Ghost Machine

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Ghost Machine

Beitragvon horror1966 » 26. Dez 2013 19:34

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Ghost Machine
(Ghost Machine)
mit Sean Faris, Rachael Taylor, Joshua Dallas, Luke Ford, Halla Vilhjalmsdottir, Sam Corry, Richard Dormer, Jonathan Harden
Regie: Chris Hartwill
Drehbuch: Sven Hughes / Malachi Smyth
Kamera: George Richmond
Musik: Bill Grishaw
FSK 16
Großbritannien / 2009

Im finalen Level wartet der Tod! Tom und Vic sind Militär-Techniker und Videogame-Freaks. Sie schmuggeln ein streng geheimes, virtuelles Kriegsführungs-Programm in ein stillgelegtes Gefängnis, um dort damit zu experimentieren. Doch was zuerst ein cooler Nervenkitzel werden soll, wird zur tödlichen Realität. Ein rachsüchtiges Wesen hat die Software manipuliert und entführt alle in eine real wirkende Welt, in der nichts mehr so ist wie es scheint. Als ihre Kameradin Jess von diesem Fall hört, beginnt sie eine schier aussichtslose Rettungsaktion und wird ebenfalls in diese virtuelle Welt gezogen, die genauso tödlich sein kann wie reale Kriege...


Vor allem Spiele-Freaks dürften bei dieser Produktion voll auf ihre Kosten kommen, denn die Umsetzung der Ego-Shooter Thematik auf virtueller Basis im Zusammenhang mit den vorhandenen Horror-Elementen kann man als durchaus gelungen bezeichnen, so das sich hier eine wirklich kurzweilige und streckenweise auch actiongeladene Szenerie bietet, an der man als Genre-Fan seine wahre Freude haben kann. Sicherlich hätte man einige Dinge noch besser machen können, jedoch kann ich einige im Netz rumschwirrenden recht negative Kritiken über den Film nicht so ganz nachvollziehen. Ich verstehe immer nicht, mit welchen Erwartungen und Ansprüchen manche Leute an so eine Direct to DVD Produktion herangehen, denn hier wird wirklich gute Filmkost geboten, die jederzeit unterhaltsam daherkommt.

So nimmt sich die Geschichte dann auch erst einmal einige Minuten Zeit, um die diversen Charaktere einzuführen, bevor es dann so richtig losgeht. Die Beleuchtung der einzelnen Personen fällt dabei zwar nicht unbedingt sehr tiefgründig aus, jedoch kann man sich so relativ schnell mit den Figuren anfreunden. Das dargebotene Schauspiel ist dabei ganz bestimmt nicht oscarverdächtig, bewegt sich aber in einem äusserst soliden Rahmen und ist für das dargestellte Szenario vollkommen ausreichend. Und dieses Szenario baut einen durchaus konstanten Spannungsbogen auf, denn nach der Einführung der einzelnen Personen verdichtet sich das Geschehen zunehmend und setzt auch eine äusserst geheimnisvolle Grundstimmung frei, die sich schon fast zwangsläufig auch auf den Zuschauer überträgt, der sich der von den mysteriösen Ereignissen ausgehenden Faszination nur schwerlich entziehen kann.

Dadurch entsteht ein wirklich sehenswertes Filmvergnügen, das mit zunehmender Laufzeit auch immer unheimlichere Züge erkennen lässt, so das ein größtenteils fast gespenstisches Szenario entsteht, das sich der ungeteilten Aufmerksamkeit des Betrachters gewiss sein kann. Unterstützt wird das Ganze zusätzlich von absolut gelungenen Action-Passagen, die auch streckenweise durchaus etwas härter und blutiger ausfallen, ohne das sie dabei jedoch den normalen rahmen sprengen würden. So entsteht dann auch ein Gesamteindruck, der sich sehr gut sehen lassen kann und es gibt ganz bestimmt etliche Werke, die weitaus höher budgetiert sind, aber nicht annähernd den Unterhaltungswert von "Ghost Machine" erreichen.

