Kill List

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Kill List

Beitragvon horror1966 » 24. Sep 2013 10:53

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Kill List
(Kill List)
mit Neil Maskell, MaAnna Buring, Harry Simpson, Michael Smiley, Emma Fryer, Struan Rodger, Esme Folley, Ben Crompton, Gemma Lise Thornton, Robin Hill, Zoe Thomas, Gareth Tunley, Jamelle Ola
Regie: Ben Wheatley
Drehbuch: Ben Wheatley / Amy Jump
Kamera: Laurie Rose
Musik: Jim Williams
Keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2011

Acht Monate sind vergangen, seit für Ex-Soldat Jay ein Job als Auftragskiller in einer Katastrophe endete. Der Vorfall in Kiew hat körperlich wie seelisch schlimme Spuren hinterlassen. Trotzdem wird Jay von seinem Partner Gal zu einem neuen Auftrag gedrängt, der beiden eine düstere und verstörende Welt offenbart, die Jay einmal mehr die Kontrolle verlieren lässt - seine Angst und Paranoia führen ihn direkt ins Herz der Finsternis.


Immer wieder trifft man auf Filme, die aufgrund ihrer gewöhnungsbedürftigen Erzählstruktur einen sehr zwiespältigen Eindruck beim Zuschauer hinterlassen. "Kill List" dürfte ganz eindeutig in diese Kategorie fallen, offenbart sich einem doch ein wilder Streifzug durch die verschiedensten Genres, so das es eigentlich ziemlich schwer fällt, das Werk von Ben Wheatley richtig einzuordnen. So bekommt man im ersten Drittel ein waschechtes Beziehungs-Drama geboten in dem eigentlich rein gar nichts darauf hindeutet, das der Story-Plot mit zunehmender Laufzeit noch diverse andere Richtungen einschlagen soll. Im Mittelteil bekommt man es dann mit einem phasenweise knallharten Actioner zu tun, der einige extrem harte Szenen anbietet die eine schon fast schockierende Wirkung auf den Betrachter haben können. Erst gut 20 Minuten vor dem Ende verwandelt sich das Szenario dann in einen Horror-Thriller mit okkultem Hintergrund, so das man es letztendlich insgesamt gesehen mit einem Film zu tun hat, der immerhin 3 Genres miteinander verbindet.

Wie aber soll man nun das Gesamtwerk bewerten, das einerseits richtig gute Ansätze zum Vorschein bringt, in seiner Gesamtheit doch ein wenig unausgegoren und unrund erscheint? Diese Frage ist wohl im Endeffekt einzig und allein durch den jeweiligen Geschmack des Zuschauers zu beantworten, denn manch einer mag das Werk als absolut genial ansehen, wohingegen andere rein gar nichts mit der teils konfus erscheinenden Geschichte anfangen können. Ich persönlich sehe die Wahrheit irgendwo in der Mitte, denn "Kill List" schafft es durchaus, eine starke Faszination auf einen auszuüben. Ben Wheatley hat es insbesondere durch die Vermischung der Genres geschafft, gewisse Erwartungen zu wecken die sich jedoch letztendlich nur teilweise erfüllen sollen. Durch die gewöhnungsbedürftige Einführungsphase in die Story wird Interesse geweckt, kann man doch überhaupt nicht erkennen, in welche Richtung das geschehen im Endeffekt tendieren wird. So baut sich dann auch ein gewisser Spannungsbogen auf, der aber immer wieder mit kleineren Einbrüchen versehen ist, die das Sehvergnügen erheblich stören. Gerade die Leute, die sich an der Inhaltsangabe des Filmes orientieren könnten eine ziemlich herbe Enttäuschung erleben, offenbart sich doch der Horror-Anteil des Szenarios erst wenige Minuten vor dem Ende.

Dennoch gestalten sich die bis dahin gezeigten Ereignisse keineswegs uninteressant, geht doch eine kaum zu beschreibende Faszination von den Abläufen aus, die jedoch überhaupt nicht auf einen Horror-Anteil des Filmes hindeuten. Vor allem der Mainstream orientierte Horror-Fan dürfte auf eine harte Geduldsprobe gestellt werden und manch einer wird sich den Film wohl gar nicht bis zum Ende anschauen. Dieser Umstand wäre auch durchaus nachvollziehbar, denn "Kill List" ist teilweise schwerer Stoff, den man erst einmal verdauen muss. Zwischen Genialität und Enttäuschung angesiedelt bietet der Film einen Story-Plot, den man im Prinzip nur schwer einordnen kann. Sicherlich ist es immer wieder lobenswert, wenn ein Regisseur etwas Außergewöhnliches bewerkstelligen möchte, in dem er mehrere Genres miteinander vereint, doch Ben Wheatley hat sich meiner Meinung nach in seinem eigenen Konzept verfangen und die streckenweise genialen Ansätze nicht konsequent herausgearbeitet.

Letztendlich bleibt dann ein Plot übrig, der durchaus das Interesse des Zuschauers weckt, dieses aber im Endeffekt nicht wirklich befriedigen kann. Hier hätte man durchaus mehr bewerkstelligen können, denn genügend Potential ist auf jeden Fall vorhanden. Eher selten bekommt man ein Geschehen präsentiert, in dem man es mit so offensichtlichen Gratwanderungen innerhalb der Genres zu tun kriegt und die Grundidee des Ganzen ist auch absolut sehenswert. In der Umsetzung hapert es dann doch ein wenig, fehlt es dem Gesamtbild doch offensichtlich an der nötigen Konsequenz, um zu einem gänzlich überzeugendem Gesamteindruck zu gelangen. Hierzu hätte es dann auch bessere Schauspielleistungen benötigt, denn die Akteuren erscheinen doch in etlichen passagen eher farblos und blass, so das man kaum eine Identifikation zu den einzelnen Figuren herstellen kann.


