Gallowwalkers (2012)

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Gallowwalkers (2012)

Beitragvon horror1966 » 15. Sep 2013 16:38

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Gallowwalkers
(Gallowwalkers)
mit Wesley Snipes, Kevin Howarth, Riley Smith, Tanit Phoenix, Simona Brhlikova, Steven Elder, Patrick Bergin, Jay Grant, Hector Hank, David De Beer, Alyssa Pridham, Dallas Page, Derek Griffiths, Alex Avant
Regie: Andrew Goth
Drehbuch: Andrew Goth / Joanne Reay
Kamera: Henner Hofmann
Musik: Stephen Warbeck
keine Jugendfreigabe
Großbritannien / USA / 2012

Ein Fluch liegt auf Aman. Alle, die durch seine Kugel sterben, kommen zurück. Erst wenn sie ihren Kopf verlieren, sind sie für immer erledigt. Auch die fünf Männer, die seine große Liebe vergewaltigt und geschwängert haben, erheben sich wieder von den Toten. Jetzt soll die Rache auf ihrer Seite sein. Sie sammeln ein Heer von Untoten für das letzte Gefecht. Zu viele für einen einzelnen Mann. Aman rettet deshalb den jungen Sträfling Fabulos vor dem Galgen und bietet ihm einen gut bezahlten Job an: Er erwartet die Zombies am Schlachthaus seiner Ziehmutter, wo er seine Stiefschwester Sueno lieben gelernt hatte. Sie war bei der Geburt des Bastards in ihrem Leib gestorben. An dem Ort, an dem alles begann, soll es auch zu Ende gebracht werden ...


Blade is back


So steht es auf dem deutschen DVD-Cover und manch einer mag sich von diesem kurzen Satz ein wenig in die Irre führen lassen, so das er mit einer vollkommen falschen Erwartungshaltung an diesen Film herangeht. So sind sicherlich auch einige der größtenteils sehr negativen Kritiken zu erklären, die der neue Film mit Wesley Snipes bisher erhalten hat. Nach seiner Haftstrafe tritt der gute Mann hier in einer Kombination aus Western-und Horrorfilm auf, der sogar phasenweise dezente Fantasy-Einschläge erkennen lässt und durch diese ungewohnte Mischung durchaus seinen ganz eigenen Reiz auf den Zuschauer ausübt. Ganz bestimmt ist das Werk von Andrew Goth kein filmisches Meisterwerk und auch das Drehbuch erscheint an einigen Stellen ein wenig unausgegoren, doch insgesamt gesehen präsentiert sich eine jederzeit interessante Geschichte, aus der man allerdings noch etwas mehr hätte herausholen können. Viele Leute beklagen sich darüber, das der Film zu wenig Action beinhalten würde, was ich persönlich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen kann. Sicherlich handelt es sich definitiv nicht um ein Spektakel, doch das Geschehen ist dafür vielmehr auf klassischen Duellen aufgebaut, wie man sie aus den reinrassigen Western her kennt. Das mag nicht jeden Geschmack treffen, doch gerade dieser Aspekt ist in meinen Augen eine der Stärken eines Werkes, das zu Unrecht so viele schlechte Kritiken nach sich zieht und somit vollkommen unterbewertet wird.

In erster Linie überzeugt das Szenario durch eine ziemlich triste Atmosphäre, die hauptsächlich durch die äußerst karg ausgestatteten Kulissen erzeugt wird. Spielt sich doch das Ganze in einer wüstenähnlichen Location ab, die teilweise schon etwas von einer Endzeit-Stimmung hat. Gleichzeitig wirft die spartanische Ausstattung des Filmes die Frage auf, wo die geschätzten 17.000.000 $ Budget geblieben sind, die das Szenario angeblich verschlungen hat. Wie dem aber auch sei, diese herrliche Grundstimmung übt ihre ganz eigene Faszination aus, die sich ganz automatisch auch auf den Betrachter überträgt. Und so wartet man dann auch gespannt darauf wie sich die Story denn entwickeln mag, die zu Beginn noch ein wenig undurchsichtig erscheint und erst durch das hinzufügen diverser Rückblicke die Zusammenhänge erkennen lässt. In diesem Punkt hat Goth wirklich gute Arbeit geleistet und baut auch durch die eher ruhige Erzähl-Struktur der Ereignisse sehr gekonnt einen Spannungsbogen auf, der sich jederzeit sehen lassen kann. Auch wenn die Elemente des klassischen Western ganz eindeutig im Vordergrund stehen, werden immer wieder diverse Horror-Anteile eingefügt, die letztendlich für diese außergewöhnliche Mixtur sorgen, die "Gallowwalkers" in meinen Augen zu einem absolut sehenswerten Genre-Mix machen.

