Draculas Rückkehr

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Draculas Rückkehr

Beitragvon horror1966 » 9. Dez 2016 13:23

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Draculas Rückkehr
(Dracula Has Risen from the Grave)
mit Christopher Lee, Rupert Davies, Veronica Carlson, Barbara Ewing, Barry Andrews, Ewan Hooper, Marion Mathie, Michael Ripper, John D. Collins, George A. Cooper, Christopher Cunningham, Norman Bacon
Regie: Freddie Francis
Drehbuch: Anthony Hinds / Bram Stoker
Kamera: Arthur Grant
Musik: James Bernard
FSK 16
Großbritannien / 1968

Im Glockenturm einer kleinen Dorfkirche macht der Messdiener eine grausame Entdeckung: vor ihm liegt die blutige Leiche eines Mädchens, in dessen Hals sich zwei tiefe Bisswunden befinden - Graf Dracula ist zurückgekehrt. Blutgierig findet er auf seinen nächtlichen Wegen immer neue Helfer und Opfer.


Nach "Dracula", "Dracula und seine Bräute" und "Blut für Dracula" handelt es sich bei dem vorliegenden Film aus dem Jahr 1968 um den ersten Beitrag aus den Hammer Studios, der nicht unter der Regie von Terence Fisher entstanden ist. Dieses Mal zeichnete nämlich Freddie Francis verantwortlich, der jedoch ebenso gekonnt "Draculas Rückkehr" in Szene setzte. Im Mittelpunkt steht wie der Filmtitel schon vermuten lässt, die Rückkehr des berühmtesten Vampires der Geschichte, der einmal mehr durch Christopher Lee in seiner absoluten Paraderolle dargestellt wird. Wie in etlichen anderen Hammer Produktionen fallen einem sofort die stimmigen Schauplätze und die wunderbar dichte Atmosphäre auf, zudem konnte man auch in diesem Beitrag eine gut agierende Darsteller Riege verpflichten. Die Geschichte kommt schnell auf den Punkt, denn der wieder auferstandene Blutgraf lässt keine unnötige Zeit verstreichen und macht sich sofort daran, einige Helfer um sich zu versammeln.

Ziel des Grafen ist die hübsche Maria, die ihres Zeichens die Nichte von Monsignore Ernst Müller ist. Dieser hat wiederum den Zorn des Blutsaugers auf sich gezogen, weil er den Schlosseingang des Grafen mit einem Kreuz versiegelt hat, um das Böse endgültig zu bannen. Unter Mithilfe eines Geistlichen und einer weiblichen Bedienung aus einer Dorfkneipe will Dracula nun Rache nehmen und die junge Maria in seine Gewalt bringen. Nun gestaltet sich das Szenario zwar durchaus vorhersehbar und läuft auch auf ein typisches Finale hinaus, aber dennoch vermag es auch dieser Beitrag, den Zuschauer durchgehend in seinen Bann zu ziehen. Freddie Francis bedient sich dabei der üblichen Zutaten und präsentiert so ein visuell ansprechendes Gesamtbild, das aber dennoch nicht an die Verfilmung aus dem Jahr 1958 heran kommt.

Das liegt in erster Linie sicherlich daran, das in der vorliegenden Verfilmung kein wirklich ernst zu nehmender Gegner des Vampirfürsten mit an Bord ist. An diesem Punkt vermisst man dann auch recht schmerzlich den großartigen Peter Cushing in der Rolle von Professor Van Helsing, den man hier keinesfalls gleichwertig ersetzen konnte. So trägt Lee dann auch die Story fast im Alleingang, denn obwohl die anderen Protagonisten allesamt sehr ordentlich agieren, kann sich doch niemand von ihnen sonderlich in den Vordergrund spielen, geschweige denn den Stellenwert und die Präsenz eines Peter Cushings erreichen. Das trübt den Gesamteindruck dann doch ein wenig und zeigt gleichzeitig auch ziemlich eindrucksvoll, wie sehr manche Schauspieler über eine bestimmte Rolle definiert werden. Wenn man es will, dann kann man den guten Barry Andrews als Gegner des Grafen ansehen, denn als Freund der jungen Maria ist er es schlussendlich, der ganz unweigerlich den Part des Gegenpols einnehmen muss. Andrews macht das auch gar nicht schlecht, verfügt aber auf keinen Fall über die nötige Ausstrahlung, um in die Fußstapfen von Cushing zu treten.

Trotz dieses doch offensichtlichen Defizits ist "Draculas Rückkehr" aber immer noch eine überdurchschnittlich gute Verfilmung, der es aber aus den genannten Gründen nicht gelingt, in den Kreis der heraus ragenden Dracula Filmen einzubrechen. Zugegebenermaßen kritisiert man immer noch auf einem hohen Niveau, aber wenn bestimmte Storys sich gerade durch überragende Darsteller definieren, dann kann man auch Kleinigkeiten nur schwerlich übersehen. Ich persönlich mag diesen vierten Beitrag der Dracula Reihe aus den berühmten Hammer Studios dennoch sehr gern, aber das muss letztendlich ein jeder für sich selbst beurteilen. Freddie Francis war zwar sichtlich bemüht, das Fehlen einer prägenden Figur vergessen zu machen, aber leider ist dies nicht so wirklich gelungen.Dennoch handelt es sich immer noch um einen tollen Film, denn allein schon die gewohnt diabolische Ausstrahlung eines Christopher Lee ist es wert, das auch "Draculas Rückkehr" in keiner gut sortierten Sammlung fehlen darf.


Fazit:


An diesem Beitrag kann man feststellen, wie wichtig auch ein Peter Cushing als Van Helsing für die Dracula Filme ist. Trotz einer durchaus guten Geschichte wird er schmerzlich vermisst, was den Gesamteindruck dieses Filmes doch etwas nach unten schraubt. Dennoch offenbart sich immer noch sehr gute britische Horrorkost, die man keinesfalls versäumen sollte.


7,5/10
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