Fazit:


"Kill List" ist letztendlich ein Film, der sich meiner Meinung nach maximal im oberen Durchschnittsbereich ansiedeln kann. Die von vielen hervorgehobene Genialität des Geschehens konnte sich mir nicht offenbaren, vielmehr hinterlässt die Geschichte einen sehr zwiespältigen Eindruck, den man durchaus hätte vermeiden können. Wer einen reinen Horror-Thriller erwartet sollte die Finger von der DVD lassen, denn diese Erwartung wird keinesfalls erfüllt.


6/10
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Re: Kill List

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 7. Apr 2015 21:09

Der Film hat stellenweise extreme Härten,man kombiniere z.B Hammer mit Hand,Knie&Kopf haha:))
Der Hauptdarsteller sieht zwar aus wie eine wohl genährte Feldmaus und man kann auch bei ihm jahrhundertelangen Inzest am Gesicht ablesen (:D)
Aber er spielt die Rolle sehr gut!
Auch wenn er sich auf die Rolle des Ex-Soldaten körperlich wenigstens ein wenig hätte vorbereiten sollen...
Er sieht eher aus wie 'n Staubsaugerverkäufer bzw. ein Sparkassenfuzzi/Versicherungsvertreter/Bürohengst!
Bin mit dem Film noch nicht durch,Wertung folgt!
Die Ischen der 2 ?Protagonisten?
sehen aus wie Pornomiezen (Wobei mir persönlich die Dunkelhaarige nicht so gefällt,ist trotzdem "landläufig" hübsch,die Blonde ist allerdings top)und die 2 eher wie haariges Arschloch auf 2 Beinen,wobei ja oft hübsche Frauen absolute Lauchpartner haben und Degenerationen somit niemals aussterben:D

NACHTRAG:
Ok,Film hab ich nun zuende geschaut und stimme wertungtechnisch mit Horror überein. 6/10
Das grosse Manko dieses Films ist das VÖLLIG SINNFREIE,SCHWACHSINNIGE ,VÖLLIG VERBLÖDETE UND ABSOLUT SINNFREIE ENDE! Zudem ist der Film in den dunklen Szenen extrem schlecht ausgeleuchtet. Gerade das Ende wirkt völlig lieblos heruntergekurbelt und verhindert den Film in höhere Wertungsregionen vorzudringen.
Ich bin ja weiss Gott keiner dieser idiotischen Logikprofessoren,die immer in irgendwelchen Nichtigkeiten eines Films sich keinen Sinn ergründen können und immer irgendwelche Logiklöcher sehen wo keine sind.
Bei Kill List hingegen ist das Ende wirklich totaler Dünnschiss und einfach völlig unglaubwürdig.
Echt schadeum die vielen guten Ansätze!
Hier wär deutlich mehr drin gewesen.
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Re: Kill List

Beitragvon DriesVanHegen » 8. Apr 2015 09:53

Habe ihn gut, stellenweise hart in Erinnerung.
Vom Ende weiß ich nicht mehr so wirklich viele Details außer, dass ich es ziemlich fies fand.
Um das aber noch nachzuvollziehen, müsst man den aber noch einmal sehen.

Oder mag mal jemand den Spoiler-Tag auspacken?
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Re: Kill List

Beitragvon MiamiVIP » 8. Apr 2015 17:54

Hatte mir den vor einiger Zeit mal als Blindkauf fürn 5er aus der Theke mitgenommen und kann hier eigentlich nur mit dem bisherig gesagten gleichziehen. Ich fand den Film ganz ok, hier und da hatte er wirklich großartige Ansätze und auch das brachiale Finale (auch wenns keinen Sinn ergibt, aber gerade das irgendwo auch dessen Stärke ist) fand ich sehr genial. Leider ändert es nichts daran, das die Handlung immer wieder vor sich hin plätschert und einfach kein rundes Gesamtbild enstehen will. Die Genialität blitzt immer nur stellenweise und kurzfristig auf. Da wäre deutlich mehr drin gewesen. 6/10
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Re: Kill List

Beitragvon trebanator » 8. Apr 2015 19:02

.. hab ich nich... juckt mich auch nich 8-)
... He, who makes a Beast of himself , get`s rid of the pain of being a human !
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Re: Kill List

Beitragvon OpFeRmEtZgEr » 8. Apr 2015 22:34

Ich fand das Finale lasch und beschissen ausgeleuchtet.
Hatte was von Knallfröschen im Schuhkarton.
Ich hasse schlecht ausgeleuchtete Nachtszenen!
Vor allem in einem FINALE!!!
Und hey,das war doch sowas von aufgesetz und lieblos runtergekurbelt!
So nach dem Motto"FUCK UNS GEHT DAS GELD AUS!!!"
Dem Film fehlte es eindeutig an Dynamik.
Sehr viele wirklich gute Ansätze...Und noch mehr unnötig in die Länge gezogene Seifenblasen.
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