Und so kann man letztendlich Regisseur Chris Hartwill ein gelungenes Spielfilm-Debut bescheunigen, das ganz sicher kein Meisterwerk darstellt, aber absolut kurzweilig und auch sehr spannend in Szene gesetzt wurde. Genre-Fans sollten hier wirklich einen Blick riskieren, denn der lohnt sich allemal. Allein die aufkommende und sehr bedrohliche Atmosphäre die in den dunklen Gängen des ehemaligen Gefängnisses aufkommt, ist als kleiner Höhepunkt des Filmes anzusehen, denn es kann durchaus vorkommen, das man bei der ein oder anderen Szene mit einer leichten Gänsehaut überzogen wird.


Fazit:


Auch wenn viele Leute anderer Meinung sind, sehe ich "Ghost Machine" als absolut gelungenen Genre-Beitrag an, der durchgehend gute und spannende Unterhaltung bietet. Außerdem vertrete ich den Standpunkt, das man nicht bei jedem Film gleich ein perfektes Meisterwerk erwarten sollte und sich manchmal auch mit solider und kurzweiliger Filmkost zufriedengeben begnügen kann, die bei vorliegendem Werk auf jeden Fall vorliegt.


6/10
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Re: Ghost Machine

Beitragvon Dark Angel » 5. Jan 2014 12:29

Auch wenn das vielleicht nur ein Zufall ist was ich bis heute so an englischen und amerikanischen Produktionen gesehen habe, aber selbst kleinere Produktionen aus England sind immer gut und unterhaltsam. So eine richtig miese Inszenierung wie zb. aus den USA, ist mir bis jetzt bei den englischen Produktionen noch nie untergekommen. Egal was ich an Genres von der "Insel" bis jetzt gesehen habe, da war kein einziger Film mit dabei den man als schlecht bezeichnen könnte....

Bei Ghost Machine haben mir auch die Dialoge gefallen, auch wenn man hier ununterbrochen "Fuck & Scheiße" zu hören bekommt....es passt sich aber der Situation an und wirkt dadurch auch nicht übertrieben. Auf jeden Fall sind die restlichen Texte auf viel höherem Niveau angesetzt als bei so manch anderen B-Filmchen, hier hat man jedenfalls auch etwas mit dem Kopf gearbeitet, zumindest was das Drehbuch angeht.

Man sollte sich auch durch die Inhaltsangabe nicht so sehr aufs Glatteis führen lassen, dadurch entsteht der Eindruck das sich nur alles in einer virtuellen Welt wie zb. in "Tron" abspielen würde, dem ist aber nicht so. Hier gibts nichts in "Zeichentrickform" zu sehen, selbst die virtuellen Szenen werden als real dargestellt. Interessant sind auch die verschiedenen Charaktäre ausgefallen, jeder der Darsteller spielt einen ganz anderen Charakterzug und der hebt sich doch schon ordentlich ab.

Das ist auch mit ein Grund warum "Ghost Machine" nicht nur einer dieser Filme ist, die man unter Tausende stecken könnte. Diese kleinen Details heben auch die Qualität dieses Films an. Um aber mal auf dem Teppich zu bleiben muss man schon sagen das einem hier sicherlich keine bombastische Produktion erwartet. Aber Regisseur Chris Hartwill hat in diesem Film alle für ihn vorhandene Register gezogen, ich denke so könnte man das schon beschreiben wenn man "Ghost Machine" sieht. Nach einer Billigproduktion sieht das nicht gerade aus, da hat man sich doch schon Mühe gegeben.

Ghost Machine ist ein gutes Beispiel dafür der zeigt, daß man nur an Hand eines guten Drehbuchs und normalen Dialogen einen vernünftigen Film inszenieren kann der gute Unterhaltung bietet. Von der Story abgesehen, so waren auch die Effekte gut gemacht, auch hier hat man es nicht übertrieben und dafür lieber etwas dezent eingesetzt und auf ein Risiko verzichtet. Auch das muss man Chris Hartwill anrechnen der hier wahrscheinlich dachte das "weniger...mehr ist".

Zum Schluss kann ich nur sagen das man hier keinen Kracher erwarten sollte und Gore und Splatterfans hier nicht auf ihre Kosten kommen. Ghost Machine setzt hier mehr auf Grusel und Momentaufnahmen und das ist meiner Meinung nach gut gelungen....
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