Die Braut des Satans

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Die Braut des Satans

Beitragvon Dark Angel » 29. Sep 2013 12:03

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Alternativtitel: Child of Satan

Originaltitel: To the Devil a Daughter

Herstellungsland: Großbritannien/Deutschland
Erscheinungsjahr: 1976
Regie: Peter Sykes


Darsteller:
Richard Widmark
Christopher Lee
Honor Blackman
Denholm Elliott
Michael Goodliffe
Nastassja Kinski
Eva Maria Meineke
Anthony Valentine
Derek Francis
Isabella Telezynska
Constantine Gregory
Anna Bentinck


Inhalt:
Der in okkulten Phänomenen sehr bewanderte Autor John Verney (Richard Widmark) wird eines Tages von einem gewissen Beddoes (Denholm Elliot) aufgesucht, der ihn um Hilfe bittet. Seine Tochter Catherine (Nastasja Kinski) ist nämlich durch seine Schuld einer Satanssekte verpflichtet, deren Anführer der schwarze Pater Michael (Christopher Lee) ist. Nun soll sie als Braut des Satans, für die Wiedergeburt des Urbösen sorgen. Verney bringt das Mädchen vorerst in Sicherheit, doch seine Schutzmaßnahmen sind unzureichend und die Sekte gewinnt telepathisch Einfluß auf Catherine. Verney nimmt die Spur auf, zu allem entschlossen...


Einleitung:
Christopher Lee in einem Horrorfilm zu sehen ist ja nun wirklich nichts neues mehr, in diesem Fach hat er seine Leistungen schon mehr als genug unter Beweis gestellt. Was mir aber persönlich sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache das Schauspielikone Richard Widmark hier mitwirkte. Kannte man ihn sonst nur aus Western und vereinzelt aus Krimis oder Katastrophenfilmen, so konnte er aber auch 1985 in einem meiner Lieblings-Psychothriller Blackout in diesem Fach überzeugen. Die Rolle die er hier in Die Braut des Satans spielt, zeigt gewisse Parallelen zu "Blackout", dort spielte er ebenfalls diesen Charakter um Aufdeckungsarbeit zu leisten und alle Hintergründe zu recherchieren. Warum bis Heute noch die vielen VHS-Veröffentlichungen indiziert sind, ist mir ein Rätsel. Selbst diese inoffizielle ungeschnittene Fassung müsste mit einer 16er Freigabe deklariert werden. Kurz gesagt, es ist einfach nur lachhaft....


Meinung:
Regisseur Peter Sykes hat hier sicherlich keinen Reisser inszeniert, der Film besitzt viele Längen in denen manch einer wahrscheinlich das Handtuch werfen würde und ihn sogar zum Teil als langweilig empfinden könnte. Für mich persönlich zählen in erster Linie erstmal die Darsteller und ihre schauspielerischen Leistungen. Bei einem Horrorfilm brauche ich kein Blut und auch keine Splatterszenen, ich gebe mich mit gutem Schauspiel und einem vernünftigen Script zufrieden. Was diesen Film hier angeht, so besitzt er mehr oder weniger beides davon. Als erstes mal die Story, die Geschehnisse rund um den Okkultismus wurden bei diesem Streifen nicht übertrieben dargestellt, daß gezeigte hält sich in Grenzen und es erscheint auch kein "Belzebub" mit Hörnern etc...

Natürlich dürfen die typisch für so einen Film gedrehten kleinen Effekte nicht fehlen, sonst wäre es ja ein Psychothriller der nicht mehr ins Horrorgenre hineinpasst. Dies wären dann so Dinge wie zb. telephatische Fähigkeiten die nicht nur auf einen Raum beschränkt sind, sondern auch auf andere Orte konzentriert sind. Hier zeigt sich dann auch das ausgewählte "Medium" und das gezeugte Kind des Teufels Nastassja Kinski, die ihre Rolle schon überzeugend darstellt. Es ist vielmehr dieser kindliche Charakter den sie überzeugend spielt, so lange sie nicht telephatisch beeinflusst wird, wobei sich bei diesen Szenen "Christopher Lee" verantwortlich zeigt. Ansonsten gibts von ihr darstellererisch nicht viel zu sehen, ausser ein paar Aufnahmen in denen sie nackig zu sehen ist.

Ausser Richard Widmark & Christopher Lee ist es nur noch Denholm Elliott der hier den Vater von "Nastassja" spielt, ebenfalls mit seinem Part überzeugen kann. Alle anderen Darsteller sind eigentlich nur Randfiguren, was aber die Qualität des Films keinesfalls schmälert. Die drei Haudegen "Widmark - Lee - Elliott" reichen als Dreh und Angelpunkt vollkommen aus. Der Film besitzt auch Szenen die man vielleicht als noch nicht gesehen bezeichnen könnte. Andeutungsweise ist hier zb. Christopher Lee als "Liebhaber" von der Kinski zu sehen, was ich so auch nicht von "Lee" in Filmen gesehen habe.

Ich für meinen Teil hätte mir zwar noch etwas mehr Atmosphäre gewünscht, aber die dargebrachten Leistungen dieser Ikonen und die Tatsache das es sich hier um eine kleine Perle in dem Genre handelt der nicht so weit verbreitet ist, hinterlässt dann bei mir doch schon einen ganz anderen Eindruck...
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Re: Die Braut des Satans

Beitragvon Cromwell » 25. Jan 2014 21:03

Habe mir vor ca. 1 Jahr mal die VHS zugelegt. Ich hatte den Film richtig spannend in Erinnerung. Nach der Sichtung war ich dann ganz schön ernüchtert... Der Film ist Grottenlangweilig :( da passiert 90 Minuten garnix!

4/10
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