Im Bezug auf die Härte hätte sich manch einer eventuell etwas mehr erwartet, doch erscheinen die vorhandenen Passagen als vollkommen ausreichend, um hier die 18er Freigabe zu rechtfertigen. Dabei offenbart sich eine Mischung aus handgemachten-und CGI-Effekten, die man als größtenteils gelungen bezeichnen kann. Einige Szenen erscheinen schon ziemlich derbe, jedoch wird der übliche Rahmen zu keiner Zeit überschritten. So ergibt sich dann im Prinzip auch ein Gesamteindruck, der das Werk oberhalb des normalen Durchschnitts ansiedelt und je nach der Sichtweise des jeweiligen Betrachters kann man sogar von einem wirklich gelungenem Film sprechen. Auch die oft kritisierten Leistungen der Darsteller-Riege kann ich nicht nachvollziehen, sicherlich bekommt man keinerlei oscarreife Performances zu sehen und niemand spielt sich sonderlich in den Vordergrund, doch gerade für eine Geschichte dieser Art empfand ich das dargebotene Schauspiel als äußerst solide. Snipes agiert beispielsweise wortkarg und cool wie immer und auch die anderen Darsteller liefern keinerlei Grund zu größerer Beanstandung. Womit sich also einmal mehr die Frage stellt, warum "Gallowwalkers" eigentlich durch die Bank eher negative Kritiken nach sich zieht, die teilweise sicherlich aus einer falschen Erwartungshaltung heraus resultieren.

Im Endeffekt bekommt man nämlich einen ziemlich gelungenen Genre-Mix geboten, der sogar recht gut die einzelnen Elemente miteinander vermischt und so ein recht außergewöhnliches Film-Erlebnis anbietet, an dem man durchaus seine Freude haben kann. Kein filmisches Meisterwerk und schon gar kein Vergleich mit "Blade", aber eine extrem atmosphärische Kombination aus klassischem Western-und Horrorfilm, die zudem durch ein streckenweise unwirklich erscheinendes Ambiente schon Züge des Fantasy-Filmes erkennen lässt. Die trostlose Grundstimmung des Ganzen sorgt dann noch zusätzlich dafür, das ein beklemmendes Gefühl beim Zuschauer aufkommt, so das man insgesamt gesehen von einem gelungenen Szenario sprechen kann, das auf jeden Fall langatmig oder nicht lohnenswert erscheint. Natürlich ist es wie immer reine Geschmackssache, doch bin ich mitr ziemlich sicher, das auch "Gallowwalkers" seine Fan-Gemeinde finden wird.


Fazit:


Eine ruhige Erzählweise, klassische Western-Duelle und etliche Horror-Elemente ergeben hier eine sehr gelungene Mixtur. Sicherlich hätte man noch etwas mehr aus der interessanten Thematik herausholen können, doch insgesamt gesehen ist "Gallowwalkers" weitaus besser gelungen, als manche im Netz veröffentlichte Kritik es höchstwahrscheinlich vermuten lässt.


7/10
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Re: Gallowwalkers (2012)

Beitragvon dude-1984 » 16. Sep 2013 19:02

soll man am besten in güllewalkers umbennenen...meine fresse war dat ein zusammengestauchter undefinierbarer kack...snipes selber wirkt voll fehl am platz und hat auch nich besonders viel screentime ( oder kam mir nur so vor ...war nach ner stunde nur noch gelangweilt ) , die story wird irgendwie ohne hand & fuss erzählt ...und die 2 netten splättaeinlagen waren dann auch schon das beste an dem krüppel......kein wunder dat der schinken soooo lange ine kammer hing....hättense ma besser da vergammeln lassen sollen...

3-4/10
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