe hat bestimmt ne Traumreise in die Karibik vom Label bekommen für diese 7/10 :P
Von mir gibts keinen einzigen Punkt.
Denn hier stimmt einfach rein garnix.
NACHTRAG:HABEN DIESE GÜLLE DOCH ZU ENDE GESCHAUT... Ich will die Lebenszeit zurück! :/
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